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Crowdinvesting als Finanzierungsalternative für mittelständische Unternehmen

Eine Analyse im Lichte der Insolvenzentwicklung in Deutschland

Título: Crowdinvesting als Finanzierungsalternative für mittelständische Unternehmen

Tesis , 2015 , 72 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Michael Ewert (Autor)

Economía de las empresas - Inversiones y finanzas
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Dissensfrei scheint im Rückblick auf das Jahr 2014, dass die Fakten und Zahlen der Wirtschaftslage in Deutschland und respektive des deutschen Mittelstands auf ein stabilisiertes Niveau hinweisen. Vor dem Hintergrund all der statistischen Rekorde ist aus Sicht des Verfassers dennoch zu konstatieren, dass die Lage des Mittelstands im Hinblick auf ihre Finanzierungssituation einer differenzierten Betrachtung bedarf.

Der Mittelstandsbegriff ist weit gefasst und dient als Sammelbegriff für kleine und mittlere Unternehmen, synonym im Folgenden auch kurz als KMU bezeichnet. Ausgehend von der KMU-Definition der Europäischen Kommission sind hierunter Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen zusammengefasst. Aus dem Blickwinkel der vorgenannten KMU-Definition erscheinen die statistischen Ergebnisse für das Jahr 2014 bzgl. Kredithürde und Insolvenzen in einem anderen Licht (oder Schatten?).

Betrachtet man die ifo-Studie zur gesunkenen Kredithürdenwahrnehmung genauer, so wird deutlich, dass der Tiefststand von 17,4 % (März 2015: 16,1 %) die großen Unternehmen einschließt. Betrachtet man lediglich die kleinen Unternehmen, liegt der Wert um 3,3 Prozentpunkte höher bei 21,0 % (März 2015: 19,4 %).

Deutlicher wird die Problematik beim Blick auf die Insolvenzstatistik. Von den geschätzt insgesamt 23.800 Unternehmensinsolvenzen in 2014 sind laut Creditreform fast ausschließlich Kleinst- und kleine sowie im Besonderen junge Unternehmen betroffen. Etwa 95% der insolventen Unternehmen haben einen Jahresumsatz von höchstens 5 Mio. € erzielt. Bürgel berichtet abweichend zu Creditreform sogar von 24.549 Unternehmensinsolvenzen in 2014 (ca. 3,1 % mehr) und gibt zudem an, dass 38,4 % (10 % mehr) der insolventen Unternehmen nicht länger als vier Jahre aktiv waren.

Wenngleich ohne unternehmensspezifische Analysen der Insolvenzursachen keine tragfähigen Aussagen über die vorherrschenden Finanzierungsproblematiken der betroffenen Unternehmen geliefert werden können, so erlaubt die hohe Insolvenzanfälligkeit von KMU dennoch die rückschlüssige Annahme, dass schlussendlich die Insolvenzzahlen nur die Spitze des Eisbergs zeigen.

Dies vorausgeschickt, intendiert der Verfasser die aktuelle Situation der Mittelstandsfinanzierung näher zu beleuchten und das relativ neue Finanzierungskonzept des Crowdinvestings im Hinblick auf dessen Eignung im Kontext von Start-up- und Wachstumsphasen als Finanzierungsalternative, im Besonderen für die jungen und kleinen Unternehmen, zu untersuchen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit

