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Gebot, Gesetz und Evangelium. Paul Althaus' Kritik an Karl Barths Verständnis von Evangelium und Gesetz

Titel: Gebot, Gesetz und Evangelium. Paul Althaus' Kritik an Karl Barths Verständnis von Evangelium und Gesetz

Hausarbeit , 2015 , 14 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Konrad Altmann (Autor:in)

Theologie - Systematische Theologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ist es legitim, in der evangelischen Theologie von „Gesetz und Evangelium“ zu reden? Sollte die Reihenfolge eher „Evangelium und Gesetz“ lauten? Oder ist keiner der beiden Ansätze als richtig anzusehen und ein anderer hat Anspruch darauf? Diese Fragen beschäftigen Theologen seit Jahrzehnten.

Der ursprüngliche Text, der diese Diskussion entfachte, war „Evangelium und Gesetz“ von Karl Barth. Daraufhin folgten etliche kritisch auf Barths Thesen antwortende Schriften. Einer dieser Schriften, „Gebot und Gesetz“ von Paul Althaus, in dem die dritte Komponente „Gebot“ hinzugefügt wird, soll innerhalb dieser Proseminararbeit besondere Aufmerksamkeit zuteilwerden.

Zunächst wird hierbei noch einmal auf den Text von Karl Barth eingegangen, um den Einstieg in die Thematik zu erleichtern. Im Anschluss wird „Gebot und Gesetz“ von Paul Althaus analysiert und in Verbindung zu Barths Thesen gebrach. Ein Fazit soll diese Proseminararbeit beschließen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Zusammenfassung „Evangelium und Gesetz“ von Karl Barth

2 Analyse „Gebot und Gesetz“ von Paul Althaus

2.1 Die Verwendung der Begriffe „Gesetz“ und „Gebot“ im Neuen Testament

2.2 Die Bedeutung des Gebotes

2.3 Das Gebot wird zum Gesetz

2.4 Das Evangelium beendet das Gesetz

2.5 Das Gesetz wird durch das Evangelium erneut zum Gebot

2.6 Die Bedeutung dieser Überlegungen für das christliche Leben

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theologische Auseinandersetzung von Paul Althaus mit dem Werk „Evangelium und Gesetz“ von Karl Barth. Ziel ist es, Althaus' kritische Erweiterung des Modells um die Komponente des „Gebots“ sowie die daraus resultierende Verschiebung der systematischen Reihenfolge nachzuvollziehen und in ihrem theologischen Kontext einzuordnen.

  • Vergleich der theologischen Terminologie von Karl Barth und Paul Althaus.
  • Analyse des Wandels zwischen Gebot, Gesetz und Evangelium.
  • Untersuchung der biblischen Begründungen für das neue Begriffsmodell.
  • Reflektion der Bedeutung des christlichen Lebens unter dem Gebot.

Auszug aus dem Buch

2.3 Das Gebot wird zum Gesetz

Nun erfolgt eine Annäherung an die auch in Barths Ausführungen wichtige Sünde, welche hier zunächst als „Fall“ bezeichnet wird, kurz darauf aber auch als „Sünde“. Dieser Fall sei laut Althaus ein fortlaufender Prozess und ergebe sich aus der Schuld gegenüber Gott, welche wiederum aus dem Unglauben entstehe. Durch diese Tatsache verwandle sich das Gebot zum Gesetz.

Das Gebot bezeichnet er im Gegensatz zum Gesetz als etwas Ursprüngliches. Sowohl Gebot und Gesetz hätten den gleichen entscheidenden Inhalt, nämlich den Ausdruck des unveränderlichen Willen Gottes an den Menschen, aber dieser Inhalt gestalte sich auf unterschiedliche Art und Weise. Althaus schätzt das Gebot durch dessen Stellung als Liebesangebot Gottes als durch und durch positiv ein. Eine Negation dessen sei zwar rein theoretisch möglich, aber im Verständnis des Gebotes nicht vorgesehen; von einer solchen Möglichkeit werde im Angesicht von Gottes Liebe von Vornherein nicht ausgegangen. Durch den Sündenfall verändere sich diese Position aber schlagartig und aus dem Gebot werde das Gesetz. Laut Althaus erfolge somit eine Negation; das Gesetz handle in erster Linie von einem Verbot der längst beschrittenen Wege der Menschen.

Ein Satz, der Althaus Sichtweise bis zu diesem Punkt gut zusammenfasst ist „Das Gesetz ist Denkmal unserer Sünde.“, womit noch einmal verdeutlicht wird, dass er der Meinung ist, dass der Sündenfall den Wandel vom Gebot zum Gesetz veranlasst habe.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Debatte um die Reihenfolge „Gesetz und Evangelium“ vs. „Evangelium und Gesetz“ ein und stellt die Relevanz der Arbeit von Paul Althaus dar.

1 Zusammenfassung „Evangelium und Gesetz“ von Karl Barth: Dieses Kapitel erläutert Barths Verständnis von Evangelium und Gesetz als untrennbare Einheit, die auf Gottes Gnade und Jesus Christus gründet.

