200 Jahre Frauenlohndiskriminierung. Die Gründe und Ursachen des Gender Pay Gap


Hausarbeit, 2014
15 Seiten, Note: 2,3
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Gender Pay Gap
2.1 Definition Gender Pay Gap
2.2 Realität von Gender Pay Gap
2.3 Ungerechtigkeit von Gender Pay Gap

3 Gründe für Entgeltungleichheit
3.1 Das Selbstbild der Frau
3.2 Frauen in Teilzeit
3.3 Die Diskriminierung der Frauen

4 Anfang und Entwicklung der Lohndiskriminierung
4.1 Anfang der Frauenlohndiskriminierung im Kapitalismus
4.2 Frauenlohndiskriminierung im 20. Jahrhundert

5 Aktuelle Situation von Gender Pay Gap

6 Fazit

Anhang
1. Literaturverzeichnis
2. Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

Gender Pay Gap ist ein in den Medien häufig vorkommendes Thema. Die unten genannten Gründe dieser Diskriminierung sind schließlich schon längst überholt und trotzdem scheint Gender Pay Gap noch in den Medien zu existieren. Deshalb wird in dieser Arbeit die These „Eine Lohndifferenz zwischen Männer und Frauen existiert nicht.“ genauer untersucht. Um eine fundierte Aussage treffen zu können, stellen auf Zahlenwerte bezogene literarische Werke, sowie Studien, eine große Auswahl der Quellen dar.

Die aktuelle Situation konnte hauptsächlich aus den Studien des „Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“, sowie des Bundesamts für Statistiken entnommen werden. Internetrecherche war hier Hauptteil der Arbeit, während die Literatur nur ergänzenden Charakter hatte. Die Differenzen von Männern und Frauen aus soziologischer Sicht wurden aus dem Buch „Geschlechtersoziologie“[1] von Regine Gildemeister und Katja Hericks herausgelesen.

Der historische Teil hingegen basiert ausschließlich aus Buchquellen. Die hauptsächlich verwendeten Literaturen stellen Stefan Bajohr „Die Hälfte der Fabrik“[2], sowie „Entwicklung und Ursachen der Frauenlohndiskriminierung“[3] von Sigrid Pohl dar. Beide Werke beschreiben die geschichtliche Entwicklung der Frauenlohndiskriminierung ausführlich. Dabei bezieht sich Sigrid Pohl meist auf die Werke von Karl Marx. Stefan Bajohr spiegelt hingegen die Situation im 20. Jahrhundert genauer wieder. Beide Werke ergänzen sich als Literaturquellen für diese Arbeit.

Im Folgenden wird mithilfe der Methode der literaturbasierten Analyse herausgearbeitet, was unter dem Begriff Gender Pay Gap verstanden wird, ob dieses Phänomen überhaupt noch der Realität entspricht ist und falls ja, über die Ungerechtigkeit des Gender Pay Gaps. Anschließend werden die Gründe dafür erschlossen, wobei der Rahmen dieser Arbeit nicht ausreichend ist, um Vollständigkeit zu garantieren. Zu den betrachteten Gründen zählt das historisch geprägte Selbstbild der Frau und ihre familienbedingte Abwesenheit von der Arbeit. Außerdem wird untersucht, ob es nur sachlich begründete Argumente für die Entgeltungleichheit gibt oder ob Diskriminierung auch eine Rolle spielt. Des Weiteren wird ein Einblick in die Anfänge und die Entwicklung von Gender Pay Gap gegeben, um anschließend die aktuelle Situation zu erläutern. Zum Schluss fasst das Fazit diese Hausarbeit zusammen.

2 Gender Pay Gap

Auch wenn Gender Pay Gap immer aktueller wird, ist es immer noch ein nicht allzu sehr bekanntes Thema. Deshalb wird zunächst die Bedeutung erklärt und dann die Realität dieser Situation überprüft.

2.1 Definition Gender Pay Gap

Gender Pay Gap, auch Entgeltungleichheit oder Frauenlohndiskriminierung beschreibt die Situation, dass Frauen bei gleicher Arbeit und unter den gleichen Bedingungen weniger verdienen als Männer. Hierbei werden abhängig beschäftigte Männer und Frauen betrachtet.[4]

2.2 Realität von Gender Pay Gap

Da dieses Thema sehr unüberschaubar erscheint und es nur wenige Fakten über diese Situation gibt, wird nun untersucht ob Frauen wirklich weniger bezahlt werden bei gleicher Arbeit. Es gibt hierbei viele Berichte aus den Medien, jedoch kaum welche, die wirkliche Zahlen und Fakten zeigen, sondern nur beschreiben, dass es diese Ungerechtigkeit gibt. Auch die Arbeitgeber schweigen zu ihren eigenen Gunsten, denn das „Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG)“ und political correctness verbieten diese ungerechte Bezahlung. Weiterhin wird auch von Arbeitnehmern selten vom eigenen Lohn gesprochen.[5] Jedoch gibt es Zahlen vom statistischen Bundesamt, die beschreiben, dass Frauen im Jahr 2013 rund 22% weniger verdienten als Männer. Als Verdienst wurde der durchschnittliche Bruttostundenverdienst betrachtet. Genauer betrachtet liegen Westdeutschland und Berlin mit 23% wesentlich höher als Ostdeutschland mit nur 8%. Dieser Verdienstunterschied ist seit 2002 nahezu konstant, obwohl die Bundesregierung diesen Unterschied bis 2010 bis auf 15% senken wollte.[6] Wichtig ist es auch, die unterschiedlichen Branchen zu betrachten. Dies wird jedoch später erläutert. Zusammengefasst kann man also von einer stark ausgeprägten Existenz von Gender Pay Gap sprechen.

