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Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung auf EU-Ebene. Der Artikel 102 AEUV

Title: Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung auf EU-Ebene. Der Artikel 102 AEUV

Seminar Paper , 2014 , 16 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Johannes Lambert (Author)

Law - Civil / Private, Trade, Anti Trust Law, Business Law
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Das Ziel der Arbeit liegt zum einen in der allgemeinen Darstellung der Wettbewerbspolitik der Europäischen Union. Hierbei soll ein genereller Überblick über die wesentlichen Bereiche und Kontrollformen der europäischen Wettbewerbspolitik gegeben werden, welcher auch deutlich werden lässt, welchen Organen die Überwachung und Durchsetzung der Wettbewerbsregeln obliegt. Zum anderen befasst sich die Arbeit eingehend mit den Bestimmungen und deren Auswirkungen, welche für Unternehmen der Europäischen Union aus Art. 102 AEUV hervorgehen. Hierzu werden, neben der theoretischen Darstellung, einige Fälle aus der rechtlichen Praxis vorgestellt.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Umfeld der Arbeit

1.2 Ziel der Arbeit

1.3 Aufbau der Arbeit

2 Die Wettbewerbspolitik der Europäischen Union

2.1 Institutionen und Aufgaben

2.2 Begriffliche Grundlagen

2.2.1 Der europäische Binnenmarkt

2.2.2 Marktbeherrschende Stellung

3 Artikel 102 AEUV

3.1 Preiskampf mit Vernichtungsabsicht

3.2 Ausbeutungsmissbrauch

3.3 Absatzbeschränkung

3.4 Kosten-Preis-Schere

3.5 Kopplungsgeschäfte

4 Urteile zu Art. 102 AEUV

4.1 Rs. C-62/86, AKZO II (AKZO Chemie BV gegen Kommission der Europäischen Gemeinschaften), Urteil vom 03. Juli 1991; Slg. 1991, I-3359

4.2 Rs. T-271/03, Deutsche Telekom (Deutsche Telekom AG gegen Kommission der Europäischen Gemeinschaften), Urteil vom 10.04.2008; Slg. 2008, II-477

4.3 Rs. T-201/04, Microsoft (Microsoft Corp. gegen Kommission der Europäischen Gemeinschaften), Urteil vom 17. September 2077, Slg. 2007, II-3601

5 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Wettbewerbspolitik der Europäischen Union mit besonderem Fokus auf den Tatbestand des Art. 102 AEUV, der den Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung sanktioniert. Ziel ist es, durch die Kombination theoretischer Grundlagen und praktischer Fallanalysen aufzuzeigen, wie die EU einen unverfälschten Wettbewerb zum Wohle der Verbraucher schützt und durchsetzt.

  • Wettbewerbspolitik der Europäischen Union und ihre Institutionen
  • Definition und Auslegung des Begriffs der marktbeherrschenden Stellung
  • Erscheinungsformen missbräuchlichen Verhaltens gemäß Art. 102 AEUV
  • Analyse praxisrelevanter Rechtssachen (AKZO, Deutsche Telekom, Microsoft)
  • Präventive Wirkung und Durchsetzung des europäischen Wettbewerbsrechts

Auszug aus dem Buch

3.1 Preiskampf mit Vernichtungsabsicht

Der erste in Art. 102 Satz 2 AEUV genannte Fall einer missbräuchlichen Ausnutzung einer marktbeherrschenden Stellung bezieht sich auf den Preiskampf mit Vernichtungsabsicht. Hierbei unterbietet das Unternehmen, welches die marktbeherrschende Stellung inne hat, systematisch die Preise der übrigen Wettbewerber, um sie dazu zu bewegen den Markt zu verlassen. Die Marktmacht des unterbietenden Unternehmens würde sich durch den Austritt der Wettbewerber noch vergrößern, was im Anschluss im Extremfall eine monopolistische Preisgestaltung des Marktführers zur Folge hätte. Die Schwierigkeit liegt in diesem Zusammenhang darin, festzustellen, wann ein Preiskampf unter Wettbewerbern als Leistungswettbewerb umschlägt in einen Preiskampf mit Vernichtungsabsicht. Nach Maßgabe des EuGH tritt der Fall der Vernichtungsabsicht ein, „wenn ein vielleicht ebenso leistungsfähiger Konkurrent wegen seiner geringeren Finanzkraft nicht dem durch die Kampfpreise ausgeübten Konkurrenzdruck standhalten kann.“ Hierbei liegt für den Europäischen Gerichtshof ein eindeutiges Indiz in dem Fall vor, dass der Marktführer seine Produkte für Preise unter den durchschnittlichen variablen Kosten anbietet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel ordnet die Arbeit in den Kontext der EU-Wettbewerbspolitik ein, definiert die Zielsetzung und erläutert den Aufbau der Untersuchung.

