Singprojekte an deutschen Grundschulen

Vergleich, Auswertung und musikpädagogische Einordnung


Masterarbeit, 2015

118 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2 Bestandsaufnahme des Singens in der Schule

3.. Vorstellung der Singprojekte
3.1 Primacanta - Jedem Kindseine Stimme
3.2 SingPause
3.3 Belcantare Brandenburg - Jedes Kind kann singen!
3.4 JeKiSti - Jedem Kind seine Stimme
3.5 JEKISS - Jedem Kind seine Stimme.
3.6 Singen macht Sinn.
3.7 Klasse! Wir singen.
3.8 SingBach
3.9 Übersichtskarte: Verteilung der Singprojekte innerhalb Deutschlands.

4 Die Singprojekte im Vergleich
4.1 Ziele und Schwerpunkte
4.1.1 Detailbetrachtung: Ziele und Schwerpunkte
4.2 Umsetzung.
4.2.1 Einsatz von Fachkräften.
4.2.1.1 Detailbetrachtung: Einsatz von Fachkräften
a) Qualifizierung und Stärkung von Lehrern.
b) Direkte Förderung der Schüler durch Gesangspädagogen
4.2.2 Konzepte und Methoden der Musik- und spezifischen Stimmbildung.
4.2.2.1 Detailbetrachtung: Konzepte und Methoden der Musik- und spezifischen Stimmbildung
a) Umgang mit der Kinderstimme.
b) Solmisation
c) Rhythmik und Bewegung.
d) Liedwahl
e) Methodenvielfalt zum Einsingen und Üben von Liedern.
4.3 Nachhaltigkeit
4.4 Beständigkeit.
4.5 Rentabilität
4.6 Wissenschaftliche Begleitung
4.7 Tabellarische Übersicht der Projekte.

5. Auswertung
5.1 Kompetenzerwerb der Schüler
5.1.1 Primäreffekte: Musikalische Bildung.
5.1.2 Sekundäreffekte: persönliche und soziale Weiterentwicklung
5.2 Nebeneffekte der Projekte.
5.2.1 Auswirkungen aufKollegium und Schule
5.2.2 Einbindung der Familien
5.3 Kontinuität und wissenschaftliche Begleitung

6 Einordnung in die musikpädagogische Theoriebildung zum Klassenmusizieren

7 Fazit

8. Literaturverzeichnis

9 Anhang

Verzeichnis der Abbildungen und Anhänge

Abb. 1: Schaubild Struktur des Projekts 'JEKISS'

Abb. 2: Musikalische Kompetenzpyramide nach Fuchs

Abb. 3: Pyramide zum Aufbau vokaler Fähigkeiten bei Trimacanta'

Abb. 4: Stimmumfang der Grundschulkinder nach Reuther.

Abb. 5: Übungen für die Kopfstimme bei 7EKISS'.

Abb. 6: Stimmübung „Mücke“.

Abb. 7: Stimmübung „Feuerwerksrakete“

Abb. 8: Handzeichen Solmisation Ward/Münden

Abb. 9: Rhythmussilben bei 7EKISS'

Abb. 10: Notenausschnitt „Hey, Pippi Langstrumpf“

Abb. 11: Bewegungsausschnitt zu „Hey, Pippi Langstrumpf“.

Abb. 12: Mottolied „Belcantare Brandenburg“.

Abb. 13: Mottolied „Klasse! Wir singen“

Abb. 14: Inhaltliche Säulen und Methoden des Evaluationsdesigns 7eKiSti'

Anhang I: Erfahrungsbericht vom Konzert von 'Klasse! Wir singen'

Anhang II: Noten zu „Morning has broken“ aus 'Klasse! Wir singen'

Anhang III: Noten zu „Die Reise der Sonne“ aus 'Klasse! Wir singen'

Anhang IV: Eigenständigkeitserklärung.

Singprojekte an deutschen Grundschulen

- Vergleich, Auswertung, musikpädagogische Einordnung -

1. Einleitung

„Es tut der Seele gut und es tut dem Spüren gut. Und Kinder lernen unendlich viel über sich selbst und die Musik. Ich erfahre in meiner Arbeit immer wieder, dass alle Kinder singen können, weil sie singen wollen und emotional erreichbar sind durch Ermutigung. Durch ein Miteinander im Chor erreichen die Kinder ein gemeinsames Ziel und singen im Konzert mit Inbrunst und Liebe.“ (Friedhilde Trüün über das Singen mitKindern) 1

Musik ist eine tief im Menschen begründete Ausdrucksform, welche im deutschsprachigen Raum, in Europa und weltweit ein wichtiges Kulturgut darstellt. Vor allem der Gesang ist eine der ursprünglichsten Formen der Musik, mit derjede Generation von Menschen in Berührung kommen sollte. Insbesondere junge Leute sollten die Möglichkeit erhalten sich musikalisch zu betätigen. In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten geriet das Singen und Musizieren zum einen im Elternhaus, aber auch in Kindergärten und Grundschulen immer mehr in den Hinter­grund, sodass es Kinder gibt, die bis zum Besuch der Grundschule noch keine musikalischen Selbsterfahrungen gemacht haben. Gründe dafür werden in den sich ändernden gesellschaftli­chen Formen gesehen, in denen Musik eine Rolle spielt, aber das Singen und Musizieren selbst an Bedeutung verloren haben. Diesen Missständen sollte entgegengewirkt werden, in­dem das Musizieren wieder mehr in den Kindergärten, Schulen und letztlich auch in den Familien der Kinder etabliert werden soll. Neben vielen neu 'aus dem Boden gestampften' musikalischen Projektarbeiten, Ideen, Konzepten und Veranstaltungen, außerschulisch als auch durch Kultusministerien initiiert, entwickelten sich auch Musikprojekte, welche sich be­sonders gut im Schulalltag umsetzen lassen. Einige dieser Musikprojekte legen den Schwerpunkt auf das Singen. Mittels dieser Projekte, welche in vielen Regionen Deutschlands teils parallel entstanden, soll das Singen wieder mehr in den Alltag der Kinder integriert wer­den und eine Basisbildung für die musikalische Arbeit an weiterführenden Schulen darstellen. Viele Projekte sind deshalb für eine Umsetzung in Grundschulen entwickelt worden.

Inwieweit und durch welche Vorhaben solche Singprojekte wieder mehr Gesang und Musik in die Schulen bringen können, soll in dieser Arbeit erforscht werden. Folgende Fragen stellen sich diesbezüglich und im Verlauf der Arbeit soll versucht werden sie zu klären: Welche musi­kalischen Erfahrungen und Förderungen erhalten die Grundschüler und in welchen, über die Musik hinaus reichenden Bereichen, findet eine Förderung der Kinder statt? Inwiefern und durch welche Methoden können die Schüler2 in ausdifferenzierter Form die Erlebnis- und Ausdruckswelt Musik erschließen? Welche Entwicklungen durchlaufen die Lehrkräfte sowie die Schulleitungen und inwieweit kann der Wunsch nach mehr Einbringung von Musik in die Familien der Kinder verwirklicht werden? Zudem werden weitere Aspekte bezüglich der Langzeitwirkungen und der finanziellen Gegebenheiten beleuchtet.

Mittels einer vergleichenden Arbeitsweise möchte ich in dieser Ausarbeitung acht ausgewähl­te Singprojekte für Grundschulen genauer betrachten. Die Auswahl dieser erfolgte nach verschiedenen Merkmalen der Projekte. So fiel die Wahl auf Projekte, welche durch oder in Zusammenarbeit mit erfahrenen Gesangspädagogen und Kinderchorleitern entwickelt wur­den, ihren Schwerpunkt auf das Singen legen und durch Initiativen und Unterstützung von öffentlichen Organisationen und Vereinen entstanden. Auch der Erfolgsfaktor spielte mit in die Auswahl hinein. Die ausgewählten Projekte werden durchweg regional, überregional und zum Teil sogar bundesländerübergreifend durchgeführt, sodass pro Projekt viele hunderte bis tausende Grundschüler erreicht werden. Kleine, nur teilweise regionale oder schulinterne Pro­jekte dieser Art wurden ausgeschlossen. Die Projekte 'JEKISS', 'JeKiSti', Trimacanta', 'Belcantare Brandenburg', 'Singen macht Sinn', 'SingPause', 'SingBach' und 'Klasse! Wir singen' entsprechen diesen Auswahlkriterien und werden in dieser Arbeit miteinander vergli­chen. Andere Projekte mit ähnlichen Vorhaben und Konzepten waren beispielsweise 'Toni in der Schule' oder 'Chorklasse'. In dieser Ausarbeitung wird von 'Toni in der Schule' abgese­hen, da bis zum jetzigen Zeitpunkt lediglich ein Pilotprojekt an einer Grundschule Nordrhein­Westfalens stattfindet. Die Ausbreitung in andere Schulen ist noch nicht erfolgt. Das Projekt 'Chorklasse' wurde in Niedersachsen gegründet und findet sogar darüber hinaus großen An­klang. Nicht nur in Grundschulen, sondern auch an weiterführenden Schulen wird dieses Projekt durchgeführt. Der Hauptgrund des Ausschlusses ist die besondere Unterstützung des Kultusministeriums in konzeptioneller und finanzieller Art, was die Auswahlkriterien für die zu vergleichenden Projekte in dieser Arbeit nicht erfüllt.

