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Optionen. Nur Werkzeuge für Spekulanten?

Title: Optionen. Nur Werkzeuge für Spekulanten?

Seminar Paper , 2015 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Summary Excerpt Details

Ursprünglich wurden Termingeschäfte auf Rohstoffe gehandelt, um Preisrisiken bei unvorhersehbaren Ereignissen, wie Missernten, abzusichern. Optionen lassen sich anhand der Erfüllungspflicht von anderen Finanzderivaten wie Futures und Forwards unterscheiden, da der Inhaber einer Option das Recht, aber nicht die Pflicht hat, seine Option zu den vereinbarten Konditionen auszuüben.

Je nach Markterwartung des Käufers können vier Grundpositionen im Optionsgeschäft unterschieden werden. Der Optionsinhaber kann somit seine bestehenden Vermögenswerte gegenüber möglicher Marktrisiken absichern. Die Gegenspieler zu dieser Absicherung stellt die Spekulation dar. Spekulanten übernehmen bewusst das Risiko, um Gewinne zu erwirtschaften, ohne eine bestehende Vermögensposition absichern zu wollen. Durch diese unterschiedlichen Marktteilnehmer kann ein Risikotransfer innerhalb der Termingeschäfte stattfinden. Optionen können somit sowohl zur Absicherung als auch zur Spekulation verwendet werden.

In dieser Arbeit werden zunächst Optionsgeschäfte und ihre Eigenschaften genauer definiert: Was sind Optionen, wodurch unterscheiden sie sich von anderen strukturierten Produkten und wo und von wem können sie gehandelt werden? Auch der Frage, ob Optionen und andere strukturierte Produkte ursprünglich als Spekulationsobjekte galten oder nicht soll nachgegangen werden.

Der zweite Teil der Arbeit veranschaulicht verschiedene Möglichkeiten des Handels mit Optionen, um Marktstrategien vergleichen und die Ausgangsfrage beantworten zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Derivate

2.1 Termingeschäft

2.2 Handel

2.2.1 Terminbörsen

2.2.2 Over-the-Counter-Handel

2.3 Unterscheidung anhand der Erfüllungspflicht

2.4 Risikotransfer

2.5 Marktteilnehmer

2.5.1 Absicherer

2.5.2 Spekulanten

2.5.3 Arbitrageure

3 Optionen

3.1 Optionstypen

3.2 Beispiel 1: Hedging mit Optionen

3.3 Beispiel 2: Spekulation mit Optionen

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Rolle von Spekulanten im Handel mit Derivaten, insbesondere Optionen, um zu klären, ob diese Instrumente ausschließlich zu Spekulationszwecken dienen oder primär andere Funktionen erfüllen. Dabei wird hinterfragt, ob das oft negative Bild der Spekulation gerechtfertigt ist und welche Bedeutung die Absicherung von Risiken für den Markt hat.

  • Definition und Funktionsweise von Derivaten und Optionen
  • Unterscheidung zwischen Absicherung (Hedging) und Spekulation
  • Die Rolle der Terminbörsen und des OTC-Handels
  • Analyse von Marktteilnehmern wie Absicherern, Spekulanten und Arbitrageuren
  • Praktische Veranschaulichung der Hebelwirkung und Absicherungsstrategien

Auszug aus dem Buch

2.5.1 Absicherer

Die ursprüngliche Idee an Terminmärkten galt der Absicherung von Preisschwankungen (vgl. Kapitel 2.2.1, S. 5). Auch an den heutigen Börsenplätzen spielt der Wunsch nach dem Ausgleich oder der Verringerung des Preis- oder Bonitätsänderungsrisikos eine zentrale Rolle. Die bereits vorhandenen Positionen sollen gegen unerwünschte Marktentwicklungen abgesichert werden, auch „Hedging“ genannt (vgl. Bloss, 2008, Kurse, 2014). Die grundsätzliche Hedging-Vorstellung (engl. "to hedge a bet", "auf Nummer sicher gehen") beinhaltet die vollständige Eliminierung des Preisrisikos eines bestehenden Wertes und stellt somit einen perfekten Hedge dar. Der teilweise negativ besetzte Begriff "hedgen" ist wahrscheinlich auf die sprachliche Nähe zu Hedgefonds zurückzuführen. Bei Hedgefonds handelt es sich um weitgehend unregulierte Fonds, die keinen stark eingeschränkten Anlagerichtlinien unterliegen. Derivate werden dabei vorwiegend spekulativ und nicht zur Absicherung genutzt, wie der Name suggerieren würden. Neben den bereits erwähnten Absicherungen von Finanztiteln können auch Rohstoffe oder Lebensmittel gegen mögliche Preisschwankungen abgesichert werden.

