Zu einem ethisch korrekten Umgang mit Lebensmitteln gehört, dass man sich umfassend über die Entstehung, Produktion und Weiterverarbeitung von Nahrungsmitteln informiert, darüber reflektiert um dann zu einer verantwortungsvollen Entscheidung zu kommen, welche Lebensmittel gekauft werden können oder nicht, und dann auch dem gemäß handelt.
Der Klimawandel ist in aller Munde. Immer wieder wird versucht den verschiedensten Gruppen die Schuld daran zu geben und mit unterschiedlichen Erfolgen sind all die Bemühungen zur Reduktion der Treibhausgase gekrönt. „Gerecht leben – Fleisch fasten!“ so lautet die Fastenaktion in der Diözese Graz – Seckau. Und auch von anderer Seite hört man in letzter Zeit, dass man wenig bis gar kein Fleisch essen soll, denn mit dem (übermäßigen) Fleischkonsum schädigt man die Umwelt, unterstützt einerseits globale Ungerechtigkeitssysteme, andererseits erhöht und verstärkt sich auch der Treibhauseffekt.
Stimmt dies aber wirklich? Und wenn ja, was sind z. B. im Supermarkt die Alternativen dazu? Ist klimafreundliche Ernährung heutzutage überhaupt möglich und wenn ja, für verantwortungsbewusste Bürger in Hinblick auf nachfolgende Generationen eine Pflicht?
Ein Blick auf die Kriterien einer klimagerechten Ernährung zeigt, dass es derzeit klare und auch überwiegend einheitliche Vorstellungen darüber gibt, wie diese auszusehen hat. Und wenn man die Angebotpalette in Österreich betrachtet, so ist hier mittlerweile vieles in diese Richtung geschehen. Auch die Schwierigkeiten einer klimagerechten Ernährung sollen angesprochen werden, wobei einige Konfliktfelder, die sich in diesem Bereich zeigen, nur kurz angerissen werden können. So bleibt auf jeden Fall für die Zukunft noch viel zu tun um die Treibhausgase zu senken, jedoch kann jeder dazu seinen Beitrag leisten und gemeinsam ist es schaffbar.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- Einleitung
- Klimawandel
- Treibhauseffekt.
- Kohlenstoffdioxid.
- Methan
- Lachgas.
- Klimagerechte Ernährung
- Pflicht zur klimagerechten Ernährung?
- Kriterien für eine klimagerechte Ernährung..
- Rat für nachhaltige Ernährung
- Greenpeace Österreich.
- Österreichisches Lebensmittelministerium
- Klimagerechte Nahrungsmittel im Supermarkt?
- Treibhausgasemissionen verschiedener Lebensmittel
- Supermarkteigene Biolinien..
- Schwierigkeiten beim Versuch sich klimagerecht zu ernähren..
- Zusatzstoffe.
- Greenwashing.
- Multifaktoralität
- Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Diese Seminararbeit untersucht die Bedeutung der Ernährung für den Klimaschutz. Sie beleuchtet die Rolle der Landwirtschaft im Treibhauseffekt und die Auswirkungen des Fleischkonsums auf die Umwelt. Die Arbeit befasst sich mit Kriterien einer klimagerechten Ernährung und analysiert, inwieweit eine solche Ernährung in der Praxis möglich ist. Ziel ist es, die Wichtigkeit einer bewussten Ernährung für den Klimaschutz zu verdeutlichen und Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
- Der Treibhauseffekt und seine Bedeutung für den Klimawandel.
- Der Beitrag der Landwirtschaft zum Treibhauseffekt.
- Kriterien für eine klimagerechte Ernährung.
- Die Möglichkeiten und Herausforderungen einer klimagerechten Ernährung in der Praxis.
- Die Rolle des Konsumenten im Klimaschutz durch Ernährungsumstellung.
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
- Einleitung: Diese Einleitung stellt die Relevanz einer umfassenden Information über die Entstehung, Produktion und Weiterverarbeitung von Nahrungsmitteln für eine verantwortungsvolle Ernährungsentscheidung heraus. Sie führt die Diskussion über den Klimawandel und die Problematik des Fleischkonsums ein.
- Klimawandel: Das Kapitel beleuchtet die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel und die Auswirkungen des Treibhauseffekts auf die Erde. Es beschreibt die EU-Strategie zur Reduktion von Treibhausgasen und die Situation in Österreich mit Blick auf das Kyoto-Protokoll.
- Treibhauseffekt: Das Kapitel erklärt den Treibhauseffekt und seine Bedeutung für die Lebensbedingungen auf der Erde. Es beschreibt die wichtigsten natürlichen und anthropogenen Treibhausgase und ihre Auswirkungen auf das Klima.
Schlüsselwörter (Keywords)
Klimagerechte Ernährung, Treibhauseffekt, Klimawandel, Landwirtschaft, Fleischkonsum, Nachhaltigkeit, Lebensmittelproduktion, Supermärkte, Bio, Greenwashing, Multifaktoralität.
Häufig gestellte Fragen
Wie trägt Fleischkonsum zum Klimawandel bei?
Die industrielle Tierhaltung verursacht hohe Emissionen von Methan und Lachgas sowie einen enormen Ressourcenverbrauch, was den Treibhauseffekt verstärkt.
Was sind die Kriterien für eine klimagerechte Ernährung?
Dazu gehören der bevorzugte Kauf regionaler und saisonaler Produkte, die Reduktion von Fleisch und Milchprodukten sowie der Verzicht auf hochverarbeitete Lebensmittel.
Was versteht man unter „Greenwashing“ bei Lebensmitteln?
Greenwashing bezeichnet PR-Methoden, die ein Produkt umweltfreundlicher oder nachhaltiger darstellen, als es tatsächlich ist, um kritische Konsumenten zu täuschen.
Welche Rolle spielen Treibhausgase wie Methan und Lachgas?
Diese Gase sind wesentlich klimaschädlicher als CO2. Methan entsteht vor allem in der Rinderhaltung, Lachgas durch die Düngung in der Landwirtschaft.
Ist eine klimafreundliche Ernährung im Supermarkt möglich?
Ja, durch die Wahl von Bio-Linien und pflanzlichen Alternativen, erfordert jedoch vom Konsumenten eine bewusste Entscheidung und Information über die Produktionswege.
- Quote paper
- Mag. theol. Ottilie Kumpitsch (Author), 2014, Klimagerechte Ernährung. Ein Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemissionen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310840