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Wettkampfangst bei Team- und Individualsportlern

Untersuchung des Persönlichkeitsmerkmals Wettkampf-Angst-Inventar-Trait (WAI-T)

Title: Wettkampfangst bei Team- und Individualsportlern

Examination Thesis , 2015 , 65 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Vincent Spitzer (Author)

Sport - Sport Psychology
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Summary Excerpt Details

Im Rahmen der sportpsychologischen Angstforschung wird das Phänomen Wettkampfangst als überdauerndes Persönlichkeitsmerkmal (Wettkampfängstlichkeit) und als akute Reaktion im Wettkampf (Zustandsangst) beschrieben. Das Gesamtkonstrukt Wettkampfangst steht unter dem Einfluss persönlicher und situativer Faktoren. Das Hauptanliegen der Arbeit ist es, die Wettkampfängstlichkeit von Team- und Individualsportlern zu untersuchen. Ferner soll der Einfluss der Faktoren Wettkampferfahrung, Alter, Bildungsabschluss und Trainingshäufigkeit auf die Intensität der Wettkampfängstlichkeit diagnostiziert werden.

Zu diesem Zweck bearbeiteten 171 männliche Sportler, davon 99 Team- und 72 Individualsportler, im Alter zwischen 18 und 36 Jahren (MW = 24,63; SD = 5,23), den Kurzfragebogen Wettkampfangst-Inventar-Trait (WAI-T) zur Erfassung der Wettkampfängstlichkeit. Anhand der Ergebnisse können keine signifikanten Unterschiede für die allgemeine Wettkampfängstlichkeit von Team- und Individualsportlern belegt werden. Allerdings zeigen Individualsportler signifikant höhere Ausprägungen der Variable somatische Wettkampfängstlichkeit sowie geringere Ausprägungen der Variable Konzentrationsstörungen. Ferner kann für die Faktoren Wettkampferfahrung und Bildungsabschluss jeweils ein signifikanter Haupteffekt diagnostiziert werden.

Die Befunde zeigen also, dass die Intensität des Persönlichkeitsmerkmals Wettkampfängstlichkeit sowohl von der Sportart (Team- und Individualsportart) als auch durch die Faktoren Wettkampferfahrung und Bildungsstand beeinflusst wird. Die Ergebnisse liefern damit einen Beitrag für das Verständnis persönlicher und situativer Zusammenhänge, die es bei Interventionsmaßnahmen in der Betreuungspraxis zu berücksichtigen gilt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 ANGST – GRUNDLAGEN

2.1 Zustandsangst und Ängstlichkeit

2.2 Angstformen

2.3 Angstentstehung

3 ANGSTMESSUNG

3.1 Allgemeine Angstdiagnostik

3.2 Sportspezifische Angstdiagnostik

4 WETTKAMPFANGST

4.1 Das Modell der Wettkampfangst nach Martens

4.2 Das interaktionale Stressmodell der Wettkampfsituation

4.3 Einflussfaktoren der Wettkampfangst

4.3.1 Persönliche Einflussfaktoren

4.3.2 Situative Einflussfaktoren

4.4 Wettkampfangst bei Team- und Individualsportlern

4.5 Fragestellung und Forschungshypothesen

5 METHODIK

5.1 Probandenstichprobe

5.2 Messinstrument

5.3 Untersuchungsverlauf

5.4 Datenverarbeitung

5.5 Statistische Verfahren

6 ERGEBNISSE

6.1 Einfluss von Kovariaten auf die Ausprägung der Wettkampfängstlichkeit

6.1.1 Einfluss der Wettkampferfahrung auf die Wettkampfängstlichkeit

6.1.2 Einfluss der Sportart auf die Wettkampfängstlichkeit

6.1.3 Einfluss des höchsten Bildungsabschlusses auf die Wettkampfängstlichkeit

6.2 Wettkampfängstlichkeit bei Team- und Individualsportlern unter Berücksichtigung der Kovariaten Wettkampferfahrung und höchster Bildungsabschluss

7 DISKUSSION

7.1 Somatische Wettkampfängstlichkeit bei Team- und Individualsportlern

7.2 Kognitive Wettkampfängstlichkeit bei Team- und Individualsportlern

7.3 Einfluss des Alters auf die Intensität der Wettkampfängstlichkeit

7.4 Einfluss der Wettkampferfahrung auf die Intensität der Wettkampfängstlichkeit

7.5 Einfluss des Bildungsabschlusses auf die Intensität der Wettkampfängstlichkeit

7.6 Limitationen der Studie

8 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Phänomen der Wettkampfängstlichkeit bei 171 männlichen Sportlern, um Unterschiede zwischen Team- und Individualsportlern zu identifizieren und den Einfluss persönlicher Faktoren wie Erfahrung und Bildung zu analysieren.

  • Vergleich von somatischer und kognitiver Wettkampfängstlichkeit bei Team- vs. Individualsportlern.
  • Analyse des Einflusses der Wettkampferfahrung auf das Angsterleben im Wettkampf.
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen dem höchsten Bildungsabschluss und der Angstintensität.
  • Sportpsychologische Bewertung von situativen Einflussfaktoren wie Sportart und Wettkampfsituation.
  • Validierung theoretischer Modelle (z.B. nach Martens oder Lazarus) durch empirische Daten.

