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Geschichte der Arbeiterwohlfahrt am Beispiel ihrer Frauenpolitik

Title: Geschichte der Arbeiterwohlfahrt am Beispiel ihrer Frauenpolitik

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 26 Pages , Grade: Bestanden (Grundstudium)

Autor:in: Anja Schumacher Antonijevic (Author)

Social Work
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich der Geschichte der Arbeiterwohlfahrt, im speziellen mit den Rollen, die Frauen bei ihrer Gründung und ihrem Aufbau bedeuteten. Gleichzeitig wird hinterfragt, ob eine der grundlegenden Ideen, die zur Gründung der AWO führten, nämlich Frauen über Mitarbeit im sozialen Bereich politischen Einfluss zu ermöglichen, verwirklicht werden konnte.
Anhand der chronologischen Übersicht der Institution Arbeiterwohlfahrt wird dargestellt, welche Arbeitsbereiche von Frauen besetzt waren, welchen gesellschaftlichen Stellenwert sie als sozial Tätige einnahmen und ob ihre Arbeit im Verband zu politischer Einflussnahme führte.
Die Zeitspanne, die in dieser Arbeit beleuchtet wird, reicht von der Gründungsphase in der Weimarer Republik (Beschreibung der Arbeitsbereiche, der Positionen weiblicher Mitarbeiterinnen, der Struktur der Organisation), der Situation der Arbeiterwohlfahrt im Nationalsozialismus (Wohlfahrtsarbeit im Widerstand, die Exil- und Emigrantenpolitik, die Hilfeleistungen der Exil-Auschüsse für Nachkriegsdeutschland) und der Neugründung nach dem 2.Weltkrieg, in dem der frauenpolitische Anspruch immer weiter in den Hintergrund rutschte.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Geschichtlicher Hintergrund

3. Die Arbeite rwohlfahrt von 1919-1933

3.1. Die Gründung

3.2. Warum wurde ein sozialdemokratischer Wohlfahrtsverband benötigt ?

3.3. Der Aufbau der Arbeiterwohlfahrt

3.4. Die weitere Entwicklung des Verbandes

3.5. Die Arbeitsschwerpunkte in der sozialdemokratischen Wohlfahrtspflege

3.5.1. Kindererholungsfürsorge

3.5.2. Gemeinschaftshilfe

3.5.3. Beratungsstellen

3.5.4. Nähstuben

3.6. Ehrenamtliche, hauptberufliche und politische Tätigkeiten

3.7. Ausbildung und Weiterbildung

4. Die Arbeiterwohlfahrt von 1933 – 1945

4.1. Auflösung der Arbeiterwohlfahrt

4.2. Wohlfahrtsarbeit als Widerstand und Exilpolitik

4.3. Exil-Arbeiterwohlfahrt für den Wiederaufbau in Deutschland

5. Die Arbeiterwohlfahrt ab 1946

5.1. Die Neugründung

5.2. Die Entwicklung der neuen Arbeiterwohlfahrt

5.3. Veränderung der Arbeitsschwerpunkte

5.3.1. Nähstuben, Kindererholungshilfe und Gemeinschaftshilfe

5.3.2. Wohlfahrtsheime

5.4. Ausbildung und Weiterbildung

5.5. Die Entwicklung der Arbeitsschwerpunkte bis heute

6. Resümee

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Geschichte der Arbeiterwohlfahrt (AWO) unter besonderer Berücksichtigung ihrer Frauenpolitik zu untersuchen. Dabei wird der Forschungsfrage nachgegangen, ob die Gründungsidee, Frauen durch soziale Mitarbeit politischen Einfluss zu ermöglichen, erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden konnte.

  • Historische Genese und Strukturen der Arbeiterwohlfahrt in der Weimarer Republik.
  • Die Rolle der Arbeiterwohlfahrt im Widerstand und im Exil zwischen 1933 und 1945.
  • Transformation der Arbeiterwohlfahrt nach 1946 hin zum Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege.
  • Analyse der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung und der politischen Teilhabechancen für Frauen.
  • Wandel von einer selbsthilfeorientierten Organisation zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen.

Auszug aus dem Buch

3.1.Die Gründung

1918/19 verwandelte sich die SPD durch Revolution und Gründung der Weimarer Republik von einer Klassenkampfpartei zur Volkspartei. Die Sozialdemokratin Marie Juchacz sah die Notwendigkeit einer, der Arbeiterschicht eigenen, Wohlfahrtspflege und initiierte 1919 ihre Gründung. Juchacz, die selbst der Arbeiterschicht entstammte, engagierte sich in der sozialdemokratischen Frauenbewegung und hatte parteipolitische Karriere gemacht. 1917 wurde sie durch Reichspräsident Friedrich Ebert in den Parteivorstand der SPD nach Berlin berufen und 1919 in die verfassungsgebende Nationalversammlung gewählt. Im Februar 1919 ergriff Juchacz als erste Frau der deutschen Parlamentsgeschichte das Wort vor dem Reichstag. Neben ihrem Engagement für die Frauenbewegung und ihrer politischen Tätigkeit in der SPD hatte Juchacz sich während des Krieges in der „Nationalen Frauengemeinschaft“ mit Wohlfahrtsarbeit auseinander gesetzt. Sie hatte sich dort intensiv mit Armenrecht und Armenverwaltung beschäftigt, Kontakt mit den verschiedenen Wohlfahrtsverbänden geschlossen und diverse Einrichtungen kennen gelernt. Aus diesen Erfahrungen entwickelte sich ihr Plan, einen sozialdemokratischen Wohlfahrtsverband zu gründen, den es bis dato in Deutschland noch nicht gab. Dieser Verband sollte einen Gegensatz zu bürgerlichen Institutionen schaffen und die Wohlfahrtspflege aktiv mitgestalten. Sie sollte als Selbsthilfeorganisation kein Träger sozialer Dienste oder Einrichtungen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, ob die Arbeiterwohlfahrt Frauen die gewünschte politische Teilhabe ermöglichen konnte.

