Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, einen Überblick der relevanten Literatur über den Einfluss von Kultur auf Finanzierungsentscheidungen zu verschaffen und die Verknüpfung von Kultur und Kapitalstruktur aufzuzeigen. Um jedoch die Voraussetzung und Notwendigkeit moderner theoretischer Ansätze verstehen zu können, werden im Vorfeld die traditionellen Theorien erläutert und kritisch gewürdigt. Anschließend werden die Kulturdimensionen nach Hofstede definiert, um die Unterschiede zwischen den Länderkulturen aufzuzeigen. Im darauf folgenden Abschnitt werden empirische Studien und ihre Befunde im Zusammenhang mit Kultur erläutert. Abschließend werden die Ergebnisse dieser Arbeit in einer Schlussbetrachtung resümiert.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- Einleitung
- Traditionelle Theorien
- Steuern und die Trade-off Theorie
- Agency Costs und die Free Cash Flow Theorie
- Informationsasymmetrien und die Pecking Order Theorie
- Kritische Würdigung
- Verhaltenstheoretische Ansätze
- Optimismus Modell nach Heaton (2002)
- Trade-off Modell nach Hackbarth (2008)
- Kritische Würdigung
- Kulturelle Ansätze
- Sechs Dimensionen von Landeskulturen nach Hofstede
- Individualismus vs. Kollektivismus
- Machtdistanz
- Unsicherheitsvermeidung
- Maskulinität vs. Feminität
- Kritische Würdigung
- Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Diese Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, den Einfluss von Kultur auf Finanzierungsentscheidungen zu untersuchen und die Verknüpfung von Kultur und Kapitalstruktur aufzuzeigen. Dabei werden die traditionellen Theorien der Kapitalstruktur vorgestellt und kritisch gewürdigt, um die Notwendigkeit moderner theoretischer Ansätze zu beleuchten. Anschließend werden die Kulturdimensionen nach Hofstede definiert, um Unterschiede zwischen Länderkulturen aufzuzeigen.
- Einfluss von Kultur auf Finanzierungsentscheidungen
- Verknüpfung von Kultur und Kapitalstruktur
- Kritik an traditionellen Theorien
- Definition der Kulturdimensionen nach Hofstede
- Empirische Studien und deren Befunde im Zusammenhang mit Kultur
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
Kapitel 1 führt das Thema ein und stellt die Relevanz der Kapitalstruktur für den Unternehmenswert dar. Kapitel 2 beleuchtet die traditionellen Theorien der Kapitalstruktur, wie die Trade-off Theorie, die Free Cash Flow Theorie und die Pecking Order Theorie. Kapitel 3 widmet sich den verhaltenstheoretischen Ansätzen, die irrationale Verhaltensweisen von Managern, wie Optimismus und Selbstüberschätzung, in die Analyse einbeziehen. Kapitel 4 erörtert kulturelle Ansätze und untersucht, wie Kulturdimensionen nach Hofstede, wie Individualismus, Machtdistanz, Unsicherheitsvermeidung und Maskulinität, Finanzierungsentscheidungen beeinflussen. Abschließend fasst Kapitel 5 die Ergebnisse der Arbeit in einer Schlussbetrachtung zusammen.
Schlüsselwörter (Keywords)
Die Arbeit befasst sich mit dem Einfluss von Kultur auf Finanzierungsentscheidungen, Kapitalstruktur, traditionelle Theorien, verhaltenstheoretische Ansätze, Kulturdimensionen nach Hofstede, Individualismus, Machtdistanz, Unsicherheitsvermeidung, Maskulinität, Agency Costs, Free Cash Flow, Pecking Order, Optimismus, Selbstüberschätzung, Cultural Finance.
Häufig gestellte Fragen
Wie beeinflusst Kultur die Finanzierungsentscheidungen von Unternehmen?
Kulturelle Werte wie Risikoaversion oder Vertrauen prägen, ob Manager eher auf Eigenkapital oder Fremdkapital setzen und wie sie Investitionsrisiken bewerten.
Was sind die Kulturdimensionen nach Geert Hofstede?
Dazu gehören Individualismus vs. Kollektivismus, Machtdistanz, Unsicherheitsvermeidung, Maskulinität vs. Feminität, Langzeitorientierung und Nachgiebigkeit.
Was besagt die Pecking-Order-Theorie?
Unternehmen bevorzugen laut dieser Theorie eine Finanzierungshierarchie: erst interne Mittel, dann Fremdkapital und erst zuletzt neues Eigenkapital, um Informationsasymmetrien zu minimieren.
Welchen Einfluss hat „Unsicherheitsvermeidung“ auf die Kapitalstruktur?
Kulturen mit hoher Unsicherheitsvermeidung tendieren oft zu einer konservativeren Finanzierung mit höheren Eigenkapitalquoten, um finanzielle Risiken zu minimieren.
Was versteht man unter „Behavioral Finance“ in diesem Kontext?
Es ist ein Ansatz, der psychologische Faktoren wie Optimismus oder Selbstüberschätzung von Managern in Finanzmodelle einbezieht, anstatt nur vom rationalen "Homo Oeconomicus" auszugehen.
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- Arthur Gogohia (Author), 2015, Der Effekt von Kultur auf Finanzierungsentscheidungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309700