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Financial Contagion. Die Ansteckungseffekte und die Euro-Krise

Title: Financial Contagion. Die Ansteckungseffekte und die Euro-Krise

Bachelor Thesis , 2013 , 50 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Manuel Ruckober (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Summary Excerpt Details

Ziel dieser Arbeit ist es den Contagion-Effekt zu definieren und die verschiedenen Ansteckungskanäle herauszustellen. Anhand der Eurokrise soll darüber hinaus kritisch überprüft werden, ob Griechenland der Ursprung der Krise war und sich diese von dort weiter ausgebreitet hat. Dabei steht das Modell von Franklin Allen und Douglas Gale im Mittelpunkt, das die Ursache in Liquiditätskrisen im Interbankenmarkt sieht.

Der Aufbau dieser Arbeit ist wie folgt: In Kapitel 2 wird der Begriff Contagion näher erklärt, die verschiedenen Ansteckungsmöglichkeiten vorgestellt und Messmethoden aufgezeigt. Kapitel 3 geht näher auf die verschiedenen Arten von Ansteckungseffekten, insbesondere auf verschiedene Modelle, ein und nimmt Bezug auf die Relevanz für die Eurokrise. Unter Kapitel 4 werden verschiedene Mechanismen aufgezeigt, durch die Ansteckungseffekte vermieden wurden bzw. wie sie vermieden werden können. Kapitel 5 fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf kommende Probleme.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2. Der Contagion-Effekt

2.1 Die Begriffsentstehung

2.2 Definition und Formen von Ansteckungseffekten

2.3 Messung von Ansteckungseffekten

3. Formen von Ansteckungseffekten

3.1 Correlated-Information Channel

3.1.1 Handelsbeziehungen und Währungsabwertungen

3.1.2 Finanzielle Beziehungen

3.1.3 Relevanz für die Eurokrise

3.2 Liquidity Channel

3.2.1 Das Modell von Franklin Allen und Douglas Gale

3.2.2 Annahmen an das Modell

3.2.3 Grundgedanke des Modells

3.2.4 Zerbrechlichkeit

3.2.5 Kritik am Modell und Anwendung auf die Eurokrise

3.3 Risk-Premium Channel

3.3.1 Herdenverhalten

3.3.2 Rating Agenturen

3.3.3 Anwendung auf die Eurokrise

4. Vermeidung von Ansteckungseffekten

4.1 Maßnahmen der Politik

4.2 Die Eurokrise: Nur Nachteile?

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den Contagion-Effekt zu definieren und die verschiedenen Übertragungskanäle von Ansteckungseffekten systematisch zu untersuchen. Anhand der Eurokrise wird dabei kritisch geprüft, ob Griechenland als Ursprung der Krise fungierte und wie sich diese über länderübergreifende Verflechtungen ausbreitete.

  • Definition und Messmethoden des Contagion-Effekts
  • Analyse von Ansteckungskanälen (Correlated-Information, Liquidity, Risk-Premium)
  • Untersuchung der Rolle von Bankenverflechtungen und Interbankenmärkten
  • Einfluss von Ratingagenturen und Investorenverhalten auf die Krisenausbreitung
  • Politische Maßnahmen zur Vermeidung und Eindämmung von Ansteckungseffekten

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Das Modell von Franklin Allen und Douglas Gale

Das Modell von Franklin Allen und Douglas Gale wurde 1998 entwickelt und basiert auf dem 1983 entstandenen modernen Standardmodell von Douglas Diamond und Philip Dybvig. Im Jahr 2000 wurde das Modell von Allen/Gale weiterentwickelt. In diesem wird der Fokus auf sich überschneidende Forderungen zwischen Bankensystemen in verschiedenen Regionen gelegt. Danach wird betrachtet, ob nur kleine Liquiditätsschocks in Teilen einer Volkswirtschaft sich mittels Ansteckungseffekten ausbreiten und auf weitere Teile der Wirtschaft übergreifen können. Ist dieser Spillover-Effekt stark genug, ist es möglich, dass sich die Krise auf verbundene Regionen ausbreitet und sich so ein länderübergreifender Ansteckungseffekt entwickelt.