2 Analyse „Gebot und Gesetz“ von Paul Althaus: Hier wird die Kritik von Althaus an Barths Terminologie dargelegt und der eigene Ansatz „Gebot, Gesetz, Evangelium“ eingeführt.

2.1 Die Verwendung der Begriffe „Gesetz“ und „Gebot“ im Neuen Testament: Eine philologische Untersuchung zur biblischen Fundierung der Begriffe bei Paulus, Johannes und in anderen neutestamentlichen Schriften.

2.2 Die Bedeutung des Gebotes: Das Gebot wird als grundlegendes Liebesangebot Gottes an den Menschen definiert, das sowohl Pflicht als auch Privileg umfasst.

2.3 Das Gebot wird zum Gesetz: Dieses Kapitel analysiert den Sündenfall als auslösenden Prozess, der das Gebot durch Schuld und Unglauben zum anklagenden Gesetz verwandelt.

2.4 Das Evangelium beendet das Gesetz: Althaus zeigt auf, wie durch Jesus Christus das verurteilende Gesetz überwunden und durch das Evangelium ersetzt wird.

2.5 Das Gesetz wird durch das Evangelium erneut zum Gebot: Eine Erläuterung, wie das Gesetz für den Glaubenden durch die Gnade Gottes wieder die positive Form des Gebotes annimmt.

2.6 Die Bedeutung dieser Überlegungen für das christliche Leben: Die praktische Konsequenz eines Lebens unter dem Gebot, verstanden als freier Gehorsam in Liebe ohne äußeren Zwang.

Fazit: Das Fazit resümiert die Analyse und betont die in sich schlüssige Argumentation von Paul Althaus innerhalb der systematischen Theologie.

Schlüsselwörter

Evangelium, Gesetz, Gebot, Karl Barth, Paul Althaus, Systematische Theologie, Gottes Gnade, Sündenfall, Jesus Christus, Glaube, Gehorsam, Liebe, biblische Exegese, christliches Leben, Terminologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die theologische Kritik von Paul Althaus am Werk „Evangelium und Gesetz“ von Karl Barth und untersucht, wie Althaus durch das Hinzufügen der Komponente „Gebot“ seine eigene systematische Sichtweise begründet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind das Verhältnis von Gesetz und Evangelium, die Bedeutung des göttlichen Gebots, der Einfluss des Sündenfalls auf das Gesetz sowie die praktische Ausgestaltung des christlichen Lebens.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Darstellung und kritische Analyse des Modells „Gebot, Gesetz, Evangelium“ von Paul Althaus im Vergleich zu den Thesen von Karl Barth.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine systematisch-theologische Analyse, die auf der hermeneutischen Auseinandersetzung mit den Primärtexten der beiden Theologen und deren biblischer Fundierung basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Zusammenfassung von Barths Position und eine detaillierte Analyse von Althaus' Text, unterteilt in terminologische Klärungen, die Wandlung vom Gebot zum Gesetz und die befreiende Wirkung des Evangeliums.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Evangelium, Gesetz, Gebot, Gnade, Sündenfall, Gehorsam und christliches Leben.

Warum lehnt Paul Althaus die Reihenfolge „Evangelium und Gesetz“ ab?

Althaus kritisiert, dass eine solche Reihenfolge das Evangelium als Produkt des Gesetzes erscheinen lassen könnte; für ihn muss das Gebot Gottes als Ausdruck seines Willens dem Gesetz zeitlich und logisch vorangehen.

Wie definiert Althaus den Unterschied zwischen Gesetz und Gebot?

Das Gebot ist für ihn das ursprüngliche, positive Liebesangebot Gottes, während das Gesetz als „Denkmal unserer Sünde“ verstanden wird, das den Menschen anklagt und verurteilt.

Was meint Althaus mit dem „Gehorsam ohne Pflicht“?

Damit beschreibt er ein christliches Handeln, das aus der inneren Freiheit und dem Vertrauen auf Gott erwächst, statt als bloße Befolgung eines äußeren, verurteilenden Gesetzes wahrgenommen zu werden.

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Details

Titel
Gebot, Gesetz und Evangelium. Paul Althaus' Kritik an Karl Barths Verständnis von Evangelium und Gesetz
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Theologische Fakultät)
Veranstaltung
Gesetz und Evangelium - Evangelium und Gesetz. Einführung in die Systematische Theologie
Note
2,7
Autor
Konrad Altmann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
14
Katalognummer
V309659
ISBN (eBook)
9783668079021
ISBN (Buch)
9783668079038
Sprache
Deutsch
Schlagworte
gebot gesetz evangelium paul althaus kritik karl barths verständnis
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Konrad Altmann (Autor:in), 2015, Gebot, Gesetz und Evangelium. Paul Althaus' Kritik an Karl Barths Verständnis von Evangelium und Gesetz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309659
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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