Im Folgenden wird zunächst eine Bestandsaufnahme über das Singen in der Schule vorge­nommen, um deutlich zu machen, wie es dazu kam, überhaupt derartige Musikprojekte ins Leben zu rufen. Anschließend werden die acht Singprojekte im Einzelnen vorgestellt. Darauf folgt der Vergleich, wobei dieser nach einer Auswahl von spezifischen Themen bzw. Kriterien erfolgt. Die sogenannten Detailbetrachtungen geben einen vertiefenden Einblick in dasjewei- lige Thema, wobei neben vergleichenden Aspekten auch wissenschaftliche Blickwinkel einfließen. Eine Zusammenfassung bedeutender Informationen, welche in den Vorstellungen und dem Vergleich der Projekte genannt wurden, werden in einer Tabelle übersichtlich darge­stellt. Der nächstfolgende Abschnitt der Arbeit befasst sich mit der Auswertung des Vergleichs. Folgend soll versucht werden die Singprojekte in die Theoriebildung des Klassen- musizierens einzuordnen. Dieses soll Aufschluss darüber geben, inwiefern das Klassenmusizieren innerhalb des Musikunterrichts, aber auch in anderweitigen Fächern legiti­miert werden kann und damit auch die Durchführung der Singprojekte. Zudem soll versucht werden zu klären welche Bedeutung ein Einsatz von derartigen musikpraktischen Projekten für den Musikunterricht an Grundschulen und auch an weiterführenden Schulen hat.

2. Bestandsaufnahme des Singens in der Schule

Wiejedes andere Schulfach auch, muss sich das Fach Musik an allgemeinbildenden Schulen mit gesellschaftlichen Veränderungen auseinandersetzen. Für den Musikunterricht bedeutet dies eine Anpassung an neue Gegebenheiten und eine neue Ordnung des Unterrichts. Neben der Tatsache, dass auditive und audiovisuelle Medien Musik injeder Art, zujeder Zeit und an fast jedem Ort verfügbar machen, bestimmen unterschiedlichste Musikgenres das aktuelle Musikleben. So muss im Musikunterricht auch mit neuen Medien gearbeitet werden. Beson­dere Schwierigkeiten ergeben sich im Musikunterricht durch Fachlehrermangel. Oftmals wird der Unterricht von fachfremden Lehrern durchgeführt. Fortbildungs- und Weiterbildungsange­bote stehen nur wenigen Lehrern zur Verfügung. Immer öfter fällt Musik einfach aus. Mit der Zunahme des Durchschnittsalters der Lehrer wird die Distanz zu den Schülern und deren Mu­sik größer. Die Konkurrenz durch andere Fächer im immer größer werdenden Fächerkanon ist groß, gerade wenn Musik zum Wahlfach wird. Hinzu kommt das nicht selten schlechte Image des Fachs Musik und dessen Legitimationsdruck.3 Vor allem in der Grundschule gibt es im

Gegensatz zu den Hauptfachem Mathematik und Deutsch keine externen Lernstandserhebun­gen im Fach Musik. Trotz der bestehenden Curricula und Kompetenzstandars fur das Fach Musik der einzelnen Bundesländer besteht kein Zwang an den Schulen den Unterricht einheit­lich durchzuführen. Der Unterricht eines Jahrgangs einer Schule wird an einigen Schulen von verschiedenen Lehrern methodisch und inhaltlich völlig unterschiedlich durchgeführt. Die Lehrpläne der Grundschule lassen allerdings auch viel Spielraum in Bezug auf Methodik und Inhalt. Folglich hängt der Musikunterricht stark von den musikalischen Kompetenzen und In­teressen der Lehrkraft ab.4 Im Hinblick auf die Fähigkeiten und Kompetenzen der Lehrer muss an dieser Stelle hinzugefügt werden, dass das Ausbildungskonzept an Hochschulen für Lehramtsstudierende nur unzureichend notwendige Inhalte im Hinblick auf das Singen mit Grundschulkindern vermittelt, so eine Studie von Bojack-Weber.5 Um diesen und weiteren Problemen entgegenzuwirken, müssen Musiklehrer sich im Machtkampf der Fächer versu­chen durchzusetzen und die Wichtigkeit und Notwendigkeit des Fachs Musik rechtfertigen. Eine Mitgestaltung des Fachs Musik kann sich mit entsprechendem Engagement ergeben, wenn eine Schule sich als Ort der Kreativität sieht und durch ein fantasievolles, spielerisches und fächerübergreifendes Lernen ausreichend Freiraum gelassen wird.6

Nachdem der Musikunterricht in der Bundesrepublik Deutschland seit den 70er Jahren wei­testgehend kognitiv ausgelegt und durch musikpädagogische Betrachtungs- und Analysemethoden theoretisch bestimmt war, erhält das Musizieren und Singen im Unterricht eine zunehmende Bedeutung. Eine Verbindung von Musizierpraxis und Reflexion von Han­deln und Verstehen etabliert sich nicht nur in Grundschulen, sondern auch an den weiterführenden Schulformen. Oftmals angeregt durch Castingshows im Fernsehen wird sich nun auch in den weiterführenden Schulen mehr mit dem Singen auseinandergesetzt. Doch hat es den Anschein, dass die Schüler kaum noch an das Singen gewöhnt sind, was sich nach Meinungen von Musikpädagogen in der Qualität des Gesangs widerspiegelt. Um die sehr he­terogenen Gruppen von Schülern mit den unterschiedlichen kulturellen Hintergründen wieder näher an das Singen heranzuführen und grundlegende Erfahrungen und Kenntnisse über das Singen zu erlernen, wurden Singprojekte vor allem für Grundschulen entwickelt. Eine lang­fristige Wirkung wird durch die Teilnahme dieser erhofft, sodass die Freude am Singen sich auch in die weiterführenden Schulen trägt. Singprojekte für die Sekundarstufen I und II sind in dieser Art, wie die Projekte für die Grundschule, nicht zu finden. Musikpraktische Angebo­te gibt es dort meist schulintern, in Form von Schulchören, Schulorchestern, -band, Musiktheatergruppen oder Orff-Ensembles.7

Zu den gesellschaftlichen Veränderungen gehören in der Grundschule vor allem der tendenzi­ell rückläufige Erwerb musisch-kultureller Kenntnisse und Kompetenzen durch das Elternhaus und den Kindergarten. Die Schulkinder kommen häufig mit sehr geringen musika­lischen Kenntnissen und stimmlichen Defiziten in die Schule. In diesen Bereichen muss die Grundschule motivierend und ergänzend eingreifen. Viele Kinder haben wenig Umgang mit ihrer eigenen Stimme, dem Hören, und auch das Umsetzen von Tönen fällt ihnen schwer. Im­mer mehr 'Brumm-Kinder' sind die Folge der fehlenden Fähigkeit, wahrgenommene Töne durch Atmung und willentliche Verformung des Kehlkopfes zu imitieren und dadurch Töne richtig zu singen. Aufgrund eventueller mangelnder Kommunikation im Elternhaus oder dem übermäßigen Konsum von modernen Medien wie Computer, Fernseher und Spielkonsolen statt familiärer Interaktion neigen Kinder zum Nuscheln. Dabei wird der Mund nicht weit ge­nug geöffnet, eine ausreichende Lippenspannung fehlt und Vokale werden unsauber artikuliert.8

Nach Kreutz spielt das Singen für die musikalische Entwicklung eine wichtige Rolle, da das Singen einen direkten und einfachen Zugang zur Musik darstellt. So kann die Grundschulzeit dazu genutzt werden mit professionellen Mitteln die Bedeutung des Singens zu erhöhen.9 In diesenjungen Jahren kann also der Grundstein für ein weiteres musikbehaftetes Leben gelegt werden.

3. Vorstellung der Singprojekte

Im Folgenden werden die in dieser Ausarbeitung zum Vergleich stehenden Singprojekte vor­gestellt. Sie werden in ihren Grundzügen beschrieben, ihre Schwerpunkte genannt, die Ursprünge und die Ausbreitung angegeben, falls vorhanden Teilnehmerzahlen aufgelistet und besondere Details dargestellt.

3.1 Primacanta - Jedem Kind seine Stimme

Trimacanta - Jedem Kind seine Stimme' ist ein musikalisches Grundschulprojekt. Mit dem Ziel die Singfreude von Kindern zu stärken, ihre Singkompetenz zu entwickeln und Singen als Grundfähigkeit zu fördern wurde das Projekt in Hessen entwickelt. Alle Schüler sollen nach der Teilnahme am Projekt sagen können: „Ich kann singen und ich singe gerne.“10 Es handelt sich bei 'Primacanta' um ein Lehrerfortbildungsprogramm, um möglichst viele Kinder zu erreichen. Innerhalb von zwei Jahren können Musiklehrkräfte, fachnah und fach­fremd unterrichtende Lehrer mit bestimmten musikalischen Vorerfahrungen an der Fortbildung teilnehmen. Während dieser Zeit erwerben die teilnehmenden Lehrer in intensi­ven Kursen konkrete Strategien und Methoden, um die Schüler kindgemäß, lustvoll, handlungsorientiert und systematisch zu hoher Kompetenz zu führen. Das musikpädagogische Modell des Aufbauenden Musikunterrichts (AMU)11 wird den Teilnehmern vermittelt, wel­ches alle lernpsychologischen und bildungstheoretischen Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte berücksichtigt. Pro Musikstunde sollen 10-15 Minuten ausreichen, um nach dem Modell des AMUs die musikalischen Basiskompetenzen wie Metrum, Bewegung, Rhythmus und Stimme der Kinder zu erweitern, sowie die innere Tonvorstellung zu entwickeln. Neben den insgesamt zehn Gruppenfortbildungen stehen den Lehrkräften auch persönliche Choaches zur Seite, wel­che acht Mal in regelmäßigen Abständen Unterrichtsbesuche durchführen. Dadurch können die einzelnen Lehrkräfte in ihrer persönlichen Supervision individuell beraten werden.12 Neben der allgemein musikalischen Bildung legt 'Primacanta' auch ein Augenmerk auf den kindgerechten Umgang mit der Stimme der Kinder. Zusammen mit dem Deutschen Chorver­band wurden sieben Grundprinzipien des Singens formuliert. Diesen Prinzipien sollen die Lehrer bei Trimacanta' beim Singen mit Kindern folgen.13

