Heutzutage werden die Kommunikation und vor allem Medien, die die Kommunikation von Raum und Zeit abgelöst haben, vielfach diskutiert und analysiert. Die Kontaktaufnahme mit bekannten oder unbekannten Menschen, die in der Regel räumlich getrennt sind, nahezu zeitgleich mittels eines Computerinterfaces miteinander kommunizieren und dies lediglich durch einen schriftbasierten Kanal tun, stellt den größten Reiz der Kommunikation in Chats dar. Seit der Programmierung der ersten Chat-Software Ende der achtziger Jahre hat sich die Kommunikationstechnologie stark entwickelt und verändert.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Internet als Medium und stellt Chat-kommunikation als eine Kommunikationsform des Internets dar. Hierbei werden das Web 1.0 und Web 2.0 thematisiert, wobei es vor allem um die wichtigen Aspekte in der Online-Kommunikation gehen soll. Insbesondere werden die Darstellung der Elemente vom Chat sowie die neuen Kommunikationsmitteln im Vergleich zum direkten Gespräch, also der Face-to-Face Kommunikation, betrachtet.
Nach einer kurzen Einführung in die Kommunikationsform des Chats wird die Unterscheidung in der Konzeption von den 90er Jahren bis heute vorgestellt, wobei der Schwerpunkt auf den einzelnen Aspekten liegt. Ihre Ausprägung in der Chat-Kommunikation soll sowohl theoretisch als auch praktisch anhand von den Beispielen verdeutlicht werden.
Die Möglichkeit zur Kommunikation im Internet ist heutzutage eine sehr wichtige und weit verbreiteter Kommunikationsform und das Ziel dieser Arbeit ist es einen kurzen Überblick über das Internetzeitalter und die schnellen Entwicklungen der Kommunikation im Netz und insbesondere der Chat-Kommunikation zu geben. Das, was heute beobachtet werden kann und als modern gilt, stellt sich schon morgen möglicherweise anders dar oder wird gar gänzlich überholt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Das Internet als Medium und die Entwicklung des Chats
2.1. Von Web 1.0 bis Web 2.0 - 90er Jahren bis heute
2.2. Der Chat als Kommunikationsmedium im Internet und seine Entwicklung
3. Besonderheiten der Kommunikation im Internet versus Face-to-Face Kommunikation
3.1. Die Merkmale der Online-Kommunikation
3.2. Darstellung von Elementen im Chat
3.2.1. Emoticons
3.2.2. Großschreibung
3.2.3. Abkürzungen & Akronyme
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel der Arbeit ist es, einen Überblick über die Entwicklung des Internetzeitalters zu geben und die spezifische Evolution der Chat-Kommunikation von den 90er Jahren bis heute anhand theoretischer und praktischer Aspekte zu analysieren.
- Vergleich von Web 1.0 und Web 2.0 hinsichtlich ihrer Kommunikationsstruktur.
- Analyse der Unterschiede zwischen Online-Kommunikation und Face-to-Face Kommunikation.
- Untersuchung nonverbaler und paralinguistischer Ersatzmöglichkeiten im Chat (Emoticons, Großschreibung).
- Bedeutung von Abkürzungen und Akronymen als Mittel der Chat-Ökonomie.
- Betrachtung der rasanten Entwicklung von Kommunikationsdiensten und deren Einfluss auf den Alltag.
Auszug aus dem Buch
3.2.1. Emoticons
Ein sehr beliebtes und dementsprechend häufig verwendetes Element in der Chat-Kommunikation sind die so genannten Emoticons, tastaturmögliche Zeichen wie z.B. Smileys :), die seitwärts gelesen werden müssen. Man benutzt sie oft, um nonverbale Elemente einer Face-to-face-Kommunikation im Chat zu ersetzen. Mit dem Begriff „Emoticon“ (gebildet aus: „emotion“ + „icon“ = emoticon) werden vor allem die Smileys bezeichnet, die als ikonographische Rekonstruktionen typischer Gesichtsausdrücke fungieren. Sie bestehen aus Satz- und Sonderzeichen und sind um 90° nach links gedreht zu lesen, so beispielsweise der so genannte neutrale Smiley :-|. Beisswenger (1999). Es gibt inzwischen Hunderte dieser Smileys, wirklich verwendet werden jedoch nur einige ganz wenige.
