Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Kommunikationsform des Newsletters und zeigt anhand von Zweien (BILD und die ZEIT) die Möglichkeiten der Gestaltung und der Vermittlung von Informationen. Zu Beginn wird hierfür die Geschichte der E-Mail und des Newsletters kurz zusammengefasst und auf den schriftlichen Kommunikationswandel eingegangen. Im Anschluss werden Merkmale des Newsletters beschrieben, um diesen von der herkömmlichen E-Mail abgrenzen zu können. Anschließend folgt die Vorstellung der Analyseebenen, auf deren Basis später die beiden Newsletter der “Bild Zeitung“ der der “Zeit Online“ analysiert und verglichen werden.
Da es im aktuellen Forschungsdiskurs noch kein ausgearbeitetes Analysemodell gibt, werden hierzu vor allem Modelle von Annette Kielholz, Martin Aschoff und Mariann Skog-Södersved miteinander kombiniert. Zu Beginn werden die beiden Ebenen der Gestaltung eines Newsletters, der Betreffzeile und des Inhaltsbereichs behandelt. Anschließend erfolgt eine genauere Betrachtung des Sprachstils. Im vierten Kapitel beginnt schließlich die Analyse der Newsletter beider Zeitungen anhand von Materialien vom 25. August - 5. September 2015 und auf Basis der vorgestellten Modelle. Im nachfolgenden Fazit werden dann die wichtigsten Analyseergebnisse aufgegriffen und darauf aufbauend die Ausrichtung auf Grundlage der zu erreichenden Zielgruppen bestimmt und auf Schwächen und Stärken beider Newsletter eingegangen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Zum Wesen der E-Mail und des Newsletters
2.1 Zur Geschichte der E-Mail und des Newsletters
2.2 Gemeinsamkeiten und Unterschiede von E-Mail und Newsletter
3. Analyseebenen
3.1 Gestaltungsebenen eines Newsletters
3.1.1 Die Betreffzeile
3.1.2 Der Inhaltsbereich
3.2 Sprachstil
4. Analyse der Newsletter
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Kommunikationsform des Newsletters und analysiert anhand von zwei Fallbeispielen die Möglichkeiten der Gestaltung sowie der Informationsvermittlung. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie sich unterschiedliche Redaktionsstrategien auf die Leserbindung und die Zielgruppenansprache auswirken.
- Geschichte und Merkmale von E-Mail und Newsletter
- Analysemodelle für die Newsletter-Gestaltung (Betreffzeile & Inhaltsbereich)
- Untersuchung des Sprachstils und der Leseransprache
- Vergleichende Analyse der Newsletter von "Bild" und "Zeit"
- Bewertung von Stärken, Schwächen und Zielgruppenorientierung
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Die Betreffzeile
Die erste zu betrachtende Ebene, um einen Newsletter im weiteren Verlauf analysieren zu können, ist die der Gestaltung. Diese setzt sich aus der Betreffzeile und dem Adressfeld, sowie dem Inhaltsbereich zusammen. Die Betreffzeile und das Adressfeld werden zusammen mit dem Datum und der Uhrzeit, sowie einer Größenangabe und möglichen Anhängen in tabellarischer Form im jeweiligen Postfach des Emailproviders angezeigt. In den meisten Fällen ist gerade für den Absender und die Betreffzeile nur eine bestimmte Menge an Zeichen sichtbar, was zur Folge hat, dass bei Überschreitung des maximalen Textes dieser abgeschnitten wird. Der Newsletterbetreiber muss daher darauf achten, klare und kompakte Absender- und Betreffdaten zu wählen. Anette Kielholz verweist hier auf häufig gemachte Fehler, sowohl im Bereich des Adressfeldes als auch in der Betreffzeile. So werden beispielsweise zum einen keine klaren Informationen über den Absender vorgenommen, sondern in vielen Fällen lediglich „Newsletter“ ohne weitere Spezifikationen in das Adressfeld geschrieben bzw. in einigen sogar keinerlei Absender genannt, zum anderen enthält das Adressfeld zum Teil administrative oder technische Informationen, die für den Leser irrelevant und verwirrend sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Newsletter als Kommunikationsform ein und erläutert die methodische Herangehensweise sowie das Ziel der vergleichenden Analyse.
