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„Taste the Waste“. Persuasive Potenziale des Protestfilms

Título: „Taste the Waste“. Persuasive Potenziale des Protestfilms

Trabajo Escrito , 2013 , 12 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Corinna Gronau (Autor)

Medios / Comunicación - Películas y television
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Der mehrfach ausgezeichnete Dokumentarfilm „Taste the Waste“ von Valentin Thurn ist mit über 120.000 Zuschauern in Deutschland der meistgesehene Dokumentarfilm 2011. Er handelt von der globalen Lebensmittelverschwendung der im Überfluss lebenden Industriegesellschaften.

Den Umwelt-Medienpreis 2011 der Deutschen Umwelthilfe erhielt „Taste the Waste“ mit der Begründung, dass der Film seit seinem Kinostart eine intensive bundesweite Debatte über den Umgang mit unserer Nahrung ausgelöst habe; mehr könne eine Dokumentation kaum erreichen.

Die große mediale Aufmerksamkeit und die hohen Besucherzahlen drängen auch hier die Frage auf: Wie überzeugt der Film die Zuschauer? Welche Mittel werden zur Persuasion eingesetzt? Wie entsteht mit Nichols gesprochen die einzigartige „Stimme“ von „Taste the Waste“? Dafür sollen die Bilder bzw. Einstellungen, die Montage und der Einsatz von Musik im Film näher betrachtet werden; auch im Vergleich zur Fernsehreportage „Frisch auf den Müll. Die globale Lebensmittelverschwendung“, die dasselbe Thema behandelt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung: Dokumentarfilm

2. TASTE THE WASTE

2.1 Filmfakten und Hintergründe

2.2 Filmanalyse: Persuasive Potentiale

3. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die persuasiven Strategien und Überzeugungsmittel des Dokumentarfilms "Taste the Waste". Dabei wird analysiert, wie der Regisseur Valentin Thurn durch den bewussten Einsatz von Bildsprache, Montage und Musik das Publikum emotional anspricht und zur Auseinandersetzung mit globaler Lebensmittelverschwendung motiviert, wobei ein Vergleich zu einer Fernsehreportage über dasselbe Thema die filmische Wirkung verdeutlicht.

  • Analyse persuasiver Potenziale in Dokumentarfilmen.
  • Untersuchung der filmischen Stimme ("voice of documentary") nach Bill Nichols.
  • Kontrastierung von filmischen Gestaltungsmitteln und Voice-over-Kommentaren.
  • Die Rolle von Emotionalisierung bei der Vermittlung ökologischer Sachverhalte.
  • Reflektion über das Spannungsfeld zwischen filmischer Manipulation und Aufklärung.

Auszug aus dem Buch

2.2 Filmanalyse: Persuasive Potentiale

Film ist ein audio-visuelles Medium. Der Bildsprache des Films kommt also besondere Bedeutung zu. TASTE THE WASTE ist ein für die Kinoleinwand produzierter Film, dementsprechend ist eine Dominanz der Bilder zu konstatieren. Doch was für Bilder werden gezeigt? Vergleicht man die 26 Sequenzen des Films, dann fällt auf, dass in jeder Sequenz Lebensmittel gezeigt werden, entweder in Form von Müll bzw. als Müllberg oder frisch, z.B. auf dem Farmers Market in den USA oder auf der Bananenplantage. Die Brotentsorgungs-Szene soll stellvertretend für die vielen Lebensmittel-Sequenzen, -szenen und -einstellungen genauer betrachtet werden.

Die über eine Minute dauernde Szene (00:32:33 – 00:33:51), die Teil der Brotsequenz (00:29:30 – 00:35:00) mit dem Bäcker Roland Schüren ist, zeigt wie die am Ende des Tages nicht verkauften Brötchen und Brote entsorgt werden. In zwei Naheinstellungen wird das Brot von einem Bäckereimitarbeiter in einen Container gekippt. Interessant dabei ist, dass man nicht den Kopf des Mitarbeiters sieht, sondern nur einen Ausschnitt seines Körpers. Der Fokus der Kamera liegt ausschließlich auf dem Brot. In der sich anschließenden Detailaufnahme sieht man den Haken eines hydraulischen Arms, der den Container aufnimmt. Im Vordergrund der folgenden Nahaufnahme ist ein zurückgelassenes Brötchen zu sehen, das einsam auf dem Boden liegt, während im Hintergrund die Räder des vorbeifahrenden LKW’s erscheinen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dokumentarfilm: Dieses Kapitel führt in die Entwicklung des Dokumentarfilms als populäres Genre ein und erörtert die theoretische Herausforderung, Sachverhalte objektiv darzustellen, während der Fokus auf der persuasiven Kraft des Mediums liegt.

