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Adorno, die Negative Dialektik und der Jazz

Título: Adorno, die Negative Dialektik und der Jazz

Presentación (Redacción) , 2004 , 18 Páginas , Calificación: 1,5

Autor:in: Gregor Pollach (Autor)

Filosofía - Práctica (etica, estética, cultura, naturaleza, derecho, etc.)
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Resumen Extracto de texto Detalles

Selbst wenn Adorno recht hätte mit seiner Bemerkung, dass nach Auschwitz kein Gedicht mehr geschrieben werden könne (GS 10 1 Seite 230), so muss man sich fragen, wer kein Gedicht mehr schreiben könne. Dass er es sich und anderen Kulturschaffenden, die nicht selbst in den Lagern waren verbieten will, es nicht fassen kann wenn sie es tun, oder es für zu schwierig hält, dem nötigen Diskurs zu entkommen, mag ja noch angehen. Dass er es aber den ehemaligen Lagerinsassen mit diesem Satz verweigern zu können glaubt, kann so kaum akzeptiert werden.

Gibt es denn vielleicht eine Möglichkeit außer affirmativer Positivität und steckenbleibender, aushaltender Negation?
Um eine solche innerhalb des Kulturbetriebes entdecken zu können, sollte sie
a) real existiert haben,
b) möglichst von Adorno wahrgenommen worden sein,
c) die Adorno sehr bewegenden Themen Antisemitismus, Kulturindustrie und Auschwitz berühren.
Ich denke, dass ein solcher Kulturbereich doch gefunden werden - in einem weiteren speziellen Interessengebiet von Adorno, nämlich der Musik.

Es ist der Jazz.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff des Aushaltens

3. Suche nach Alternativen zum Aushalten

4. Der Jazz

4.1 Der musikalische Gehalt

4.1.1 Improvisation und Blues

4.1.2 Synkope

4.2 Zu den Protagonisten

4.2.1 Benny Goodman

4.2.2 Dizzy Gillespie und Guy Lombardo

4.2.3 Jack Teagarden

4.2.4 Duke Ellington

4.3 Zur Kulturindustrie und ihrer ideologischen Bedeutung

4.4 Bezug zu Auschwitz und zum Antisemitismus

5. Weitere Perspektiven zum Kulturverständnis nach Auschwitz

Zielsetzung & Themen

Das Ziel der Arbeit ist es, Theodor W. Adornos pessimistische Haltung zum Weiterbestand von Kultur nach Auschwitz kritisch zu hinterfragen. Es wird untersucht, ob neben der bloßen Verweigerung oder dem „Aushalten“ alternative Formen kultureller Praxis existieren, wobei insbesondere der Jazz als ein mögliches, wenngleich von Adorno oft missverstandenes Gegenbeispiel analysiert wird.

  • Kritische Auseinandersetzung mit Adornos „Negativer Dialektik“.
  • Analyse des kulturellen Status des Jazz unter Adornos Bedingungen.
  • Untersuchung der gesellschaftskritischen Relevanz von Jazzmusik.
  • Kontrastierung von Adornos Thesen mit Ansätzen wie der Logotherapie von Victor E. Frankl.

Auszug aus dem Buch

Die Negative Dialektik und der Jazz

Dieses Auszuhaltende, das Nichtidentische, das nicht weggeschnitten werden darf um die Kontinuität und Vollständigkeit einer Betrachtung zu ermöglichen, zu retten, ist das Anliegen der negativen Dialektik, die negativ ist, weil sie einen Widerspruch (eben nicht eine Lösung) aufdecken und festhalten möchte und sie ist dialektisch, weil ja gilt „der Nerv der Dialektik als Methode, ist die bestimmte Negation“ (GS 5 Seite 318). Dieser wissenschaftliche Grundsatz wird beibehalten. Und sie bleibt auch deshalb Dialektik, weil sie gesellschaftlich-historische Zusammenhänge versucht begrifflich zu vermitteln und Gegensätze darzustellen, statt sie zu mythischen Seinsverhältnissen zu stilisieren (Heidegger nach Lutz)“.

