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Emotionale Intelligenz. Ein Erfolgsfaktor für Führungskräfte?

Título: Emotionale Intelligenz. Ein Erfolgsfaktor für Führungskräfte?

Tesis (Bachelor) , 2015 , 79 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Katrin Weiler (Autor)

Economía de las empresas - Administración de empresas, gestión, organización
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Die Bachelorthesis geht folgenden Fragen nach: Welchen Einfluss hat Emotionale Intelligenz auf das Führungsverhalten? Wie beeinflusst sie das Gruppenverhalten? Welche Vorteile hat Emotionale Intelligenz für ein Unternehmen?

Im 21. Jahrhundert, dem Zeitalter der postindustriellen Informationsgesellschaft, geprägt durch die stetige Globalisierung, Wettbewerbsdruck und technologischen Wandel, ist es den Unternehmen kaum noch möglich, sich über ihre Produkte im Preis oder in der Qualität zu unterscheiden. Unternehmen fusionieren weltweit miteinander, was zu gravierenden Veränderungsprozessen führt, die nur erfolgreich in enger und offener Zusammenarbeit mit den Führungskräften und den Mitarbeitern gelingen können.

Verantwortungen werden bis auf die Mitarbeiter herunter gebrochen, die Arbeitsaufgaben sind umfangreicher, wie auch komplexer und sind unter immer größer werdendem Zeitdruck zu bewältigen. Unternehmen stellen die Erwartung an ihre Mitarbeiter, immer flexibler zu werden, ihre Handlungsspielräume und Freiheiten im Sinne der Firma zu nutzen.Konservative und zwischenmenschliche Werte wie Familie, Freunde und die damit verbundene bzw. benötigte Zeit gewinnen wieder an Bedeutung.

Die Generation Y, also die Menschen, die zwischen 1977-1998 geboren sind, geht bereits so weit, sich nicht mehr an Unternehmen zu binden, die diesen Werte- und Zielvor-stellungen nicht entsprechen. Allein die zwischenmenschliche Bindung zwischen Kunde sowie Mitarbeiter mit dem Unternehmen können das richtige Verständnis für die gegen-seitige Belange erzeugen und somit eine Bindung zum Unternehmen herstellen. Führungskräfte sind dadurch mehr als früher gefordert, auf die Belange ihrer Mitarbeiter einzugehen, um sie an das Unternehmen zu binden. Nur durch ein positives Arbeitsklima und einen wertschätzenden, sowie vertrauensvollen Umgang können Mitarbeiter zu Bestleistungen motiviert werden und fühlen sich dem Unternehmen zugehörig.

Die „Soft Skills“ (weiche Faktoren), z.B. soziale Kompetenz, Konfliktmanagement, Teamfähigkeit, Flexibilität und Motivation werden immer stärker in Unternehmen eingesetzt und prägen eine neue Führungskultur. Das Thema Emotionale Intelligenz gewinnt an dieser Stelle immer mehr an Bedeutung. Die Emotionale Intelligenz beinhaltet die Fähigkeit intelligent mit seinen Gefühlen und Empfindungen umzugehen und gilt als ein Erfolgsfaktor, je höher diese im Management verankert ist, da sich ihr Einfluss auf alle darunter liegende Einheiten auswirkt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Wandel der Arbeitswelt und der Anforderungen an Führungskräfte

