Vertriebskanäle im Retail Banking


Seminararbeit, 2011

19 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abkürzungs- und Symbolverzeichnis

1. Einleitung

2. Thematische Abgrenzung
2.1 Retail Banking
2.2 Vertriebskanäle

3. Vertriebskanäle im Retail Banking
3.1 Bankfiliale
3.1.1 Weiterentwicklung des klassischen Filialkonzepts
3.1.2 Konzept Q110
3.2 Internet Banking

4. Entwicklung von neuartigen Vertriebskanälen
4.1 Apps für mobile Endgeräte als neues Mobile Banking Konzept
4.2 Social Banking als neues Virtual Banking Konzept

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abbildung 1 - "Vertriebskanäle des Retail Bankings"

Quelle: Swoboda, U., Retail-Banking und Private Banking: Zukunftsorientierte Strategien im Privatkundengeschäft, 3. Auflage, Frankfurt am Main, 2004 S. 213

Abbildung 2 - "Multikanalkonzept"

Quelle: Bartmann, D. / Nirschl, M. / Peters, A., Retail Banking - Zukunftsorientierte Strategien im Privatkundengeschäft, 1. Auflage, Frankfurt am Main, 2008 S. 194

Abbildung 3 - "1995er Virtual Bankingidee"

Quelle: Ambros, H. / Altenburger, R., Neue Bankvertriebswege: Innovatoren im Retail Banking, 1. Auflage, Wien, 1996 S. 96 (hier verkürzt, ab 1997, dargestellt)

Abkürzungs- und Symbolverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Als der Informatiker Tim Berners-Lee 1989 die erste Form des World Wide Web entwickelte1, dachte mit Sicherheit noch kein Bankvertriebsleiter daran, dass das Internet einmal zu einem der größten Vertriebskanäle im Retail Banking zählen würde. Im Folgejahrzehnt, den neunziger Jahren, passierte im Bankensektor nämlich erst einmal etwas völlig anderes: Viele Banken wandten sich vom traditionellen Retail Banking ab. Im Zuge der Strategie der Konsolidierung und der New Economy stand besonders das Segment Investment Banking bei einigen Banken höher im Fokus.2

Das Ganze ging soweit, dass z.B. die Deutsche Bank AG ihr komplettes Retailgeschäft in ein eigenständiges Institut ausgliederte. Es waren erst weltweit platzende Spekulationsblasen und Finanzkrisen notwendig, damit sich die meisten Banken wieder dem klassischen Retail Banking Segment zurückbesinnten. Sie erkannten, dass gerade in diesem Segment die Erträge nicht von Konjunkturen oder Marktphasen abhängen und somit das Risiko dieses Geschäftsfeld sehr gering ist.

Diese sogenannte „Renaissance“ des Geschäftsfeldes Retail Banking brachte gleichzeitig das Problem eines sehr ambitionierten Wettbewerbs mit sich, denn auch hier hat sich das Geschäft im Laufe der Jahre wesentlich geändert: Es gibt ständig neue Telekommunikationstechnologie und neben der Bankkonkurenz sind auch Direktbanken sowie Near- bzw. Nonbanks am Markt vertreten.3

Auch die Kundentypen und deren Verhaltensmuster haben sich gewandelt, denn auch im Retail Banking nutzt der Kunde heutzutage als Multikanalnutzer sehr viele verschiedene Vertriebskanäle gleichzeitig.4

Die nachfolgenden Seiten sollen einen Einblick in Vertriebskanäle des Retail Banking verschaffen, sowie zeigen, wie diese zusammenspielen. Für die erwähnten Probleme sollen Lösungsideen aufgezeigt werden. Aufgrund der Vielzahl und in der Tiefe sehr umfangreichen Ausgestaltung dieser Themen, kann die vorliegende Arbeit nur einen Abriss der in der Praxis häufig vorkommenden Vertriebskanäle und Strategien darstellen.

Im Nachfolgenden werden die Begriffe „Retail Banking“ und „Vertriebskanäle“ thematisch abgegrenzt. Nach einem kurzen Exkurs in das Zusammenspiel der Vertriebskanäle, werden die in Deutschland meist genutzten Vertriebskanäle Bankfiliale und Internet Banking ausführlich behandelt, gefolgt von einem Ausblick auf Entwicklungen von neuartigen Vertriebskanälen und einem abschließenden Fazit.