Aushalten als einzige mögliche Reaktion auf Auschwitz ist eine Auffassung, die sich beispielsweise auch bei Giorgio Agamben in seinem Buch „Was von Auschwitz bleibt“ findet (Seite 8).

Die Aporie von Auschwitz ist die Aporie historischer Erkenntnisse. Die Nicht-Koinzidenz von Fakten und Wahrheit von Konstatieren und Verstehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung ein, wie Kultur nach den Ereignissen von Auschwitz möglich ist, und skizziert die Unmöglichkeit der bisherigen Lösungsversuche.

2. Der Begriff des Aushaltens: Hier wird Adornos Konzept des „Aushaltens“ als einzig verbleibende Haltung gegenüber der Unmöglichkeit von Kultur, Schweigen oder Verweigerung nach Auschwitz dargelegt.

3. Suche nach Alternativen zum Aushalten: Der Autor hinterfragt, ob es neben Adornos negativer Dialektik Wege gibt, die nicht in der bloßen Diagnose der kulturellen Ausweglosigkeit verharren.

4. Der Jazz: Dieses Kapitel widmet sich detailliert der Musikform Jazz, untersucht deren musikalischen Gehalt, Akteure und das Verhältnis zur Kulturindustrie sowie zu Auschwitz.

5. Weitere Perspektiven zum Kulturverständnis nach Auschwitz: Abschließend werden komplementäre Ansätze wie die Logotherapie von Frankl und die Überlebensberichte von Autoren wie Primo Levy diskutiert, um das Bild eines „Aushaltens“ zu erweitern.

Schlüsselwörter

Adorno, Negative Dialektik, Auschwitz, Jazz, Kulturindustrie, Nichtidentität, Sinnfindung, Logotherapie, Kulturkritik, Synkope, Improvisation, Musikphilosophie, Widerstand, Post-Auschwitz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die philosophische Haltung von Theodor W. Adorno bezüglich der Möglichkeit von Kultur nach Auschwitz und hinterfragt diese kritisch.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Adornos negative Dialektik, die Philosophie der Musik (speziell Jazz), die Kulturindustrie sowie Sinnfragen nach dem Holocaust.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, zu klären, ob Adornos Haltung des „Aushaltens“ die einzige Antwort auf die Zerstörung der Kultur ist oder ob es dynamische Alternativen gibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine philosophisch-immanente Kritik angewandt, die Adornos eigene Thesen mit realen Beispielen aus Musik und Zeitgeschichte konfrontiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert intensiv den Jazz, dessen ästhetische und ideologische Bewertung durch Adorno sowie alternative menschliche Überlebensstrategien jenseits rein theoretischer Dialektik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Adorno, Negative Dialektik, Jazz, Kulturindustrie und die philosophische Auseinandersetzung mit der Sinnfrage nach Auschwitz.

Warum kritisiert der Autor Adornos Sicht auf den Jazz?

Der Autor argumentiert, dass Adornos Jazzkritik von Unwissenheit geprägt war und er das Potenzial des Jazz als kulturelles Gegenmodell zur totalitären Standardisierung unterschätzt hat.

Welchen Bezug stellt der Text zwischen Jazz und Judentum her?

Der Text zeigt auf, dass Jazzmusiker und jüdische Künstler beide in der US-amerikanischen Gesellschaft unterdrückt wurden und der Jazz historisch eine solidarische Rolle einnahm.

Inwiefern bietet die Logotherapie eine Alternative?

Die Logotherapie von Victor E. Frankl wird als Beispiel dafür angeführt, dass auch in extremen Situationen wie im Konzentrationslager ein aktiver, sinnstiftender Umgang mit der Welt möglich bleibt.

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Detalles

Título
Adorno, die Negative Dialektik und der Jazz
Universidad
University of Tubingen  (Philosophisches Seminar)
Calificación
1,5
Autor
Gregor Pollach (Autor)
Año de publicación
2004
Páginas
18
No. de catálogo
V310963
ISBN (Ebook)
9783668097278
ISBN (Libro)
9783668097285
Idioma
Alemán
Etiqueta
Jazz Adorno Negative Dialektik Kulturkritik Affirmation Negation
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Gregor Pollach (Autor), 2004, Adorno, die Negative Dialektik und der Jazz, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310963
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