Die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und die Crespo Foun­dation gründeten im Jahr 2008 dieses Lehrerfortbildungsprogramm. Die Crespo Foundation ist eine Stiftung, welche Menschen in entscheidenden Lebensphasen fördern möchte und so Kinder bei der Entfaltung ihrer Potenziale unterstützt. Die Stiftung, welche von Ulrike Crespo gegründet wurde, konzentriert sich auf Projekte im Großraum Frankfurt am Main. Projektlei­terin ist die bei der Crespo Foundation angestellte Anette Marke, eine Musikpädagogin, Musikwissenschaftlerin und Chorleiterin aus Frankfurt am Main. Das Projekt Trimacanta' steht unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters von Frankfurt am Main, Herrn Peter Feldmann, und der a capella Gesangsgruppe Wise Guys aus Köln. Zudem wird es von einigen weiteren Förderern unterstützt. Die wissenschaftliche Begleitung von Trimacanta' wird von Prof. Dr. Maria Spychiger, einer Mitarbeiterin der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main, durchgeführt.14

Seit der Gründung von Trimacanta' beteiligen sich mittlerweile 72 von insgesamt 76 Grund­schulen in Frankfurt. Im Jahr 2011 wurden zudem noch 14 Grundschulen aus Offenbach und 17 Schulen aus dem hessischen Umland aufgenommen. Somit wurden bis Februar 2012 ins­gesamt 179 Lehrkräfte ausgebildet und etwa 8500 Schülerinnen und Schüler nach dem Prinzip des AMUs durch Trimacanta' unterrichtet. Im Jahr 2013 wurde Trimacanta' erstmals überregional verankert, indem die Landkreise Main-Taunus und Hochtaunus in das Ausbil­dungsgebiet einbezogen wurden. Diese überregionale Erweiterung des Projekts sei ein wichtiger bildungspolitischer Schritt, um noch mehr Grundschulkinder vom Singen zu begeis­tern.15

Die im Musikunterricht erlernten Lieder werden nicht nur auf schulinternen Veranstaltungen vorgetragen, sondern auch außerhalb der Schule auf gemeinsamen öffentlichen Singveranstal­tungen präsentiert. Im Oktober 2014 sangen beispielsweise etwa 1000 Grundschüler im Frankfurter Zoo. Sie sangen Lieder über die im Zoo lebenden Tiere und konnten dadurch die sonst nur besungenen Tiere lebendig anschauen.16 Weitere Singveranstaltungen wie das Rö­merbergsingen oder das Feldbergsingen werden seit der Gründung von Trimacanta' angeboten und mit viel Freude am Singen von den Lehrern und Schülern angenommen.17

Nach dem Projektstart im Jahr 2008 bekam Trimacanta' schon 2009 den Musikpädagogen­preis 'Inventio' des Deutschen Musikrats und der Yamaha - Stiftung verliehen. 2011 folgte im Rahmen des Wettbewerbs Ideen für die Bildungsrepublik' eine Auszeichnung als herausra­gende Bildungsidee.18

3.2 SingPause

'SingPause' ist ein musikalisches Projekt für Grundschulen in Düsseldorf im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Der Städtische Musikverein zu Düsseldorf gründete im Jahr 2006 die­ses Singprojekt, nachdem im Jahr 2005 ein Treffen mit den wichtigsten Instanzen für Kultur und Bildung aus Düsseldorf vom Kulturamt der Stadt Düsseldorf und dem Städtischen Musik­verein organisiert wurde. Zum Thema „Musikalische Erziehung und Sängernachwuchs“ wurde diskutiert, sodass das Ergebnis dieser Versammlung die 'SingPause' war. Der Städti­sche Musikverein zu Düsseldorf e.V. fungiert als Träger für die 'SingPause' und ist für die Durchführung verantwortlich. Unterstützt wird er vom Kulturamt und Schulverwaltungsamt der Landeshauptstadt Düsseldorf und von einigen weiteren Partnern und Förderern. Dieses Projekt hat sich seit seinem Start zu einem wichtigen musischen und sozial-integrativen Bil­dungsangebot entwickelt.19

Im Zuge des Konzepts der 'SingPause' kommen insgesamt 41 ausgebildete Sänger und Sän­gerinnen direkt in die Grundschulen, um gemeinsam mit den Kindern und auch den Lehrern zu singen und musikalische Grundkenntnisse zu vermitteln. Diese Sänger und Sängerinnen besuchen zweimal wöchentlich am Vormittag jede Schulklasse in ihrem Klassenraum. Wich­tig dabei ist, dass die jeweiligen Grundschullehrer mit dabei sind und dadurch vom fachqualifizierten Singen profitieren. So lernen sie gemeinsam mit ihren Schülern neben ei­nem breiten internationalen Liederrepertoir musikalische Grundkenntnisse durch rhythmische Übungen, Stimm- und Gehörbildung.20 Die Sängerinnen und Sänger verwenden bei der Ver­mittlung dieser musikalischen Grundfähigkeiten die Ward-Methode, um „wahre Freude und Begeisterung für das Singen und Musizieren“21 bei den Kindern zu wecken.

Die Lehreinheiten der in die Schulen kommenden Sängerinnen und Sänger sind immer glei­chermaßen aufgebaut. In den nur 20 Minuten pro Besuchstag werden viele musikalische In­halte vermittelt.22

In den nun acht Jahren, in denen die 'SingPause' durchgeführt wird, haben sich dem Projekt immer mehr Grundschulen aus Düsseldorf und Umgebung angeschlossen. Mittlerweile neh­men 60 Grundschulen mit etwa 13 000 Schülern an der 'SingPause' Düsseldorf teil. Weitere fünf Schulen möchten gerne gefördert werden. Damit werden tausende von Kindern musika­lisch-stimmlich gebildet. Das erarbeitete Repertoire an Liedern wird regelmäßig präsentiert. Neben schulinternen Aufführungen im kleinen Rahmen singen im großen Rahmen tausende Kinder unterschiedlicher Schulen zusammen.23 Beispielsweise wurde eine Konzertreihe in der Tonhalle in Düsseldorf organisiert, in der die insgesamt bis zu 12.000 Grundschulkinder ge­meinsam singen und ihre durch die 'SingPause' Erlerntes ihren Eltern und Bekannten präsentieren.24

Mittlerweile haben sich weitere Städte und Regionen der 'SingPause' angeschlossen. 24 Grundschulen aus Bad Honnef, Düren, Erkrath, Grevenbroich, Kaarst, Meerbusch und Wup­pertal führen das Konzept der 'SingPause' durch. Sie stehen mit dem Städtischen Musikverein zu Düsseldorf in engem Kontakt und Austausch, allerdings werden sie von eigenen Trägern und Sponsoren finanziert und durchgeführt.25

3.3 Belcantare Brandenburg - Jedes Kind kann singen!

'Belcantare Brandenburg' ist ein Singprojekt für Grundschulen. Das Motto dieses Projekts lautet: „Jedes Kind kann singen!“ Mit diesem Vorsatz bildet dieses Fortbildungsprojekt Mu­siklehrer aus, um dem Gesang in den Grundschulen mehr Raum zu verschaffen. Dieses Projekt zielt darauf ab, jedem teilnehmenden Lehrer Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkei­ten zu geben und zum Singen in Schulklassen zu befähigen. Denn Singen stärkt den Körper und hilft dabei Gefühle besser zu kanalisieren und Stimmungen zu regulieren.26 Die erlernten Singfähigkeiten und neuen Impulse sollen die Lehrer zusammen mit ihren Schülern im Unter­richt umsetzen. 'Belcantare Brandenburg' ist im Jahr 2011 als Pilotprojekt in der Uckermark gestartet und ist ein vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg anerkanntes Fortbildungsangebot für Lehrer. Dieses Projekt findet in Kooperation zwischen dem Landesmusikrat Brandenburg und dem Fachbereich Musikpädagogik und Musikdidaktik der Universität Potsdam statt. Finanziell unterstützt wird es durch die Ostdeutsche Sparkas­senstiftung, der Sparkasse Uckermark sowie vom Verband Deutscher Schulmusiker in Brandenburg. Mittlerweile beteiligen sich insgesamt 20 staatliche und freie Grundschulen des Kreises Uckermark.27

Ziele diese Projekts sind zum einen den Kindern die Möglichkeit zu geben die Freude am Sin­gen und ihrer eigenen Stimme sowie am Musizieren zu entdecken. Um Wege zu finden, dass Kinder und Jugendliche ihre Stimme erfahren und ihre Singfähigkeiten erweitern, legen die Initiatoren von 'Belcantare Brandenburg' durch dieses Singprojekt einen Grundstein. Die Kinder können durch das Singen grundlegende musikalische Kenntnisse erwerben sowie weltliche und sich selbst betreffende Erfahrungen sammeln. Zum anderen soll durch dieses Projekt die Teamarbeit und der Austausch von Gedanken zwischen den Lehrkräften verschie­dener Schulen gefördert werden. Zudem soll die emotionale Hinwendung zum Singen und Musizieren im Unterricht und die Bereitschaft konsequent hinter einer Sache zu stehen ge­stärkt werden.28

