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Lean Logistics. Chancen und Risiken von Lean Strategien sowie deren Implementierung in die Logistik

Titre: Lean Logistics. Chancen und Risiken von Lean Strategien sowie deren Implementierung in die Logistik

Thèse de Bachelor , 2014 , 65 Pages , Note: 1,5

Autor:in: Anonym (Auteur)

Gestion d'entreprise - Achats, Production, Logistique
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Résumé Extrait Résumé des informations

In Zeiten globaler Vernetzung, der Individualisierung von Produkten und mit dem Fortschreiten der Globalisierung haben sich die Rahmenbedingungen des Wettbewerbs für Unternehmen verändert. Es ist daher keine Seltenheit, dass Unternehmen und Privatpersonen Konsumgüter oder Produktionsmaterialien weltweit zu den günstigsten Preisen beziehen. Für Unternehmen ist die gegenwärtige Situation daher geprägt von einem globalen und zeitbasierten Wettbewerb sowie einer zunehmenden Variantenvielfalt der Produkte. Diese Faktoren, neben weiteren in Kapitel 3.3 angeführten Treibern, erhöhen die Notwendigkeit zu einer schlanken und flexiblen Prozessgestaltung der Unternehmen.

Um diese schlanke Prozessgestaltung zu erreichen, wird im Produktionsbereich als Lösung die sogenannte Lean Production (schlanke Produktion) angeführt. Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Toyota Production System (TPS) der 50er Jahre und wurde erstmalig im Jahre 1990 in der Studie von Womack, Jones und Ross in „Die zweite Revolution in der Autoindustrie“ genannt. In der Studie wurden weltweit 90 Automobilwerke hinsichtlich Produktivität und Effizienz untersucht und es stellte sich heraus, „[…] dass die Produktivität japanischer Werke mehr als doppelt so hoch war wie in Westeuropa.“

Seitdem wurden weltweit zahlreiche wissenschaftliche Fachbücher und Fachartikel über Lean Production mit den in Japan angewandten Prinzipien und Instrumenten publiziert. Auch viele Unternehmen außerhalb Japans erkannten das Potenzial der schlanken Produktion und versuchten die Lean-Instrumente in ihre Unternehmen zu implementieren. Allerdings beschränkte sich diese „1. Lean Welle“ hauptsächlich auf den Produktionsbereich. Wesentliche Zielsetzungen hierbei waren u. a. die Reduzierung der Bestände, eine Steigerung der Produktivität und eine Verkleinerung der Losgrößen. Unternehmen versuchten mit diesen Zielsetzungen ihre Durchlaufzeiten und Herstellungskosten zu reduzieren, um sich so im zeitbasierten Wettbewerb besser positionieren zu können. Der singuläre Ansatz, mit dem Fokus auf den Produktionsbereich, hat den Unternehmen jedoch oftmals nicht den erhofften Erfolg gebracht. Vielmehr wurden Insellösungen geschaffen, die zu keiner langfristigen und gesamtheitlichen Effizienzverbesserung führten. Um zu verhindern, dass die Kosteneinsparungen einer schlanken Produktion nicht durch Kostensteigerungen im Logistiksektor nivelliert oder sogar übertroffen werden, sollte auch die Logistik umgestaltet werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Gang der Untersuchung

2 Lean Management

2.1 Herkunft und Entwicklung

2.2 Arten der Verschwendung

2.3 Grundsätzliche Prinzipien im Lean Management

2.3.1 Identifizierung des Kundenwertes

2.3.2 Identifizierung des Wertstroms

2.3.3 Umsetzung des Flussprinzips

2.3.4 Einführung des Pull-Prinzips

2.3.5 Streben nach Perfektion

2.4 Ausgewählte Lean-Instrumente

2.4.1 Kaizen

2.4.2 5 S

3 Lean Logistics

3.1 Begriffsabgrenzung zu Lean Management

3.2 Mögliche Ziele einer schlanken Logistik

3.3 Treiber für die Anwendung einer schlanken Logistik

3.4 Logistikorientierte Wertstromanalyse

3.5 Logistikorientiertes Wertstromdesign

3.6 Implementierungsphasen hin zu einer schlanken Logistik

3.6.1 Emotionalisierung

3.6.2 Ist-Analyse und Planung

3.6.3 Umsetzung

3.6.4 Betrieb

3.7 Praxisbeispiel

4 Kritische Analyse

4.1 Chancen und Risiken von Lean Logistics

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Lean-Management-Methoden erfolgreich auf logistische Prozesse übertragen werden können, um Verschwendung zu reduzieren und die Effizienz in der Supply Chain zu steigern. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, welche Ansatzpunkte für eine schlanke Logistik existieren und wie ein systematischer Implementierungsprozess unter Einbeziehung von Mitarbeitern und Führungskräften gestaltet werden kann.

  • Grundlagen des Lean Managements und deren Übertragbarkeit auf logistische Strukturen.
  • Methodische Weiterentwicklung der klassischen Wertstromanalyse für logistische Anwendungsbereiche.
  • Strukturiertes Phasenmodell zur Implementierung schlanker Logistikprozesse.
  • Analyse kritischer Erfolgsfaktoren, insbesondere in Bezug auf Management-Commitment und Mitarbeiterbeteiligung.
  • Betrachtung von Chancen und Risiken sowie Praxisbeispiele aus der Automobilindustrie.