2 Die Wettbewerbspolitik der Europäischen Union: Hier werden die Institutionen und Aufgaben der europäischen Wettbewerbsbehörden sowie grundlegende Begriffe wie Binnenmarkt und marktbeherrschende Stellung dargestellt.

3 Artikel 102 AEUV: Dieser Abschnitt erläutert die verschiedenen Formen des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung, darunter Preiskampf, Ausbeutungsmissbrauch und Kopplungsgeschäfte.

4 Urteile zu Art. 102 AEUV: Anhand konkreter Rechtssachen wie AKZO, Deutsche Telekom und Microsoft wird die praktische Anwendung und Sanktionierung von Verstößen gegen das Wettbewerbsrecht aufgezeigt.

5 Schlussbetrachtung: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit der aktiven Durchsetzung der Wettbewerbsregeln auf europäischer Ebene.

Schlüsselwörter

Europäische Union, Wettbewerbspolitik, Art. 102 AEUV, marktbeherrschende Stellung, Binnenmarkt, Europäischer Gerichtshof, Preiskampf, Vernichtungsabsicht, Ausbeutungsmissbrauch, Kosten-Preis-Schere, Kopplungsgeschäfte, Wettbewerbsverzerrung, Marktmacht, Kartellrecht, Verbraucherschutz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Wettbewerbspolitik der EU und untersucht, wie der Art. 102 AEUV missbräuchliche Verhaltensweisen von Unternehmen mit marktbeherrschender Stellung reguliert.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Felder sind die theoretischen Grundlagen des EU-Wettbewerbsrechts, verschiedene Missbrauchsformen wie Preisstrategien oder Kopplungsgeschäfte sowie deren konkrete juristische Aufarbeitung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist ein umfassender Überblick über die Kontrollmechanismen der EU-Wettbewerbspolitik und die Analyse, wie diese Rechtsgrundlagen in der Praxis gegen marktbeherrschende Unternehmen durchgesetzt werden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Darstellung der Rechtsgrundlagen sowie eine fallbasierte Analyse ausgewählter Urteile des Europäischen Gerichtshofes.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Definition und Erscheinungsformen des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung sowie die detaillierte Auswertung praxisrelevanter EU-Urteile.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie EU-Wettbewerbspolitik, Art. 102 AEUV, Marktbeherrschung, Missbrauchskontrolle und europäische Rechtsprechung.

Was genau versteht man laut Arbeit unter einer Kosten-Preis-Schere?

Eine Kosten-Preis-Schere beschreibt eine Strategie, bei der ein marktbeherrschendes Unternehmen seine Preise für Vorprodukte derart hoch ansetzt, dass Wettbewerber auf dem nachgelagerten Markt keine langfristige Rentabilität erreichen können.

Warum wurde Microsoft in diesem Kontext verurteilt?

Microsoft wurde verurteilt, weil das Unternehmen den Verkauf seines Betriebssystems Windows an den Erwerb des Windows Media Players koppelte, ohne dass dies durch Effizienzgewinne gerechtfertigt war, was den Wettbewerb behinderte.

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Details

Title
Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung auf EU-Ebene. Der Artikel 102 AEUV
College
University of Applied Sciences Südwestfalen; Meschede
Course
Internationales Wirtschaftsrecht
Grade
2,0
Author
Johannes Lambert (Author)
Publication Year
2014
Pages
16
Catalog Number
V310479
ISBN (eBook)
9783668092440
ISBN (Book)
9783668092457
Language
German
Tags
Wirtschaftsrecht Internationales Wirtschaftsrecht AEUV Art. 102 Art. 102 AEUV
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johannes Lambert (Author), 2014, Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung auf EU-Ebene. Der Artikel 102 AEUV, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310479
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