2.3 Ungerechtigkeit von Gender Pay Gap

Schon länger setzt sich im Großteil unserer Gesellschaft die Einstellung durch, dass Frauen gleichberechtigt bezahlt werden sollten wie Männer. Anhand von Studien konnte dieser gesellschaftliche Aspekt belichtet werden.

Eine Studie vom „Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ befragten unterschiedliche Milieus unserer Gesellschaft. Bei der Aussage: „Frauen und Männer sollten für gleiche Arbeit selbstverständlich auch gleich bezahlt werden“[7] erreichte diese eine 92% Zustimmung. Dabei bildeten die Konservativen mit 100% die Spitze, während die Hedonisten[8] mit 65% den Durchschnitt am meisten senkten. Bis auf das Hedonistische Milieu blieben allgemein alle bei einer Akzeptanz von über 90%. Das betrifft auch leitende Personen in höheren Rängen. Die ungleichberechtigte Bezahlung wird also nicht von der allgemeinen Gesellschaft unterstützt.

Sie wird sogar häufig als ungerecht, unzeitgemäß, sowie diskriminierend bezeichnet.[9]

Die Politik ist hierbei differenziert zu betrachten. Denn auch wenn durch das AGG Benachteiligung aus Gründen der Rasse, wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion, der Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität verbietet, gibt es noch kein spezifisches Gesetz, welches Gender Pay Gap per Justiz aufhalten kann.[10] 2013 gab es bisher ein Versuch der SPD ein solches Gesetz durchzubringen welches jedoch abgelehnt wurde.[11]

[...]


[1] Vgl. Regine Gildemeister/Katja Hericks (2012), Geschlechtersoziologie. Theoretische Zugänge zu einer vertrackten Kategorie des Sozialen, München: Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH

[2] Vgl. Stefan Bajohr (1979), Die Hälfte der Fabrik. Geschichte der Frauenarbeit in Deutschland 1914 bis 1945, Marburg: Verlag Arbeiterbewegung und Gesellschaftswissenschaften.

[3] Vgl. Sigrid Pohl (1984), Entwicklung und Ursachen der Frauenlohndiskriminierung, Frankfurt am Main: Verlag Peter Lang GmbH

[4] Vgl. Statistisches Bundesamt, [ed.] (2006), „Gender Pay Gap“, verfügbar unter http://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/Indikatoren/QualitaetArbeit/Dimension1/1_5_GenderPayGap.html; [23.07.2013]

[5] Vgl. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, [ed.] (2008), „Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern“, verfügbar unter http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=0CCIQFjAA&url=http%3A%2F%2Fwww.esf.brandenburg.de%2Fmedia_fast%2F667%2Fentgeltungleichheit-sinusstudie_April2008.pdf&ei=vZ7PU8PqH8bcPaDEgbgI&usg=AFQjCNEkqK5V1MrAzBkPW9dVrsz0PdMZvw&sig2=eOQS5pEMbPIKO6MUwLrG-A; [23.07.2013]; Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2008), Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern“, S. 19.

[6] Vgl. Statistisches Bundesamt, [ed.] (2006), „Gender Pay Gap“, verfügbar unter http://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/Indikatoren/QualitaetArbeit/Dimension1/1_5_GenderPayGap.html; [23.07.2013]

[7] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2008), „Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern“, S. 18.

[8] Weitere Informationen verfügbar unter http://www.sigma-online.com/de/SIGMA_Milieus/SIGMA_Milieus_in_Germany/Hedonistisches_Milieu/; [27.07.2014]

[9] Vgl. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2008), „Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern“, S. 18.

[10] Vgl. „o.V.“, Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz, „§ 1 Ziel des Gesetzes“, verfügbar unter http://www.gesetze-im-internet.de/agg/__1.html; [24.07.2013]

[11] Vgl. Rainer Woratschka/Arne Bensiek (2013), „Arbeitgeber lehnen Gesetz zur Lohnangleichung ab“, der Tagesspiegel, 09.11.2013, verfügbar unter http://www.tagesspiegel.de/politik/union -und-spd-wollen-gleichen-lohn-fuer-frauen-und-maenner-arbeitgeber-lehnen-gesetz-zur-lohnangleichung-ab9052542.html; [27.07.2014]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
200 Jahre Frauenlohndiskriminierung. Die Gründe und Ursachen des Gender Pay Gap
Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Note
2,3
Jahr
2014
Seiten
15
Katalognummer
V310382
ISBN (eBook)
9783668090972
ISBN (Buch)
9783668090989
Dateigröße
841 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ungerechtigkeit, Entgeltungleichheit, Selbstbild der Frau, Frauen in Teilzeit, Diskriminierung der Frauen, Entwickluung der Lohndiskriminierung
Arbeit zitieren
Anonym, 2014, 200 Jahre Frauenlohndiskriminierung. Die Gründe und Ursachen des Gender Pay Gap, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310382

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