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Exemplarität im Kontext des Kinderforschungstages. Reflexionen und Schlussfolgerungen für den Sachunterricht

Title: Exemplarität im Kontext des Kinderforschungstages. Reflexionen und Schlussfolgerungen für den Sachunterricht

Term Paper , 2013 , 13 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Isabell Stock (Author)

Didactics - Regional History and Geography
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Im Rahmen des Kinderforschungstages vom 19. Juni 2013 wurde ein anschauliches und verständliches Projekt mit dem Thema „Vom Mais zum Popcorn“ den Schülern der dritten und vierten Klassen aus Vechta präsentiert. Dieses Projekt umfasste übergreifende Prinzipien und handlungsorientierte Aufgaben, damit die Schüler motivierend und fundiert neue Erkenntnisse erlangen. Das Thema „Vom Mais zum Popcorn“ sollte dabei viele verschiedene Perspektiven aufgreifen und an das Wissen der Schüler anknüpfen, sowie weiterführendes Verstehen fördern.

Das Thema dieser Arbeit umfasst die Untersuchung der Exemplarität auf das gewählte Projekt. Das bedeutet eine genauere Analyse, inwiefern sich das Thema als akzentuiertes Beispiel eignet und ob eine Übertragbarkeit von dem Besonderen zum Allgemeinen möglich und auch sinnvoll ist. Aufgrund überfüllter Lehrpläne und Oberflächlichkeit des Unterrichts hat das Prinzip der Exemplarität eine entlastende Funktion, die immer mehr Bedeutung in einer Welt von überfüllten Reizen b-kommt. Das große „Ganze“ innerhalb einer kurzen Unterrichtszeit zu erfassen, ist schlichtweg unmöglich. Daher werden Beispiele herausgearbeitet, welche anhand eines Themas Grundsätze und Grundprinzipien erkennen und erlernen lässt, diese sich dann auf andere ähnliche Phänomene, Problematiken oder Sachverhalte übertragen lassen. Somit dient die Exemplarität dazu einen Einzelfall, etwas Typisches, jenes für eine große Auswahl eines Sachgebietes mit gleicher Struktur steht, mit der man die Stofffülle des Faches Sachunterricht, etwas entzerren und vor allem über-sichtlicher gestalten kann (vgl. Köhnlein 2012, S. 130).

Das Ziel dieser Arbeit ist es, dieses Projekt anhand des Prinzips der Exemplarität zu erläutern. Dabei soll die Komplexität des Themas auf einen angemessen, kindgerechten Rahmen begutachtet werden und die Übertragbarkeit von dem Gelernten auf weitere Zusammenhänge thematisiert sowie weitergehend untersucht werden. Nach der Überprüfung der Exemplarität hinsichtlich des Projekts sollen diese Erkenntnisse auf weiterführende Schlussfolgerungen für den Sachunterricht diskutiert werden. Auch mögliche Umsetzungsvarianten und entstehende Probleme werden hierbei näher beleuchtet. Im weiteren Verlauf dieser Arbeit werden folgende Fragestellungen diskutiert: Eignet sich das Thema „Vom Mais zum Popcorn“ als exemplarischer Sachverhalt für den Sachunterricht? Inwieweit können Grundlagen und Grundannahmen auf weitere Sachverhalte projiziert werden?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Begründung

1.2 Ziel der Arbeit

1.3 Fragestellung

2. „Exemplarität“ im Kontext der Forschungsstation

2.1 Begriffe/ Definition „Exemplarität“

2.2 Theoriegrundlagen zu den Analyseschwerpunkten

2.3 Reflexionen

3. Schlussfolgerung

4. Zusammenfassung

5. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial des Projekts „Vom Mais zum Popcorn“ im Hinblick auf das didaktische Prinzip der Exemplarität und analysiert, wie dieses Thema als exemplarischer Sachverhalt für den Sachunterricht genutzt werden kann, um grundlegende Einsichten und Übertragbarkeiten auf andere Lernfelder zu fördern.

  • Didaktische Analyse des Prinzips der Exemplarität nach Wagenschein und Klafki.
  • Überprüfung des Projekts „Vom Mais zum Popcorn“ auf exemplarische Eignung.
  • Untersuchung der Transfermöglichkeiten von spezifischen Pflanzenmerkmalen auf allgemeine biologische Prinzipien.
  • Reflexion über handlungsorientierte Methoden im Sachunterricht, wie die „Fishbowl“-Methode.
  • Verknüpfung von Lehrplanvorgaben mit schülerzentrierten Forschungsstationen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Begriffe/ Definition „Exemplarität“

Zunächst ist der Begriff „exemplarisch“ von dem Verbum „eximere“ abgeleitet, was so viel wie „herausnehmen“ heißt. Somit bedeutet das Neutrum „Exemplum“ also das „Herausgenommene“.

Grundsätzlich bedeutet Exemplarisches Lernen in gewisser Weise beispielhaftes Lernen. Das heißt „Exemplarisch nennt man einen Unterricht, der darauf angelegt ist, seine Inhalte statt in stofflicher Vollständigkeit in sinnfälligen Beispielen zu vermitteln. Dabei soll die Fülle und Vielfalt der potentiellen Lerngegenstände auf das ‚Wesentliche‘ verdichtet werden.“ (Rohlfes 1997, S. 280).