2. Geschichtlicher Hintergrund: Dieser Abschnitt skizziert die sozialpolitische Notlage in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg und die neuen Rahmenbedingungen der Weimarer Republik.

3. Die Arbeite rwohlfahrt von 1919-1933: Hier wird die Gründung unter Marie Juchacz sowie der Aufbau, die Struktur und die Arbeitsschwerpunkte des Verbandes analysiert.

4. Die Arbeiterwohlfahrt von 1933 – 1945: Das Kapitel behandelt die Zerschlagung des Verbandes durch die Nationalsozialisten sowie die Aktivitäten der Organisation im Widerstand und im Exil.

5. Die Arbeiterwohlfahrt ab 1946: Der Fokus liegt auf der Neugründung und der Transformation zu einem modernen Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege.

6. Resümee: Die Autorin zieht ein Fazit über das Scheitern der ursprünglichen Idee, Frauen durch die Wohlfahrtsarbeit maßgeblich politisch zu emanzipieren.

Schlüsselwörter

Arbeiterwohlfahrt, AWO, Frauenpolitik, Marie Juchacz, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Selbsthilfe, Wohlfahrtspflege, Politische Teilhabe, Sozialdemokratie, Exil, Wohlfahrtsverband, Geschlechterrollen, Sozialgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und analysiert kritisch, inwieweit die Institution den Anspruch erfüllen konnte, Frauen durch soziale Arbeit den Weg in die politische Teilhabe zu ebnen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die Gründungsideale der Weimarer Zeit, die Existenz als Exil-Organisation während des Nationalsozialismus sowie der Transformationsprozess der AWO nach 1946 vom Selbsthilfeverband hin zum professionellen Dienstleister.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit stellt die Frage, ob die AWO als Instrument dienen konnte, um Arbeiterinnen politische Einflussmöglichkeiten zu verschaffen, die ihnen in der damaligen Parteienlandschaft sonst verwehrt blieben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine historische Untersuchung auf Basis einer Literaturrecherche und der Auswertung zeitgenössischer Dokumente und Protokolle, um die Entwicklung der AWO chronologisch nachzuzeichnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die drei Epochen 1919-1933, 1933-1945 und ab 1946, wobei jeweils die organisatorische Struktur, die Arbeitsschwerpunkte und die Rolle der Frau beleuchtet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben dem Kernbegriff Arbeiterwohlfahrt sind Begriffe wie Frauenpolitik, politische Teilhabe, Selbsthilfe, Wohlfahrtspflege und die historische Einordnung in die deutsche Sozialgeschichte von zentraler Bedeutung.

Welche Rolle spielte Marie Juchacz für die Arbeiterwohlfahrt?

Als Gründerin der AWO im Jahr 1919 war sie die treibende Kraft. Ihr Ziel war es, eine sozialdemokratische Alternative zu den bürgerlichen Wohlfahrtsverbänden zu etablieren und Frauen verstärkt politisch zu integrieren.

Warum konnte die AWO Frauen in der Weimarer Zeit kaum politisch stärken?

Der Verband wurde innerhalb der SPD oft nur als "Hilfstruppe" mit niedrigem Status wahrgenommen. Zudem waren die ehrenamtlichen Frauen stark von männlichen Kommunalpolitikern abhängig, die ihnen den Aufstieg in politische Führungspositionen erschwerten.

Warum veränderte sich die Ausrichtung der AWO nach 1946 so drastisch?

Nach der Neugründung forderten die Besatzungsmächte eine parteipolitische Unabhängigkeit. In der Folge profesionalisierte sich der Verband, orientierte sich stärker am Markt und an staatlichen Anforderungen, wodurch die ursprüngliche, sozialistische Ideologie der Selbsthilfe in den Hintergrund trat.

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Details

Title
Geschichte der Arbeiterwohlfahrt am Beispiel ihrer Frauenpolitik
College
University of Applied Sciences Hanover
Grade
Bestanden (Grundstudium)
Author
Anja Schumacher Antonijevic (Author)
Publication Year
2004
Pages
26
Catalog Number
V31050
ISBN (eBook)
9783638321648
ISBN (Book)
9783638651127
Language
German
Tags
Geschichte Arbeiterwohlfahrt Beispiel Frauenpolitik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anja Schumacher Antonijevic (Author), 2004, Geschichte der Arbeiterwohlfahrt am Beispiel ihrer Frauenpolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31050
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