1.2 Gang der Analyse

2 Status quo der Mittelstandsfinanzierung

2.1 Ökonomische Situation des Mittelstands

2.1.1 Marktstruktur des Mittelstands

2.1.2 Finanzierungsstruktur von KMU

2.1.3 Finanzierungskennziffern von KMU

2.2 Finanzierungsverhalten von KMU

2.3 Zwischenfazit zur Situation der Mittelstandsfinanzierung

3 Systematisierung alternativer Außenfinanzierungsansätze für Mittelständler

3.1 Privat Equity (Venture Capital)-Finanzierung

3.2 Mezzanine-Finanzierung

3.2.1 Wesentliche Merkmale von Mezzanine-Finanzinstrumenten

3.2.2 Definition und Abgrenzung von ausgewählten Mezzanine-Finanzinstrumenten

3.2.2.1 Stille Beteiligungen

3.2.2.2 Genussrechte

3.2.2.3 Partiarische (Nachrang-)Darlehen

3.3 Zwischenfazit zu Privat Equity- und Mezzanine-Finanzierungen

4 Grundlagen von Crowdinvesting

4.1 Entwicklung und typologische Einordnung von Crowdinvesting und Crowdfunding

4.1.1 Ausprägungen von Crowdfunding

4.1.2 Abgrenzung und Definition von Crowdfunding und Crowdinvesting

4.2 Crowdinvesting-Prozess und Akteure

4.3 Rechtlicher Rahmen und Vermögensanlagen des Crowdinvestings in Deutschland

4.3.1 Finanzinstrumente und Pflichtenrahmen im Sinne des Vermögensanlagengesetzes

4.3.2 Auswirkungen und Ausnahmen von der Prospektpflicht

5 Analyse und Eignungsdiskussion von Crowdinvesting

5.1 Monetäre Entwicklung des deutschen Crowdinvestings

5.2 Empirische Analyse abgeschlossener Crowdinvesting-Finanzierungen

5.2.1 Zielsetzung der Untersuchung

5.2.2 Definition der Auswertungsmerkmale

5.2.3 Methodik der Untersuchung

5.3 Zusammenfassung der Untersuchungsergebnisse

5.3.1 Frage 1: Wie hat sich der Crowdinvesting-Markt bis Ende Mai 2015 weiterentwickelt?

5.3.2 Frage 2: Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Unternehmensalter und den Emissionsvolumina sowie respektive dem Insolvenzrisiko?

5.3.3 Frage 3: Besteht ein Zusammenhang zwischen den erreichten Emissionsvolumina und den finanzierten Unternehmensphasen im Kontext des Unternehmensalters?

5.3.4 Frage 4: Wie groß ist die Finanzierungslücke zwischen den geplanten und nachgefragten Kapitalbedarfen im Crowdinvesting?

5.3.5 Frage 5: Besteht ein Zusammenhang zwischen den eingesetzten Finanzinstrumenten und den finanzierten Unternehmensphasen?

5.3.6 Frage 6: Werden bei den eingesetzten Finanzinstrumenten die Ausnahmemöglichkeiten von der Prospektpflicht ausgeschöpft?

5.3.7 Verdichtung der Crowdinvesting-Untersuchungsergebnisse

5.4 Crowdinvesting-Finanzierungsinstrumente im Kontext des Vermögensanlagengesetzes

5.4.1 Direkte Beteiligungen im Kontext des Vermögensanlagengesetzes

5.4.2 Stille Beteiligungen im Kontext des Vermögensanlagengesetzes

5.4.3 Genussrechte im Kontext des Vermögensanlagengesetzes

5.4.4 Partiarische Nachrangdarlehen im Kontext des Vermögensanlagengesetzes

5.5 Kriterien und Bewertungsschema für alternative Finanzierungsinstrumente

5.5.1 Finanzierungskosten

5.5.2 Wirkung auf das Eigenkapital

5.5.3 Liquiditätswirkung

5.5.4 Verfügbarkeit

5.5.5 Informationsanforderungen

5.5.6 Einfluss des Kapitalgebers

5.5.7 Kapitalüberlassungsdauer

5.5.8 Risikobereitschaft der Kapitalgeber

5.5.9 Bewertung des Finanzinstruments „Bankkredit“ als Vergleichsmaßstab

5.5.10 Bewertung von Finanzinstrumenten im Crowdinvesting

6 Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Situation der Mittelstandsfinanzierung in Deutschland und analysiert das Konzept des Crowdinvestings hinsichtlich seiner Eignung als Finanzierungsalternative für junge und kleine Unternehmen in Start-up- und Wachstumsphasen. Dabei steht insbesondere die regulatorische Einbettung im Kontext des Vermögensanlagengesetzes sowie die empirische Auswertung realer Finanzierungsdaten im Vordergrund, um eine Vergleichbarkeit mit klassischen Bankkrediten herzustellen.