1.2 Problem- und Zielstellung

1.3 Aufbau

2. Emotionale Intelligenz – Begriffsbestimmungen und Abgrenzungen

2.1 Definition

2.2 Emotionale und soziale Intelligenz

2.3 Aufbau des „emotionalen“ Gehirns

2.4 Elemente emotionaler Itelligenz nach Goleman

3. Konstrukte emotionaler Intelligenz

3.1 Saloveys und Carusos emotionales Raster

3.2 Plutchiks Emotionale Landkarte

3.3 Erlernbarkeit von Emotionaler Intelligenz

4. Emotionsverständnis

4.1 Primäre und sekundäre Emotionen

4.2 Geschlechtsspezifische Unterschiede

4.3 IQ versus EI

5. Messverfahren zur Bestimmung emotionaler Intelligenz

5.1 Allgemein

5.2 Selbstbeschreibungsmethode

5.3 Fähigkeitstests

5.4 Multi-Rather-Verfahren

6. Führung – Inhalte und Auswirkungen

6.1 Definition Führung

6.2 Klassische Führungsstile

6.3 Moderne Führungsstile

6.4 Bedeutung der offenen Schleife

6.5 Emotionale Magneten

6.6 Dissonante Führung

6.7 Resonante Führung

6.8 6 Führungsstile und ihre emotionale Wirkung nach Goleman

7. Führung im Wandel

7.1 Führung in der Welt des Web 2.0

7.2 Leadership und Netzwerke

7.3 Hausforderung des demographischen Wandels für die Führung

8. Emotionale Intelligenz in Bezug auf Führungskräfte

8.1 EQ - die 4 Dimensionen nach Goleman

8.2 Intrapersonelle Kompetenzen emotional intelligenter Führung

8.2.1 Selbstwahrnehmung

8.2.2 Selbstmanagement

8.3 Interpersonelle Kompetenzen emotional intelligenter Führung

8.3.1 Soziales Bewusstsein

8.3.2 Beziehungsmanagement

9. Kritische Würdigung

10. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelor-Thesis untersucht die Relevanz emotionaler Intelligenz als entscheidenden Erfolgsfaktor für modernes Führungsverhalten. Dabei wird analysiert, wie Führungskräfte durch emotionale Kompetenzen resonante Arbeitsumfelder schaffen, Teams motivieren und den Herausforderungen einer sich wandelnden, globalisierten Arbeitswelt begegnen können.

  • Grundlagen und Begriffsabgrenzung der emotionalen Intelligenz
  • Messverfahren und deren Validität in der Managementpraxis
  • Einfluss emotionaler Intelligenz auf verschiedene Führungsstile
  • Die Rolle der Führungskraft in Zeiten von Web 2.0 und demografischem Wandel

Auszug aus dem Buch

1.1 Wandel der Arbeitswelt und der Anforderungen an Führungskräfte

„Letzten Endes kann man alle wirtschaftlichen Vorgänge auf drei Worte reduzieren: Menschen, Produkte und Profite. Die Menschen stehen an erster Stelle. Wenn man kein gutes Team hat, kann man mit den beiden anderen nicht viel anfangen.“ (Lee Iacocca (*1924), amerikanischer Topmanager, 1979-92 Vorstandsvorsitzender der Chrysler Corporation)

So wie Lee Iacocca bereits in seinem Zitat beschreibt, ist der Mensch der zentrale Schlüssel zum Erfolg eines Teams bzw. eines Unternehmens. Die Arbeitswelt und die damit verbundenen Führungsstile haben sich im Laufe der Zeit entwickelt. So glaubte die Wirtschaft Mitte des 19. Jahrhunderts zu Zeiten des Taylorismus, welcher durch Frederick Winslow Taylor (1856-1915) in Form einer Prozesssteuerung von Arbeitsabläufen mit Grundlage rein externer Motivatoren entwickelt wurde, dass eine erfolgreiche Produktion mit klaren Vorgaben und Anweisungen zu führen sei. Der Taylorismus ist bis heute bekannt und perfektionierte die Fließbandarbeit. Der verwendete Führungsstil war autoritär und hatte das Ziel, eine effiziente Ausführung einer Arbeitstätigkeit zu gewährleisten. Die Arbeitnehmer hatten aus einer Arbeitsaufgabe einzelne Arbeitselemente zu bearbeiten, welche durch ständige Wiederholung immer effizienter wurden.

Die Mitarbeiter wurden dadurch vom Gesamtprozess entfremdet, durch starke monotone körperliche und psychische Arbeit belastet und waren nicht im Stande, Problemlösungen eigenständig zu erarbeiten oder sich mit dem Unternehmen näher zu identifizieren. Der Mensch selbst wurde, ohne emotionale Ebene, wie eine Maschine betrachtet. Auf der einen Seite brachte dies eine klare Aufgabenteilung, Planbarkeit und Effizienz mit sich, auf der anderen Seite löste dies auch häufige Konflikte unter den Mitarbeitern und Qualitätsverluste aus. Durch die „Hawthorne-Experimente“ (1927 - 1932), welche im Zuge der Human-Relations Bewegung der 30er Jahre durch die Harvard- Professoren Roethlisberger und Dickson durchgeführt wurden, konnte erstmals der Einfluss von Zuwendung und Aufmerksamkeit gegenüber dem Mitarbeiter wissenschaftlich untersucht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung der Arbeitswelt ein und definiert die Problemstellung sowie das Forschungsziel der Arbeit.

2. Emotionale Intelligenz – Begriffsbestimmungen und Abgrenzungen: Das Kapitel erläutert den Fachbegriff, grenzt ihn zur sozialen Intelligenz ab und beschreibt neurologische Grundlagen sowie Golemans Kernelemente.

3. Konstrukte emotionaler Intelligenz: Hier werden theoretische Modelle, wie das Raster von Salovey und Caruso sowie die Landkarte von Plutchik, vorgestellt und die Erlernbarkeit dieser Kompetenzen diskutiert.

