In dieser Arbeit befasse ich mich mit der Thematik der Abschaffung des Bargeldes und die daraus resultierenden Auswirkungen auch auf die Europäische Zentralbank.
Bevor ich einsteige, möchte ich zum besseren Verständnis kurz die Begriffe „Bargeld“, „Giralgeld“ und die Europäische Zentralbank als Institution erklären.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definition Bargeld
3. Definition Giralgeld
4. Die Europäische Zentralbank (EZB)
5. Einführung
6. Auswirkungen eines Bargeldverbotes
7. Fazit
8. Zusatz
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die ökonomischen und gesellschaftlichen Auswirkungen einer möglichen Abschaffung des Bargelds sowie die damit verbundenen Implikationen für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).
- Die Rolle und Funktion von Bargeld im Vergleich zu Giralgeld.
- Die Motivation hinter einer „Niedrig-Zins-Politik“ und die Theorie negativer Zinsen.
- Positive und negative Konsequenzen eines Bargeldverbots für Handel, Staat und Privathaushalte.
- Die Herausforderungen einer notwendigen digitalen Infrastruktur.
- Die Gefahr einer schleichenden Einführung von Parallelwährungen.
Auszug aus dem Buch
Auswirkungen eines Bargeldverbotes:
Schwarzmärkte, Geldwäsche und „illegale Märkte“ (wie z.B. Drogen- und Waffenhandel) lassen sich weitestgehend austrocknen. Auch der Markt sowie das organisierte Verbrechen in Sachen Falschgeld schwindet. Diebstahl von Bargeld würde vermieden werden. Es würde allerdings ein neuer und bei weitem größerer Markt durch die Fälschung von EC und Kreditkarten entstehen.
Schwarzarbeit, welches weitestgehend von Barzahlung lebt und der Politik ein Dorn im Auge ist, da diese weder von der Lohn- und Mehrwertsteuer noch von der Sozialversicherung erfasst wird, schwindet.
Steuerhinterziehungen sowie Steuerflucht würden eingeschränkt werden, weil Transaktionen besser überwachbar sind.
Bargeld ist für den Handel teuer. Es muss gezählt, bewacht und per Bareinzahlung auf das Geschäftskonto eingezahlt werden. Zumeist erfolgt dies durch Geldtransporte. Diese lassen Kosten entstehen, die letztendlich über den Preis an die Kunden weiter gegeben werden.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Der Autor führt in die Problematik der Bargeldabschaffung ein und erläutert die Relevanz des Themas im Kontext der Geldpolitik.
Definition Bargeld: Definition des Bargelds als gesetzliches Tausch- und Zahlungsmittel in Form von Münzen und Scheinen.
Definition Giralgeld: Erklärung des Giralgelds (Buchgeld) als Forderung gegenüber Banken und wichtiges volkswirtschaftliches Aggregat.
Die Europäische Zentralbank (EZB): Vorstellung der EZB als Währungsbehörde mit dem Kernauftrag der Preisniveaustabilität.
Einführung: Darstellung der Niedrigzinsphase und der ökonomischen Überlegungen, durch Negativzinsen einen Konsumzwang zu erzeugen.
Auswirkungen eines Bargeldverbotes: Detaillierte Analyse der Chancen und Risiken, von der Bekämpfung illegaler Märkte bis hin zu Datenschutzbedenken und infrastrukturellen Hürden.
Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass eine Abschaffung des Bargelds aufgrund vielfältiger ökonomischer und sozialer Risiken kaum realisierbar ist.
Zusatz: Kurzer Hinweis auf bereits existierende Negativzinsen für Firmen- und institutionelle Kunden bei ausgewählten Banken.
Schlüsselwörter
Bargeldverbot, Europäische Zentralbank, EZB, Niedrigzins, Negativzinsen, Giralgeld, Geldpolitik, Inflation, Preisniveaustabilität, Schattenwirtschaft, Überwachung, Datenschutz, Finanzstabilität, Digitalisierung, Bargeld.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die Debatte um die Abschaffung des Bargelds und beleuchtet, welche Konsequenzen dies für die Europäische Zentralbank und die Stabilität unseres Finanzsystems hätte.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die Wirksamkeit der EZB-Geldpolitik, die Vor- und Nachteile von Bargeldlosigkeit im Hinblick auf Kriminalität und Steuern sowie die damit verbundenen infrastrukturellen und gesellschaftlichen Risiken.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die Auswirkungen eines Bargeldverbots kritisch zu hinterfragen, insbesondere vor dem Hintergrund, ob eine solche Maßnahme die Preisniveaustabilität der EZB gefährden könnte.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine deskriptive Analyse sowie eine systematische Gegenüberstellung von Argumenten, gestützt auf ökonomische Theorien und aktuelle Debatten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl die potenziellen Vorteile, wie die Austrocknung von Schattenmärkten, als auch die schwerwiegenden Nachteile, wie Überwachung, technische Abhängigkeiten und Gefahren für die Unabhängigkeit der Zentralbanken, detailliert erörtert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Bargeldverbot, Negativzinsen, Preisniveaustabilität, EZB, Geldpolitik und finanzielle Überwachung.
Welche Rolle spielen Banken bei einem Bargeldverbot?
Laut Autor würden Banken bei einem Bargeldverbot systemrelevant und unangreifbar werden, da Bürger und Wirtschaft in eine vollständige Abhängigkeit von den Kreditinstituten geraten.
Warum hält der Autor ein Bargeldverbot für kaum umsetzbar?
Neben den enormen infrastrukturellen Hürden führt der Autor an, dass ein Verbot zur Destabilisierung des Preisniveaus führen könnte und die Bevölkerung diesem Vorhaben mehrheitlich kritisch gegenübersteht.
- Arbeit zitieren
- Sandra Knauer (Autor:in), 2014, Abschaffung des Bargeldes und die Auswirkungen auf die Europäische Zentralbank, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310369