2. TASTE THE WASTE: Das Hauptkapitel widmet sich dem Film von Valentin Thurn, analysiert dessen Entstehungshintergründe und untersucht detailliert die filmischen Gestaltungsmittel wie Kameraführung, Montage und Musik sowie den Einsatz von Interviews.

3. Fazit: Das Fazit fasst die persuasiven Strategien zusammen und bewertet die Wirkung des Films "Taste the Waste" im Vergleich zu konventionellen Fernsehreportagen sowie dessen Einfluss auf die gesellschaftliche Debatte.

Schlüsselwörter

Dokumentarfilm, Taste the Waste, Persuasion, Lebensmittelverschwendung, Filmästhetik, Montage, Bill Nichols, Voice-over, Medienwirkungsforschung, Emotionalisierung, Dokumentation, Valentin Thurn, Filmanalyse, Konsumverhalten, Authentizität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, mit welchen filmischen Mitteln der Dokumentarfilm "Taste the Waste" das Publikum überzeugen möchte und wie der Regisseur Valentin Thurn durch spezifische ästhetische Entscheidungen eine persuasive Wirkung erzielt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Methoden der Filmanalyse, der Vergleich zwischen verschiedenen dokumentarischen Formaten und die Untersuchung der ethischen und ökologischen Thematik der globalen Lebensmittelverschwendung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzudecken, wie der Film das Zuschauerpublikum emotionalisiert und zur Auseinandersetzung mit dem Thema anregt, ohne dabei auf einen erklärenden Off-Kommentar zurückzugreifen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es werden filmwissenschaftliche Analysemethoden angewandt, insbesondere die Kategorisierung nach den "Modes of Documentary" von Bill Nichols sowie eine strukturierte Sequenzanalyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Bildsprache, den Ton, die Musik und die Montage am Beispiel zentraler Sequenzen (wie der Brotentsorgung) und kontrastiert diese Vorgehensweise mit einer konventionellen Fernsehreportage.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über die Begriffe Dokumentarfilm, Persuasion, Lebensmittelverschwendung und Filmästhetik definieren.

Warum spielt die Musik in "Taste the Waste" eine so wichtige Rolle?

Die Musik fungiert als emotionaler Verstärker, der je nach Stimmung – von traurigen Gitarrenklängen bei Müllaufnahmen bis zu hoffnungsvoller Musik bei positiven Gegenentwürfen – die Wirkung der Bilder steuert.

Inwiefern unterscheidet sich der Film von einer typischen Fernsehreportage?

Der Hauptunterschied liegt im Verzicht auf einen erklärenden Voice-over-Kommentar, wodurch der Film auf einen impliziten "Point-of-View" setzt, während die Fernsehreportage durch das Wort dominiert wird und einen expliziten, sachlicheren Eindruck vermittelt.

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Detalles

Título
„Taste the Waste“. Persuasive Potenziale des Protestfilms
Universidad
Technical University of Berlin  (Sprache und Kommunikation)
Curso
Persuasive Potenziale des Protestfilms
Calificación
1,0
Autor
Corinna Gronau (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
12
No. de catálogo
V310292
ISBN (Ebook)
9783668086357
ISBN (Libro)
9783668086364
Idioma
Alemán
Etiqueta
Dokumentarfilm Protestfilm Taste the Waste Verschwendung Lebensmittel Film Doku Filmanalyse Thurn Umweltfilm Medien Nichols Montage Filmmusik Schnitt Sequenzanalyse
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Corinna Gronau (Autor), 2013, „Taste the Waste“. Persuasive Potenziale des Protestfilms, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310292
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