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Konvergenzbestrebungen in Medienunternehmen - Möglichkeiten und Gefahren neuer Strategien in der Informationsbranche

Title: Konvergenzbestrebungen in Medienunternehmen - Möglichkeiten und Gefahren neuer Strategien in der Informationsbranche

Term Paper , 2003 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dennis Brömlage (Author)

Communications - Media Economics, Media Management
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Einleitung

Seit dem Aufkommen des Internets vor einem knappen Jahrzehnt verfolgen viele Medienunternehmen eine Strategie, die auf die parallele Nutzung der verschiedenen Informationskanäle Print, Audio, Video und Internet ausgerichtet ist. Medienkonvergenz wird in vielen Medienunternehmen angestrebt. (vgl. Ritchie 2002: S.68) Neben den technischen Errungenschaften, die als Voraussetzungen für diese Entwicklung essentiell sind, begleiten vor allem wirtschaftliche und organisatorische Gesichtspunkte den gegenwärtigen Trend. Ein wichtiger Aspekt für das Umdenken vieler Medienunternehmen in Richtung Medienkonvergenz sind die veränderten Nutzungsgewohnheiten der Konsumenten. Kerry Northrup, Geschäftsführer des Ifra, meint bezüglich des Nutzungsverhaltens: „contemporary news consumers […] live in a multiple-media world in which they slide easily and quickly from one source and format in another. When a news event happens and they tune in a TV network and then pick up a newspaper and then go online, they don´t think in terms of having looked at three different stories. To them it is all one story that they simply have accessed in different ways at different times to different levels of detail depending on what was convenient and what satisfied their need to know” (Sullivan 2002)

Die Medienunternehmen müssen auf das veränderte Nutzungsverhalten reagieren. Und das Mittel heißt Konvergenz. Doch ist es nicht einfach möglich, die verschiedenen Medienkanäle zusammen zu fügen und daraus mal eben ein Gesamtprodukt zu basteln, das den Ansprüchen der Rezipienten genügt. Wirtschaftliche und organisatorische Probleme müssen überwunden und Vorbehalte in den Köpfen der Beteiligten, die z.B. vielerorts um die Überlebensfähigkeit der Muttermedien bangen oder die die verschiedenen Medien immer noch getrennt von einander betrachten, müssen abgebaut werden. „The problem is that most newspaper online efforts still sit at some distance form their print news-flow. […] We´ve become so focused on the differences in the technologies of our various news products that we have let the technologies come to define our news processes”. (Sullivan 2002) Im US-amerikanischen Columbia ist im November des Jahres 2002 zu Aus-, Fortbildungs- und Forschungszwecken der Prototyp einer „Redaktion der Zukunft“ (Ritter 2002: S. 72) eröffnet worden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärungen und Definitionen

2.1 Ifra

2.2 Medienkonvergenz

2.3 Crossmedialität

3. Das Newsplex – ein Überblick

3.1. Initiatoren des Projekts und deren Beweggründe

3.2. Technische Eigenschaften

3.3. Organisatorischer Aufbau und Anforderungsprofile

4. Chancen und Risiken von Konvergenzbestrebungen

4.1. Wirtschaftliche Aspekte

4.2. Organisatorische Aspekte

4.3. Auswirkungen der Unternehmenskultur

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herausforderungen von Medienkonvergenz in der Informationsbranche. Ziel ist es, die Chancen und Risiken neuer redaktioneller Strategien aufzuzeigen, wobei das "Newsplex"-Modell als zentrale Fallstudie dient, um den Wandel in der Medienproduktion zu analysieren.

  • Grundlagen der Medienkonvergenz und Crossmedialität
  • Analyse des Newsplex-Projekts als Modellredaktion der Zukunft
  • Wirtschaftliche Implikationen und Investitionsrisiken
  • Organisatorische Herausforderungen bei der Integration verschiedener Medienkanäle
  • Einfluss der Unternehmenskultur auf technologische Innovationsprozesse

Auszug aus dem Buch

3.2. Technische Eigenschaften

Bei der Errichtung des Newsplex wurden in vielerlei Hinsicht neue Maßstäbe gesetzt. Schon beim Bau des Gebäudes, in dem die Modellredaktion untergebracht ist, hat der auf die Konzeption von Redaktionen spezialisierte Architekt Saf Fahim die speziellen Bedürfnisse des Newsplex berücksichtigt:

„Wichtig war es, mit der »Produktionskette« einer klassischen Redaktion zu brechen, in der die Information oftmals von einem kleinen Büro zum nächsten wandert. Daher hat Saf Fahim sich für eine Kombination aus offenen und modulierbaren Arbeitsräumen entschieden, deren Konzeption die gemeinsame Informationsverteilung begünstigt“ (Ritter 2002: 72).

