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Birgt interdisziplinäre Frühförderung die Gefahr der Stigmatisierung?

Título: Birgt interdisziplinäre Frühförderung die Gefahr der Stigmatisierung?

Trabajo de Seminario , 2015 , 16 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Friederike Wolf (Autor)

Trabajo social
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Interdisziplinäre Frühförderstellen (IFF) sind Einrichtungen, in denen „vorwiegend pädagogisch ausgebildete Fachpersonen Familien mit einem entwicklungsauffälligen oder behinderten Kind alltagsorientiert Beratung und eine gezielte (heilpädagogische) Förderung des Kindes anbieten können.“
Hierzu zählen Fördermaßnahmen wie z.B. heilpädagogische, motopädische, logopädische oder physiotherapeutische Förderung.

Die Zahl der Kinder mit erhöhtem Förderbedarf, die solche Einrichtungen aufsuchen hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Immer häufiger fällt auf, dass Eltern in der heutigen Zeit dieses Angebot ungern wahrnehmen möchten. Es herrscht eine große Angst der Stigmatisierung - Benachteili- gung, besonders wenn es um den bevorstehenden Schuleintritt geht. Eltern befürchten, dass ihr Kind schon im Vorfeld einen schlechten Stand in der Schule haben wird und direkt „in eine Schublade gesteckt“ wird.

Ferner ist ihnen wichtig, ein positives Bild nach „außen“ zu wahren. Nachbarn oder Freunde könnten „schlecht“ über die Familie reden, es herrscht Angst, dass wahrgenommen wird, Eltern hätten einen Fehler in der Erziehung ihrer Kindern gemacht. Diese Arbeit geht der Frage einer tatsächlichen Stigmatisierung nach. Ist IFF eine momentane Modeerscheinung oder eine reelle Chance für Kinder, welche einen Unterstützungsbedarf haben?

Das Ziel ist es, die obige Fragestellung nach Möglichkeit zu falsifizieren, um Familien die Vorteile und die Sinnhaftigkeit einer interdisziplinären Frühförderung darstellen zu können.
Im ersten Teil der Arbeit werden die Begriffe Frühförderung und Interdisziplinarität definiert und erläutert. Der zweite Abschnitt beschäftigt sich mit der Frühförderung, hier wird der Verlauf einer klassischen Frühförderung dargestellt und im zweiten Schritt das soziale Frühwarnsystem näher in den Blick genommen. Abgeschlossen wird dieser Abschnitt mit einem Fallbeispiel aus der eigenen Arbeit. Als letzter Punkt wird eine Fragebodenerhebung zur Frühförderung vorgestellt und ausgewertet. Abgerundet wird die Arbeit mit einer Diskussion und letztendlich einem Fazit.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärung

2.1. Definition Frühförderung

2.2. Definition Interdisziplinarität

3. Frühförderung

3.1. Der Verlauf

3.2. Soziales Frühwarnsystem

3.3. Ein Fallbeispiel

4. Fragebogenerhebung zur Frühförderung

4.1. Fragestellung

4.2. Untersuchungsablauf

4.3. Fragebogen

4.4. Personenstichproben

4.5. Ergebnisse

5. Diskussion

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die Befürchtung einer Stigmatisierung durch interdisziplinäre Frühförderung (IFF). Das primäre Ziel ist es, die Sinnhaftigkeit und die Vorteile der Frühförderung für Kinder und Familien aufzuzeigen sowie die Forschungsfrage zu beantworten, ob es sich dabei um eine Stigmatisierung oder um eine reelle Entwicklungschance handelt.

  • Definition der Begriffe Frühförderung und Interdisziplinarität.
  • Darstellung des Prozesses der Frühförderung und des sozialen Frühwarnsystems.
  • Praxisnahe Veranschaulichung durch ein Fallbeispiel aus der Arbeit als Erzieherin.
  • Erhebung und Auswertung des Stellenwerts der vorschulischen Förderung aus Lehrersicht.
  • Diskussion der Stigmatisierungsgefahr im Kontext der Schulfähigkeit.

Auszug aus dem Buch

3.3. Ein Fallbeispiel

Im folgenden stelle ich ein Fallbeispiel aus meiner eigenen Praxis vor. Tom wurde in der 26. Schwangerschaftswoche geboren und galt somit als Extrem Früchten.

Bereits im Alter von 2;5 Jahren wurde er auf Anraten des Kinderarztes bei der Frühförderung vorgestellt. Dies geschah noch vor seiner Aufnahme in die Kindertageseinrichtung.

Die zu unterstützenden Entwicklungsbereiche fokussierten sich auf die Förderung der Körpereigenwahrnehmung, der Tonusregulation und des Sprachverständnisses. Ferner sollte eine Sensibilisierung hinsichtlich von Gefahreneinschätzung, eine Erweiterung der kommunikative Fähigkeiten und der Spielsequenzen sowie die Akzeptanz von Regeln und Grenzen und die Erhöhung der Frustrationstoleranz erfolgen.