Anders als Kindleberger (1978) annahm, dass Finanzkrisen zufällige Ereignisse (Sun Spot Events) sind, oder die Annahme der modernen Version von Diamond/Dybvig (1983), Bank Runs seien sich selbst erfüllende Ereignisse, gehen Allen/Gale von immer wiederkehrenden Ereignissen aus, die Teil des Wirtschaftskreislaufes sind. Durch dieses Mittel wird versucht ein starker Zusammenhang zwischen Ansteckungseffekten, richtigen Schocks und realen Verflechtungen zwischen Regionen herzustellen.

Darüber hinaus wird zwischen einer vollkommenen Marktstruktur und einer unvollkommenen Marktstruktur des Interbankmarktes unterschieden. Diese spielt die wichtigste Rolle, ob sich der Ansteckungseffekt ausbreiten kann oder nicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Diese Einleitung führt in die Eurokrise ein, identifiziert Griechenland als Auslöser und formuliert das Ziel, Ansteckungseffekte sowie deren Kanäle zu analysieren.

2. Der Contagion-Effekt: Dieses Kapitel definiert den Begriff Contagion, erläutert dessen Entstehung im wissenschaftlichen Kontext und stellt gängige Messmethoden vor.

3. Formen von Ansteckungseffekten: Hier werden die Übertragungskanäle (Correlated-Information, Liquidity, Risk-Premium) im Detail untersucht und deren Relevanz für die Eurokrise diskutiert.

4. Vermeidung von Ansteckungseffekten: Dieser Abschnitt analysiert politische Maßnahmen zur Krisenbekämpfung und hinterfragt kritisch, ob die Eurokrise auch notwendige Marktmechanismen zur Haushaltsdisziplinierung enthält.

5. Zusammenfassung: Die Ergebnisse zur Ansteckungsproblematik in der Eurozone werden gebündelt und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung gegeben.

Schlüsselwörter

Contagion-Effekt, Eurokrise, Staatsschuldenkrise, Ansteckungskanäle, Liquidität, Bankenverflechtung, Interbankenmarkt, Herdenverhalten, Risikoaufschläge, Ratingagenturen, Finanzintegration, Bank Run, Spillover-Effekt, Fiskalpolitik, Krisenprävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen des "Financial Contagion" (Ansteckungseffekte) und analysiert, wie sich Krisen zwischen Volkswirtschaften ausbreiten können, mit besonderem Fokus auf die europäische Staatsschuldenkrise.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die mathematischen und ökonomischen Mechanismen von Ansteckungskanälen, die Rolle des Interbankenmarktes sowie das Verhalten von Investoren und Ratingagenturen in Krisenzeiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Contagion-Effekt zu definieren, Übertragungskanäle theoretisch darzustellen und anhand der Eurokrise zu überprüfen, ob eine lokale Krise zwangsläufig zu länderübergreifenden Ansteckungen führt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Anwendung finanzwissenschaftlicher Modelle, insbesondere des Modells von Allen und Gale, zur Erklärung von Liquiditätskrisen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Ansteckung, die detaillierte Analyse der Kanäle (Correlated-Information, Liquidity, Risk-Premium) und die Anwendung dieser Erkenntnisse auf die Realität der Eurokrise.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Contagion-Effekt, Liquiditätsschock, Interbankenmarkt, Herdenverhalten und Eurokrise definiert.

Welche Rolle spielen Ratingagenturen in der Argumentation?

Die Arbeit argumentiert, dass Ratingagenturen durch ihre Abstufungen und das resultierende Herdenverhalten von Investoren einen erheblichen, teils prozyklischen Einfluss auf die Ausbreitung von Risikoprämien in der Eurozone haben.

Inwiefern ist das Modell von Allen und Gale für die Eurokrise relevant?

Es dient dazu, das Risiko von Bank Runs durch Liquiditätsknappheit und die Bedeutung der gegenseitigen Vernetzung von Finanzinstituten zu verdeutlichen, zeigt aber auch die Grenzen bei der Anwendung auf komplexe staatliche Verschuldungsstrukturen auf.

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Details

Title
Financial Contagion. Die Ansteckungseffekte und die Euro-Krise
College
University of Cologne  (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät)
Grade
1,7
Author
Manuel Ruckober (Author)
Publication Year
2013
Pages
50
Catalog Number
V309886
ISBN (eBook)
9783668082366
ISBN (Book)
9783668082373
Language
German
Tags
financial contagion ansteckungseffekte euro-krise
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuel Ruckober (Author), 2013, Financial Contagion. Die Ansteckungseffekte und die Euro-Krise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309886
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