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Fickgeschichten eines Perpffs. Die Lebenswelten Gothic und BDSM im Internet

Titel: Fickgeschichten eines Perpffs. Die Lebenswelten Gothic und BDSM im Internet

Fachbuch , 2015 , 199 Seiten

Autor:in: Kivi van der Neut (Autor:in)

Soziologie - Medien, Kunst, Musik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Man nehme ein Studienthema, einen Haufen Interviewter bzw. deren Meinungen, mischt Geschichten, Bilder, eine Prise Theorie, einen Hauch Statistik, ein Schüsselchen wilder Schlussfolgerungen und Äußerungen von Experten zum Thema, parfümiert mit Rezepten zum Kochen und zum Leben. Gut gemixt, gekühlt, geschüttelt und abgetropft wird daraus:

Lebenswelten Gothic und BDSM (unter besonderer Berücksichtigung des Internets)

oder aber völlig irreführend:
Fickgeschichten eines Perpffs.

Aus dem Vorspiel (Vorwort):

Worum geht es denn überhaupt? Das ist eine richtig gute Frage. Es geht um die Lebenswelten von Szenen (Subkulturen wollen sie nicht genannt werden, auch wenn sie die klassischen, formalen Ansprüche an eine Subkultur durchaus erfüllen). Es geht um die Schwarze Szene (also die Gothic, Goth, Gothen und all die anderen Namen, die sie entweder selbst geprägt haben oder die ihnen mitgegeben worden sind) und die BDSM-Szene (so es denn eine gibt, es gibt da auch vehement verneinende Stimmen). Ich bin selber Mitglied beider Szenen und habe mich daher irgendwann einmal dafür interessiert, ob und wie da Gemeinsamkeiten in den Szenen sind, wo sie sich berühren oder gar überschneiden, ineinander verwoben sind oder sich klar voneinander distanzieren. Dann hat mich interessiert, wie die Szenemitglieder ihre Welt und ihre Mitwelt wahrnehmen und gestalten, aber auch, wie sie von ihrer Umwelt wahrgenommen und angenommen oder abgestoßen werden. Ich wollte wissen, was die Szenen auszeichnet, was sie bewegt, welche Gemeinsamkeiten und Motivatoren es gibt. Ich wollte auch speziell wissen, wie die Szenen sich im Netz präsentieren und bewegen.

Dieses Buch ist alles. Es beinhaltet eine Studie, die auf wissenschaftlichen Grundlagen fußt, es enthält meine Interpretation der gesammelten Daten, es spuckt, gar nicht mal gegen Ende, eine Theorie aus, die auf den vorliegenden Daten basiert, und es hat sogar Anhänge, in denen ich meine Vorgehensweise darstelle und meine wilden Behauptungen zu belegen versuche. Dieses Buch ist also seriös. Es ist aber auch ein Geschichtenbuch und sogar ein Witzebuch. Ein Kochbuch ist es auch. Viele meiner Interviewpartner haben nicht nur ihre Szeneidentität dargestellt, sondern auch Geschichten oder Gedichte, Bilder und Rezepte beigesteuert. Die fiktiven Teile dieses Buches sind locker in die fachlichen eingestreut. Das macht das Lesen kurzweiliger, und ein bisschen leichte Kost fördert bekanntlich die Verdauung eher trockener Fakten.

Leseprobe


Inhalt

0: Vorspiel

1: Am Ampfang (Einstieg)

2: Theorieterror (theoretische Grundlagen)

3: Summa Summ Summ Summmm (Studie/Ergebnisse)

3½: Gedanken eines ganzes Tages

4: Sadistik

Anh.: Literatur, Internetadressen, Nachspiel

Zielsetzung & Themen

Das Ziel dieses Werkes ist es, die Lebenswelten der Szenen Gothic und BDSM sowie deren Gemeinsamkeiten und Überschneidungen unter Berücksichtigung virtueller Netzwerke zu erforschen und zu beschreiben.

  • Analyse soziologischer und handlungstheoretischer Aspekte von Subkulturen
  • Untersuchung der Identitätsstiftung und des Selbstbildes innerhalb und außerhalb der Szenen
  • Erforschung der Rolle des Internets als ergänzender Lebens- und Darstellungsraum
  • Methodische Vorgehensweise durch qualitative Interviews und teilnehmende Beobachtung
  • Umgang mit Vorurteilen und die Wahrnehmung durch die "Normalgesellschaft"

Auszug aus dem Buch

Der LARPer

Sie riskiert einen morgendlichen Blick in den Spiegel. Um die Augen herum ist ihr Gesicht ein bisschen müde, die ersten Fältchen vertiefen sich, ist man mit vierzig schon alt? Oder wird man dann alt? Sie fühlt sich jedenfalls alt. Wieder Wochenende und wieder allein. Sie ist vom Alleinsein müde geworden, so müde, dass sie noch nicht einmal die Energie aufbringen kann, darüber zu weinen, nur ein bisschen Trauer bleibt. Im Winter ist es schlimmer als im Sommer, und die Wochenenden sind am schlimmsten. Da schlägt sie mühsam die kostbare Zeit tot, die sie eigentlich nutzen sollte, um sich von anstrengenden Wochentagen zu erholen.

