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Historische Siedlungsentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern

Titel: Historische Siedlungsentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 17 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Ecaterina Istrati (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Mecklenburg-Vorpommerns Geschichte und Kultur sind einzigartig. Das heute als Mecklenburg-Vorpommern bekannte Bundesland mit seinen wunderschönen Natur- und Küstengebieten, mit der Landeshauptstadt Schwerin, entstand im Jahre 1990 im Zuge der deutschen Wiedervereinigung. Das Gebiet wurde bereits in historischen Zeiten besiedelt.

Seit Jahrtausenden haben die Menschen ihre Spuren hier hinterlassen und die Kulturlandschaft gestaltet. Die ältesten Zeugnisse menschlicher Besiedlung in Mecklenburg-Vorpommern stammen aus dem letzten Abschnitt der Altsteinzeit (vor etwa 10 000 bis 12 000 Jahren). Anfänglich wurden bevorzugt die tiefer liegende, wettergeschützte und daher wärmere Gebiete, also insbesondere Tal- und Muldenlagen besiedelt. Von den umherstreifenden Jägern dieser Zeit zeugen Funde und Stielspitzen aus Feuerstein besonders auf dem Fischland, im Gebiet östlich der Müritz, am Nordende des Schweriner Sees und im Uecker-Randow-Gebiet Erst nach dem Abtauen der Gletscher können auch im Ostseeraum Menschen leben. Zunächst sind es nomadisierende Jäger und Sammler, die sich schließlich, begünstigt durch das milder werdende Klima, sesshaft machen und Ackerbau und Viehzucht betreiben. Mit dem Übergang zum Ackerbau begann die eigentliche Besiedlung.

Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die Siedlungsgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns anhand ausgewählter Beispiele und unter ausgewählten Aspekten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Besiedlungsgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns von der Vorgeschichte bis heute

2. Entwicklung der Flurformen unter den spezifischen Gesellschaftsordnungen

3. Entwicklung der Ortsgrundrisse und typische Gebäudeformen der historischen Zeit einzelner Entwicklungsetappen

3.1. Bauernhäuser

3.2. Sakrale und profane Architektur

3.3. Backsteinarhitektur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die historische Siedlungsentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern unter Berücksichtigung kulturgeographischer Aspekte, um die Genese der heutigen Siedlungsstrukturen nachzuvollziehen. Dabei wird analysiert, wie sich Besiedlungsprozesse, Gesellschaftsordnungen und städtebauliche Konzepte vom Mittelalter bis zur Moderne auf das heutige Landschaftsbild ausgewirkt haben.

  • Besiedlungsgeschichte von der Urzeit bis zur Gegenwart
  • Entwicklung von Flurformen in verschiedenen Epochen
  • Städtebau und mittelalterliche Stadtgrundrisse
  • Historische Architekturformen und Bauweisen

Auszug aus dem Buch

3.1. Bauernhäuser

Die bäuerlichen Untertanen konnten sich im Gegensatz zu der Repräsentationsarchitektur ihrer Gutsherren noch nicht einmal Steinhäuser leisten. Ihr Baumaterial war Holzfachwerk mit einer Lehmfüllung, die Dächer wurden bis ins 19. Jahrhundert hinein ausschließlich mit Roggenstroh gedeckt. Mehr als sechs Jahrhunderte dominierte auf dem Lande das aus Fachwerk errichtete niederdeutsche Hallenhaus, das Wohnung, Stall und Scheune unter einem Dach vereinte und deshalb kurz Einheitshaus genannt wird. Siedler aus Niedersachsen dürften im Zuge der Ostsiedlung diesen Haustyp im 12. Jahrhundert mitgebracht haben, sodass man lange Zeit auch vom „Niedersachsenhaus“ (Abbildung 4) sprach.

Für die Landesmitte war das Halbwalm typisch, im Süd- und Nord-Westen Mecklenburgs der Krüppelwalm, der repräsentative Gestaltungen der Giebelflächen ermöglichte. Auf der Insel Rügen hatte sich mit dem „Zuckerhut“ ein besonderer Haustyp herausgebildet. Er bekam diesen Namen, weil das Aussehen der fast quadratisch errichteten Hallenhäuser mit 6-7 m hohem und steilem Dach der damals gebräuchlichen Rohzuckerverpackung ähnelte. In Groß Zicker und Göhren haben sich zwei dieser heute museal genutzten Häuser erhalten.