Wissenschaftlich begleitet wird 'Belcantare Brandenburg' durch den Lehrstuhl Musikpädago­gik und Musikdidaktik der Universität Potsdam unter der Leitung von Prof. Dr. Birgit Jank.29

3.4 JeKiSti - Jedem Kind seine Stimme

'Jedem Kind seine Stimme' lautet der Titel zweier Singprojekte aus Nordrhein-Westfalen, welche voneinander unabhängig entstanden und stattfinden. Zum einen handelt es sich um das Projekt 'JEKISS - Singende Grundschulen in Münster' aus Münster, zum anderen um das Projekt 'JeKiSti - Jedem Kind seine Stimme' aus Neuss.30 'JeKiSti' ist ein Projekt der Musikschule Neuss in Nordrhein-Westfalen. Das Projekt wurde durch die Musikschule der Stadt im Jahr 2007 ins Leben gerufen. Zu Beginn nahmen lediglich 16 Grundschulen teil. Mittlerweile beteiligen sich alle 25 Grundschulen aus Neuss mit über 4500 Kinder aus 180 Klassen.31

Ein Expertenteam stellte im Auftrag und in Zusammenarbeit mit der Musikschule Neuss ein eigenes Unterrichtskonzept mit den Schwerpunkten Richtlinien und Lehrpläne im Fach Mu­sik der Grundschule, Gesang und Stimmbildung sowie Rhythmik und elementare Musikerziehung zusammen, welche im Unterricht integrativ Zusammenwirken. Erfahrene Ge­sangspädagogen der Musikschule der Stadt Neuss besuchen jede Woche jede Klasse im regulären Musikunterricht. Diese Pädagogen werden sorgfältig ausgewählt und müssen vorge­gebene Erfahrungen und Ausbildungen im Bereich Gesang, Gesangspädagogik und Unterrichtserfahrung mit Kindern im Grundschulalter vorlegen können. Gemeinsam mit der jeweiligen Grundschullehrkraft unterrichten sie nach dem Prinzip des Teamteachings. Fortbil­dungen für die Lehrkräfte sind nicht erforderlich. Durch die Umsetzung des Projekts im regulären Musikunterricht können alle Grundschulkinder erreicht werden. Jedes Kind erhält die Möglichkeit musikalische Erfahrungen zu machen und eine fundamentierte musikalische Grundbildung zu bekommen. Das Ziel ist es, Musik durch 'JeKiSti' mit Hilfe von Sprechen und Singen erlebbar zu machen und die eigene Stimme als kreatives und künstlerisches Aus­drucksmittel zu entdecken. Auf spielerische Weise werden die Kinder in die Bereiche Sprecherziehung und Stimmbildung eingeführt. Durch das Singen von Liedern, Songs und Chorsätzen und der Vermittlung von Inhalten der Rhythmik, Bodypercussion und Notation begreifen sie Musik als Musikmachen. Daneben stärken sich die Sprachkompetenz sowie die kognitiven und sozialen Fähigkeiten der Kinder.32

Die Teilnahme am Projekt HeKiSti' ist für alle Kinder kostenlos. Dadurch werden alle Kinder, unabhängig von Herkunft oder sozialem Milieu erreicht. Finanzielle Unterstützung erhält das Projekt vom Land Nordrhein-Westfalen, der Jubiläumsstiftung der Sparkasse Neuss, der Bür­gerstiftung Neuss und dem Soroptimistclub Neuss. Ein im Verlauf des Projekts gegründeter Beirat begleitet und diskutiert das Konzept von HeKiSti'. Ihm gehören Vertreter aus Kultur, Bildung und Politik an. Mitglieder dieses Rats sind unter vielen anderen Dr. Fritz Behrens, Vorsitzender des Kulturausschusses im Landtag, Reinhard Knoll, Leiter der Musikschule der Stadt Neuss und Prof. Maria Spychiger der Musikhochschule Frankfurt. Eine wissenschaftlich begleitete Evaluation wurde über mehrere Jahre von der Heinrich-Heine-Universität Düssel­dorf durchgeführt.33

3.5 JEKISS - Jedem Kind seine Stimme

'JEKISS' ist ein Modellprojekt der Westfälischen Schule für Musik und wurde in den Jahren 2007 bis 2010 an münsteraner Grundschulen erfolgreich umgesetzt. Seither ist es als pädago­gisches Programm nachhaltig und dauerhaft in Münster verankert.34 26 Grundschulen und damit etwa 6000 Kinder nehmen an 'JEKISS' teil. Dies sind 60 Prozent aller Grundschulen in Münster. Mittlerweile ist das Konzept von 'JEKISS' auch außerhalb von Münster angenom­men worden. Insgesamt 27 Städte aus 11 Bundesländern Deutschlands und sogar in Österreich schlossen sich 50 Grundschulen dem Projekt an. Die Idee und das pädagogische Konzept des für die Stadt Münster entwickelten Musikprojekts stammt von der Musikpädago­gin der Westfalischen Schule für Musik Inga Mareile Reuther. Sie ist Diplompädagogin für Klavier, Gesang und elementare Musikerziehung und hat sich auf Kinderchorarbeit speziali­siert. Das Ziel dieses Projekts ist allen Grundschülern, unabhängig von ihrem kulturellen, finanziellen und familiären Hintergrund, einen Zugang zu einer elementaren musikalischen Bildung zu ermöglichen. Dies geschieht bei 'JEKISS' durch eine Kombination von Kinder­chorarbeit und Lehrerfortbildungen.35 Die in Verbindung stehenden Komponente des Projekts sind in folgender Grafik übersichtlich dargestellt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Schaubild Struktur des Projekts 'JEKISS'36

Für den Bestandteil der Kinderchorarbeit begleiten von außerhalb der Schule kommende Chorleiter zwei Jahre jede Grundschule. Neben dem Chor dirigieren und organisieren diese Chorleiter Schulsingen mit der ganzen Schule sowie die Fortbildungen für die Lehrer, immer in engem Kontakt und Absprache mit dem Kollegium derjeweiligen Grundschule. Das Schul­singen findet im Rahmen von Sommerfesten oder Gottesdiensten in der Turnhalle, Aula oder Pausenhalle regelmäßig statt. Nach den zwei Jahren verlassen diese von 7EKISS' gestellten Chorleiter die Schulen und ein anderer Leiter, wie beispielsweise eine Musiklehrkraft der Grundschule, übernimmt die Schulchorleitung.37

Innerhalb eines Schuljahrs finden Fortbildungen für alle Lehrkräfte der am Projekt teilneh­menden Schulen statt. Fortbildungsleiter sind diejeweiligen Chorleiter der Schule.

Als Basis für 7EKISS' dient das Unterrichtsmaterial „JEKISS-Sing mit!“. Dieses Lehrwerk beinhaltet den Konzeptband, CDs, eine DVD und den JEKISS-Liederband. Im Konzeptband sind Hilfen für die Chorleiter und Musiklehrer zur Organisation und zur Methodik aufgeführt. Die DVD vermittelt den Chorleitern und Grundschullehrkräften Unterrichtstechniken und bie­tet praktische Übungen an, die eigene Stimme zu trainieren.38

Das Projekt 7EKISS' wurde von 2007 bis 2010 durch Dr. Erich Becker und Melanie Özde- mier M.A. der Technischen Universität Braunschweig wissenschaftlich begleitet. Ein Zwischenbericht der Evaluation erschien im Jahr 2010. Finanziell unterstützt wurde das auf drei Jahre angelegte Modellprojekt in Münster vom Land Nordrhein-Westfalen, der Sparkasse Münsterland Ost, der Stadt Münster, dem Lions-Clus Münster, Annette von Droste-Hülshoff und der Terfloth-Stiftung.39

3.6 Singen macht Sinn

'Singen macht Sinn', abgekürzt mit SMS, ist ein musikpädagogisches Projekt. Es wurde in den Jahren 2009 bis 2011 in ausgewählten Grund- und Förderschulen und Studienseminaren der Region Ostwestfalen-Lippe sowie an den Universitäten Paderborn, Bielefeld und der Hochschule Detmold durchgeführt. Dabei fand das Gemeinschaftsprojekt in den Grundschu­len im regulären Musikunterricht statt. In den Universitäten wurde es als zusätzliche Veranstaltung im Rahmen der Ausbildung von Lehramtsanwärtern und Lehramtsstudierenden angeboten. Das Ziel dieser Fördermaßnahme war es, Kindern im Grundschulalter und soge­nannten Neigungslehrem des Fachs Musik einen Zugang zum Singen zu verschaffen, die Freude am Singen zu wecken und vielfältige Anlässe zum Singen in den Schulen zu ermögli­chen.40

„Das gemeinsame Singen soll so wieder ein fester Bestandteil des Schullebens werden und darüber hinaus auch außerschulische Aktivitäten musikalisch bereichern.“41, so die Projekt-Mitarbeiterin Stephanie Forge.