4. Emotionsverständnis: Dieses Kapitel erörtert die Natur von Primär- und Sekundäremotionen, geschlechtsspezifische Ausprägungen und das Verhältnis zwischen IQ und EI.

5. Messverfahren zur Bestimmung emotionaler Intelligenz: Ein Überblick über verschiedene Methoden zur Erfassung emotionaler Intelligenz, inklusive Selbstbeschreibungstests und Fähigkeitsprüfungen wie dem MSCEIT.

6. Führung – Inhalte und Auswirkungen: Das Kapitel definiert den Führungsbegriff und analysiert klassische sowie moderne Stile hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Teamdynamik und Unternehmenskultur.

7. Führung im Wandel: Hier wird der Einfluss von Web 2.0, modernen Netzwerkstrukturen und dem demografischen Wandel auf die Anforderungen an heutige Führungskräfte untersucht.

8. Emotionale Intelligenz in Bezug auf Führungskräfte: Eine detaillierte Betrachtung der intrapersonellen und interpersonellen Kompetenzen, die eine emotional intelligente Führung ausmachen.

9. Kritische Würdigung: Eine wissenschaftliche Reflexion über die Forschungslage, die Grenzen der EI-Modelle und die praktische Relevanz des Themas in der heutigen Wirtschaft.

10. Ausblick: Eine abschließende Prognose zur zukünftigen Entwicklung von Führungskultur und der wachsenden Bedeutung emotionaler Kompetenzen.

Schlüsselwörter

Emotionale Intelligenz, Führung, Führungskräfte, Soft Skills, Empathie, Selbstmanagement, Unternehmenskultur, Arbeitswelt 4.0, Resonante Führung, Dissonante Führung, Teamdynamik, Kompetenzentwicklung, Personalführung, Motivationspsychologie, Veränderungsmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptanliegen der Arbeit?

Die Arbeit untersucht, inwieweit emotionale Intelligenz als ein entscheidender Erfolgsfaktor für Führungskräfte fungiert und wie sie in der modernen Arbeitswelt zur Steigerung von Leistung und Arbeitsklima beitragen kann.

Welche Themenbereiche stehen im Fokus?

Zentrale Felder sind die theoretische Fundierung emotionaler Intelligenz, deren Messbarkeit durch verschiedene wissenschaftliche Verfahren sowie die Anwendung emotionaler Kompetenzen in Führungsstilen und bei der Bewältigung des demografischen Wandels.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist es, den Einfluss emotionaler Intelligenz auf das Führungsverhalten und das Gruppenverhalten zu klären und aufzuzeigen, welche Vorteile diese Kompetenzen für Unternehmen bieten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die sich primär auf die Modelle von Daniel Goleman stützt und durch Erkenntnisse weiterer Autoren und aktuelle Studien untermauert wird.

Welche Aspekte werden im Hauptteil beleuchtet?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Konstrukte, die neurologischen Grundlagen, verschiedene Messinstrumente, klassische und moderne Führungsstile sowie die Bedeutung von Netzwerken und demografischen Herausforderungen.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Emotionale Intelligenz, Resonante Führung, Selbstwahrnehmung, Teamkohäsion und Veränderungsmanagement charakterisiert.

Welche Rolle spielen "Emotionale Magneten" in der Führung?

Dies sind Führungskräfte, die durch limbische Anziehungskraft, Mimik und Gestik eine emotionale Verbundenheit zum Team aufbauen und dadurch motivierte, talentierte Mitarbeiter binden.

Warum ist das 360-Grad-Feedback für Führungskräfte so wertvoll?

Es bietet durch die Kombination von Fremd- und Selbsteinschätzung ein objektives Spiegelbild, das blinde Flecken aufdeckt und somit gezielte persönliche Entwicklung ermöglicht.

Final del extracto de 79 páginas  - subir

Detalles

Título
Emotionale Intelligenz. Ein Erfolgsfaktor für Führungskräfte?
Universidad
University of applied sciences Frankfurt a. M.
Calificación
1,3
Autor
Katrin Weiler (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
79
No. de catálogo
V310579
ISBN (Ebook)
9783668090040
ISBN (Libro)
9783668090057
Idioma
Alemán
Etiqueta
Golemann Emotionale Intelligenz; Soziale Intelligenz; Empathie; Messbarkeit; Wandel der Arbeitswelt; Führung im Wandel;
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Katrin Weiler (Autor), 2015, Emotionale Intelligenz. Ein Erfolgsfaktor für Führungskräfte?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310579
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