Die Räumlichkeiten der Redaktion erstrecken sich auf 530 m² und bieten den großen Vorteil, dass sie durch eine bewusst angelegte Offenheit die Zusammenarbeit zwischen den Teammitgliedern begünstigen. (vgl. Ritter 2002: 72)

Um auf neue Entwicklungen reagieren zu können, ist die Infrastruktur des Newsplex so angelegt worden, dass sowohl die Einrichtungen als auch die Räumlichkeiten auf einfache Weise umgestaltet werden können: „Overall, the facility and its infrastructure have been designed to allow for easy and efficient adaption to any newly available technology or workflow as desired for testing and use“. (Newsplex Prospectus 2002: 5)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in den Trend der Medienkonvergenz als Reaktion auf veränderte Nutzergewohnheiten im digitalen Zeitalter.

2. Begriffserklärungen und Definitionen: Klärung der zentralen Fachbegriffe Ifra, Medienkonvergenz und Crossmedialität zur theoretischen Fundierung der Arbeit.

3. Das Newsplex – ein Überblick: Vorstellung des Newsplex-Projekts als Modellredaktion, inklusive technischer und organisatorischer Rahmenbedingungen.

4. Chancen und Risiken von Konvergenzbestrebungen: Kritische Beleuchtung der wirtschaftlichen, organisatorischen und kulturellen Hürden bei der Umsetzung von Konvergenzstrategien.

5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Potenziale und Konfliktfelder für Medienunternehmen bei der Etablierung zukunftsorientierter Redaktionsmodelle.

Schlüsselwörter

Medienkonvergenz, Crossmedialität, Newsplex, Redaktion der Zukunft, Journalismus, Medienunternehmen, Transformationsprozess, Newsroom, Informationsbranche, Mediennutzung, Unternehmenskultur, Digitalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit den Strategien von Medienunternehmen, die auf die parallele Nutzung unterschiedlicher Informationskanäle wie Print, Audio, Video und Internet abzielen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Untersuchung gliedert sich in die Bereiche technologische Innovation, wirtschaftliche Rentabilität, organisatorische Umgestaltung von Redaktionen und die Rolle der Unternehmenskultur.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Möglichkeiten und Gefahren sowie die Chancen und Risiken bei der Ausrichtung von Medienunternehmen auf Konvergenzbestrebungen systematisch aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Diskursanalyse, ergänzt durch die exemplarische Untersuchung eines spezifischen Fallbeispiels (Newsplex) als Modell für moderne Redaktionsabläufe.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Newsplex-Projekt, die wirtschaftliche Problematik von Investitionen in der Medienkrise sowie organisatorische Herausforderungen wie das "Multiskilled"-Konzept für Journalisten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Medienkonvergenz, Newsroom-Management, Crossmedialität, Unternehmenskultur und die ökonomische Transformation von Medienhäusern.

Warum ist das Newsplex-Projekt für die Medienbranche relevant?

Es fungiert als "Redaktion der Zukunft" und liefert wertvolle Erkenntnisse über die technische und räumliche Gestaltung, um auf veränderte Mediennutzungsverhalten der Rezipienten zu reagieren.

Welches Fazit zieht der Verfasser zur Umsetzbarkeit?

Das Fazit betont, dass eine sofortige Voll-Konvergenz in vielen Häusern schwierig ist, da wirtschaftliche Risiken und kulturelle Widerstände bestehen, weshalb eine schrittweise Anpassung empfohlen wird.

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Details

Title
Konvergenzbestrebungen in Medienunternehmen - Möglichkeiten und Gefahren neuer Strategien in der Informationsbranche
College
University of Münster  (IfK (Institut für Kommunikationswissenschaft))
Course
Crossmedialität / Intermedialität
Grade
1,3
Author
Dennis Brömlage (Author)
Publication Year
2003
Pages
16
Catalog Number
V31048
ISBN (eBook)
9783638321624
Language
German
Tags
Konvergenzbestrebungen Medienunternehmen Möglichkeiten Gefahren Strategien Informationsbranche Crossmedialität Intermedialität
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dennis Brömlage (Author), 2003, Konvergenzbestrebungen in Medienunternehmen - Möglichkeiten und Gefahren neuer Strategien in der Informationsbranche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31048
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