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Die Jugendkultur der Schwarzen Szene. Wodurch werden Gothics beeinflusst?

Titre: Die Jugendkultur der Schwarzen Szene. Wodurch werden Gothics beeinflusst?

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2015 , 12 Pages , Note: 1,0

Autor:in: P. Frenzel (Auteur)

Travail Social
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Sicherlich jeder von uns hat sie schon mal gesehen, wurde auf sie aufmerksam oder sogar von ihnen angesprochen – (schnorrende) Punks, (pöbelnde) Rechtsradikale oder andere Jugendgruppen, deren Treffpunkte die Straßen des Landes sind. Zudem laut, mitunter aggressiv, auffällig in ihrem Auftreten und so gut wie nie allein anzutreffen.

Anders bei den Gothics: sie treffen sich vorwiegend „privat oder an ruhigen Orten, wo sie nicht von Polizei und Bürgern gestört werden“ (Richard 1995, S.115, zit. n. Schmidt & Neumann-Braun 2008, S.79). Sie streben weder aktive Konfrontationen noch Provokationen an, sind im Großen und Ganzen nach Möglichkeit unter sich und bevorzugen „die Abgeschiedenheit oder bestehen sogar drauf, in Ruhe gelassen zu werden“ (Schmidt & Neumann-Braun 2008, S. 79).

Aber warum genau sind die Grufties, Gothics oder -wie sich selbst am liebsten nennen- Schwarzen anders als andere Jugendgruppen? Allein aus dem Aspekt heraus, dass das Wave Gothik Treffen in Leipzig jährlich so viele Facetten der Szene zeigt, ließ mich darüber nachdenken, was diese Szene so geheimnisvoll macht. Außenstehende denken zu wissen wer ein Gruftie ist und worüber er sich definiert – schwarze Kleidung und die düstere Musik. Das reichte mir jedoch nicht aus. Aus diesem Grund geht meine Arbeit auch nicht auf die Thematik Musik ein, da dies allein eine ganze Arbeit wert ist. Mich interessieren die Einflüsse abseits der Musik, abseits der Ursprünge dieser Szene. Worüber denken Gothics nach, was beeinflusst ihr Denken und Tun? Was beinhaltet ihre Jugendkultur, sodass es einige Unterszenen gibt und sie sich auch in ihrer äußeren Erscheinung differenzieren? Sind sie wirklich gern allein und depressiv? Diese Schwerpunkte kennzeichnen meine Arbeit.

Ich las mir Buchkritiken durch um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie Szeneanhänger darüber denken und die Literatur über ihre Szene bewerten. Denn ich will keine Vorurteile und Klischees widergeben, sondern wirkliche Hintergründe und Tatsachen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Abgrenzung zu anderen Jugendgruppen

3 Das innere Lebensgefühl im Zusammenspiel mit der äußeren Erscheinung

3.1 Romantik

3.2 Mystik

3.3 Tod

3.4 Religion

3.5 Kunst

3.6 Philosophie

3.7 Körperkunst

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die kulturellen und psychologischen Hintergründe der sogenannten "Schwarzen Szene" (Gothics), abseits der populärkulturellen Klischees über Musik und Kleidung. Ziel ist es, durch die Analyse der inneren Weltanschauung und der Lebensmotive ein tieferes Verständnis für die individuellen Beweggründe und die gesellschaftliche Positionierung der Szenemitglieder zu entwickeln.

  • Analyse des Lebensgefühls und der Weltanschauung von Gothics
  • Untersuchung der Bedeutung von Tod, Romantik und Mystik als zentrale Themen
  • Kulturelle und philosophische Einflüsse auf die Szene
  • Die Funktion der äußeren Erscheinung als Ausdruck individueller Identität

Auszug aus dem Buch

3.3 Tod

Der allumfassendste Einfluss ist der Tod. Dieser „durchzieht als roter Leid-Faden die gesamte Gothickultur“ (Farin 2001, zit. n. Rutkowski 2004, S.80). Das verwundert nicht, denn wie bereits aufgezeigt, sind die am meisten aufgesuchten Orte jene, die von der Aura der Einsamkeit, Stille und des Todes umgeben sind. Vor allem der Friedhof spielt hierbei eine maßgebende Rolle. War er noch im 19. Jahrhundert ein oft und gern besuchter Aufenthaltsort, so verkam er im letzten Jahrhundert vor allem für Jüngere zur tabuisierten Stätte. Dies wandelt sich mit dieser Jugendkultur für deren Anhänger. Aufgrund des Bewusstseins der täglichen Anwesenheit des Todes ist der Friedhof für sie ebenso zur Gewohnheit geworden (vgl. Schmidt & Janalik 2000, zit. n. Rutkowski 2004, S.82f.).