Auszug aus dem Buch

3.6.1 Emotionalisierung

Zur Realisierung von schlanken Logistikprozessen sollte in Stufe 1 mit der Emotionalisierung des Managements begonnen werden. Hierzu sollte in der ersten Phase „Management Commitment und Kommunikation“ die Begeisterung für das Thema Lean Logistics in der Führungsebene des Unternehmens geweckt werden. Hierzu sollte es mindestens einen Befürworter der Lean-Philosophie in der Geschäftsleitung geben, der die Thematik dem Management näherbringt und für eine Unterstützung bzw. Umsetzung wirbt. Die Unterstützung des Top-Managements ist ein entscheidendes Kriterium, da die Umsetzung einer schlanken Logistik unter Umständen Jahre dauern kann. Durch die Umsetzung von Lean Logistics kann es zu grundlegenden Veränderungen der Logistikprozesse im Unternehmen kommen. Es wäre daher ungenügend, sollte nur ein Teil des Vorstandes von der Lean-Idee überzeugt sein. Die Folge bei ungenügender Zustimmung könnte ein Projekt sein, das nach Monaten wegen mangelnder Unterstützung der Unternehmensleitung oder fehlendem Budget abgebrochen wird. Zu den Aufgaben der Management- und Führungsmitglieder im Unternehmen gehört das täglich konsequente Vorleben der Lean-Philosophie.

Eine Emotionalisierung für die Lean-Thematik kann erreicht werden, indem die Notwendigkeiten der Maßnahmen bei den Vorstandsmitgliedern anhand aktueller Probleme und Schwachstellen aus dem Logistikbereich nachvollziehbar aufgezeigt werden. Eine weitere Möglichkeit, Begeisterung bei den verantwortlichen Personen zu erzeugen, besteht im Einbeziehen eines externen Lean-Experten. Dieser kann Best-Practice-Beispiele von vergleichbaren Projekten aus anderen Unternehmen vorstellen. Das konkrete Aufzeigen von Beispielprojekten und deren Erfolgen kann die Managementebene in der Einführung von Lean Logistics bestärken.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die veränderten globalen Rahmenbedingungen des Wettbewerbs und leitet die Notwendigkeit von Lean-Strategien in der Logistik ab, um die Zielsetzung der Arbeit zu begründen.

2 Lean Management: Es werden die historischen Ursprünge, die zentralen Verschwendungsarten (Muda) sowie die fünf Lean-Prinzipien und wesentliche Instrumente wie Kaizen und 5 S vorgestellt.

3 Lean Logistics: Der Hauptteil beschreibt die Adaption des Lean-Ansatzes auf die Logistik, inklusive Methoden wie der logistikorientierten Wertstromanalyse und einem vierstufigen Implementierungs-Phasenmodell.

4 Kritische Analyse: Hier erfolgt eine kritische Betrachtung der Chancen und Risiken einer Implementierung, wobei der Fokus insbesondere auf dem Faktor Mensch und dem Management-Commitment liegt.

5 Fazit und Ausblick: Diese Zusammenfassung resümiert die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit und betont die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Lean-Philosophie für langfristigen Unternehmenserfolg.

Schlüsselwörter

Lean Logistics, Lean Management, Wertstromanalyse, Logistik, Prozessorganisation, Verschwendung, Muda, Supply Chain, Implementierung, Kaizen, 5 S, Prozessdesign, Management Commitment, Unternehmenserfolg, Logistikprozesse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelor-Thesis grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Übertragung von Lean-Management-Methoden auf logistische Prozesse, um diese effizienter zu gestalten und Verschwendung nachhaltig zu eliminieren.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen des Lean Managements, die logistikorientierte Wertstromanalyse, ein systematisches Phasenmodell zur Implementierung und eine kritische Analyse der Erfolgsfaktoren.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie schlanke Logistikstrategien konkret gestaltet und erfolgreich in bestehende Unternehmensprozesse implementiert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturgestützte Analyse durchgeführt, ergänzt durch die Vorstellung von Modellen wie dem LEAN:log-Phasenmodell und praxisnahen Analysetechniken.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Definition der Lean Logistics, der logistikorientierten Wertstromanalyse und dem detaillierten Phasenmodell, das von der Emotionalisierung bis hin zum kontinuierlichen Betrieb reicht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Lean Logistics, Wertstromanalyse, Prozessorganisation, Verschwendung (Muda) und das LEAN:log-Phasenmodell.

Warum ist das Management-Commitment für die Lean-Logistik so entscheidend?

Da Lean-Logistik eine tiefgreifende Veränderung der Unternehmenskultur erfordert, die Jahre dauern kann, ist die Unterstützung durch die Unternehmensleitung unerlässlich, um Budget und Rückhalt im gesamten Prozess zu sichern.

Welche Rolle spielt der Mensch bei der Umsetzung der Lean-Logistik?

Der Mensch ist ein kritischer Erfolgsfaktor; durch Emotionalisierung und kontinuierliche Schulung der Mitarbeiter wird Widerstand minimiert und die Akzeptanz für neue Prozesse gestärkt.

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Résumé des informations

Titre
Lean Logistics. Chancen und Risiken von Lean Strategien sowie deren Implementierung in die Logistik
Université
University of Applied Sciences Ludwigshafen
Note
1,5
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
65
N° de catalogue
V310084
ISBN (ebook)
9783668085091
ISBN (Livre)
9783668085107
Langue
allemand
mots-clé
Lean Logistics Lean Management Wertstrom Kaizen 5S Pull-Prinzip; Logistikorientierte Wertstromanalyse Implementierungsphasen hin zu einer schlanken Logistik
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2014, Lean Logistics. Chancen und Risiken von Lean Strategien sowie deren Implementierung in die Logistik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310084
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Extrait de  65  pages
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