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Lässt sich die Todesstrafe rechtfertigen?

Titre: Lässt sich die Todesstrafe rechtfertigen?

Dossier / Travail , 2014 , 17 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Natalia Bokova (Auteur)

Sciences Sociales générales
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Todesstrafe, die Beraubung des Lebens eines Menschen als Bestrafung, steht im Zusammenhang mit der Geschichte und der Entwicklung des Menschen. Die Todesstrafe diente und dient in vielen Ländern immer noch als Bestrafung und zur Abschreckung. Im Mittelalter wurde die Hinrichtung öffentlich durchgeführt. Dementsprechend hatte sie auch viele Zuschauer.

Im Mittelalter galt das für viele Zuschauer als Vergnügen. Im Rahmen der Inquisition der katholischen Kirche wurden tausend Frauen öffentlich verbrannt, die beschuldigt wurden Hexen zu sein oder eine Beziehung mit dem Teufel zu haben. Mit den Jahren, mit der gestiegenen Lebensqualität, der Entwicklung der Technik, dem kulturellen Wandel hat die Todesstrafe ihre Präsenz-Wirkung verloren. Jetzt wird die Todesstrafe unauffällig und ohne große Show vollzogen. Die Methode der Hinrichtung hat sich auch verändert. Das Abschlagen der Köpfe wurde durch den elektrischen Stuhl und die Todesspritze ersetzt. Interessant ist, dass die Menschen nicht anfingen über die Abschaffung der Todesstrafen nachzudenken, sondern sich Gedanken machten, wie man die Todesstrafe mechanisieren kann, damit derjenige, der sie ausführt, sich nicht wie ein Mörder fühlt.

Als das Leben anfängt viel leichter zu werden und die Rate derjenigen, die zur Todesstrafe verurteilt werden, sinkt, beginnen viele sich zu fragen, woher wir Menschen das Recht nehmen, den anderen das Recht auf Leben zu nehmen. Hiermit stellt sich die Frage, ob sich die Todesstrafe rechtfertigen lässt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Argumentation

3. Persönliche Stellungnahme

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

Printquellen

Internetquellen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ethische und gesellschaftliche Rechtfertigbarkeit der Todesstrafe vor dem Hintergrund historischer Entwicklungen, moderner Rechtsauffassungen und soziologischer Debatten. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, ob die Tötung eines Menschen als staatliche Bestrafung angesichts möglicher Justizirrtümer, fehlender präventiver Wirksamkeit und des menschlichen Rechts auf Leben moralisch vertretbar ist.

  • Historische Evolution der Hinrichtungsmethoden und deren gesellschaftliche Wahrnehmung
  • Die kritische Auseinandersetzung mit der Abschreckungstheorie im Kontext von Kapitalverbrechen
  • Die Unvereinbarkeit der Todesstrafe mit dem Ziel der Resozialisierung im Strafvollzug
  • Die Gefahr und Unwiederbringlichkeit von Justizirrtümern
  • Ökonomische und politische Instrumentalisierung der Todesstrafe

Auszug aus dem Buch

2. Argumentation

Auf der einen Seite dient die Todesstrafe als Abschreckung „Der Zweck ist kein anderer als den Verbrecher daran zu hindern, seinen Mitbürgern neue Schäden zuzufügen und die anderen von gleichen Handlungen abzuhalten“ (Beccaria 1764, S. 124). Zudem wird die Todesstrafe als nötig empfunden, da sie als die stärkste Abschreckung vor dem Verbrechen gilt (Vgl. Grotius 1625, S. 21). Je härter die Strafen für ein Verbrechen werden, desto mehr haben die Menschen Angst diese Verbrechen zu begehen, so die Abschreckungstheorie (Vgl. Beccaria 1764, S. 122f). Jedoch stellt sich die Frage, ob die Todesstrafe die potenziellen Täter wirklich abschreckt.

