Die vorliegende Arbeit soll zum Ziel haben, die positiven Effekte des Working Capital Managements theoretisch zu begründen. Darüber hinaus sollen Determinanten und Performanceeffekte der Kennzahl erläutert und kritisch analysiert werden. Die vorliegende Arbeit stützt sich dabei auf Befunde empirischer Studien, um die Wirksamkeit des Working Capital Managements in der Unternehmenspraxis kritisch analysieren zu können.
Die vorliegende Arbeit ist in vier Teile gegliedert. Im nachfolgenden zweiten Teil werden die theoretischen Grundlagen erläutert, die Begriffe des Working Capitals, des Working Capital Managements sowie ihrer Bestandteile werden definiert.
Im Anschluss daran werden im dritten Teil die Erkenntnisse empirischer Analysen zum Working Capital Management vorgestellt. Zum Einen findet hierzu eine kritische Analyse der Einflussfaktoren auf die Kennzahl des Working Capitals statt, zum Anderen werden die Auswirkungen des Working Capital Managements auf die Unternehmensperformance vorgestellt. Die jeweiligen Ausführungen stützen sich auf Erkenntnisse empirischer Untersuchungen. Dabei wird der Versuch unternommen, aus der Unternehmenspraxis abgeleitete Probleme im Zusammenhang mit dem Working Capital Management zu identifizieren und Fehler in der Handhabung zu erkennen. Die vorliegende Arbeit endet im vierten Teil mit einem Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen des Working Capital Managements
2.1 Definition des Working Capital und seiner Komponenten
3. Empirische Analyse der Auswirkungen des Working Capital Managements
3.1 Einflussfaktoren auf das Working Capital
3.1.1 Auswertungen empirischer Studien
3.1.2 Kritische Würdigung
3.2 Auswirkungen des Working Capital Managements auf die Performance
3.2.1 Auswertungen empirischer Studien
3.2.2 Kritsche Würdigung
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die positiven Effekte des Working Capital Managements theoretisch zu begründen und dessen Wirksamkeit anhand empirischer Studien kritisch zu analysieren, um so Handlungsempfehlungen für die Unternehmenspraxis abzuleiten.
- Theoretische Grundlagen und Definitionen des Working Capital
- Identifikation von Determinanten und Einflussfaktoren auf das Working Capital
- Analyse der Performanceeffekte durch ein optimiertes Working Capital Management
- Kritische Würdigung empirischer Studien zur Unternehmenspraxis
- Notwendigkeit integrierter, funktionsübergreifender Ansätze in der Unternehmensführung
Auszug aus dem Buch
2.1 Definition des Working Capital und seiner Komponenten
In der Finanzwirtschaft wird der Begriff Working Capital häufig als Fach- und Sammelbegriff für kurzfristige Bilanzpositionen verstanden, welche dem Umlaufvermögen auf der Aktivseite sowie den kurzfristigen Verbindlichkeiten auf der Passivseite einer Bilanz zuzuordnen sind. Als Bilanzkennzahl stellt das Working Capital einen Indikator für die Liquidität eines Unternehmens dar, wobei nach Baetge et al. hiermit die kurzfristige, künftige Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens beurteilt werden kann. Im Wesentlichen resultiert die Kennzahl aus den drei operativen Hauptfunktionen innerhalb des Geschäftszyklus: zum Einen der Beschaffung, zum Anderen der Produktion sowie dem Absatz von Waren. Das Working Capital wird als Differenz zwischen Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten des Unternehmens innerhalb einer Periode gebildet.
Das Umlaufvermögen wird hierbei definiert als „jene Güter, die im Betriebsprozess zum Umsatz bestimmt sind und sich beim normalen Ablauf der Geschäftstätigkeit kurzfristig in flüssige Mittel verwandeln lassen.“ Es kann untergliedert werden in Vorräte, Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, Wertpapiere sowie liquide Mittel und umfasst somit alle Vermögensgegenstände, die auf der Aktivseite einer Bilanz ausgewiesen werden und nicht dauerhaft einem Geschäftsbetrieb dienen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die zunehmende Bedeutung des Working Capital Managements vor dem Hintergrund steigender globaler Wettbewerbsintensität und erläutert die methodische Vorgehensweise zur theoretischen und empirischen Analyse.
2. Theoretische Grundlagen des Working Capital Managements: Es werden die zentralen Begriffe des Working Capitals und des Managements definiert sowie die wesentlichen Bilanzkomponenten erläutert, die als Grundlage für die nachfolgende Analyse dienen.
3. Empirische Analyse der Auswirkungen des Working Capital Managements: Dieses Kapitel identifiziert Einflussfaktoren auf das Working Capital, untersucht deren Auswirkungen auf die Unternehmensperformance und würdigt die Ergebnisse existierender empirischer Studien kritisch.
4. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass das Working Capital eine wichtige statische Kennzahl zur Identifizierung von Optimierungspotenzialen darstellt, die ihre volle Wirkung jedoch erst durch einen integrierten, funktionsübergreifenden Managementansatz entfaltet.
Schlüsselwörter
Working Capital, Working Capital Management, Umlaufvermögen, kurzfristige Verbindlichkeiten, Liquidität, Cash Conversion Cycle, Unternehmensperformance, Forderungsmanagement, Vorratsmanagement, Verbindlichkeitenmanagement, Kapitaleffizienz, Innenfinanzierung, Bilanzkennzahl, empirische Analyse, Rentabilität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Working Capital Management als strategisches Instrument zur Steigerung der Kapitaleffizienz und zur Sicherung der Liquidität in Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition und Analyse der Komponenten des Working Capitals (Vorräte, Forderungen, Verbindlichkeiten) sowie deren Einfluss auf die Unternehmensperformance.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die theoretischen Vorteile des Working Capital Managements darzulegen und die praktische Wirksamkeit dieser Maßnahmen anhand einer fundierten Literatur- und Studienanalyse kritisch zu hinterfragen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer umfangreichen Literaturrecherche und einer systematischen Analyse sowie kritischen Würdigung bestehender empirischer Studien zum Thema.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen, die Analyse spezifischer Einflussfaktoren (wie Forderungs- und Vorratsmanagement) und die Auswirkungen dieser Kennzahlen auf den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Working Capital, Liquidität, Cash Conversion Cycle und Kapitaleffizienz charakterisiert.
Warum ist das Working Capital eine "statische" Kennzahl?
Da die Kennzahl auf Basis von Bilanzstichtagswerten berechnet wird, handelt es sich um eine Punktbetrachtung, die keine unmittelbare Aussage über zukünftige Geldflüsse erlaubt.
Was ist das "Year-end Management" im Kontext dieser Arbeit?
Es beschreibt das bewusste Aufschieben von Zahlungen an Lieferanten über den Abschlusstermin hinaus, um in Berichten eine verbesserte Working-Capital-Position auszuweisen.
Warum wird ein funktionsübergreifender Ansatz gefordert?
Da die Teilbereiche des Working Capital Managements – Forderungen, Vorräte und Verbindlichkeiten – eng verzahnt sind, führt nur ein ganzheitlicher Ansatz zu optimalen Ergebnissen ohne negative Wechselwirkungen.
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- Michael Mayer (Author), 2015, Empirische Befunde zu Determinanten und Performanceeffekten des Working Capital Managements, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310051