Der Autor hat angestrebt die Hausarbeit so aufzubauen, dass sie als Beispiel dafür dienen kann, wie StudentInnen Hausarbeiten konzipieren und strukturieren können. Die Hausarbeit versucht jedoch auch grundlegend über behandelten Themen der Sozialen Arbeit leserInnenfreundlich zu informieren.
Diese Hausarbeit gibt unter anderem einen gekürzten Überblick über die akzeptanzorientierte Drogenhilfe, das Konzept der Lebensweltorientierung und eine Onlineberatung in Bezug auf Cannabiskonsum von Jugendlichen.
Die Arbeit beschäftigt sich hauptsächlich mit der Frage:
Welche Bedeutung hat die Lebensweltorientierung von Hans Thiersch in der akzeptierenden Drogenarbeit?
Es werden jedoch unter anderem verschiedene Definitionen erstellt, rund ums Thema Cannabis, ebenfalls werden einschlägige Statistiken zum Cannabiskonsum hinzugezogen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung und Statistik von Cannabiskonsum
2. Definitionen
1.1. Drogen
1.2. Cannabis
1.3. Drogenabhängigkeit
1.4. Drogenkonsum
3. Hans Thiersch und das Konzept der Lebensweltorientierung
4. Akzeptierende Drogenarbeit/Akzeptanzorientierte Drogenhilfe
5. Das Konzept der Lebensweltorientierung in der akzeptanzorientierten Onlineberatung Quit the Shit
6. Aufgriff der zentralen Fragestellung
7. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Relevanz und Anwendung des Konzepts der Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch im Bereich der akzeptanzorientierten Drogenarbeit. Ziel ist es, durch die Analyse der Onlineberatung "Quit the Shit" aufzuzeigen, wie Prinzipien wie Niedrigschwelligkeit, Partizipation und Alltagsorientierung in einem digitalen Setting zur Unterstützung von Cannabiskonsumenten beitragen.
- Grundlagen der Lebensweltorientierung nach Hans Thiersch
- Prinzipien und Ziele der akzeptierenden Drogenarbeit
- Strukturen der Onlineberatung Quit the Shit
- Analyse der Schnittmengen zwischen Lebensweltorientierung und digitaler Drogenhilfe
- Bedeutung von Harm-Reduction und niedrigschwelligen Angeboten
Auszug aus dem Buch
5. Das Konzept der Lebensweltorientierung in der akzeptanzorientierten Onlineberatung
Zu Onlineberatungen allgemein äußert sich Hans-Joachim Gehrmann. Die im Internet angebotenen öffentlichen Foren, in denen vermehrt Beratung gesucht wird, sind von einer professionellen Beratung im Sinne sozialer Dienste und Leistungen – so Gehrmann – weit entfernt (vgl. Gehrmann 2010, S.105). Gehrmann spricht von der Chance durch Onlineberatung im Internet den AdressatInnen professionelle Orientierungshilfe anzubieten, sodass diese nicht auf unseriöse Quellen angewiesen sind (vgl. Gehrmann 2010, S.106). Onlineberatung kann definiert werden als computergestützte, medial vermittelte und interaktiv stattfindende Beratung, zu dieser speziellen Art der Beratung gehören spezielle Kommunikationsformen wie E-Mail-Beratung, Chatberatung oder Beratung in Foren (vgl. Gehrmann 2010, S.106).
Charakteristisch für professionelle Onlineberatung ist der zeitliche Aspekt, denn Anfragen können Dank des Internets schnell bearbeitet werden, sowie die Verschwiegenheit und Diskretion und eine abhörsichere Kommunikation (vgl. Gehrmann, Hans-Joachim 2010, S.111f.). Unter Abhörsicher kann in diesem Zusammenhang eine SSL verschlüsselte Kommunikation verstanden werden, Secure Sockets Layer (SSL) ist ein verbreitetes Verschlüsselungsprotokoll im Internet, absolute Abhörsicherheit kann natürlich – wie auch bei anderen Onlinediensten – nicht garantiert werden.
Quit the Shit, - dies ist der Name einer Onlineberatung, die sich selbst als […] Informations und Beratungsservice […] für CannabiskonsumentInnen, welche die Absicht haben weniger Cannabisprodukte zu konsumieren, oder ganz auf den Konsum zu verzichten, definiert (vgl. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung 2015). Die Homepage von Quit the Shit (QtS) verspricht für KonsumentInnen nützliche Informationen, die sie unterstützen sollen den eigenen Konsum selbstbestimmter zu gestalten. Eine individuelle, anonyme und kostenlose Teilnahme an dem Beratungsprogramm von QtS wird BesucherInnen der Domain in Aussicht gestellt (vgl. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung 2015). QtS gehört zur Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die Onlineberatung ist über die Internetseiten https://www.drugcom.de und über https://www.quit-the-shit.net schnell erreichbar. Die zentrale Fragestellung dieser Hausarbeit, nämlich die Frage welche Bedeutung die Lwo von Hans Thiersch in der akzeptanzorientierten Drogenarbeit hat, wird nun am Beispiel von QtS verfolgt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung und Statistik von Cannabiskonsum: Diese Einleitung führt in die Problematik der Cannabisabhängigkeit ein und untermauert die Relevanz des Themas durch aktuelle statistische Daten der BZgA.