Dadurch, dass eine nachhaltige Förderung des Singens im Mittelpunkt von 'Singen macht Sinn' stand, sollte das Singen auch nach Ende des Projekts noch Wirkung zeigen und weiter­getragen werden. Aus diesem Grund wurden nicht nur die Kinder gefördert, sondern vor allem die ausführenden Lehrkräfte zum Singen mit Kindern befähigt.42

Für die Umsetzung dieses Vorhabens entwickelten die Initiatoren unter der Leitung von Prof. Dr. Heiner Gembris der Universität Paderborn ein Säulensystem mit vier unterschiedlichen Programmen. Darin gliedert sich das Förderprogramm für die Zielgruppen Schüler und fach­fremde Musiklehrer, Lehramtsanwärter ohne Musikstudium, Studenten mit Musikstudium und Lehramtsstudenten ohne Musikstudium auf.43

Nach dem Projektschluss im Jahr 2011 haben insgesamt 21 Schulen mit etwa 1200 Schülern aus Ostwestfalen-Lippe an 'Singen macht Sinn' teilgenommen. Dabei arbeiteten 43 Lehrer mit 19 Vokalpädagogen zusammen. Auf die nur sieben vorhandenen Plätze bewarben sich während der Projektphase etwa 70 Schulen. Die Auswahl erfolgte nach einem Motivations­schreiben und der Anzahl an fehlenden Musiklehrern an den Schulen. Innerhalb dieser drei Jahre absolvierten 440 angehende Lehrer 'Singen macht Sinn' erfolgreich. Im Verlauf des Projekts wurden regelmäßig Daten erhoben, sodass im Jahr 2012 ein umfangreicher Evaluati­onsbericht erschien.44 Gefördert wurde 'Singen macht Sinn' von der Familie-Osthushenrich- Stiftung, der Landesregierung Nordrhein-Westfalen sowie durch Spenden und Eigenmittel der Projektpartner.45

3.7 Klasse! Wir singen

'Klasse! Wir singen' ist eine Aktion, welche das Singen dauerhaft und nachhaltig in der Schu­le, der Freizeit und der Familie fördern soll. Dieses Projekt richtet sich an die Jahrgänge 1-7 aller Schulformen. Jedes Kind, unabhängig von seinem Talent oder seinen physischen und psychischen Fähigkeiten kann an diesem Projekt teilnehmen. Dadurch ist 'Klasse! Wir Sin­gen' eine gelebte Inklusion, wobei alle miteinander singen.46 Der Kirchenmusiker Gerd-Peter Münden aus Braunschweig initiierte im Jahr 2007 erstmals das Konzept von 'Klasse! Wir sin­gen'. Mit der Anmeldung für das Singprojekt verpflichten sich die Lehrer und Schüler für eine sechswöchige Vorbereitungsphase, in der sie einen Liederkanon einüben, dessen Lieder im Anschluss der sechs Wochen und als Abschluss des Projekts bei einem großen Liederfest ge­meinsam mit vielen anderen Teilnehmern anderer Schulen zu singen. Dabei treffen sich die teilnehmenden Klassen in großen Veranstaltungshallen in den jeweiligen Regionen mit tau­senden Sängerinnen und Sängern zum gemeinsamen Singen.47 Während eines dieser Erlebnis­Konzerte Anfang des Jahres 2015 sangen beispielsweise in der TUI-Arena Hannover im Rah­men von 'Klasse! Wir singen' etwa 5000 Grundschüler gemeinsam.48 Ein Erfahrungsbericht vom Konzert in Oldenburg im März 2015 ist im Anhang I einzusehen. Diese Veranstaltungen werden von professionellen Moderatoren geleitet. Neben aufwändigen Ton- und Lichtanlagen sorgt eine Live-Band für ein eindrucksvolles Erlebnis für die singenden Kinder und deren El­tern sowie Freunde der Familie und weitere Interessierte, die das Publikum bilden. In der Vorbereitungsphase erhältjedes Kind ein Liederbuch, eine CD und ein T-Shirt. Die Lehrer er­halten unterstützende musikpädagogische Materialien in Form von pdf-Dokumenten und Filmen auf einer DVD. Die DVD bietet den Lehrkräften praktische Vorschläge für Einsing­übungen und eine Einführung in die 3-Sinne-Methode, eine Unterrichtsmethode zur Liederarbeitung. Anjedem Tag der sechs Wochen sollen die Lieder des Kanons mit Hilfe des Buchs und der CD gesungen und eingeübt werden, dieses nicht nur in der Schule, sondern auch zu Hause.49

Finanziert wird das Projekt vom gemeinnützigen Verein Singen e.V., den Sponsoren Ross­mann und Procter & Gamble und weiteren Sponsoren sowie durch einen Kostenbeitrag von jedem Kind und den Eintrittsgeldern der Konzertbesucher.50

Im Vorfeld der sechs Wochen besteht fur alle Lehrer die Möglichkeit an einer kostenlosen In­formations- und Schulungsveranstaltung in derjeweiligen Liederfesthalle teilzunehmen.51 Zu Beginn des Projekts im Jahr 2007 nahmen auf Anhieb 28 000 Kinder im Raum Braun­schweig teil. Mittlerweile hat sich 'Klasse! Wir singen' in vielen Städten der Bundesländer Niedersachsen, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Saarland etabliert.52 Im Jahr 2015 wird sich Bremen auch an dem Singprojekt beteiligen. Für die kommende Aktion im Frühjahr 2015 sind etwa 140 000 Kinder angemeldet.53

Rudolf Schenker, Gründer und Gitarrist der Rockband 'Scorpions' aus Hannover und die ac- capella Gruppe 'Wise Guys' aus Köln haben ihre Zusage als Botschafter für 'Klasse! Wir singen' zu fungieren gegeben und unterstützen das Projekt.54

3.8 SingBach

'SingBach' ist ein für die Grundschule entwickeltes Mitsingprojekt mit dem Ziel Kindern den Schatz ihrer eigenen Stimme zu erschließen. Die Kirchenmusikerin Friedhilde Trüün aus Tü­bingen entwickelte mit ihren Erfahrungen in den Bereichen Vokalpädagogik und Kinderchor­arbeit das Konzept. 'SingBach' ist für Kinder des dritten Schuljahres ausgearbeitet worden, um den Kindern einen altersgerechten aktiven Zugang zu klassischer Musik zu ermöglichen und das Chorsingen als ein Gemeinschaftsgefühl erlebbar zu machen.55 In mehrwöchigen Pro­ben im Unterricht mit den Lehrern und innerhalb einer Projektwoche üben 250 bis 300 Kinder aus vier bis fünf Grundschulen unter der Leitung von Frau Trüün Lieder von Johann Sebasti­an Bach. Die Arrangements zu den Stücken wurden vom Ensembleleiter Frank Schlichter ge­schrieben. Die Kinder werden während der Proben und des Konzerts von angemessenen Klän­gen von Klavier, Klarinette, Saxophon und Bass begleitet. Die Idee des Projekts und die Texte der Lieder entwickelte Frau Trüün in Zusammenarbeit mit der Internationalen Bachakademie in Stuttgart.56 Neben dem Einüben der Lieder werden die Kinder sowohl an klassische Musik und die Stimmbildung herangeführt, als auch an die Freude am Singen. Den Abschluss und Höhepunkt einer jeweiligen Projektwoche bildet ein einstündiges Konzert, bei dem die Grundschüler die Lieder als ein großer Chor mit Begleitung eines Jazzensembles vortragen. Durch die Teilnahme ganzer Klassen und dadurch ausnahmslos aller Kinder einer Klasse, werden auch diejenigen Kinder und die Eltern beim Konzert mit einbezogen, die zuvor keinen Kontakt zur klassischen Musik hatten.57

Dieses Projekt zeichnet sich insbesondere durch seinen Erlebnischarakter, die Verbindung von hohem Anspruch und Spaß beispielsweise in den Bereichen Probedisziplin, Gesang und Kon­zertcharakter sowie durch die nachhaltige Wirkung bei allen Beteiligten, den Kindern, deren Eltern und den Lehrern aus. Die Lehrer erlernen im Vorfeld durch Fortbildung und Coaching den richtigen Umgang mit der Kinderstimme und erhalten viele Tipps zum Singen im Schulalltag.58

Im Jahr 2011 wurde das Projekt erstmalig in Tübingen im Bundesland Baden-Württemberg durchgeführt. Beim Konzert nahmen etwa 350 Drittklässler teil. Etwa 1000 Zuschauer kamen, um die Abschlussveranstaltung in der Tübinger Stiftskirche zu erleben. Die Organisation des großen Konzerts übernahm Prof. Christian Fischer, Rektor der Hochschule für Kirchenmusik in Tübingen, in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt.59

Mittlerweile wurde das Projekt 'SingBach' in mehreren Bundesländern Deutschlands durch­geführt. Neben demjährlich stattfindenden Konzert in Tübingen fanden Konzerte in Städten in Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Sachsen, Berlin und Hessen statt. Für das Jahr 2015 sind Konzerte in Brandenburg, Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sowie in der Stadt Bern in der Schweiz geplant.60

Förderer dieses Projekts sind unter anderem Stiftungen, Kirchengemeinden, Sparkassen, die Hochschule für Kirchenmusik in Tübingen und Staatliche Schulämter. Des Weiteren ist das Projekt auf Sponsoren und ehrenamtliches Engagement angewiesen.61

3.9 Übersichtskarte: Verteilung der Singprojekte innerhalb Deutschlands

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Eine Übersicht zu den Zielgebieten dieser Projekte in Deutschland ist hier übersichtshalber dargestellt: Bundesländer in denen die Projekte durchgeführt werden sind entsprechend farbig markiert. Deutlich ist eine vermehrt Verbreitung der Projekt im Westen Deutschlands erken­nen. Vor allem in den Ballungsgebieten Nordrhein-Westfalens und in den Ländern Brandenburg und Berlin kommen die Projekte häufiger zum Einsatz als im Norden und Süden Deutschland. Die hier vorgestellten Projekte bisjetzt noch nicht in Schleswig-Holstein, Meck­lenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Rheinland-Pfalz zum Einsatz gekommen.

