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Die Hilfsschule im Dritten Reich

Die Hauptfunktionen der Hilfsschule im Nationalsozialismus

Título: Die Hilfsschule im Dritten Reich

Redacción Científica , 2015 , 12 Páginas , Calificación: sehr gut

Autor:in: Marek Birkholz (Autor)

Pedagogía - Pedagogía curativa y especial
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Die Existenz der Hilfsschulen definierte sich nach 1933 innerhalb des Rahmens des ’Gesetztes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses’.

Dieses Gesetz fußt u.a. auf dem Sozialdarwinismus, dessen Ideen und Thesen sich bereits im 19. Jahrhundert nicht nur im deutschen Raum verbreitet hatten. Die Grundlage dazu bildeten die Evolutionstheorien Darwins.

Dem nationalsozialistischen Regime kam nun die Rolle zu, die sozialdarwinistischen Thesen zwar nicht als erste diskutiert aber in praktischer Politik konsequent umgesetzt zu haben.

Die wesentlichen Leitmotive nationalsozialistischer Politik wie Rassenideologie, Sozialdarwinismus und Volksideologie führten nach Ellger-Rüttgadt für die Hilfsschule zu neuen funktionalen Ausrichtungen: Der Hilfs- und Sonderschule sollten in diesem Zusammenhang rassenhygienische, utilitaristische und ökonomische Aufgaben zufallen.

Auch wenn zwischen diesen Ziele ein fließender Übergang besteht, werden sie in ihrer jeweiligen funktionellen Handhabung in der Institution der Hilfsschule während des Dritten Reiches, also in der Zeit von 1933 bis 1945, dargestellt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Rassenhygiene

2.1 Das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses(GzVeN)

2.2 Die Hilfsschule und die Rassenhygiene

3 Entlastung und Utilitarisierung

3.1 Brauchbarmachung der Hilfsschüler

3.2 Enlastungsfunktion

4 Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und die zentralen Funktionen der Hilfsschule im nationalsozialistischen Deutschland zwischen 1933 und 1945, wobei insbesondere das Spannungsfeld zwischen rassenhygienischen Maßnahmen, der Entlastung der Regelschulen und der ökonomischen Nutzbarmachung der Schüler analysiert wird.

  • Rassenideologie und Sozialdarwinismus als Grundlage der Schulpolitik
  • Die Umsetzung des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses in Hilfsschulen
  • Brauchbarmachung von Schülern für die nationalsozialistische Volksgemeinschaft
  • Entlastungsfunktion der Hilfsschule für die Volksschulen
  • Die ambivalenten Auswirkungen auf betroffene Schüler und Lehrkräfte

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses(GzVeN)

Das "Gesetz zur Verhütung erbranken Nachwuchses"war das erste erbbiologische Gesetz des nationalsozialistischen Regimes und wurde am 14.Juli 1933 verabschiedet. Seine Kernpunkte beinhalteten die Definition eines Erbkranken, dessen Diagnose sowie den Umgang mit als erbrank diagnostizierten Personen, der in der Regel die Sterilisation beinhaltete. Hier ist festzuhalten, dass mit dem Gesetz die freiwillige Teilnahme an den Sterilisationsmaßnahmen verfolgt wurde, auch wenn davon ausgegangen werden kann, dass diese Möglichkeit kaum genutzt wurde. Bei diagnostiziert erbranken Personen konnten im Verlauf eines solchen Verfahrens dann auch die notwendigen medizinischen Eingriffe richterlich angeordnet werden. Die Definition, wer als erbrank einzuordnen war, lässt gute Schlussfolgerungen auf den betroffenen Personenkreis zu.

”Erbkrank im Sinne dieses Gesetztes ist, wer an einer der folgenden Krankheiten leidet:

1. angeborenem Schwachsinn,

2. Schizophrenie,

3. zirkulärem (mansich-depressivem) Irresein,

4. erblicher Fallsucht,

5. erblichem Beitstanz,

6. erblicher Blindheit,

7. erblicher Taubheit,

8. schwerer erblicher körperlicher Missbildung."10

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die historische Ausgangslage der Hilfsschule als größte Sonderschulform und skizziert die leitenden Ideologien des Nationalsozialismus, die deren neue funktionale Ausrichtung bestimmten.

