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Shadow Banking. Begrifflichkeiten und Regulierungsvorschläge

Título: Shadow Banking. Begrifflichkeiten und Regulierungsvorschläge

Trabajo de Seminario , 2015 , 27 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Björn Buchholz (Autor), Robert Gross (Autor)

Economía de las empresas - Inversiones y finanzas
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In dieser Seminararbeit soll ein Überblick über die Funktionsweise des Schattenbankensystems sowie dessen Akteure und Finanzinstrumente gegeben werden. Weiterhin werden verschiedene Regulierungsvorschläge genannt, ohne diese aber abschließend werten zu wollen. Die Begrifflichkeit der Schattenbank ist seit der Finanzkrise, die mit der Pleite der Investmentbank „Lehman Brothers“ im Spätsommer 2008 einen ihrer Höhepunkte erlangte und inzwischen immer noch nicht ganz überwunden ist, allgegenwärtig.
Das Motiv für die Wahl dieses Themas ist eben diese beschriebene Omnipräsenz. Diese Seminararbeit soll ein Bild über die Vor- und Nachteile dieses Systems vermitteln, ohne eine abschließende Beurteilung abzugeben.

Wenn man in den letzten Jahren die Finanzkrise in den Medien verfolgt und Politikern aufmerksam zugehört hat, so konnte einen das Gefühl beschleichen, dass Schattenbanken durchweg schlecht sind und nur Nachteile haben. Es entstand oftmals der Eindruck, als ob Schattenbanken nichts mit den normalen Banken zu tun hätten. In den folgenden Abschnitten soll aufgezeigt werden, dass dies nicht immer der Fall ist. Denn viele der „normalen“ Banken haben neben ihrer regulierten Sonnenseite, um bei dieser Formulierung zu bleiben, auch eine nicht- regulierte Schattenseite.

Im „Regelbetrieb“ sind Schattenbanken für alle von Nutzen. Kleinanleger können ihr Geld zu höheren Zinssätzen anlegen, Immobilienkäufer bekommen von Banken bessere Kreditkonditionen als ihnen vielleicht sonst zustünden1, Banken können ihre Bilanzen aufbessern, indem sie Kredite auslagern und damit ihren Börsenkurs erhöhen.
Letztendlich profitieren alle, auch gesamte Volkswirtschaften, da mehr Wohlstand geschaffen wird und auch im Schattenbankensektor Arbeitsplätze entstehen.

Könnte es ausgeschlossen werden, dass dieser „Regelbetrieb“ gestört würde, so bestünde keine Notwendigkeit diesen Sektor zu regulieren oder gar abzuschaffen. Leider haben die vergangenen Jahre gezeigt, dass Störungen nicht ausgeschlossen werden können, was u.U. einen Crash und eine globale Rezession zur Folge haben kann.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Das Schattenbankensystem

A. Definition und Wertigkeit

B. Funktionsweise und Finanzinstrumente

C. Gründe für die Existenz von Schattenbanken

III. Vorteile und Risiken des Schattenbankensystems

IV. Regulierung und Regulierungsvorschläge

A. Allgemeines zur Regulierung

B. Regulierungsvorschläge des FSB

C. Multilaterale Regulierung

D. Unilaterale Regulierungsvorschläge

V. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen umfassenden Überblick über das Schattenbankensystem zu geben, dessen Funktionsweise und Akteure zu beleuchten sowie die Vor- und Nachteile kritisch zu diskutieren, ohne dabei eine abschließende Bewertung vorzunehmen.

  • Definition und grundlegende Funktionsweise von Schattenbanken
  • Bedeutung von Verbriefungsprozessen und Finanzinstrumenten
  • Analyse der Vorteile und der systemischen Risiken für die Volkswirtschaft
  • Untersuchung internationaler und nationaler Regulierungsansätze (z.B. FSB, Basel III, Dodd-Frank Act)

Auszug aus dem Buch

C. Gründe für die Existenz von Schattenbanken

Das klassische Bankgeschäft läuft in der Regel folgendermaßen ab: Kunden bringen ihr Einkommen oder Erspartes zur Bank mit dem Wunsch ständigen Zugriff auf ihre finanziellen Mittel zu haben und im Falle eines Sparkontos gewisse Zinszahlungen darauf zu erhalten.

Da davon auszugehen ist, dass niemals alle Kunden gleichzeitig auf ihre gesamten Einlagen zugreifen wollen (dies wäre ein sogenannter Bank Run), nutzt die Bank einen Teil dieser Einlagen zur Kreditvergabe. Die Differenz aus Kreditzins und Einlagezins ist die Marge, die für die Bank dabei gewinnbringend ist. Die Einlagen der Kunden werden dabei vom Staat bis zu einer gewissen Summe gesichert. Dies bezeichnet man als eine „originate-to-hold“-Struktur. Dieser Typus wurde seit den 1970er-Jahren in weiten Teilen durch eine „originate-to-distribute“-Struktur abgelöst. Dabei bleiben die vergebenen Kredite nicht in der Bilanz der Bank, sondern werden mithilfe von Zweckgesellschaften gebündelt und an den Kapital- und Geldmarkt in Form von Asset Backed Securities (ABS), z.B. Mortgage Backed Securities (MBS), oder Collateral Debt Obligations (CDO), die eine erneut verbriefte ABS darstellen, weiterverkauft.