4. Die Singprojekte im Vergleich

Nach einer kurzen Vorstellung der in dieser Ausarbeitung vorkommenden Projekte im vorhe­rigen Teil sind allgemeine, aber zum Teil auch bereits spezielle Informationen benannt worden. Im Folgenden werden die Singprojekte einem Vergleich unterzogen. Dabei werden spezifische Bereiche bzw. Kriterien, die für die erfolgreiche Umsetzung der Projekte von Be­deutung sind, dargestellt und Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede zwischen den Projekten herausgearbeitet. Es erfolgt eine direkte Bezugnahme auf musikwissenschaftliche Fachlitera­tur in Form einer jeweiligen Detailbetrachtung von bedeutenden Themen, wodurch die Vorgehensweisen der einzelnen Projekte eine Untermauerung erfahren. Die Kriterienwahl er­folgte im Hinblick auf Komponenten, die in allen Projekten oder in einer Vielzahl der Projekte wiederzufinden sind. Diese Kriterien sind die Ziele und Schwerpunkte, die Methoden zur Umsetzung, die Nachhaltigkeit, die Beständigkeit, die Rentabilität sowie die wissenschaft­lichen Begleitungen. Nun erfolgt zunächst der Vergleich aller Singprojekte im Hinblick auf deren gesetzten Ziele und die festgelegten Schwerpunkte.

4.1 Ziele und Schwerpunkte

Das Projekt "Klasse! Wir singen' zielt darauf ab, das Singen der Kinder in der Schule, in ihrer Freizeit und in den Familien dauerhaft und nachhaltig zu etablieren und durch das am Ende des sechswöchigen Projekts erfolgende Konzert die Motivation zum Singen und zum Weiter­singen nach Beendigung des Projekts zu fördern.62

Ebenso geht es bei dem Singprojekt Trimacanta' auch um das Singen und Musizieren an sich. Zudem möchte Trimacanta' allen Teilnehmenden einen lustvollen und dabei qualifizier­ten Gebrauch ihrer Singstimme vermitteln. Nach Ende der zweijährigen Teilnahme der Schüler des 3. und 4. Schuljahres, möchte das Projekt ein positives Selbstkonzept bei den Kindern erreichen, sodass bestenfalls jedes Kind von sich behaupten kann, dass es singen kann und dies gerne tue.63

Dem bereits abgesetzten Projekt 'Singen macht Sinn' ging es um das Singen, die Bewegung sowie um das gemeinsame Musizieren. Kindern sollte das Singen angemessen beigebracht werden. Neben der Förderung der Singfähigkeit von den Grundschülern als auch den Lehr­kräften, sollten den Lehrkräften neue Impulse in den Bereichen Stimmbildung, Liedvermittlung und Singleitung gegeben werden. Die Lehrkräfte sollten insofern gefördert werden, dass sie als Stimmvorbild für die Schüler dienen können.64

'Belcantare Brandenburg' möchte den Teilnehmenden die Freude am Entdecken ihrer eigenen Stimme vermitteln und das gemeinsame Musizieren fördern. Es sieht sich als ein Teil und als Fundament musikalischer Bildung.65

Genauso wie die Ziele des zuvor genannten Projekts sieht sich auch 'JEKISS' als ein Motor musikalischer Basisausbildung, wobei in der Zielbeschreibung im Gegensatz zu den zuvor ge­nannten Projekten explizit hinzugefügt wird, dass alle Kinder unabhängig von Bildung, kulturellem Hintergrund oder sozialem Stand einbezogen werden. 'JEKISS' möchte durch die Durchführung des Projekts neben einer Stärkung der Schulgemeinschaft und harmonischem Gruppengefühl eine vollwertige Grundmusikalisierung der Schüler erreichen. Zudem soll die Konzentrationsfähigkeit bei den Kindern erhöht werden.66 Das Projekt 'JeKiSti' hat sich ne­ben einer Musikalisierung und einer Erreichung aller Kinder der teilnehmenden Schulen, das Ziel gesetzt Singen und Sprechen erlebbar zu machen. Zudem soll das Projekt ergänzend in den regulären Musikunterricht integriert werden.67

Das Projekt 'SingPause' sieht als Ziel ebenfalls eine fundierte musikalische Grundausbildung vor. Zudem soll eine musikalische Fähigkeit und Selbstständigkeit bei den Schülern erreicht werden und die Projektdurchführung einen Beitrag zur Verbesserung der Lernfähigkeit leis­ten. Auch hier werden alle Schüler einbezogen, unabhängig von ihrer Herkunft, Religion oder dem sozialen Status. 'SingPause' bezeichnet sich selbst als sozial-integrativ. Bei 'SingPause' sollen außerdem alle Grundschullehrer der teilnehmenden Schulen erreicht werden. Neben diesen fugt das Projekt in seinen Hauptzielen explizit die Förderung der ästhetischen Erzie­hung hinzu.68

Das Singprojekt 'SingBach' zielt vor allem auf einen Zugang zur klassischen Musik ab, was sich dadurch von den übrigen Projekten, welche vor allem weltliches und kulturübergreifen­des Liedgut aufgreifen, unterscheidet. Über einen altersgerechten und aktiven Zugang sowie der Empfindung des Chorsingens als Gemeinschaftserlebnis soll den Grundschülern die klas­sische Musik durch Stücke von J.S. Bach näher gebracht werden.69 4.1.1 Detailbetrachtung: Ziele und Schwerpunkte

Nach dieser Beschreibung der Ziele der einzelnen Singprojekte lassen sich fünf gemeinsame Hauptziele erkennen. Das von fast allen explizit aufgeführte oder implizit genannte Ziel ist das Bestreben nach einer Grundmusikalisierung der teilnehmenden Grundschüler. Nach Mechtild Fuchs (2010) ist die Arbeit an grundlegenden musikalischen Fähigkeiten und Fertig­keiten, mit Kindern im und vor dem Grundschulalter, bis etwa zum zehnten Lebensjahr, besonders effektiv. In dieser Lebensphase lernen Kinder im Allgemeinen am schnellsten und am motiviertesten. Das musikalische Lernen, welches als eine der komplexesten Formen des Lernens angesehen wird, ist besonders für die kindliche Entwicklung fördernd. Denn musika­lische Bildung verbindet unterschiedliche Ebenen des Lernens, wie etwa die motorische, die kognitive, die emotionale und die soziale Ebene.70 Doch wie Fuchs betont, muss auch Maria Spychiger festhalten, dass sich musikalische Fähigkeiten nicht von selbst bilden und Musik­unterricht an öffentlichen Bildungsstätten nicht weiter in den Hintergrund rücken darf, auch im Hinblick auf die oben genannten nicht musikspezifischen Ebenen des Lernens.71 Durch die im Kapitel 2 „Bestandsaufnahme des Singens in der Schule“ bereits erwähnten Probleme des Musikunterrichts, wie eventuelle Budgetschwierigkeiten, Rechtfertigungszwänge, Diszipli- narprobleme, Zeitnot sowie die Notstände in der Verfügbarkeit von kompetenten Lehrkräften, fällt es schwer fundierte, kompetente und langfristig anhaltende musikalische Grundkenntnis- se zu vermitteln.72 An dieser Stelle setzen Singprojekte an, um musikalische Bildung in Schu­len besser zu verankern und um die musikpädagogische Landschaft grundlegend neu zu strukturieren, so der Leiter der Musikschule der Stadt Neuss Reinhard Knoll, im Vorwort der Dokumentation der Fachtagung „Singen in der Grundschule“ aus dem Jahr 2009.73 Wie in der Projektbeschreibung von "Klasse! Wir singen' durch den Initiator des Projekts Gerd-Peter Münden erläutert, verpflichten sich die teilnehmenden Schulen für einenjeweiligen Zeitraum am Projekt teilzunehmen und die Vorgaben und Vorschläge der Konzeption durchzuführen. Ein vorzeitiger Abbruch, auch im Hinblick auf das Abschlusskonzert ist nicht empfehlens­wert.74

In dem Zusammenhang, hier aber als separate Ziele benannt, sind zum einen die Vermittlung der Freude und Lust am Singen sowie Musizieren zu nennen. Zum anderen steht die Stimm­bildung vor allem der Schüler aber auch der Lehrer an hoher Stelle. Ein qualitätsvoller Umgang mit der Stimme durch altersgerechte angemessene Übungen wird bei vielen Projek­ten explizit genannt und angestrebt.

Ein weiteres Ziel, welches über die musikalische Ausbildung der Kinder hinaus geht, ist das Wertlegen darauf, dass alle Kinder, unabhängig von Kultur, Religion, Herkunft und sozialem Stand eingebunden werden. "Musikalische Bildung für alle Kinder' lautet demnach die Devise für viele Singprojekte. Es sollen auch diejenigen Kinder erreicht werden, die nicht die Mög­lichkeit haben, außerhalb der Institution Schule eine musikalische Ausbildung, wie etwa in einer Musikschule, zu erhalten. Vor allem die Initiatoren des Projekts "JEKISS' möchten alle Schüler in Münster erreichen. Im bisher nur erschienenen Zwischenbericht zur Evaluation des Projekts aus dem Jahr 2010 geht hervor, dass die am Schulchor teilnehmenden Schüler vor al­lem deshalb mitsingen würden, weil sie ohnehin gerne singen und die Teilnahme ohne größeren Aufwand für die Eltern möglich wäre.75 Demnach lässt sich vermuten, dass vor al­lem diejenigen Kinder am Chor teilnehmen, die sowieso beispielsweise durch ihr Elternhaus, musikalisch geprägt und mit dem Musizieren in Berührung kommen. Kinder, die keine famili­ären musikalischen Erfahrungen mitbringen, dies sind oftmals Familien mit geringerem Bildungsstand und einem niedrigeren sozialen Stand, werden möglicherweise weniger im Chor vertreten sein, zumal ein Jahresbeitrag von 72 Euro pro Chorkind zu entrichten ist.76 Auf noch folgende Untersuchungen zur Beteiligung von Kindern am Schulchor wird verwiesen.77 Ein letztes Ziel, welches von vielen Projekten benannt wurde, ist die Stärkung der Lehrkräfte.