  • Strukturelle Analyse der Mittelstandsfinanzierung und ihrer Herausforderungen.
  • Systematisierung und Bewertung alternativer Außenfinanzierungsformen für Mittelständler.
  • Empirische Untersuchung des deutschen Crowdinvesting-Marktes anhand abgeschlossener Finanzierungsrunden (2011–2015).
  • Rechtliche Einordnung und Diskussion der regulatorischen Rahmenbedingungen des Crowdinvestings.
  • Bewertung von Finanzinstrumenten mittels eines strukturierten Anforderungskatalogs im Vergleich zum Bankkredit.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Wesentliche Merkmale von Mezzanine-Finanzinstrumenten

Die Mezzanine-Finanzinstrumente können in Abhängigkeit ihrer Ausprägungstendenz in drei Kategorien unterteilt werden. Bezogen auf die hier reduzierte Instrumentenauswahl in Abb. 11 zählen demnach in die Kategorie der mehr fremdkapitalorientierten Mezzanine-Finanzinstrumente (oder Debt Mezzanine Capital), das Nachrangdarlehen und die typische stille Beteiligung. Zur Kategorie der mehr eigenkapitalbezogenen Mezzanine-Instrumente (oder Equity Mezzanine Capital) gehören die atypische stille Beteiligung, das partiarische Darlehen und die Genussrechte. Die dritte Kategorie der Mischformen, den „reinen“ hybriden Formen, wie z.B. Wandel- und Optionsanleihen, diese im Zeitverlauf ihre Ausprägungsrichtung ändern können, werden in dieser Arbeit nicht behandelt (vgl. Hummel 2011, S. 79).

Dasselbe Mezzanine-Finanzinstrument kann abhängig von der konkreten vertraglichen Ausgestaltung der Beteiligungsfinanzierung und den damit verbundenen (steuer-)rechtlichen Folgen unterschiedliche Ausprägungen annehmen. Kritisch ist der oben vereinfachten ausprägungsorientierten Kategorisierung der Finanzinstrumente anzumerken, dass hier die grundsätzliche bzw. übliche Annahme reflektiert wird. In praxi können z.B. die atypisch stillen Beteiligungen wie auch die Genussrechte durchaus fremdkapitalähnlichen Charakter und umgekehrt, typisch stille Beteiligungen auch Züge des Eigenkapitalcharakters annehmen. Für die detaillierte Erläuterung der Mezzanine-Finanzinstrumente wird auf Abschnitt 3.2.2 verwiesen. Festzuhalten bleibt, dass es der einzelfallbezogenen Prüfung der jeweiligen vertraglichen Gestaltung bedarf (vgl. Beck 2014, S. 138 f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche Lage des deutschen Mittelstands unter Berücksichtigung von Insolvenz- und Kreditstatistiken und definiert das Ziel, Crowdinvesting als alternative Finanzierungsform kritisch zu untersuchen.

2 Status quo der Mittelstandsfinanzierung: Dieses Kapitel analysiert die Finanzierungsstruktur und das -verhalten von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und zeigt die Schwierigkeiten beim Zugang zu traditionellen Bankkrediten auf.

3 Systematisierung alternativer Außenfinanzierungsansätze für Mittelständler: Es erfolgt eine Darstellung und Systematisierung gängiger Finanzierungsformen wie Privat Equity und Mezzanine-Kapital, um den Bedarf an modernen Finanzierungsalternativen zu untermauern.

4 Grundlagen von Crowdinvesting: Dieses Kapitel erläutert die Funktionsweise, Typologie und Akteure des Crowdinvestings sowie dessen rechtliche Einordnung im Rahmen des Vermögensanlagengesetzes.

