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Postkoloniales autobiographisches Schreiben in Assia Djebars Roman „L'amour, la fantasia“

Título: Postkoloniales autobiographisches Schreiben in Assia Djebars Roman „L'amour, la fantasia“

Trabajo Escrito , 2015 , 30 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Annika Schütz (Autor)

Estudios franceses - Literatura
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit Assia Djebars Romanen im Zusammenhang mit postkolionalem autobiographischem Screiben. Sie schildert in ihrem Werk 'L’amour, la fantasia' die Geschichte und Gegenwart Algeriens. Dabei beschreibt sie in den historischen Abschnitten des Buchs die Zeit der Kolonisation Algeriens bis zu den Unabhängigkeitskriegen, wobei sie sich besonders auf Zeugenberichte französischer Kriegskorrespondenten bezieht. Diese historischen Abschnitte alternieren mit teils autobiographischen Abschnitten. Sie verbindet in dem Roman Fakten und Fiktion mit Autobiographie und Geschichte, die sich in Individual- und Kollektivgeschichte unterteilt. Bekräftigt werden ihre (autobiographischen) Ausführungen – insbesondere im dritten Teil - von Djebars besonderer Verbindung zu den Sprachen. Assia Djebar wächst in Algerien auf und spricht das Dialektal-Arabisch ihrer Region. Dank ihres Vaters hat sie bereits in ihrer Kindheit Zugang zur französischen Sprache, die für sie jedoch gleichermaßen Fluch als auch Segen ist.

Im ersten Teil des theoretischen Teils wird auf die Thematik der Autobiographie eingegangen. In diesem Kapitel sollen einige geographische Verortungsversuche der Autobiographie vorgestellt werden. Anschließend wird auf die Besonderheiten des Postkolonialismus eingegangen sowie sozio-kulturelle Hintergründe des Maghreb und der islamischen Kultur aufgezeigt. Darauf aufbauend wird die Bedeutung der Sprache erörtert. Die postkoloniale Literatur ist geprägt von der Sprache der Kolonialmacht Frankreich.Es ist interessant zu beobachten, dass viele maghrebinische Autoren Französisch als Literatursprache wählen. In diesem Abschnitt werden die Gründe für die Wahl des Französischen als Schreibsprache sowie die Rolle der Kolonialgeschichte dargestellt, und abschließend ein Exkurs zur Frage der Identität vorgestellt.

Im sich anschließenden praktischen Teil der Arbeit wird zunächst auf die Biografie der Autorin eingegangen, um so die Erfahrungen und Stationen ihres Lebens in Bezug auf die autobiographischen Elemente in ihrem Werk aufzeigen zu können, die später relevant sein werden für die Analyse von 'l’amour, la fantasia'. Im Anschluss daran wird das Werk 'l’amour, la fantasia' vorgestellt, worauf abschließend eine umfassende Analyse des Kapitels „La tunique de Nessus“ folgt. Hierbei wird insbesondere auf den Konflikt zwischen der französischen und der algerischen Sprache und der Identität eingegangen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Autobiographie

2.1 Autobiographie im europäischen Raum

2.2 Autobiographie im maghrebinischen Raum

3. Postkolonialismus, französische Sprache und Identität

3.1 Postkoloniales französisches Schreiben

3.2 Postkolonialismus und Identität

4. Postkoloniales, autobiographisches Schreiben in der Sprache ‚des Anderen‘

4.1 Assia Djebar – Biografie

4.2 L’amour, la fantasia

4.3 Autobiographie, Sprache und Identität - La tunique de Nessus

5. Abschlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Werk "L’amour, la fantasia" der algerischen Autorin Assia Djebar im Kontext des postkolonialen, autobiographischen Schreibens in französischer Sprache. Sie analysiert, wie Djebar durch die Verwendung der Kolonialsprache ihre eigene Identität reflektiert, den Konflikt zwischen französischer und arabischer Sprache darstellt und dabei individuelle und kollektive Geschichte verwebt.

  • Rolle der Autobiographie im europäischen und maghrebinischen Raum
  • Postkolonialismus und die Identitätskonstitution
  • Die Sprache als Medium der Freiheit und der Entfremdung
  • Biografie und schriftstellerische Entwicklung von Assia Djebar
  • Analyse des Werks "L’amour, la fantasia" und des Kapitels "La tunique de Nessus"

Auszug aus dem Buch

4.3 Autobiographie, Sprache und Identität - La tunique de Nessus

Djebar fiktionalisiert ihre eigene Autobiographie im Text. In dieser fiktionalen Autobiographie wird die Reflexion über die Sprachen im Maghreb entfaltet. Ihre Muttersprachen sind das Dialektal-Arabische und das Berberische, die Sprache der Liebe, des Vertrauens. Sie gehören in den Raum der Frauen, die keinen Zugang zu Schrift und Bildung erfahren und gelten als so genannte weibliche Sprache, als Sprache der Emotionalität. Das Französische, die Vatersprache, bildet dazu den Gegensatz. “Es ist die Sprache der Distanz, der Ration, “langue de l’adversaire d’hier”, das Liebesgeschenk des Vaters, denn es ist zugleich das Tor zur Freiheit” (Heiler: 119). Assia Djebar entschließt sich, auf Französisch zu schreiben. Die Widersprüchlichkeit dieser Sprache, die der Autorin zum einen Stimme und Raum für ihre Gedanken gibt, damit aber andererseits ihren eigenen Dialekt und dessen spezifische Ausdrücke verstummen lässt, soll im Folgenden näher untersucht werden. Djebar bedient sich selbst der Allegorie des Nessus-Gewandes - eine “Verderben bringende Gabe” - um diesen Konflikt, den der Erwerb der französischen Sprache mit sich bringt, darzustellen.