2. Zum Wesen der E-Mail und des Newsletters: Es wird die historische Entwicklung der E-Mail bis hin zum spezialisierten Newsletter skizziert und die spezifischen Abgrenzungsmerkmale der beiden Kommunikationsformen herausgearbeitet.
3. Analyseebenen: Hier werden die theoretischen Kriterien für die Untersuchung definiert, insbesondere hinsichtlich der Gestaltung (Betreffzeile, Inhaltsstruktur) und des Sprachstils.
4. Analyse der Newsletter: Dieses Kapitel bildet den Kern der Arbeit und vergleicht die Praxisbeispiele der Zeitungen "Bild" und "Zeit" auf Basis der zuvor etablierten Kriterien.
5. Fazit: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, die unterschiedlichen Zielgruppenansätze bewertet und Handlungsempfehlungen für die Optimierung von Newslettern ausgesprochen.
Schlüsselwörter
Newsletter, E-Mail-Kommunikation, Online-Medien, Betreffzeile, Inhaltsgestaltung, Sprachstil, Leserbindung, Zielgruppenanalyse, Bild Zeitung, Zeit Online, Digitales Marketing, Informationsvermittlung, Online-Werbung, Medienanalyse, Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Funktion und Gestaltung von Newslettern als Instrument der digitalen Kommunikation.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Themen umfassen die Geschichte der E-Mail, die Struktur von Newslettern, die Gestaltung von Betreffzeilen und Inhaltsbereichen sowie die Analyse des Sprachgebrauchs.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Möglichkeiten der Informationsvermittlung durch Newsletter aufzuzeigen und durch einen Vergleich zweier unterschiedlicher Zeitungs-Newsletter die Auswirkungen der Redaktionsstrategien zu untersuchen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird ein qualitativer Vergleich durchgeführt, wobei verschiedene Modelle zur Analyse von Online-Kommunikation kombiniert werden, um die Praxisbeispiele im Zeitraum vom 25. August bis 05. September 2015 zu untersuchen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der konkreten Analyse der Betreffzeilen, des Layouts und der sprachlichen Mittel in den Newslettern von "Bild" und "Zeit".
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Newsletter, Online-Medien, Zielgruppenansprache, Medienanalyse und digitale Kommunikationsstrategien.
Wie unterscheidet sich die Zielgruppenansprache zwischen Bild und Zeit?
Die "Bild" setzt auf eine persönliche, unterhaltende Sprache und emotionale Nähe, während die "Zeit" eher sachlich, distanziert und politisch-wirtschaftlich orientiert ist.
Welche Rolle spielen die "Bild+"-Artikel für das Design des Newsletters?
Die Kennzeichnung führt laut Analyse dazu, dass der Newsletter den Anschein einer Werbe-E-Mail erweckt und eine deutliche Barriere für den kostenlosen Informationszugang darstellt.
Was bemängelt der Autor an den Adressdaten der Newsletter?
Kritisiert werden technische Redundanzen und mangelnde Klarheit, die dazu führen, dass wichtige Informationen für den Leser im Posteingang abgeschnitten werden.
Welche Empfehlung gibt der Autor zur Verbesserung?
Empfohlen werden kompaktere Betreffzeilen, eine Reduzierung der kostenpflichtigen Artikelanteile sowie eine personalisierte Begrüßung zur Steigerung der Wertschätzung.
- Quote paper
- Bachelor Stephan Heikamp (Author), 2015, Kommunikationsform Newsletter. Unterschiede in Gestaltung und Sprachnutzung bei “Bild“ und “Zeit“ in der Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310332