Ein Unternehmen wie die Lufthansa könnte einen Teil des benötigten Flugkerosins des nächsten Jahres bereits heute zu fest vereinbarten Konditionen einkaufen und so das Risiko für steigende Preise im nächsten Jahr umgehen (Bösch, 2011). Im Hinblick auf Optionen kann der zu Beginn bezahlte Optionspreis als eine Art Versicherungsprämie angesehen werden, der für die Absicherung der möglichen Preissteigerung für Kerosin dient.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung formuliert die Forschungsfrage, ob Optionen ausschließlich Spekulationsinstrumente sind, und skizziert das methodische Vorgehen der Arbeit.

2 Derivate: Dieses Kapitel definiert Derivate als abgeleitete Finanzinstrumente und differenziert zwischen Finanz- und Warenderivaten sowie verschiedenen Handelsplätzen.

3 Optionen: Hier werden die spezifischen Merkmale von Optionen als bedingte Termingeschäfte erläutert und anhand praktischer Beispiele für Hedging und Spekulation analysiert.

4 Fazit: Das Fazit beantwortet die zentrale Fragestellung, indem es feststellt, dass Optionen trotz ihrer zunehmenden Nutzung zur Spekulation essenzielle Instrumente zur Risikoabsicherung bleiben.

Schlüsselwörter

Derivate, Optionen, Spekulation, Hedging, Termingeschäft, Risikoabsicherung, Basiswert, Terminbörsen, Over-the-Counter-Handel, Hebelwirkung, Marktteilnehmer, Finanzmarktrichtlinie, Risikotransfer, Arbitrage, Kassageschäft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Funktion und den Einsatz von Optionen auf dem Finanzmarkt und hinterfragt die verbreitete Annahme, dass diese Papiere primär als Werkzeuge für Spekulanten dienen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Derivaten, die Unterschiede zwischen Termin- und Kassamärkten, die Rollen verschiedener Marktteilnehmer sowie die strategische Nutzung von Optionen zur Absicherung oder Spekulation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu analysieren, ob Optionen ein reines Spekulationswerkzeug sind, indem auch ihr ursprünglicher Nutzen zur Absicherung von Preisrisiken beleuchtet wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der vergleichenden Darstellung praktischer Szenarien, um die ökonomischen Auswirkungen von Optionsgeschäften zu verdeutlichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Derivatehandels und der verschiedenen Akteure sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Funktionsweise von Optionen anhand von Fallbeispielen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Derivate, Optionen, Hedging, Spekulation und Risikotransfer charakterisieren.

Wie unterscheidet sich eine Option von anderen Finanzderivaten?

Der wesentliche Unterschied liegt in der bedingten Erfüllungspflicht: Der Inhaber einer Option hat das Recht, aber nicht die Pflicht, die Option auszuüben, was sie zu einem flexiblen Instrument macht.

Was bedeutet die "Hebelwirkung" bei der Spekulation mit Optionen?

Die Hebelwirkung beschreibt das Phänomen, dass mit einem vergleichsweise geringen Kapitaleinsatz große Positionen aufgebaut werden können, wodurch potenzielle Gewinne (aber auch Verluste) überproportional steigen.

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Details

Title
Optionen. Nur Werkzeuge für Spekulanten?
College
University of Innsbruck  (Geographie)
Course
Seminar zur Wirtschaftsgeographie
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2015
Pages
24
Catalog Number
V310721
ISBN (eBook)
9783668094338
ISBN (Book)
9783668094345
Language
German
Tags
Termingeschäft Derivate Optionen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2015, Optionen. Nur Werkzeuge für Spekulanten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310721
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