5 Analyse und Eignungsdiskussion von Crowdinvesting: Der Hauptteil enthält eine empirische Analyse abgeschlossener Crowdinvesting-Finanzierungen und bewertet deren Eignung anhand definierter Kriterien im Vergleich zum klassischen Bankkredit.

6 Resümee und Ausblick: Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse zusammengefasst und Perspektiven für die zukünftige Entwicklung des Crowdinvesting-Marktes in Deutschland aufgezeigt.

Schlüsselwörter

Crowdinvesting, Mittelstandsfinanzierung, KMU, Mezzanine-Kapital, Vermögensanlagengesetz, Partiarisches Nachrangdarlehen, Start-up, Wachstumsfinanzierung, Prospektpflicht, Kapitalmarkt, Finanzinstrumente, Unternehmensinsolvenz, Crowdfunding, Eigenkapital, Fremdkapital.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht Crowdinvesting als moderne Finanzierungsalternative für den deutschen Mittelstand unter Berücksichtigung der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Insolvenzentwicklungen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder sind die aktuelle Mittelstandsfinanzierung, die Systematisierung alternativer Finanzierungsformen (Privat Equity/Mezzanine), die Grundlagen des Crowdinvestings sowie eine empirische Marktuntersuchung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu analysieren, ob und unter welchen Bedingungen Crowdinvesting für kleine und junge Unternehmen eine geeignete und praktikable Alternative zur klassischen Kreditfinanzierung durch Banken darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor führt eine empirische Analyse auf Basis von Daten abgeschlossener Crowdinvesting-Finanzierungen durch, die zwischen Oktober 2011 und Mai 2015 auf relevanten deutschen Plattformen stattgefunden haben.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der empirischen Marktanalyse, der rechtlichen Bewertung der Finanzinstrumente gemäß Vermögensanlagengesetz und der Erstellung eines Bewertungsschemas für Finanzierungsinstrumente.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Crowdinvesting, KMU, Partiarische Nachrangdarlehen, Vermögensanlagengesetz, Prospektpflicht und Kapitalbedarfe.

Warum sind partiarische Nachrangdarlehen im Crowdinvesting so dominant?

Sie dominieren, weil sie während des Untersuchungszeitraums regulatorische Freiheit boten und von Plattformbetreibern aufgrund ihrer flexiblen vertraglichen Gestaltung häufig als Standardinstrument eingesetzt wurden.

Welche Rolle spielt die Insolvenzentwicklung für die Argumentation des Autors?

Die Insolvenzstatistik unterstreicht die schwierige Finanzierungssituation insbesondere für junge Unternehmen und dient als Anlass, die Notwendigkeit für alternative Finanzierungszugänge zu diskutieren.

Wie unterscheidet sich die Crowdinvesting-Finanzierung vom Bankkredit?

Crowdinvesting ermöglicht Unternehmen ohne Zugang zum regulierten Kapitalmarkt den Zugriff auf alternative Mittel, erfordert jedoch eine hohe Transparenz und weist im Vergleich höhere Finanzierungskosten und Informationsanforderungen auf.

Final del extracto de 72 páginas  - subir

Detalles

Título
Crowdinvesting als Finanzierungsalternative für mittelständische Unternehmen
Subtítulo
Eine Analyse im Lichte der Insolvenzentwicklung in Deutschland
Universidad
University of Technology, Business and Design Wismar
Calificación
1,3
Autor
Michael Ewert (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
72
No. de catálogo
V309944
ISBN (Ebook)
9783668092525
ISBN (Libro)
9783668092532
Idioma
Alemán
Etiqueta
Mittelstand KMU Crowdfunding crowdinvesting Finanzierung Investition Beteiligungsfinanzierung Kapitalbeschaffung Mezzanine Kapital Privat Equity Venture Capital Kleinanlegerschutzgesetz Vermögensanlagen Finanzinstrumente
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michael Ewert (Autor), 2015, Crowdinvesting als Finanzierungsalternative für mittelständische Unternehmen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309944
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