4.2 Umsetzung

In den bisherigen Ausführungen wird deutlich, dass alle Projekte ähnliche, aber teilweise auch sehr unterschiedliche Ziele haben. Aufgrund dieser Tatsache liegt es nahe, dass diese auf un­terschiedliche Weisen umgesetzt werden. Diese verschiedenen Vorgehensweisen werden nun im Folgenden betrachtet.

4.2.1 Einsatz von Fachkräften

Zu erkennen sind zunächst zwei verschiedene Vorgehensweisen. Zum einen gibt es eine Viel­zahl von den untersuchten Projekten, wie Trimacanta', 'Belcantare Brandenburg', 'Singen macht Sinn', 'JEKISS' und 'SingBach', welche Fortbildungen für Lehrer anbieten. Dies ge­schieht im Einzelnen nach unterschiedlichen Strategien. Zum anderen gibt es Projekte, wie 'SingPause' und 'JeKiSti', die ausschließlich Gesangspädagogen an die Schulen bringen, wel­che teilweise im Teamteaching oder als Tandemunterricht zusammen mit der Lehrkraft arbeiten. Das Projekt 'Klasse! Wir singen' fällt bei dieser Einteilung in Teilen aus dem Rah­men, da es weder Fachkräfte an die Schulen bringt, noch für die Teilnahme verbindliche Lehrerfortbildungen anbietet. Vor Beginn der sechswöchigen Vorbereitungsphase besteht die Möglichkeit an einer in das Projekt einführenden Veranstaltung teilzunehmen, diese istjedoch für die Umsetzung des Projekts nicht zwingend erforderlich, wird allerdings von den Initiato­ren empfohlen. Als Vorbereitung auf das Projekt dienen den Lehrern die Erklärungen auf der DVD, auf der das Einstudieren von Liedern nach der 3-Sinne-Methode vermittelt wird.78 Das Projekt 'Primacanta' ist eines der Projekte, welches Lehrerfortbildungen anbietet. Es be­steht die Möglichkeit für Fachlehrkräfte und fachnah Unterrichtende eine Fortbildung nach dem Konzept des Projekts zu erhalten. Mit fachnah unterrichtenden Lehrkräften sind in die­sem Fall Lehrkräfte gemeint, die das Fach Musik nicht studiert haben, jedoch notwendige musikalische Grundkenntnisse mitbringen und sich durch sicheres Singen, Notenkenntnis, Rhythmusempfinden und das Beherrschen eines Akkord-Begleitinstrumentes qualifizieren.

Für Lehrer ohne nachweislich musikalische Kenntnisse und Fähigkeiten besteht keine Mög­lichkeit für eine Teilnahme. Alle teilnehmenden Lehrer werden in acht Seminaren von qualifizierten Coaches unterrichtet. Die Coaches müssen einen Musikhochschulabschluss und nachgewiesene Erfahrungen im musikpädagogischen Bereich mit Vor- und Grundschulkin­dern haben sowie ein zweitägiges Fortbildungsseminar zum Aufbauenden Musikunterricht (AMU) absolviert haben. Die Lehrerfortbildungen beinhalten die Ausbildung nach dem Kon­zept des AMUs, die Umsetzung und Anwendung dieser Prinzipien in Lern- und Unterrichtssequenzen, die Erweiterung der Kenntnisse über die Grundformen musikalischen Handelns und die tonal-vokalen sowie metrischen Kompetenzbereiche. Außerdem erhalten die Teilnehmer eine Ausbildung im Bereich der Kinderstimme sowie der eigenen Sing- und Sprechstimme, eine Ausbildung im Bereich des elementaren Klassenmusizierens und bekom­men Informationen über den theoretischen Hintergrund des Modells. Nach der Fortbildung sollen die Lehrkräfte die Fortbildungsinhalte weitestgehend eigenständig durchführen. Für die Fachlehrkräfte finden vier Mal pro Schuljahr Unterrichtshospitationen durch den Coach statt. Für fachfremd unterrichtende Lehrkräfte ist ein Tandemmodell vorgesehen, in dem der Lehrer und ein Musikpädagoge der Musikschule Frankfurt einmal pro Woche im Teamteaching ge­meinsam unterrichten. Als Fortbildungsmaterialien dienen vier bis fünf Reader und ein Grundlagenwerk zum AMU von Schmidt-Oberländer und Jank (2010).79

Im Gegensatz zu Trimacanta' ermöglicht das Projekt 'Belcantare Brandenburg' auch fach­fremden Lehrkräften die Befähigung Kinder beim regelmäßigen Singen methodisch vielseitig anzuleiten. Das heißt, auch Lehrer ohne Fachstudium, aber mit Neigung zur Musik ohne spe­zifische Vorkenntnisse, dürfen teilnehmen. Auch das Spielen eines Instruments ist nicht zwingend erforderlich. Für das Hauptziel einer praktischen Vorbereitung auf das aktive Sin­gen mit Kindern in der Fortbildung im Rahmen des Projekts 'Belcantare Brandenburg', werden Inhalte wie die Stimme des Kindes, die Verbindung von Bewegung und Singen sowie die Einheit von Singen und Musizieren in Augenschein genommen. Während der Projektlauf­zeit sind neben den ganztägigen Fortbildungen regelmäßige sogenannte Coachings vorgesehen, in dessen Rahmenjeweils eine in Musik ausgebildete Fachkraft mit einer teilneh­menden Lehrkraft zusammen arbeitet. Ein Wissens- und Erfahrungsaustausch sowie das gemeinsame Durchführen und Planen des Musikunterrichts sind dabei vorgesehen.

[...]


1 Trüün, F.: „SingBach“ Mitsingprojekt für Grundschulkinder, Konzeption; S.3; 2010.

2 Einfachheitshalber werden die Begriffe Schülerinnen und Schüler in dieser Arbeit zu dem Sammelbegriff Schüler zusammengefasst

3 Vgl.: Kraemer, R. (Hrsg.): Musikpädagogik-eine Einführung in das Studium; S. 132ff; in: Kraemer, R.

(Hrsg.): Forum Musikpädagogik; 2004.

4 Vgl.: Jank, B.: Musikunterricht und musikbezogener Bildungskanon; in: Spychiger, M., Badertscher, H.

(Hrsg.): Rhythmisches und musikalisches Lernen, Didaktische Analysen und Synthesen; S. 57; 2008.

5 Vgl.: Bojack-Weber, R.: Singen in der Grundschule; S. 100f; 2012.

6 Vgl.: Kraemer, R.: Musikpädagogik-eine Einführung in das Studium; S. 132ff; 2004.

7 Vgl.: Antwerpen, S.: Singen in der Schule, Ästhetische Bildungspotentiale des Singens und des Gesangs; S. 147f; in: Göhlich, M., Liebau, E. (Hrsg.): Erlanger Beiträge zur Pädagogik; 2014.

8 Vgl.: Hechel-Ude, C.: Singprojekte in Deutschland für Kinder im Grundschulalter - eine Bestandsaufnahme am Beispiel der ausgewählten Projekte JEKISS und SMS; S. 6; 2013.

9 Vgl.: Kreutz, G.: Wirkungen und Bedeutungen des Chorsingens; in: Kreutz, G., Bähr, J.(Hrsg.): Anstöße - Musikalische Bildung fordern und fördern, Festschrift Hans Günther Bastian zum 60. Geburtstag; S. 107; 2004.

10 Vgl.: Knoll, R. (Hrsg.): Singen in der Grundschule, Tagungsdokumentation Fachtagung am 25. Juni 2009 im Rathaus der StadtNeuss; S. 13; 2009.

11 Der Begriff Aufbauender Musikunterricht wird im weiteren Verlauf mit AMU abgekürzt.

12 Vgl.: Hessisches Kultusministerium (Hrsg.): Musik entdecken - Musik machen; S. 27; 2010.

13 Vgl.: Crespo Foundation: Grundprinzipien des Singens; www.primacanta.de/index.php?id=248; Zugriff: 27.11.2014.

14 Vgl.: ebd.

15 Vgl.: ebd.

16 Vgl.: Rhein-Main TV: Tierisches Vergnügen im Frankfurter Zoo; 00.25ffmin; www.rheinmaintv.de/video/Tierisches-Singvergn; Zugriff: 27.11.2014.

17 Vgl.: Crespo Foundation: Pressestimmen zu Primacanta; www.primacanta.de/index.php?id=20; Zugriff:

27.11.2014.

18 Vgl.: ebd.

19 Vgl.: Hill, M., Städtischer Musikverein zu Düsseldorf e.V. (Hrsg.): Ursprung; www.singpause.de/index.php? id=13; Zugriff: 01.12.2014.

20 Vgl.: Knoll, R. (Hrsg.): Singen in der Grundschule; S. 30ff; 2009.

21 Hill, M.: Konzept Ward-Methode; www.singpause.de/index.php?id=10; Zugriff: 01.12.2014.

22 Vgl.: ebd.

23 Vgl.: ebd.

24 Vgl.: Cordes, L.: 12 000 Kinder bei Singpausen in der Tonhalle; in: RP Düsseldorf; 03.06.2014.

25 Vgl.: Hill, M., Städtischer Musikverein zu Düsseldorf e.V. (Hrsg.): Singpause in anderen Städten; www.singpause.de/index.php?id=66; Zugriff: 01.12.2014.

