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Claude Lévi-Strauss. Sein Leben und Schaffen in "Traurige Tropen" und "Anthropologie in der modernen Welt"

Eine Analyse

Titre: Claude Lévi-Strauss. Sein Leben und Schaffen in "Traurige Tropen" und "Anthropologie in der modernen Welt"

Dossier / Travail , 2013 , 33 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Marcello Anders (Auteur)

Études Culturelles - Études euopéennes
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Diese Hausarbeit setzt sich mit dem Leben und Schaffen sowie zwei wichtigen Werken des wohl wichtigsten Vertreters der modernen Anthropologie im zwanzigsten Jahrhundert, Claude Lévi-Strauss, auseinander.

Was machte seinen Beitrag, sein Lebenswerk so bedeutend für das moderne Menschenbild? Welche Antworten auf die drängenden Fragen der modernen Anthropologie konnte er finden? Und vor allem, war es ihm möglich, adäquate Lösungsvorschläge für die großen Probleme zu finden, die sich dem heutigen Menschen stellen – Überbevölkerung, Ressourcenknappheit, Umweltverschmutzung oder die stetig verfolgte Suche nach dem Glück? Zu all diesen Themen hatte Strauss etwas zu sagen, das zuvor unausgesprochen blieb und in der folgenden Abhandlung wird diese Arbeit versuchen, dies anhand seines wohl bedeutendsten Werkes, „Traurige Tropen“ sowie einer aktuelleren Reihe von Vorträgen, die er in Japan abhielt, zu analysieren und aufzuzeigen.

In "Traurige Tropen", seinem wohl bekanntesten Werk beschreibt er seine Anthropologischen Erkenntnisse auf seinen Reisen durch den lateinamerikanischen Dschungel.

In "Anthropologie in der modernen Welt" werden eine Reihe von Vorträgen zusammengefasst, die er bei einer seiner letzten Japanbesuche abhielt. Hier ging er auf Lösungsvorschläge ein, die die moderne Anthropologie auf die drängenden Probleme der Menschheit wie Überbevölkerung und Umweltverschmutzung bieten kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kurzbiographie: Werdegang eines Ethnologen

3. Selbstverständnis gegenüber der Anthropologie

4. Strukturalismus

4.1 Strukturalismus in der Sprachwissenschaft

4.2 Strukturalistische Anthropologie

5. Traurige Tropen

5.1 Inhalt

5.1.1 Caduevo

5.1.2 Bororo

5.1.3 Nambikwara

5.1.4 Tupi-Kawahib

5.1.5 Mundé

5.2 Die Angst vor der Monokultur

6. Anthropologie in der modernen Welt

6.1 Das Ende der kulturellen Überlegenheit des Westens

6.2 Drei große zeitgenössische Probleme

6.2.1 Filiationsregulation & Sexualität

6.2.2 Das ökonomische Denken

6.2.3 Das mythische Denken

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das wissenschaftliche Wirken und das theoretische Erbe von Claude Lévi-Strauss. Dabei wird analysiert, wie er durch die Anwendung strukturalistischer Methoden auf die Anthropologie ein neues Verständnis für menschliche Zivilisationsformen schuf und kritisch zur Rolle westlicher Gesellschaften Stellung bezog.

  • Die Entwicklung und methodische Bedeutung des Strukturalismus in der Anthropologie.
  • Analyse des Werks "Traurige Tropen" als Verbindung von Ethnographie und Sozialkritik.
  • Die kritische Auseinandersetzung mit dem Fortschrittsbegriff und der Gefahr einer globalen Monokultur.
  • Untersuchung universeller menschlicher Strukturen in den Bereichen Verwandtschaft und Mythologie.
  • Lösungsansätze der modernen Anthropologie für zeitgenössische globale Probleme.

Auszug aus dem Buch

5.1.1 Caduevo

Die Caduevo waren zwar bei Weitem kein „Erstkontakt“-Volk, üben aber auch heute noch eine enorme ethnographische Faszination aus. Trotz der eher ärmlichen Verhältnisse in denen sie leben, fällt Lévi-Strauss „zunächst ein gewisser aristrokatischer Dünkel auf, [...] ein tief verwurzelter Hochmut, der seinen Ursprung zweifellos im einstigen Wohlstand der Caduevo-Gesellschaft hat.“

So gehören sie zu den letzten Nachfahren des einst sehr mächtigen Mbaya-Guaicuru Stammes, welchen Claude Lévi-Strauss als Idealbeispiel für etwas nennt, was er als „Stil“ der Gesellschaft bezeichnet. Der Stil beschreibt das System der Gesamtheit seiner Bräuche innerhalb der betrachteten Gesellschaft.

