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Das „Bild“ in „Bildung“. Welche pädagogische Bedeutung haben Malen und Zeichnen für Kinder?

Title: Das „Bild“ in „Bildung“. Welche pädagogische Bedeutung haben Malen und Zeichnen für Kinder?

Term Paper , 2015 , 22 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Katharina Plate (Author)

Pedagogy - Nursery Pedagogy, Early Childhood Education
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In dieser Hausarbeit soll anhand einer umfangreichen Literaturrecherche und theoretischen Erörterung die pädagogische Bedeutung des Malens und Zeichnens für Kinder herausgearbeitet werden. Auch sollen pädagogische Handlungsmöglichkeiten in Bezug auf Kinderbilder aufgezeigt werden.

Die Gewissheit, dass Malen und Zeichnen keine wertlose Beschäftigungen für Kinder sind, sondern vielfältige mehrwertbringende pädagogische Facetten beinhalten und maßgeblich zur Bildung beitragen, verdanken wir wissenschaftlichen Erkenntnissen aus über einhundert Jahren Forschung, insbesondere seit Ende des 18. Jahrhunderts.

Bilder können Kinder darin unterstützen, spielend kausale Zusammenhänge zu verstehen, motorische Fähigkeiten zu fördern, Erfahrungen kognitiv und emotional zu verarbeiten sowie die eigene Phantasie und Kreativität zu erforschen und zu entfalten. Kinderbilder können pädagogischen Fachkräften Hinweise hinsichtlich der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken in Bezug auf die individuelle Lebens- und Entwicklungssituation des Kindes geben und auf für das Kind maßgeschneiderte pädagogische Handlungsmöglichkeiten schließen lassen.

Über Analyse- und Interpretationsmöglichkeiten für Kinderbilder liegen zahlreiche Erkenntnisse vor. Da psychologische Aspekte bei der Erörterung der pädagogischen Bedeutung des Malens und Zeichnens eine zentrale Rolle spielen, weil sie Aufschlüsse über pädagogische Rahmenbedingungen und Handlungsmöglichkeiten geben können, sollte der Bereich der Psychologie berücksichtigt werden, wenn es um Aspekte geht, die für die Pädagogik relevant sind.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bedeutung von Malen und Zeichnen in der Kindheit

2.1 Malen und Zeichnen als Motor für Bildung und Sozialisation

2.2 Von der Wahrnehmung hin zum eigenen Welt- und Selbstbild

2.3 Kreativität als Motor zur Individualität

2.4 Bilder dienen zur Verarbeitung von belastenden Ereignissen

2.5 Malen und Zeichnen als Kommunikationsmittel

3. Die Rolle der Erzieher und ihre Handlungsmöglichkeiten

3.1 Pädagogischer Umgang mit dem Kind

3.2 Metaphorische Bildsprache verstehen lernen

4. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die pädagogische Bedeutung von Malen und Zeichnen für Kinder und leitet daraus konkrete Handlungsmöglichkeiten für pädagogische Fachkräfte im Umgang mit Kinderbildern ab. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie der Malprozess und das entstandene Bild zur ganzheitlichen Bildungs- und Persönlichkeitsentwicklung sowie zur Kommunikation innerer Welten des Kindes beitragen können.

  • Bedeutung von Malen und Zeichnen für die kindliche Bildungs- und Sozialisationsentwicklung.
  • Verknüpfung von kreativer Betätigung, Identitätsbildung und Problemlösungskompetenzen.
  • Die Funktion von Kinderbildern als non-verbales Kommunikationsmittel und Metaphernsystem.
  • Pädagogische Rahmenbedingungen und die Rolle der Erzieher bei der Unterstützung autonomer Gestaltungsprozesse.
  • Methodische Ansätze zur Interpretation metaphorischer Bildsprache im kindlichen Kontext.

Auszug aus dem Buch

2.2 Von der Wahrnehmung hin zum eigenen Welt- und Selbstbild

Nach Braun ist die Aufmerksamkeit, die das Kind während des Gestaltungsprozesses hat, auf die Konfrontation mit dem Bild und dessen Eigenschaft sowie denen des Materials gerichtet. Es ist eine Art emotionaler Ausdruckssuche, bei der das Bewusstsein des kindlichen Ichs und dessen Bezug zur losgelösten Umwelt ausgeprägt werden. Diese Erfahrung findet in Verbindung von Geist, Seele und Körper statt, bei dem das Kind sich seine eigenen individuellen Eindrücke verschafft, diese verarbeitet und in seine Lebenswelt integriert. (vgl. Braun 2007, S. 93ff.) Kein Mensch dieser Welt kann mit Sicherheit sagen, warum er als Teil unseres Universums erschaffen wurde. Wir müssen uns unsere Lebenswelt und -umwelt, ihre komplexen Strukturen und Zusammenhänge selbst aneignen, erklären, in sie hineinwachsen und unsere Wirklichkeit selbst erschaffen (vgl. Braun 2007, S. 35ff.).