Auszug aus dem Buch

4.1 Das Modell der Wettkampfangst nach Martens

Angelehnt an die Vorarbeit von Spielberger (1966) entwickelt Martens (1990) ein situations-spezifisches Modell zur Wettkampfangst. Er beschreibt den sportlichen Wettkampf als einen Prozess, bei dem der Sportler als Vermittler zwischen Reiz und Reaktion fungiert (siehe Abb. 2).

Die Variable objektive Wettkampfsituation beschreibt alle objektiven Reize des Wettkampfes (Aufgabe, Leistungsstärke der Gegner, Wettkampfbedingungen, Regeln, Preise). Um das gewünschte Ergebnis zu erreichen, müssen die äußeren Anforderungen des Wettkampfes gemeistert werden. Dabei gilt es entweder den Gegner zu besiegen, eine Qualifikationsnorm zu erfüllen oder die eigene Bestleistung zu schlagen. Die Wettkampfsituation ist durch die Anwesenheit mindestens einer Person charakterisiert, die die Leistung des Sportlers evaluiert und die Maßstäbe für den sportlichen Vergleich setzt (Martens, 1976).

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einführung in die sportpsychologische Bedeutung der Wettkampfangst und deren Einfluss auf die sportliche Leistungsfähigkeit.

2 ANGST – GRUNDLAGEN: Theoretische Abgrenzung der Angstbegriffe sowie Erklärungsmodelle zur Entstehung von Angst.

3 ANGSTMESSUNG: Darstellung allgemeiner und sportspezifischer Messinstrumente zur Erfassung von Angst in der Sportpsychologie.

4 WETTKAMPFANGST: Detaillierte Betrachtung theoretischer Modelle der Wettkampfangst sowie Einflussfaktoren und aktuelle Forschungsergebnisse.

5 METHODIK: Beschreibung der empirischen Untersuchung, der Stichprobenzusammensetzung und der statistischen Vorgehensweise.

6 ERGEBNISSE: Präsentation der statistischen Auswertung und Analyse der Einflüsse verschiedener Kovariaten auf die Wettkampfängstlichkeit.

7 DISKUSSION: Interpretation der Studienergebnisse im Kontext bestehender Literatur und Erörterung der Limitierungen.

8 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Empfehlungen für zukünftige Forschungsansätze.

Schlüsselwörter

Wettkampfangst, Wettkampfängstlichkeit, Zustandsangst, Sportpsychologie, Team- und Individualsport, Wettkampferfahrung, somatische Angst, kognitive Angst, Leistungsdruck, Stressmodell, WAI-T, Persönlichkeitsmerkmal, Angstdiagnostik, Sportart, Bildungsabschluss.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Persönlichkeitsmerkmal der Wettkampfängstlichkeit und vergleicht dabei Athleten aus Team- und Individualsportarten.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentrale Themen sind die psychologischen Reaktionen auf Wettkampfsituationen, die Messbarkeit von Angstzuständen und die differenzierte Betrachtung von Einflussfaktoren wie Wettkampferfahrung und Ausbildung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist die Untersuchung, ob sich Individualsportler und Teamsportler hinsichtlich ihrer Wettkampfängstlichkeit unterscheiden, unter Berücksichtigung relevanter Kovariaten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine empirische Querschnittsstudie, bei der 171 Sportler mittels des Fragebogens "Wettkampfangst-Inventar-Trait" (WAI-T) untersucht und die Daten statistisch (ANOVA) ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Herleitung, der methodischen Durchführung der Erhebung, der Präsentation der Ergebnisse sowie deren wissenschaftlicher Diskussion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wettkampfangst, Wettkampfängstlichkeit, Team- vs. Individualsport, Wettkampferfahrung und Sportpsychologie.

Warum zeigen Individualsportler laut der Studie höhere Werte in der somatischen Angst?

Dies wird darauf zurückgeführt, dass sie in Wettkämpfen als Einzelpersonen stärker dem Leistungsdruck ausgesetzt sind und weniger soziale Interaktionsmöglichkeiten zur Angstreduktion haben als Teamsportler.

Welche Rolle spielt die Wettkampferfahrung für das Angsterleben?

Es konnte gezeigt werden, dass mit zunehmender Erfahrung im Wettkampf die Intensität der somatischen Angst sinkt, da Situationen zunehmend als Routine wahrgenommen werden.

Gibt es einen signifikanten Zusammenhang zwischen Bildung und Wettkampfangst?

Ja, die Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein niedrigerer Bildungsabschluss mit einer höheren Ausprägung der Wettkampfängstlichkeit assoziiert ist.

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Details

Title
Wettkampfangst bei Team- und Individualsportlern
Subtitle
Untersuchung des Persönlichkeitsmerkmals Wettkampf-Angst-Inventar-Trait (WAI-T)
College
University of Rostock  (Sportinstitut)
Grade
1,0
Author
Vincent Spitzer (Author)
Publication Year
2015
Pages
65
Catalog Number
V310730
ISBN (eBook)
9783668116139
ISBN (Book)
9783668116146
Language
German
Tags
Wettkampfangst WAIT Wettkampfängstlichkeit Teamsportler Individualsportler Interventionsmaßnahmen Angstdiagnostik Stressmodel Bildungsabschluss
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Vincent Spitzer (Author), 2015, Wettkampfangst bei Team- und Individualsportlern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310730
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