Sucht man nun nach genaueren Definitionen trifft man auf drei Vertreter, die das Exemplarische Lernen maßgeblich geprägt haben und dieses somit auch den Einzug in den Sachunterricht gefunden hat. Wagenschein, Köhnlein und Klafki setzten sich mit diesem Prinzip eingehend auseinander und analysierten die darin enthaltenden Chancen und Möglichkeiten.

Exemplarität ist ein entwickeltes Prinzip der Didaktik, welches in den fünfziger Jahren besonders durch Wagenschein einen Einzug in die didaktische Diskussion gezogen hat. Diese neue Art des Lehrens und Lernens, mit dem Vorrang des Verstehens, soll den Unterrichtsblickpunkt weg von der Wissensanhäufung hin zur Konzentration auf das an Beispielen grundlegend erfahrbare Wesentliche lenken. Dabei heißt es definitorisch: „Exemplarisches Lehren und Lernen vollzieht sich an Unterrichtsthemen, die als akzentuierte Beispiele den Kindern Erkundungs- und Gestaltungsmöglichkeiten geben.“ (Köhnlein 2012, S. 130). So ist nach Köhnlein das exemplarische, ein besonderer konkreter Fall, der das Allgemeine übergreift. Dabei sollen den Kindern grundlegende Denk- und Handlungsmuster, sowie grundlegende und elementare Vorstellungen, an denen man sich orientieren kann, an ausgewählten Themen ersichtlich und verständlich gemacht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel begründet das gewählte Thema „Vom Mais zum Popcorn“ im Kontext des Kinderforschungstages und definiert das Ziel sowie die Forschungsfragen der Arbeit hinsichtlich der exemplarischen Eignung des Projekts.

2. „Exemplarität“ im Kontext der Forschungsstation: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Begriffs Exemplarität (insb. nach Wagenschein und Klafki) erläutert und das Projekt anhand von Teilstationen auf seine didaktische Übertragbarkeit und den Erkenntniswert für die Schüler geprüft.

3. Schlussfolgerung: Das Kapitel reflektiert, wie das Projekt als Ausgangspunkt für weiterführende handlungsorientierte Unterrichtseinheiten im Sachunterricht dienen kann, inklusive der kritischen Einbettung in ökologische und ökonomische Zusammenhänge.

4. Zusammenfassung: Abschließend wird das Potenzial des Themas hervorgehoben, grundlegende Lerninhalte durch exemplarische Bezüge spannend, anschaulich und zukunftsorientiert für Kinder aufzubereiten.

5. Literatur: In diesem Abschnitt werden die verwendeten Fachquellen und Internetressourcen aufgeführt.

Schlüsselwörter

Exemplarität, Sachunterricht, Vom Mais zum Popcorn, Didaktik, Handlungsorientierung, Klafki, Wagenschein, Transfer, Lebenswelt, Naturerfahrung, Morphogenese, Projektarbeit, Forschungsstation, Maisanbau, Wissenserwerb.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Projekt „Vom Mais zum Popcorn“ auf seine Eignung als „exemplarischer Sachverhalt“ im Sachunterricht, um zu analysieren, wie Kinder durch konkrete Beispiele grundlegende biologische und ökologische Zusammenhänge verstehen lernen können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die didaktische Theorie des exemplarischen Lehrens, die biologische Entwicklung der Maispflanze, die physikalischen Hintergründe des Popcorn-Phänomens sowie die sozio-ökonomische Bedeutung von Mais als nachwachsender Rohstoff.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie komplexe Stoffgebiete im Sachunterricht durch das Prinzip der Exemplarität entlastet und verständlicher gestaltet werden können, indem vom Einzelfall auf das Allgemeine geschlossen wird.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse zu didaktischen Prinzipien sowie eine pädagogische Reflexion/Fallanalyse basierend auf einem konkreten Kinderforschungsprojekt vom 19.06.2013.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Exemplarität und wendet diese auf die Forschungsstationen des Mais-Projekts an, wobei Aspekte wie Pflanzenbau, Morphogenese und die stoffliche Nutzung von Mais betrachtet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Exemplarität, Sachunterricht, Handlungsorientierung, Transfer, Didaktik und Lebensweltbezug charakterisiert.

Warum wird im Projekt „Vom Mais zum Popcorn“ mit Teilchenmodellen gearbeitet?

Teilchenmodelle werden genutzt, um den für Kinder abstrakten Vorgang der Entstehung von Popcorn – also die molekulare Veränderung von Wasser unter Hitze und Druck – anschaulich und begreifbar zu machen.

Wie bewertet der Autor die Kritik an der „Vermaisung der Landschaft“?

Der Autor sieht in der Problematik der Mais-Monokulturen eine Chance, da sie es ermöglicht, Umweltprobleme exemplarisch zu thematisieren und somit ein kritisches Umweltbewusstsein bei den Schülern zu fördern.

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Details

Title
Exemplarität im Kontext des Kinderforschungstages. Reflexionen und Schlussfolgerungen für den Sachunterricht
Grade
1,7
Author
Isabell Stock (Author)
Publication Year
2013
Pages
13
Catalog Number
V310047
ISBN (eBook)
9783668088337
ISBN (Book)
9783668088344
Language
German
Tags
exemplarität kontext kinderforschungstages reflexionen schlussfolgerungen sachunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Isabell Stock (Author), 2013, Exemplarität im Kontext des Kinderforschungstages. Reflexionen und Schlussfolgerungen für den Sachunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310047
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