Dieser Verbriefungsprozess wurde bereits in Abschnitt II.B. genauer erläutert. Zoltan Pozsar nennt als die drei wesentlichen Gründe für den Wandel im Bankensektor erhöhten Wettbewerb, Innovation und verstärkte Regulierung. Gesteigerter Wettbewerb fand zum einen unter den Banken selbst statt, wurde ab den 1970er-Jahren zum anderen aber auch durch das Aufkommen von „Money Market Mutual Funds“ (MMMFs), Geldmarktfonds also, verstärkt. Diese wurden und werden besonders von größeren Unternehmen und Investoren genutzt, um große Mengen an Geld kurzfristig zu „parken“. Dies geschieht vor allem in Form von Repo-Geschäften (Repurchase Agreements), bei dem ein Wertpapier gehandelt wird mit der Vereinbarung, es zu einem bestimmten Zeitpunkt zurück zu handeln. Dies erfolgt entweder bilateral oder mit einem Intermediär, es handelt sich dann um ein „tri-Party Repo“. Für einen Investor stellt ein Repo-Geschäft einen Ersatz für eine Einlage dar mit dem Vorteil einer lukrativen Verzinsung und einer Sicherheit in Form eines Wertpapiers als Gegenwert für die Dauer des Geschäfts.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Omnipräsenz des Begriffs Schattenbanken seit der Finanzkrise 2008 und stellt das Ziel der Arbeit vor, die Vor- und Nachteile dieses Systems aufzuzeigen.

II. Das Schattenbankensystem: Dieses Kapitel definiert Schattenbanken als Zweckgesellschaften, die Kreditintermediation außerhalb des regulierten Bankensystems betreiben, und erläutert deren Funktionsweise sowie die Gründe für ihre Entstehung.

III. Vorteile und Risiken des Schattenbankensystems: Hier werden die ökonomischen Vorzüge wie höhere Liquidität gegen die Gefahren wie systemische Instabilität und "Tail Risk" abgewogen.

IV. Regulierung und Regulierungsvorschläge: Das Kapitel diskutiert die Notwendigkeit einer Regulierung und analysiert verschiedene Ansätze, darunter die Empfehlungen des FSB, multilaterale Rahmenwerke wie Basel II/III und unilaterale Gesetze wie den Dodd-Frank Act.

V. Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung des Schattenbankenwesens zusammen und betont die Notwendigkeit einer global abgestimmten, flexiblen Regulierung zur Vermeidung systemischer Krisen.

Schlüsselwörter

Schattenbanken, Finanzkrise, Verbriefung, Asset Backed Securities, Zweckgesellschaften, Kreditintermediation, Systemisches Risiko, Regulierung, Basel III, Dodd-Frank Act, Liquidität, Repo-Geschäfte, Finanzmarktarchitektur, Finanzstabilität, Lehman Brothers

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Schattenbankensystem, dessen Entstehung, Bedeutung für das moderne Finanzwesen sowie den damit verbundenen Chancen und erheblichen Risiken.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit deckt die Definition des Begriffs, die technischen Aspekte der Verbriefung, die ökonomischen Motive hinter dem Schattenbankenwesen sowie die aktuellen internationalen und nationalen Regulierungsansätze ab.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel ist es, ein ausgewogenes Bild über das System zu vermitteln und zu untersuchen, wie man den Nutzen für die Realwirtschaft erhalten kann, während gleichzeitig die systemischen Gefahren durch eine effektive Regulierung begrenzt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer deskriptiven Auswertung vorhandener Berichte und Daten (u.a. des Financial Stability Board) zur Entwicklung des Schattenbankensektors in verschiedenen Jurisdiktionen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Funktionsweise (insbesondere Verbriefungsprozesse), die Untersuchung von Vorteilen und systemischen Risiken sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit verschiedenen Regulierungsversuchen auf multilateraler und nationaler Ebene.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Schattenbanken, Verbriefung, systemisches Risiko, Finanzmarktregulierung, Basel III und Zweckgesellschaften (SPVs).

Warum ist das Schattenbankensystem trotz seiner Risiken entstanden?

Das System entwickelte sich durch den Wunsch nach Innovation, gesteigerten Wettbewerb und den Versuch von Finanzakteuren, regulatorische Anforderungen (wie Eigenkapitalvorschriften) durch „Regulierungsarbitrage“ zu umgehen.

Welche Rolle spielen Ratingagenturen in diesem Kontext?

Ratingagenturen bewerteten die komplexen strukturierten Produkte oft zu optimistisch, was aufgrund systematischer Fehleinschätzungen (wie der Unterschätzung von Immobilienpreiskorrelationen) massiv zur Instabilität während der Finanzkrise beitrug.

Final del extracto de 27 páginas  - subir

Detalles

Título
Shadow Banking. Begrifflichkeiten und Regulierungsvorschläge
Universidad
University of Frankfurt (Main)
Calificación
1,7
Autores
Björn Buchholz (Autor), Robert Gross (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
27
No. de catálogo
V309882
ISBN (Ebook)
9783668082144
ISBN (Libro)
9783668082151
Idioma
Alemán
Etiqueta
shadow banking begrifflichkeiten regulierungsvorschläge
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Björn Buchholz (Autor), Robert Gross (Autor), 2015, Shadow Banking. Begrifflichkeiten und Regulierungsvorschläge, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309882
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