„Ich bin davon überzeugt, daß die Anzahl dieser Systeme begrenzt ist und daß die menschlichen Gesellschaften [...] niemals absolut Neues schaffen, sondern sich darauf beschränken, bestimmte Kombinationen aus einem idealen Repertoire auszuwählen [...]“

Besonders die Mbaya-Vorfahren eignen sich besonders gut für dieses Gedankenspiel, so gibt es zahlreiche Parallelen zu Anderen, ihnen völlig unbekannte Gesellschaften. Nicht nur ihre Zeichnungen und Verzierungen gemahnen an europäische Spielkarten; so teilten sie ihre Gesellschaft ebenfalls in verschiedene Kasten, an deren Spitze der Adel stand. Ihnen untergestellt waren die Krieger, die ebenfalls einige Privilegien genießen durften, ähnlich den Rittern in Mitteleuropa. Die untergeordneten Arbeiten hingegen wurden von einem anderen Stamm, den Guana verrichtet. Diese Ackerbauern hatten eine eigene Sprache und Kultur, zahlten ihren Mbaya-Herren einen gewissen Tribut, als Gegenleistung wurden sie vor Raubüberfällen o.Ä. beschützt. Dies zeigt also verblüffende Ähnlichkeiten mit dem Verhältnis zwischen Feudalherren und ihren Leibeigenen im europäischen Mittelalter.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Bedeutung von Claude Lévi-Strauss als prägender Kopf der modernen Anthropologie und Begründer der strukturalistischen Anthropologie.

2. Kurzbiographie: Werdegang eines Ethnologen: Darstellung der Lebensstationen von Lévi-Strauss, von seinem Studium in Paris bis hin zu seinen prägenden Expeditionen in Brasilien.

3. Selbstverständnis gegenüber der Anthropologie: Erörterung der wissenschaftlichen Rolle des Fachs als Nischenwissenschaft und der Suche nach "Universalien" der menschlichen Natur.

4. Strukturalismus: Theoretische Fundierung des strukturalistischen Ansatzes durch die Linguistik und deren Übertragung auf ethnologische Fragestellungen.

5. Traurige Tropen: Analyse dieses Hauptwerkes als Mischung aus Reisebericht, Philosophie und zivilisationskritischem Essay.

6. Anthropologie in der modernen Welt: Diskussion konkreter gesellschaftlicher Probleme wie Globalisierung, Sexualität und ökonomisches Denken aus anthropologischer Sicht.

7. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung des Erkenntnisgewinns durch Lévi-Strauss und die Rolle der Anthropologie als Korrektiv für den westlichen Blick.

Schlüsselwörter

Claude Lévi-Strauss, Strukturalismus, Anthropologie, Ethnologie, Traurige Tropen, Kulturanthropologie, Strukturalistische Anthropologie, Sprachwissenschaft, Filiation, Mythologie, Monokultur, Sozialkritik, Universalien, Brasilien, Gesellschaftsstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Wirken und Denken des Ethnologen Claude Lévi-Strauss, insbesondere dessen Entwicklung der strukturalistischen Anthropologie und seine Analyse gesellschaftlicher Strukturen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Schwerpunkten gehören der Strukturalismus, das Werk "Traurige Tropen", die Analyse von Verwandtschaftssystemen, Mythen sowie die kritische Reflexion des westlichen Fortschrittsglaubens.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Lévi-Strauss durch wissenschaftliche Distanz und Objektivität ein neues Verständnis für die Gemeinsamkeiten menschlicher Zivilisationen geschaffen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit analysiert Lévi-Strauss' Anwendung linguistischer Methoden, wie die diachronische/synchronische Perspektive und die Analyse binärer Oppositionen, auf ethnologische Forschungsgegenstände.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Biographie des Autors, der theoretischen Herleitung des Strukturalismus, einer detaillierten Betrachtung seiner Feldforschung in Brasilien sowie Vorträgen über moderne gesellschaftliche Krisen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kritische Begriffe sind unter anderem Strukturalismus, Universalien der menschlichen Natur, ethnologische Feldforschung, Monokultur und das gesellschaftliche Paradoxon zwischen Fortschritt und Erhalt.

Was unterscheidet "heiße" von "kalten" Kulturen nach Lévi-Strauss?

"Heiße" Kulturen sind auf technologischen Fortschritt und Wandel fokussiert, während "kalte" Kulturen auf Nachhaltigkeit, Tradition und Bewahrung ausgerichtet sind.

Warum wird die Ehe oder Partnerschaft in der Arbeit als Tauschgeschäft bezeichnet?

Lévi-Strauss beschreibt die Ehe als ein System der Filiationsregeln, bei dem durch den Tausch von Partnern soziale Allianzen gestiftet werden, was in vielen Gesellschaften historisch männlich dominiert war.

Was sagt Lévi-Strauss zur Gefahr einer globalen Monokultur?

Er warnt davor, dass die weltweite Ausbreitung westlicher Konsummuster und Normen zur Zerstörung kultureller Vielfalt führen könnte, beschreibt jedoch auch eine gewisse Widerstandskraft lokaler Identitäten.

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Résumé des informations

Titre
Claude Lévi-Strauss. Sein Leben und Schaffen in "Traurige Tropen" und "Anthropologie in der modernen Welt"
Sous-titre
Eine Analyse
Université
University of Bamberg  (Europäische Ethnologie)
Note
1,3
Auteur
Marcello Anders (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
33
N° de catalogue
V309865
ISBN (ebook)
9783668081611
ISBN (Livre)
9783668081628
Langue
allemand
mots-clé
claude lévi-strauss sein leben schaffen traurige tropen anthropologie welt eine analyse
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marcello Anders (Auteur), 2013, Claude Lévi-Strauss. Sein Leben und Schaffen in "Traurige Tropen" und "Anthropologie in der modernen Welt", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309865
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Extrait de  33  pages
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