Laut US Wissenschaftler Isaac Ehrlichs, der 1975 eine Studie zur Todesstrafe veröffentlicht hat, soll die Todesstrafe eine abschreckende Wirkung haben, denn jeder Mensch fürchte sich vor dem Tod (Vgl. Becker 2006, o.S.). Auf der anderen Seite zeigt die Studie, die von den vereinten Nationen 1988 weltweit durchgeführt wird und 1996 und 2006 ergänzt wird und die das Verhältnis zwischen der Todesstrafe und der Mordrate betrachtet,, dass es nicht nachgewiesen ist, dass die Todesstrafe abschreckender wirkt als die Freiheitsstrafe. (Vgl. Amnesty International 2013, S. 2). Für viele Menschen wirkt die Strafe abschreckend,

„Wenn es aber stimmt, dass die Zahl derjenigen Menschen, welche aus Angst oder Tugendsamkeit die Gesetze beachten, größer ist, als die Zahl derjenigen, welche die Gesetze brechen, so muss das Risiko, einen Unschuldigen zu foltern, umso höher angesetzt werden, je höher die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein Mensch unter sonst gleichen Voraussetzungen, die Gesetzte beachtet hat gegenüber demjenigen der sie missachtet hat“ (Beccaria 1764, S. 122f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Das Kapitel führt in das Thema ein, beleuchtet die historische Entwicklung der Todesstrafe und wirft die grundlegende Frage nach deren heutiger Rechtfertigung auf.

2. Argumentation: Hier werden die Argumente für und gegen die Todesstrafe gegenübergestellt, wobei Aspekte wie Abschreckung, Kosten, Justizirrtümer und staatliche Machtausübung analysiert werden.

3. Persönliche Stellungnahme: Die Autorin reflektiert kritisch über die Unmöglichkeit, bei Todesurteilen absolute Sicherheit über die Schuld zu erlangen, und plädiert gegen die Todesstrafe.

4. Fazit: Das Fazit fasst die ethischen und sachlichen Argumente zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die lebenslange Haft die einzig vertretbare Alternative darstellt.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Print- und Internetquellen zur wissenschaftlichen Fundierung der Arbeit.

Schlüsselwörter

Todesstrafe, Menschenrechte, Resozialisierung, Strafvollzug, Justizirrtum, Abschreckungstheorie, Lynchjustiz, Grundgesetz, Kriminalität, Ethik, Hinrichtung, Menschenwürde, Rechtsstaat, Rechtsphilosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die ethische und rechtliche Debatte um die Todesstrafe und hinterfragt deren Legitimität in modernen Gesellschaften.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der abschreckenden Wirkung, den Kosten, der Gefahr von Justizirrtümern und der Vereinbarkeit mit der Menschenwürde.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Argumente für und gegen die Todesstrafe zu prüfen und zu erörtern, ob sie heute noch als angemessenes Instrument der Strafjustiz dienen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf Literaturrecherche und der Auswertung von Studien sowie rechtlichen Grundlagen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine argumentative Auseinandersetzung mit der historischen und aktuellen Praxis der Todesstrafe sowie eine fundierte persönliche Stellungnahme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Todesstrafe, Menschenwürde, Resozialisierung, Justizirrtum und Rechtsstaatlichkeit.

Welchen Stellenwert nimmt der Schutz vor Justizirrtümern in der Arbeit ein?

Einen sehr hohen, da die Unumkehrbarkeit der Todesstrafe im Falle eines Irrtums als eines der stärksten Argumente gegen ihre Anwendung angeführt wird.

Wie bewertet die Autorin die wirtschaftlichen Argumente für die Todesstrafe?

Die Autorin lehnt ökonomische Argumente bei der Entscheidung über menschliches Leben ab und verweist zudem auf die oft höheren Kosten von Verfahren bei Todesurteilen.

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Résumé des informations

Titre
Lässt sich die Todesstrafe rechtfertigen?
Université
University of Vechta  (Institut für Sozialwissenschaften und Philosophie)
Cours
SW-5.2 Die Rechtfertigung der Strafe
Note
2,0
Auteur
Natalia Bokova (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
17
N° de catalogue
V310873
ISBN (ebook)
9783668095939
ISBN (Livre)
9783668095946
Langue
allemand
mots-clé
Todesstrafe Philosophie Sozialwissenschaften
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Natalia Bokova (Auteur), 2014, Lässt sich die Todesstrafe rechtfertigen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310873
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Extrait de  17  pages
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