Die Stadt, sie könnte in die Stadt gehen, aber sie mag diese Stadt nicht. Sie hat das Provinznest von Anfang an nicht gemocht und hat sich deshalb nie die Mühe gegeben, sich mit ihm anzufreunden. Sie fühlt sich hier nicht zu Hause, sie arbeitet hier nur. Nur wenige Kneipen gefallen ihr hier und noch weniger Männer. Nur selten macht sie sich die Mühe sie genauer zu betrachten. Die Jahre haben die Gesichter in ihrer Vergangenheit immer ähnlicher gemacht, und auch die dazugehörigen Geschichten gleichen sich. Die Auswahl scheint immer geringer zu werden. Die netten Männer in ihrer Umgebung sind verheiratet, vielleicht zu einem kleinen Seitensprung bereit, die anderen sind entweder sehr jung und fühlen sich noch, wie lange noch, von ihrer Reife und Erfahrung angezogen, oder sie haben sehr seltsame Gelüste und sind deshalb genau so allein wie sie. Die Gesichter in ihrer Gegenwart haben keine Konturen mehr, und sie verschwinden noch während der Nacht; sie kann und will sie nicht halten.

Eigentlich ist ihr Herz zu leer und zu müde, um noch wirklich hungrig zu sein. Hungrig nach was überhaupt, Liebe, ein Märchenprinz? Lächerlich, das hat sie doch nun wirklich hinter sich. Sie möchte sich bei einem guten Buch zusammenrollen und die Zeit zum Teufel wünschen. Zeit! Sie hasst diese Wochenenden, die sich am Samstagmorgen so endlos vor ihr auszudehnen scheinen, düstere Wintertage in dieser entsetzlichen Stadt, in der sie niemanden wirklich kennt und in der ihr niemand wichtig ist. Zähfließendes Wochenende, sie ist allein und kann in Ruhe verlorenen Illusionen von Liebe und Zweisamkeit nachtrauern.

Kapitelzusammenfassungen

0: Vorspiel: Einführung in das Thema, die Zielsetzung der Studie und die persönliche Motivation des Autors.

1: Am Ampfang (Einstieg): Detaillierte Darlegung der Forschungsfragen und der theoretischen Herangehensweise an die Lebenswelten.

2: Theorieterror (theoretische Grundlagen): Erläuterung der empirischen Methoden, der Stichprobenzusammensetzung und des Codierungsprozesses.

3: Summa Summ Summ Summmm (Studie/Ergebnisse): Darstellung der Analyseergebnisse, kategorisiert in Wahrnehmung, Selbstwertgefühl und Umweltfaktoren.

3½: Gedanken eines ganzes Tages: Philosophische Reflexionen im Kontext des Studienprozesses.

4: Sadistik: Quantitative Auswertung der demografischen Daten und Spiegelung an gesamtgesellschaftlichen Werten.

Anh.: Literatur, Internetadressen, Nachspiel: Verzeichnis der genutzten Quellen, Plattformen und ein abschließender Kommentar zum Entstehungsprozess.

Schlüsselwörter

Gothic, BDSM, Subkultur, Lebenswelt, Identität, Internet, qualitative Inhaltsanalyse, Grounded Theory, Szenewahrnehmung, Selbstpräsentation, Soziologie, Sozialpsychologie, Subkulturforschung, Internetpräsenz, Community

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?

Das Buch untersucht die Lebenswelten der Gothic- und BDSM-Szenen, wobei besonderer Wert auf die Überschneidungen der beiden Kulturen und die Bedeutung digitaler Räume gelegt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit beleuchtet Themen wie Szenenidentität, Selbstdarstellung, Abgrenzung zur Normalgesellschaft und die Rolle moderner Kommunikationstechnologien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es, einen Beitrag zur soziologischen Erfassung und Erklärung der Lebenswelten innerhalb dieser Subkulturen zu leisten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Studie basiert auf qualitativen Interviews und teilnehmender Beobachtung, ausgewertet nach den Prinzipien der Grounded Theory.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil präsentiert die empirischen Ergebnisse, die durch eine computergestützte Textanalyse erhoben wurden, und verknüpft diese mit soziologischen Theorien.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Lebenswelt, Subkultur, Identitätskonstruktion und digitale Vernetzung sind die tragenden Säulen der Arbeit.

Wie spielt das Internet bei der Untersuchung eine Rolle?

Das Internet wird als essenzieller, ergänzender Lebensraum für die Szenen identifiziert, der die Vernetzung über geografische Grenzen hinweg ermöglicht.

Was zeichnet die Darstellung der Ergebnisse besonders aus?

Die Arbeit kombiniert wissenschaftliche Analyse mit persönlichen Geschichten, Rezepten und künstlerischen Impressionen, um ein ganzheitliches Bild der untersuchten Szenen zu vermitteln.

Ende der Leseprobe aus 199 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Fickgeschichten eines Perpffs. Die Lebenswelten Gothic und BDSM im Internet
Autor
Kivi van der Neut (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
199
Katalognummer
V309724
ISBN (eBook)
9783668081062
ISBN (Buch)
9783668081079
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bdsm gothic subkulturen im internet subkulturen netz goth sexualität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kivi van der Neut (Autor:in), 2015, Fickgeschichten eines Perpffs. Die Lebenswelten Gothic und BDSM im Internet, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309724
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Leseprobe aus  199  Seiten
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