In dem Cinquième Mouvement des dritten Teils des Romans befindet sich das Kapitel “La tunique de Nessus”. Diese Tunique de Nessus steht sinnbildlich für die Verwendung der französischen Sprache und wirft zugleich Fragen nach Sinngebung und Identitätskonstitution auf. Das Geschenk, das ihr der Vater mit dem Zugang zum Französischen gibt, ist die Möglichkeit in die Schule zu gehen, den Harem zu verlassen, aber bedeutet auch, sich von den anderen Frauen zu entfernen und zu entfremden – der Zugang zum (und später auch das Schreiben in der) französischen Sprache entfernt sie unfreiwillig “vom Klang, von Erzählungen, Gesängen, Flüstern und Schreiben arabischer Frauen” (Gronemann:149) sowie den Emotionen und Vorstellungen in ihrer Muttersprache.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Autobiographie von Assia Djebar ein und skizziert den theoretischen sowie praktischen Aufbau der Arbeit.

2. Autobiographie: Dieses Kapitel erörtert die Definition und Entstehung der Autobiographie im europäischen Raum sowie die Rezeption und Einordnung im maghrebinischen Kontext.

3. Postkolonialismus, französische Sprache und Identität: Hier werden die historischen Bedingungen für die Entstehung französischsprachiger Literatur im Maghreb untersucht und die Identitätskonflikte durch Sprachwechsel analysiert.

4. Postkoloniales, autobiographisches Schreiben in der Sprache ‚des Anderen‘: Dieses Kapitel widmet sich der Biografie der Autorin und analysiert das Werk "L’amour, la fantasia" sowie die symbolische Bedeutung des Nessus-Gewandes im Kontext der Identitätssuche.

5. Abschlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, wie Djebar durch das Schreiben in der Sprache der Kolonialmacht ihre individuelle Identität zwischen den Kulturen verhandelt.

Schlüsselwörter

Assia Djebar, L’amour, la fantasia, Autobiographie, Algerien, Postkolonialismus, Identität, französische Sprache, arabische Sprache, maghrebinische Literatur, Hybridität, La tunique de Nessus, kollektive Identität, postkoloniale Literatur, Sprachkonflikt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das autobiographische Schreiben der algerischen Autorin Assia Djebar, insbesondere in ihrem Werk "L’amour, la fantasia", und untersucht die damit verbundenen sprachlichen und kulturellen Herausforderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Postkolonialität, die Rolle der französischen Sprache als Sprache der Kolonialmacht, Identitätsfindung in einem hybriden Raum sowie die spezifischen Bedingungen weiblichen Schreibens in der islamischen Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Djebar durch das Schreiben in einer fremden Sprache (Französisch) ihren eigenen kulturellen Identitätskonflikt thematisiert und dabei das traditionelle Genre der Autobiographie transformiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die postkoloniale Theorieansätze und narratologische Konzepte einbezieht, um die strukturellen und inhaltlichen Besonderheiten von Djebars Text zu dekonstruieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst eine theoretische Verortung der Autobiographie, eine historische und soziokulturelle Kontextualisierung des maghrebinischen Raums sowie eine detaillierte Analyse der Biografie Djebars und ihres Hauptwerks.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Autobiographie, Identität, Postkolonialismus, Hybridität, Sprachkonflikt, Assia Djebar und algerische Literatur beschreiben.

Was bedeutet das Bild der "Tunique de Nessus" in der Arbeit?

Es dient als Allegorie für das Erlernen der französischen Sprache: Es ist einerseits ein "Geschenk" (Zugang zu Bildung und Freiheit), andererseits ein vergiftetes Gewand, da es mit dem Verlust der Muttersprache und einer traumatischen Entfremdung einhergeht.

Warum ist das Schreiben in der ersten Person Singular für die Autorin schwierig?

Aufgrund kultureller und religiöser Normen im islamischen Kontext ist die explizite Ich-Formulierung problematisch; das Schreiben auf Französisch bietet hier einen Ausweg, führt aber gleichzeitig zu einem Spannungsfeld zwischen individuellem Ausdruck und kollektiver Herkunft.

Wie geht die Autorin mit dem Identitätskonflikt um?

Sie nutzt eine hybride Erzählform, in der sie ihre eigene Stimme mit der anderer algerischer Frauen verwebt, um sich in einem neutralen Zwischenraum zu situieren und so die Zerrissenheit produktiv in Literatur zu übersetzen.

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Detalles

Título
Postkoloniales autobiographisches Schreiben in Assia Djebars Roman „L'amour, la fantasia“
Universidad
Humboldt-University of Berlin
Calificación
1,0
Autor
Annika Schütz (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
30
No. de catálogo
V309829
ISBN (Ebook)
9783668081451
ISBN (Libro)
9783668081468
Idioma
Alemán
Etiqueta
postkoloniales schreiben djebars roman
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Annika Schütz (Autor), 2015, Postkoloniales autobiographisches Schreiben in Assia Djebars Roman „L'amour, la fantasia“, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309829
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