Durch Reduplikation kann jedes dieser Emoticons beliebig verstärkt werden, wodurch sich die Bedeutung zwar nicht verändert, aber verstärkt. So verändert sich die Bedeutung von :-) („lächeln“) durch Reduplikation :-))))))))) zu einem „herzhaften Lachen.“ Emoticons benutzt man also entweder, um Stimmungen auszudrücken (z.B. :-( für „Ich bin traurig.“), verbale Aussagen zu relativieren (etwa ;-) „Ich meine es nicht ernst.“) oder kurze, formelhafte Botschaften zu übermitteln (bsp. @->->- für „Ich schicke dir eine Rose.“). Die übergeordnete Funktion von Emoticons besteht darin, Missverständnissen vorzubeugen, negative und positive Äußerungen zu verstärken, Harmonie wiederherzustellen, kurz: die Mehrdeutigkeit verbaler Aussagen einzuschränken. Allerdings kann die genaue Bedeutung und Funktion im Einzelfall erst aus dem kommunikativen Kontext heraus erschlossen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Thematik der digitalen Kommunikation ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Entwicklung der Chat-Kommunikation zu untersuchen.
2. Das Internet als Medium und die Entwicklung des Chats: Dieses Kapitel erläutert den technologischen Wandel von statischen Web 1.0-Seiten hin zum interaktiven Web 2.0 und beschreibt die historische Entstehung von Chat-Systemen.
3. Besonderheiten der Kommunikation im Internet versus Face-to-Face Kommunikation: Hier werden die theoretischen Unterschiede zwischen digitaler und direkter Kommunikation analysiert, wobei Merkmale wie Entkörperlichung und Textualität im Fokus stehen.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftigen technologischen Möglichkeiten der Chat-Technologien.
Schlüsselwörter
Chat-Kommunikation, Internet, Web 1.0, Web 2.0, Online-Kommunikation, Face-to-Face Kommunikation, Emoticons, Akronyme, Digitalisierung, Medientechnologie, Soziale Netzwerke, Instant Messenger, Gesprächsorganisation, Turn-taking, Computervermittelte Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit vergleicht die Art und Weise der Chat-Kommunikation zwischen den Anfängen im Internet (90er Jahre) und den heutigen, modernen Kommunikationsformen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die medientechnische Entwicklung des Internets (Web 1.0 zu 2.0), die Unterschiede zwischen digitalem Chat und direktem Gespräch sowie die spezifische Sprache des Chattens.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, einen Überblick über das Internetzeitalter zu geben und aufzuzeigen, wie sich die menschliche Kommunikation durch die Entwicklung von Chats im Netz verändert hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine medienwissenschaftliche Hausarbeit, die auf Literaturrecherche, dem Vergleich von Kommunikationsformen und der theoretischen Einordnung von Chat-Merkmalen basiert.
Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Merkmalen der Online-Kommunikation (z.B. Entkörperlichung) und der Simulation nonverbaler Elemente durch Emoticons, Großschreibung und Akronyme.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Chat-Kommunikation, Online-Kommunikation, Web 2.0, Face-to-Face Kommunikation und computervermittelte Kommunikation charakterisiert.
Warum spielt die Unterscheidung zwischen Web 1.0 und Web 2.0 eine Rolle für die Chat-Kommunikation?
Sie ist zentral, da der Übergang von statischen, einseitigen Inhalten hin zur aktiven Partizipation und Vernetzung im Web 2.0 die heutige Vielfalt und Dynamik der Chat- und Messenger-Dienste erst ermöglicht hat.
Welche Bedeutung haben Emoticons laut der Autorin für die Chat-Kommunikation?
Emoticons dienen als notwendiger Ersatz für nonverbale und paralinguistische Signale wie Mimik oder Gestik, um Mehrdeutigkeiten zu reduzieren und Missverständnissen im schriftbasierten Chat vorzubeugen.
- Arbeit zitieren
- Elena Asenova (Autor:in), 2015, Chat-Kommunikation. Ein Vergleich zwischen den 90er Jahren und heute, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310389