Tom bekam zunächst eine wöchentliche heilpädagogische Förderung von 45 min. Bereits in den ersten neun Monaten konnten bei ihm deutliche Fortschritte in den oben genannten Entwicklungsbereichen festgestellt werden.

Tom sprach zu Beginn der Förderung nur Ein- bis Zweiwortsätze. Im Sommer gelang es ihm schon sich sprachlich gut mit seiner Umwelt zu verständigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von interdisziplinären Frühförderstellen und die Sorge der Eltern vor einer möglichen Stigmatisierung ihrer Kinder vor dem Schuleintritt.

2. Begriffserklärung: Hier werden die zentralen Konzepte der Frühförderung als umfassendes Hilfsangebot und die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit als fachübergreifendes Arbeitsprinzip definiert.

3. Frühförderung: Dieses Kapitel erläutert den klassischen Verlauf der Förderung in drei Phasen, das Konzept des sozialen Frühwarnsystems zur Früherkennung sowie ein praktisches Fallbeispiel zur Illustration.

4. Fragebogenerhebung zur Frühförderung: Das Kapitel beschreibt die Konzeption, Durchführung und Auswertung einer Befragung an fünf Grundschulen zum Stellenwert vorschulischer Förderung aus Sicht der Lehrkräfte.

5. Diskussion: Die Autorin reflektiert die Erkenntnisse und argumentiert, dass die Frühförderung ein ganzheitlich sinnvolles Konzept darstellt, das die Schulfähigkeit fördert und keine Stigmatisierung bewirkt.

6. Fazit: Das Fazit stellt zusammenfassend fest, dass die Forschungsfrage zur Stigmatisierung falsifiziert werden konnte und Kinder, die eine Frühförderung erhielten, positiv profitieren.

Schlüsselwörter

Interdisziplinäre Frühförderung, Stigmatisierung, Frühwarnsystem, Entwicklungsverzögerung, Inklusion, Schulfähigkeit, Heilpädagogik, soziale Netzwerke, Bildungsauftrag, Kindertageseinrichtung, Elternberatung, Förderbedarf, interdisziplinäre Zusammenarbeit, Vorschule, Entwicklungsrückstände.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle interdisziplinärer Frühförderstellen und der kritischen Hinterfragung, ob diese Förderung mit einer sozialen Stigmatisierung der Kinder verbunden ist.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Autorin?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Frühförderung, die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Fachkräfte, das soziale Frühwarnsystem in Kindertageseinrichtungen sowie die Wahrnehmung der Förderung durch Lehrkräfte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel der Autorin ist es, die Hypothese einer Stigmatisierung zu falsifizieren und aufzuzeigen, wie Frühförderung als Chance für eine erfolgreiche Schulfähigkeit und Entwicklung genutzt werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden wurden angewandt?

Die Autorin kombiniert eine theoretische Fundierung mittels Fachliteratur mit einer qualitativen Analyse durch ein Fallbeispiel aus der eigenen Praxis sowie einer empirischen Fragebogenerhebung an fünf Grundschulen.

Welche Inhalte stehen im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Im Hauptteil werden der Ablauf der Frühförderung, die Bedeutung des sozialen Frühwarnsystems, ein detailliertes Fallbeispiel sowie die Ergebnisse einer Lehrerbefragung zur vorschulischen Förderung präsentiert.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind Interdisziplinäre Frühförderung, Stigmatisierung, Schulfähigkeit, Entwicklungsförderung und interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Warum wird im Dokument das "soziale Frühwarnsystem" hervorgehoben?

Das soziale Frühwarnsystem wird als systematischer Ansatz beschrieben, der es ermöglicht, Entwicklungsauffälligkeiten frühzeitig zu erkennen und durch bedarfsbezogene Förderung in Kindertageseinrichtungen zu kompensieren.

Welches Ergebnis lieferte die Befragung der Grundschullehrer?

Die Befragung zeigte, dass Lehrkräfte eine frühzeitige Förderung während der Kindergartenzeit als sehr sinnvoll erachten, da sie den Kindern einen erfolgreicheren Start in das Schulleben ermöglicht und hilft, individuelle Besonderheiten frühzeitig zu berücksichtigen.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Birgt interdisziplinäre Frühförderung die Gefahr der Stigmatisierung?
Universidad
FHM University of Applied Sciences
Calificación
1,0
Autor
Friederike Wolf (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
16
No. de catálogo
V309775
ISBN (Ebook)
9783668082403
ISBN (Libro)
9783668082410
Idioma
Alemán
Etiqueta
birgt frühförderung gefahr stigmatisierung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Friederike Wolf (Autor), 2015, Birgt interdisziplinäre Frühförderung die Gefahr der Stigmatisierung?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309775
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