2. Definitionen: Hier werden zentrale Begriffe der Arbeit wie Droge, Cannabis, Drogenabhängigkeit und Drogenkonsum präzise definiert, um eine gemeinsame Grundlage für die weiteren Ausführungen zu schaffen.
3. Hans Thiersch und das Konzept der Lebensweltorientierung: Das Kapitel erläutert das theoretische Fundament der Lebensweltorientierung, ihre Entstehung und die zentralen Struktur- und Handlungsmaximen nach Hans Thiersch.
4. Akzeptierende Drogenarbeit/Akzeptanzorientierte Drogenhilfe: Dieser Teil beschreibt die Prinzipien und den Ursprung der Akzeptanzorientierung, insbesondere die Abkehr vom Abstinenzideal zugunsten von Schadensminimierung und lebensweltnaher Begleitung.
5. Das Konzept der Lebensweltorientierung in der akzeptanzorientierten Onlineberatung Quit the Shit: Im Hauptteil wird das Modellprojekt "Quit the Shit" analysiert und mit den Maximen von Thierschs Lebensweltorientierung in Bezug gesetzt.
6. Aufgriff der zentralen Fragestellung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass das Konzept der Lebensweltorientierung eine zentrale und maßgebliche Rolle für die akzeptanzorientierte Onlineberatung spielt.
7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen.
Schlüsselwörter
Lebensweltorientierung, Hans Thiersch, akzeptierende Drogenarbeit, Quit the Shit, Cannabiskonsum, Onlineberatung, Schadensminimierung, Harm-Reduction, Soziale Arbeit, Prävention, Partizipation, Niedrigschwelligkeit, Empowerment, Suchtbegleitung, Selbsthilfe.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie das sozialpädagogische Konzept der Lebensweltorientierung von Hans Thiersch in der Praxis der akzeptanzorientierten Drogenhilfe, insbesondere in der Onlineberatung "Quit the Shit", Anwendung findet.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind das Konzept der Lebensweltorientierung, die Prinzipien der akzeptierenden Drogenarbeit, Schadensminimierung (Harm-Reduction) sowie die Möglichkeiten und Herausforderungen professioneller Onlineberatung im Suchtbereich.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das primäre Ziel ist es, die Bedeutung und Umsetzung von Thierschs Maximen – wie Partizipation, Alltagsnähe und Integration – innerhalb eines spezifischen digitalen Drogenhilfeprojekts kritisch zu beleuchten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit Fachliteratur, die durch eine fallorientierte Analyse des Online-Beratungsangebots "Quit the Shit" ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil setzt die verschiedenen Maximen der Lebensweltorientierung (z.B. Normalisierung, Prävention, Reflexion) direkt mit den Merkmalen und Arbeitsweisen von "Quit the Shit" in Beziehung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Lebensweltorientierung, akzeptierende Drogenarbeit, Niedrigschwelligkeit, Empowerment und Schadensminimierung charakterisiert.
Inwiefern ist das Angebot "Quit the Shit" als niedrigschwellig zu betrachten?
Es ist niedrigschwellig, da es für die Nutzer keine physische Anreise erfordert, anonym und kostenfrei ist und keinen sofortigen Verzicht auf Cannabis erzwingt, sondern den Konsumenten in seinem Lebensalltag abholt.
Warum spielt die Anonymität in diesem Beratungskonzept eine so wichtige Rolle?
Anonymität senkt die Hemmschwelle für Konsumenten illegaler Substanzen massiv, da Ängste vor Stigmatisierung oder strafrechtlichen Konsequenzen minimiert werden, was den Zugang zu professioneller Hilfe erst ermöglicht.
Wie unterscheidet sich der Ansatz der Arbeit von traditionellen Abstinenzmodellen?
Im Gegensatz zu traditionellen Modellen, die Abstinenz als einziges Ziel definieren, verfolgt dieser Ansatz das Prinzip der Akzeptanz und der Lebensweltorientierung, indem er Teilerfolge auf dem Weg zur Lebensbewältigung wertschätzt.
- Citation du texte
- Jonas Brookmann (Auteur), 2015, Das Konzept der Lebensweltorientierung in der akzeptanzorientierten Drogenarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310101