26 Vgl.: LandesmusikratBrandenburg e.V. (Hrsg.): Das Projekt; www.belcantare-brandenburg.de/projekt/; Zugriff: 01.12.2014.

27 Vgl.: Deutscher Musikrat (Hrsg.): Musikalische Bildung in Deutschland, Ein Thema in16 Variationen; Berlin, 2012; pdf-Dokument; Abruf: 01.12.2014.

28 Vgl.: Buschmann, J., Jank, B. (Hrsg.): Belcantare Brandenburg, Jedes Kind kann singen!, Dokumentation; S. 22ff; 2013.

29 Vgl.: ebd.; S. 129

30 Vgl.: Antwerpen, S.: Singen in der Schule; S. 162; 2014.

31 Vgl.: Napp, H. (Hrsg.): Die Struktur; www.jedem-kind-seine-stimme.de/cms/front_contentphp7idcatH3; Zugriff: 02.12.2014.

32 Vgl.: Knoll, R. (Hrsg.): Singen in der Grundschule; S. 48ff; 2009.

33 Vgl.: ebd.

34 Vgl.: Antwerpen, S.: Singen in der Schule; S. 162; 2014.

35 Vgl.: StadtMünster: Jedem Kind seine Stimme (JEKISS), Das Projekt; www.muenster.de/stadt/musikschule/jekiss_projekt.html; Zugriff: 03.12.2014.

36 In: Reuther, I.: JEKISS, Jedem Kind seine Stimme, Sing mit!, Konzeptband; S. 26; 2012.

37 Vgl.: Knoll, R.: Singen in der Grundschule; S. 18ff; 2009.

38 Vgl.: Stadt Münster: Jedem Kind seine Stimme (JEKISS), Die Bausteine; www.muenster.de/stadt/musikschule/jekiss_bausteine.html; Zugriff: 03.12.2014.

39 Vgl.: StadtMünster: Jedem Kind seine Stimme (JEKISS), Das Projekt; www.muenster.de/stadt/musikschule/jekiss_projekt.html; Zugriff: 03.12.2014.

40 Vgl.: Forge, S., Gembris, H.: Singförderung in der Grundschule, Evaluation des Projekts „Singen macht Sinn“; S. 14; 2012.

41 Forge, S.: Das Projekt „Singen macht Sinn“; in: Forge, S., Gembris, H.: Singforderung in der Grundschule; S. 14; 2012.

42 Vgl.: Forge, S., Gembris, H.: Singförderung inder Grundschule; S. 14; 2012.

43 Vgl.: Knoll, R.: Singen in der Grundschule; S. 42ff; 2009.

44 Vgl.: Forge, S., Gembris, H.: Singförderung inder Grundschule; S. 17ff; 2012.

45 Vgl.: Baumann, L.: „SMS-Singen macht Sinn“; www.landesmusikrat- hamburg.de/index.php/projekte/fachtagungen-und-foren/singen-mit-kindern/projekte- undreferenten/314qsms-singen-macht-sinnq-lars-baumann.html; Zugriff: 04.12.2014.

46 Vgl.: Singen e.V.: Informationsfilm für „Klasse! Wir singen“ in Bremen 2015; 02.28ffmin; www.klasse-wir- singen.de/projekt/liederfeste/tour-2015/; Zugriff: 04.12.2014.

47 Vgl.: Singen e.V.: Allgemeines; www.klasse-wir-singen.de/projekt/angemeines/; Zugriff: 04.12.2014.

48 Vgl.: Plasberg, D.: Liederfest „Klasse! Wir singen“ war ein Erfolg; www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Klasse-wir-singen-in-Hannover-war- Erfolgdiederfest104.html; Zugriff: 03.03.2015.

49 Vgl.: Singen e.V.: Allgemeines; www.klasse-wir-singen.de/projekt/aUgememes/; Zugriff: 04.12.2014.

50 Vgl.: Singen e.V.: Fakten; www.klasse-wir-singen.de/projekt/fakten/; Zugriff: 04.12.2014.

51 Vgl.: Informationsfilm für „Klasse! Wir singen“ in Bremen 2015; 03.30ffmin; www.klasse-wir- singen.de/projekt/liederfeste/tour-2015/; Zugriff: 04.12.2014.

52 Vgl.: Singen e.V.: Fakten; www.klasse-wir-singen.de/projekt/fakten/; Zugriff: 04.12.2014.

53 Vgl.: Singen e.V.: Neuigkeiten; www.klasse-wir-singen.de/neuigkeiten/140-000-kinder-bei-klasse-wir- singen/; Zugriff: 04.12.2014.

54 Vgl.: Singen e.V.: Musikalische Botschafter; www.klasse-wir-singen.de/musikalische-botschafter/; Zugriff: 04.12.2014.

55 Vgl.: Trüün, F.: „SingBach“ Mitsingprojekt für Grundschüler, Konzeption; S. 3ff; pdf-Dokument von Frau Trüün erhalten am 26.02.2015.

56 Vgl.: Vater, D. (Hrsg.): SingBach in Tübingen! Hinter den Kulissen eines Kinderchorprojekts; 02.50ffmin; Filmvon SWR Tübingen/Stuttgart, 2011; in: www.singbach.de/index.php?id=340; Zugriff: 09.12.2014.

57 Vgl.: Trüün, F.: „SingBach“, Konzeption; S. 3ff.

58 Vgl.: Sparkassenstiftung GUTES TUN: SingBach: Projekt für Grundschüler; www.stiftung-gutes- tun.de/projekte/sing-bach/; Zugriff: 09.12.2014.

59 Vgl.: Vater, D. (Hrsg.): SingBachinTübingen! Dokumentationsfilm; 01.30ffmin; 2014.

60 Vgl.: Trüün, F.: Konzerte; www.singbach.de/index.php?id=342; Zugriff: 09.12.2014.

61 Vgl.: TelefonatmitFrauTrüünam 10.03.2015.

62 Vgl.: Münden, G.: Projektbeschreibung „Klasse! Wir singen“; www.klasse-

wirsingen.de/wpcontent/uploads/materialien/Projektbeschreibung.pdf; Abruf: 14.01.2015.

63 Vgl.: Knoll, R.: Singen in der Grundschule; S. 13; 2009.

64 Vgl.: Forge, S., Gembris, H.: Singförderung inder Grundschule; S. 14; 2012.

65 Vgl.: Buschmann, J., Jank, B. (Hrsg.): Belcantare Brandenburg, Dokumentation; S. 21ff; 2013.

66 Vgl.: Reuther, I.: JEKISS, Jedem Kind seine Stimme, Sing mit!, Konzeptband; S. 12f; 2012.

67 Vgl.: Knoll, R.: Singen in der Grundschule; S. 48f; 2009.

68 Vgl.: ebd.; S. 30f.

69 Vgl.: Trüün, F.: „SingBach“,Konzeption; S. 3f.

70 Vgl.: Fuchs, M.: Musik in der Grundschule, neu denken-neu gestalten, Theorie und Praxis eines aufbauenden Musikunterrichts; S. 7; 2010.

71 Vgl.: Spychiger, M.: Musikalische Fähigkeiten bilden sich nicht von selbst; in: Fuchs, M., Brunner, G. (Hrsg.): Welchen Musikunterricht braucht die Grundschule? Konzeptionelle und unterrichtsspezifische Beiträge zu einem nachhaltigen Musikunterricht; S. 11; 2006.

72 Vgl.: ebd. S. 12.

73 Vgl.: Knoll, R.: Vorwort; in: StadtNeuss, Knoll, R.: Singen in der Grundschule; S. 8; 2009.

74 Vgl.: Münden, G.: Projektbeschreibung „Klasse! Wir singen“; S.2.

75 Vgl.: Beckers, E., Özdemir, M.: Zwischenbericht zur Evaluation des Projekts Jedem Kind seine Stimme, Singende Grundschulen in Münster; S. 12; pdf-Dokument: www.muenster.de/stadt/musikschule/jekiss.html; Abruf: 13.11.2014.

76 Vgl.: Reuther, I.: JEKISS, Konzeptband; S. 32; 2012.

77 Vgl.: Beckers, E., Özdemir, M.: Zwischenbericht zur Evaluation des Projekts Jedem Kind seine Stimme, Singende Grundschulen in Münster; S.5.

78 Vgl.: Münden, G.: Projektbeschreibung „Klasse! Wir singen“; S.2f.

79 Vgl.: Maier, O.: „Belcantare Brandenburg“ ein zweites „Primacanta“?; in: Buschmann, J., Jank, B. (Hrsg.): Belcantare Brandenburg-Jedes Kind kann singen!; S. 71ff; 2013.

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Singprojekte an deutschen Grundschulen
Untertitel
Vergleich, Auswertung und musikpädagogische Einordnung
Hochschule
Universität Osnabrück  (Institut für Musik)
Note
1,0
Autor
Jahr
2015
Seiten
118
Katalognummer
V310563
ISBN (eBook)
9783668096820
ISBN (Buch)
9783668096837
Dateigröße
1711 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Projekte „JEKISS“, „JeKiSti“, „Primacanta“, „Belcantare Brandenburg“, „Singen macht Sinn“, „SingPause“, „SingBach“ und „Klasse! Wir singen“ werden in dieser Arbeit detailliert verglichen.
Schlagworte
Musik, JEKISS, JeKiSti, Primacanta, Belcantare Brandenburg, Singen macht Sinn, SingPause, SingBach, Klasse! Wir singen, Singprojekt, Musik in der Grundschule
Arbeit zitieren
Anneke Meilahn (Autor), 2015, Singprojekte an deutschen Grundschulen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310563

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