Wie viel Bedeutung manche Autoren diesem Prozess zuweisen, wird anhand folgender eher nostalgischen als sachlichen Sicht deutlich. So bedeuten anfängliche Kritzeleien nach Brochmann, dass das Kind noch mit seiner kosmischen Umgebung, seinem Ursprung, vereint ist und die Erde noch nicht erreicht hat. Das Kind schwebt und erforscht das Universum. Es erprobt seine Kräfte in pendelartigen Schwingungen aus. Als es versucht, zur Erde hinab zu sinken, zieht es sich gleich wieder in das Universum zurück. Die irdischen Kräfte jedoch ziehen das Kind an und fangen es ein, sodass es nach und nach seinen kosmischen Zustand verliert. Aus der kosmischen Lebenskraft des Kindes „[…] entsteht die runde Form mit den langen Ausläufern, und von der Erde wird es durch den irdischen Willen und dessen Kraftelement durchdrungen, was sich in vielen übereinander gelegten Strichen manifestiert, in die das Kind viel Willenskraft investiert“ (Brochmann 2000, S. 52). Sobald das Kind mit ca. drei Jahren den schwebenden Zustand verlassen hat, erobert es zunehmend den Raum der irdischen Umgebung. Auch in seinen Zeichnungen richtet das Kind sich zunehmend am Raum aus, indem es sich an die Ränder der Malunterlage hält. Rhythmische und wiederkehrende gleichartige Formen deuten auf die Tatsache hin, dass rhythmisch funktionierende Organe wie die Lunge und das Herz, aktiviert sind und immer mehr bearbeitet und wahrgenommen werden. (vgl. Brochmann 2000, S. 58)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des Themas ein und umreißt die wissenschaftliche Zielsetzung der Arbeit, die Bedeutung des Malens und Zeichnens theoretisch zu erörtern.

2. Bedeutung von Malen und Zeichnen in der Kindheit: Dieses Kapitel analysiert, wie Malen als Motor für Bildungs-, Sozialisations- und Identitätsprozesse fungiert und als Ausdrucksmittel für die individuelle Weltaneignung dient.

3. Die Rolle der Erzieher und ihre Handlungsmöglichkeiten: Hier werden pädagogische Ansätze zur Unterstützung des Kindes dargestellt, wobei der Fokus auf einem offenen Gestaltungsprozess und dem Verstehen der metaphorischen Bildsprache liegt.

4. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer reflektierten, unterstützenden pädagogischen Haltung gegenüber der künstlerischen Ausdrucksweise des Kindes.

Schlüsselwörter

Ästhetische Bildung, Kinderzeichnung, Malprozess, Sozialisation, Identitätsentwicklung, Kreativität, Metaphern, Bildinterpretation, Reggio-Pädagogik, Montessori-Pädagogik, Ausdrucksfähigkeit, Problemlösungskompetenz, Bildungsforschung, Selbstwahrnehmung, Pädagogische Handlungsmöglichkeiten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Bedeutung, die das Malen und Zeichnen im Kindesalter einnimmt, und untersucht, wie pädagogische Fachkräfte diese Prozesse sinnvoll begleiten können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der ästhetischen Bildung, der kognitiven und emotionalen Entwicklung des Kindes, der Funktion des Bildes als Kommunikation sowie der Gestaltung der Erzieherrolle.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, auf Basis einer Literaturrecherche die Bedeutung der künstlerischen Betätigung für die kindliche Persönlichkeitsentwicklung herauszuarbeiten und Empfehlungen für pädagogische Handlungen abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Analyse aktueller Literatur und Forschungserkenntnisse zu kindlichen Entwicklungsprozessen und Kunstpädagogik basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet zunächst die entwicklungspsychologischen und bildungstheoretischen Aspekte des Malens und geht anschließend detailliert auf die Rolle und Möglichkeiten der Erzieher ein.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem ästhetische Bildung, Identitätsentwicklung, metaphorische Bildsprache, Bildinterpretation und der Autonomiegedanke in der Pädagogik.

Warum wird betont, dass Erzieher keine Psychologen sind?

Die Autorin stellt klar, dass eine pädagogische Fachkraft zwar die kindliche Bildsprache verstehen lernen sollte, jedoch keine psychologischen Diagnosen stellen darf, da hierfür eine spezialisierte Fachexpertise nötig ist.

Wie unterscheidet sich der Ansatz des "Malspiels" nach Arno Stern von konventionellen Ansätzen?

Der Ansatz betont die absolute Absichtslosigkeit und Freiheit von Bewertung im Malprozess, wobei der Erzieher als "Malspieldienender" lediglich für einen geschützten Rahmen sorgt, anstatt das Endprodukt zu bewerten oder zu interpretieren.

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Details

Title
Das „Bild“ in „Bildung“. Welche pädagogische Bedeutung haben Malen und Zeichnen für Kinder?
Course
Ästhetische Erfahrungen – künstlerische Strategien – bildnerische Praxis
Grade
1,7
Author
Katharina Plate (Author)
Publication Year
2015
Pages
22
Catalog Number
V310517
ISBN (eBook)
9783668092860
ISBN (Book)
9783668092877
Language
German
Tags
Kinderbilder Malen Zeichnen Pädagogik Ästhetische Bildung Kinderzeichnungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Plate (Author), 2015, Das „Bild“ in „Bildung“. Welche pädagogische Bedeutung haben Malen und Zeichnen für Kinder?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310517
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