2 Rassenhygiene: Dieses Kapitel analysiert den Einfluss eugenischer Paradigmen und des Sozialdarwinismus auf das Schulwesen, insbesondere durch das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses.

2.1 Das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses(GzVeN): Es werden die juristischen Kernpunkte und die Definitionen des Gesetzes dargelegt, die als Grundlage für die zwangsweise Sterilisierung von als erbkrank eingestuften Personen dienten.

2.2 Die Hilfsschule und die Rassenhygiene: Hier wird die aktive Mitwirkung der Hilfsschullehrer bei der Identifizierung und Meldung von Schülern für rassenhygienische Maßnahmen sowie ihre Rolle als Sichtungsorgan thematisiert.

3 Entlastung und Utilitarisierung: Das Kapitel beleuchtet den ökonomischen Aspekt der Hilfsschule, die leistungsschwache Schüler zur Unterstützung der Kriegswirtschaft "brauchbar" machen sollte.

3.1 Brauchbarmachung der Hilfsschüler: Die Erziehung wurde darauf ausgerichtet, Schüler trotz ihrer Einschränkungen in die Volksgemeinschaft einzugliedern, um sie als Arbeitskräfte verfügbar zu machen.

3.2 Enlastungsfunktion: Es wird die Funktion der Hilfsschule beschrieben, die Regelschulen von leistungsschwächeren Schülern zu befreien, um deren Effizienz für die "gesunde" Jugend zu steigern.

4 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Ambivalenz der Hilfsschule, die einerseits als Instrument des Regimes fungierte und andererseits innerhalb der damaligen Strukturen versuchte, ihre Existenzberechtigung zu wahren.

Schlüsselwörter

Hilfsschule, Nationalsozialismus, Rassenhygiene, Sozialdarwinismus, Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses, Brauchbarmachung, Sonderschule, Euthanasie, Volksgesundheit, Sterilisation, Entlastungsfunktion, Stigmatisierung, NS-Schulpolitik, Erbgesundheit, Sonderpädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Funktion und Rolle der Hilfsschule im nationalsozialistischen Deutschland zwischen 1933 und 1945.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind Rassenhygiene, die ökonomische Brauchbarmachung von Schülern und die Entlastungsfunktion für Volksschulen.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Ziel ist es, aufzuzeigen, wie sich die Hilfsschule in das Geflecht nationalsozialistischer Ideologie und Politik einordnete und wie sie funktional genutzt wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Aufarbeitung von Fachliteratur, zeitgenössischen Erlassen und einschlägigen Gesetzen der NS-Zeit.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche der rassenhygienischen Aufgaben (einschließlich des GzVeN) sowie der ökonomischen Utilitarisierung und der Entlastung der Volksschulen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Hilfsschule, Rassenhygiene, Brauchbarmachung, Sozialdarwinismus und Entlastungsfunktion.

Welche Bedeutung hatte das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses für die Hilfsschule?

Es bildete die rechtliche Grundlage, um Hilfsschüler, die oft stigmatisiert waren, einer Sterilisierung zuzuführen, da die Diagnose "angeborener Schwachsinn" sehr weit gefasst war.

Wie veränderte sich die Haltung zur "Brauchbarmachung" im Verlauf des Zweiten Weltkriegs?

Durch den kriegsbedingten Arbeitskräftemangel wuchs der Druck, auch leistungsschwächere Schüler als "Restarbeitskräfte" für die Wirtschaft nutzbar zu machen.

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Detalles

Título
Die Hilfsschule im Dritten Reich
Subtítulo
Die Hauptfunktionen der Hilfsschule im Nationalsozialismus
Universidad
University of Potsdam  (WiB e.V. - Aninstitut)
Curso
Geschichte der Sonderpädagogik
Calificación
sehr gut
Autor
Marek Birkholz (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
12
No. de catálogo
V310024
ISBN (Ebook)
9783668088238
ISBN (Libro)
9783668088245
Idioma
Alemán
Etiqueta
sonderschule hilfsschule nationalsozialismus drittes reich
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Marek Birkholz (Autor), 2015, Die Hilfsschule im Dritten Reich, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310024
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