Im 16. Jahrhundert bildeten sich in der Innenraumgestaltung zwei Grundformen heraus: Das Durchgangshaus mit einer von Giebel zu Giebel reichenden Diele und Wohnräumen in den Kübbungen sowie das Fletthaus, bei dem die Diele im so genannten Flett endet, einem Querraum mit Rauchherd und links und rechts einer Lucht mit seitlichen Türen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Besiedlungsgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns von der Vorgeschichte bis heute: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die menschliche Besiedlung der Region von der Altsteinzeit bis hin zur Neugründung des Bundeslandes nach der Wiedervereinigung. Es beleuchtet zentrale Phasen wie die slawische Besiedlung, die deutsche Ostkolonisation und die Rolle der Hanse.

2. Entwicklung der Flurformen unter den spezifischen Gesellschaftsordnungen: Hier wird der Zusammenhang zwischen klimatischen Veränderungen, gesellschaftlichen Strukturen und der landwirtschaftlichen Flächennutzung aufgezeigt. Es werden historische Flurformen wie Langstreifenfluren und Blockfluren erläutert.

3. Entwicklung der Ortsgrundrisse und typische Gebäudeformen der historischen Zeit einzelner Entwicklungsetappen: Das Kapitel analysiert die planmäßige Anlage von Städten, die Bedeutung von Kirchenbauten und die Entwicklung spezifischer bäuerlicher Haustypen wie das Hallenhaus. Zudem wird die Architektur im Kontext der Hansezeit und der Backsteingotik diskutiert.

Schlüsselwörter

Mecklenburg-Vorpommern, Siedlungsentwicklung, Ostkolonisation, Hanse, Flurformen, Hallenhaus, Stadtgrundrisse, Backsteingotik, Bauernlegen, Gutsherrschaft, Kulturlandschaft, Demografiewandel, Slawen, Stadtgründung, Architektur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der historischen Entwicklung der Siedlungsstrukturen und der Kulturlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Besiedlungsgeschichte, der Entwicklung von Flur- und Siedlungsformen, der Architektur von Städten und Dörfern sowie der historischen Stadtplanung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Entwicklung der Siedlungsformen in Mecklenburg-Vorpommern in ihrem historischen Kontext zu beschreiben und die baulichen Zeugnisse verschiedener Epochen einzuordnen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historischen Analyse und einer geographischen Betrachtung von Siedlungs- und Architekturformen unter Einbezug relevanter Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Chronologie der Besiedlung, die Entwicklung ländlicher Flurformen sowie die typologische Differenzierung von bäuerlichen Häusern und städtischer Architektur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Siedlungsentwicklung, Hanse, Ostkolonisation, Bauernhaus, Stadtgründung und Backsteingotik.

Wie hat sich die Rolle der Hanse auf die Stadtentwicklung ausgewirkt?

Die Hansezeit förderte den städtischen Reichtum, was sich insbesondere in repräsentativen Backsteinbauten wie Rathäusern und Kirchen manifestierte und die wirtschaftliche sowie städtebauliche Blüte der Region maßgeblich prägte.

Was unterscheidet das niederdeutsche Hallenhaus von anderen Haustypen?

Das Hallenhaus vereint Wohnen, Stall und Scheune unter einem gemeinsamen Dach und stellt eine für die Region und die Ostsiedlung typische Bauform dar.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Historische Siedlungsentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald  (Geographie)
Veranstaltung
Seminar Humangeographie
Note
2,3
Autor
Ecaterina Istrati (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
17
Katalognummer
V309953
ISBN (eBook)
9783668085978
ISBN (Buch)
9783668085985
Sprache
Deutsch
Schlagworte
historische siedlungsentwicklung mecklenburg-vorpommern
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ecaterina Istrati (Autor:in), 2012, Historische Siedlungsentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309953
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Leseprobe aus  17  Seiten
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