2. Thematische Abgrenzung

In der Bankfachliteratur kann es manchmal schwer sein, einen Begriff eindeutig und klar einem Thema zu zuordnen. Auch bei den Schwerpunktthemen dieser Arbeit ist eine allgemeine Definition schwierig, deshalb sollen sie thematisch abgegrenzt werden.

2.1 Retail Banking

Die deutsche Übersetzung des Wortes Retail bedeutet Einzelhandel. Eine so klare Übersetzung bzw. allgemein gültige, wissenschaftliche Definition des Begriffs Retail Banking existiert jedoch in der Bankpraxis nur bedingt. Jedes Kreditinstitut legt eine eigene Kundensegmentierung fest. Diese verschiedenen Segmentierungen erfolgen gewöhnlich in jeder Bank nach festen Kriterien, wie z.B. Einkommenshöhe, Geldvermögen oder Lebensalter bzw. Lebenssituation. Neben den Privatkunden umfasst das Retail Banking in der Bankfachliteratur noch Gewerbekunden und Kunden mit Freiberufen.5 Das Retail Banking stellt das komplette Bankgeschäft dieses Segments dar. Häufig wird dies auch als „Mengengeschäft“ betitelt. Es umfasst häufig standardisierte Produkte, die wenig erklärungsbedürftig sind. Bestes Beispiel hierfür, ist der extra für das Privatkundengeschäft konzipierte Konsumentenkredit. Die Übergänge von Retail Banking zu anderen Bereichen der Bank, wie z.B. Private Banking oder wealth Management, können als fließend angesehen werden, weil die hier angebotenen Basisprodukte ebenfalls für andere, oder gar alle Kundengruppen von Bedeutung sind, wie z.B. das Girokonto.6

2.2 Vertriebskanäle

Vertriebskanäle sind Bestandteile der Distributionspolitik der Banken und umfassen die Absatzmethode bzw. den Absatzweg der Bankdienstleistungen und Produkte.7

Die in der Bankfachliteratur häufigste Aufteilung beinhaltet drei Hautbereiche:

- Stationärer Vertrieb,
- Mobiler Vertrieb inkl. Bankaußendienst
- Direkter Vertrieb.8

Eine detaillierte Beispielsunterteilung zeigt die nachfolgende Grafik und weißt zusätzlich auf, wie viele verschiedene Vertriebskanäle in der Praxis am Markt vorkommen können.

Abbildung 1 - "Vertriebskanäle des Retail Bankings"

3. Vertriebskanäle im Retail Banking

Wie bereits verdeutlicht, gibt es für eine Bank mehrere Vertriebskanäle im Retail Banking. Die entscheidende Zusatzfrage, die aber immer wieder aufkommt, ist die des Zusammenspiels aller vorhandenen Kanäle. Sowohl in der Praxis als auch der Theorie hat sich die Multikanalstrategie als das erfolgversprechendste Konzept erwiesen.

Die Multikanalstrategie im Vertrieb ist „die Distribution von Finanzdienstleistungen über ein kombiniertes Angebot von alternativen Vertriebswegen.“9

Dies bedeutet, dass der Kunde die Kanäle nicht alternativ nutzen muss, sondern der jeweiligen speziellen Situation anpassen kann. In diesem Konzept ist es sogar möglich sowohl den Produktabschluss des Kunden, als auch die Bearbeitung der Bank auf mehrere Kanäle zu verteilen, wie die folgende Grafik exemplarisch veranschaulicht.

[...]


1 Vgl. http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,610257,00.html [Zugriff: 14.06.2011]

2 Vgl. Bartmann/Nirschl/Peters (2008) S.21

3 Vgl. Bartmann/Nirschl/Peters (2008) S.22

4 Vgl. Swoboda (2004) S.209

5 Vgl. Bartmann/Nirschl/Peters (2008) S.17f

6 Vgl. Keck/Hahn (2006) S.26

7 Vgl. Grill/Persczynski (2004) S.17

8 Vgl. Swoboda (2004) S.213

9 Schierenbeck (1999) S.42

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten

Details

Titel
Vertriebskanäle im Retail Banking
Hochschule
Frankfurt School of Finance & Management
Veranstaltung
Bankbetriebswirt
Note
1,0
Autor
Jahr
2011
Seiten
19
Katalognummer
V310422
ISBN (eBook)
9783668091610
ISBN (Buch)
9783668091627
Dateigröße
1230 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vertriebskanäle, retail, banking
Arbeit zitieren
Eric Behrens (Autor), 2011, Vertriebskanäle im Retail Banking, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310422

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