Natürlich genießen sie dadurch dort die Abgeschiedenheit und Stille, die sie suchen. Aufgrund dieser aktiven Auseinandersetzung mit dem Todesthema reagiert die restliche Gesellschaft mit Unbehagen und Misstrauen. Zu sehr ist dieses Thema zum Tabu verkommen und löst in den Menschen direktes Vorurteilsdenken aus. Denn wenn ein Teenager -in der Blütezeit seines Lebens- mit dem Tod sich derart befasst wie die Gothics es tun, so müssen diese doch suizidgefährdet sein. Warum sonst gestalten sie ihre Zimmer durch diverse Accessoires zu friedhofsähnlichen Räumlichkeiten um so dem Tod noch näher zu sein (vgl. Schmidt & Janalik 2000, zit. n. Rutkowski 2004, S.81)? Rutkowski (2004, S. 81) klärt hierbei auf, dass dieser Lebensstil keineswegs auf selbstmörderische Absichten abzielt. Vielmehr geht es um „eine tiefergehende Beschäftigung mit der menschlichen Existenz, eine Verarbeitung der Sterblichkeit – der eigenen wie auch der des Umfeldes“ (ebd., S.81f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Motivation dar, das geheimnisvolle Image der Gothic-Szene jenseits von Klischees durch eine wissenschaftliche Betrachtung der inneren Beweggründe zu hinterfragen.

2 Abgrenzung zu anderen Jugendgruppen: Dieses Kapitel erläutert, wie sich Gothics durch den bewussten Rückzug an ruhige, oft mystisch aufgeladene Orte von anderen, eher konfrontativen Jugendgruppen abgrenzen.

3 Das innere Lebensgefühl im Zusammenspiel mit der äußeren Erscheinung: Das Hauptkapitel analysiert sieben thematische Säulen – von Romantik und Mystik bis hin zu Philosophie und Körperkunst –, die das Selbstverständnis der Szene definieren.

3.1 Romantik: Beleuchtet wird die Flucht in eine ästhetisierte Vergangenheit, geprägt von Melancholie und der Ablehnung moderner Alltagsstrukturen.

3.2 Mystik: Beschreibt das Interesse an Übersinnlichem, Mythologie und privaten Ritualen als Ausdruck einer individuellen Sinnsuche.

3.3 Tod: Erläutert die aktive, nicht-suizidale Auseinandersetzung mit der eigenen Vergänglichkeit als zentrales Element der Gothickultur.

3.4 Religion: Untersucht die Distanz zu institutionalisierten Kirchen bei gleichzeitigem Interesse an religiösen Symbolen, Okkultismus und privater Spiritualität.

3.5 Kunst: Zeigt auf, wie künstlerische Produktivität, Literatur und Ästhetik zur Identitätsbildung und Verarbeitung von Welterfahrung genutzt werden.

3.6 Philosophie: Analysiert die philosophische Grundhaltung, die sich in Existenzfragen und der Suche nach einer tieferen Bedeutung des Seins äußert.

3.7 Körperkunst: Thematisiert die Inszenierung des Körpers als Ausdrucksform und die Überschreitung geschlechtsspezifischer Normen in der Szene.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung von Toleranz als Basis der Gothic-Szene zusammen und reflektiert die Erkenntnis, dass die Beschäftigung mit dem Tod eine Lebensbejahung darstellt.

Schlüsselwörter

Schwarze Szene, Gothics, Grufties, Jugendkultur, Romantik, Mystik, Friedhofskultur, Tod, Weltanschauung, Identität, Individualismus, Toleranz, Subkultur, Ästhetik, Sinnsuche

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das innere Lebensgefühl und die Weltanschauung von Anhängern der Schwarzen Szene (Gothics) und hinterfragt, warum diese Gruppe ihre Identität abseits konventioneller gesellschaftlicher Normen definiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Szene?

Zu den Kernbereichen gehören der Umgang mit dem Tod, die Faszination für Romantik und Mystik, das Interesse an Kunst und Philosophie sowie die individuelle Körperselbstinszenierung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, Hintergründe und Tatsachen über die Schwarze Szene aufzuzeigen, um Vorurteile und Klischees durch eine differenzierte Betrachtung der kulturellen Ursprünge zu ersetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine Literaturanalyse durchgeführt, die verschiedene fachwissenschaftliche Quellen und Expertisen heranzieht, um die Lebenswelten der Gothics wissenschaftlich fundiert zu beschreiben.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden sieben spezifische Einflussfaktoren detailliert analysiert, darunter die Bedeutung des Friedhofs, religiöse und okkulte Elemente sowie die Rolle von Ästhetik und Philosophie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Individualismus, Todesakzeptanz, Subkultur, Identitätsfindung, Toleranz und die Abgrenzung zur modernen Konsumgesellschaft.

Wie unterscheidet sich die Einstellung der Gothics zum Tod von gesellschaftlichen Vorurteilen?

Entgegen der häufigen Vermutung einer Todessehnsucht oder Suizidalität stellt die Auseinandersetzung mit dem Tod eine bewusste, philosophische Beschäftigung mit der menschlichen Existenz und Sterblichkeit dar.

Welche Rolle spielt die äußere Erscheinung in der Szene?

Die Kleidung, das Make-up und die Körpergestaltung fungieren als Ausdruck einer inneren Weltanschauung und als rituelle Identitätsstiftung, die oft über das bloße "Anderssein" hinausgeht.

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Résumé des informations

Titre
Die Jugendkultur der Schwarzen Szene. Wodurch werden Gothics beeinflusst?
Université
University of Applied Sciences Mittweida
Note
1,0
Auteur
P. Frenzel (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
12
N° de catalogue
V310849
ISBN (ebook)
9783668095090
ISBN (Livre)
9783668095106
Langue
allemand
mots-clé
Gothic Jugendkultur Gruftie Schwarze Szene Jugendgruppe Jugendliche
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
P. Frenzel (Auteur), 2015, Die Jugendkultur der Schwarzen Szene. Wodurch werden Gothics beeinflusst?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310849
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Extrait de  12  pages
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