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Hochwasser im Erzgebirge. Historische und aktuelle Überschwemmungen und ihr Schadensausmaß

Título: Hochwasser im Erzgebirge. Historische und aktuelle Überschwemmungen und ihr Schadensausmaß

Tesis , 2007 , 141 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Juliane Duwe (Autor)

Ciencias de la Tierra / Geografía - Geografía física, geomorfología, estudios ambientales
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Die in den letzten Jahren aufgetretenen verheerenden Hochwasserereignisse werden, nicht zuletzt durch die starke Präsenz der Medien, in der Öffentlichkeit nicht nur lokal, sondern auch zunehmend globaler wahrgenommen. Dabei werden Hypothesen der Zunahme dieser Ereignisse sowie enge Zusammenhänge zwischen dem anthropogen bedingten Klimawandel und dem Auftreten herausragender Hochwässer diskutiert.

So wurde das Elbe-Hochwasser vom August 2002 als Jahrhundertflut bezeichnet, weshalb dieses Katastrophenereignis zentrales Thema in zahlreichen Abhandlungen und Veröffentlichungen war und noch ist. Diskutiert wurden besonders die meteorologischen Ursachen sowie die durch zunehmende Verbauung sowie Landnutzung initiierten Prozesse eines geänderten Abflussverhaltens der versickernden Niederschläge. Daraus wurden die Schadensprozesse abgeleitet, um Schlussfolgerungen für einen nachhaltigen Hochwasserschutz ziehen und die erforderlichen Maßnahmen ableiten zu können.

Grundlegend bleibt jedoch, dass in der Erdgeschichte immer wieder Extremereignisse mit gravierenden Auswirkungen und Veränderungen aufgetreten sind, die zu großen Zerstörungen geführt haben. Das Hochwasserereignis 2002 ist nur ein Beispiel aus der jüngsten Geschichte, das verdeutlicht hat, welch katastrophales Ausmaß ein Hochwasser in einer Region annehmen kann.
Dabei konzentrieren sich die Schäden nicht nur im Bereich der Zusammenflüsse von Bächen und Vorflutern im Mittel- und Unterlauf derselben, sondern auch schon in den Entstehungsgebieten, den oberen Einzugsgebieten in den Mittelgebirgshochlagen.
So entging die Stadt Olbernhau im August 2002 nur knapp einer Katastrophe. Dort betrug die Gesamtschadenssumme (kommunale Schäden) knapp 13 Mio. € (SCHADENSDATEN- BANK LTV, 2002).
Dass große Zerstörungen im Zusammenhang mit Extremabflüssen auch schon in historischer Zeit aufgetreten sind und in den oberen Lagen des Erzgebirges zu verheerenden Schäden geführt haben, kann mit dieser Arbeit bestätigt werden.
Das Risiko für das Auftreten derartiger Ereignisse wurde in der Vergangenheit nicht systematisch untersucht, so dass auch geeignete Hochwasserschutzmaßnahmen nicht nach einem Gesamtkonzept betrachtet und realisiert worden sind.

Extracto


1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Aufgabenstellung und Zielsetzung

2. Stand der Forschung

2.1. Allgemeine Theorie

2.2. Ursachen von Hochwasserereignissen

2.3. Arten des Hochwassers

2.4. Klassen von Hochwasser

2.5. Stand der historischen Hochwasserforschung

2.6. Stand der historischen Hochwasserforschung im Projektgebiet (Erzgebirge)

3. Einführung in das Untersuchungsgebiet

3.1. Geographische Lage und Erstreckung

3.2. Historische Entwicklung und Besiedlungsgeschichte

3.2.1. Bergbau im Erzgebirge

3.2.2. Besiedlung

3.3. Geologie und Hydrogeologie

3.4. Böden

3.5. Klima

3.6. Vegetation und Landnutzung

3.6.1. Potentielle natürliche Vegetation

3.6.2. Tatsächliche Vegetation

3.6.3. Landnutzung

3.7. Hydrologie

3.7.1. Hydrologie der Flöha

3.7.2. Hydrologie der Zschopau

4. Untersuchungsmethoden

4.1. Literaturrecherche und Archivarbeit

4.2. Karteninterpretation

4.3. Probleme bei der Datenbeschaffung

5. Ergebnisse

5.1. Hochwasserchronik der Flöha und der Zschopau (1800 – heute)

5.2. Herausragende Hochwasserereignisse

5.2.1. Das Hochwasser vom 03. Februar 1862

5.2.2. Das Hochwasser vom 02. Januar 1880

5.2.3. Das Hochwasser vom 29.- 31. Juli 1897

5.2.3.1. Ursachen des Hochwassers

5.2.3.2. Verlauf des Hochwassers

5.2.3.3. Schäden des Hochwassers

5.2.4. Das Hochwasser vom 04. Februar 1909

5.2.4.1. Ursachen des Hochwassers

5.2.4.2. Verlauf des Hochwassers

5.2.4.3. Schäden des Hochwassers

5.2.5. Das Hochwasser vom 02. Juli 1916

5.2.6. Das Hochwasser vom 03. Januar 1932

5.2.6.1. Ursachen des Hochwassers

5.2.6.2. Verlauf des Hochwassers

5.2.6.3. Schäden des Hochwassers

5.2.7. Das Hochwasser vom 9.-11. Juli 1954

5.2.7.1. Ursachen des Hochwassers

5.2.7.2. Verlauf des Hochwassers

5.2.7.3. Schäden des Hochwassers

5.2.8. Das Hochwasser vom 07./ 08. Dezember 1974

5.2.9. Das Hochwasser vom 12. August 2002

5.2.9.1. Ursachen des Hochwasser

5.2.9.2. Verlauf des Hochwassers

5.2.9.3. Schäden des Hochwassers

5.3. Die Entwicklung der Flussläufe von 1880 bis heute - Vergleich verschiedener topographischer Karten und Waldentwicklungskarten für Teilbereiche des Untersuchungsgebietes

6. Diskussion

6.1. Bewertung der Hochwasserchronik

6.2. Bewertung der Ursachen

6.3. Bewertung der herausragenden Hochwasserereignisse

6.4. Bewertung des Schadensausmaßes historischer und aktueller Hochwässer

6.5. Bewertung der anthropogenen Einflussnahme

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht historische und aktuelle Hochwasserereignisse der Flüsse Flöha und Zschopau im mittleren Erzgebirge von 1800 bis heute, um eine Hochwasserchronik zu erstellen und das Schadensausmaß sowie die auslösenden Faktoren zu analysieren. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Ursachen, den Verlauf und die Folgen extremer Hochwasser zu gewinnen, um künftige Hochwasserschutzmaßnahmen effektiver gestalten zu können.

  • Erstellung einer umfassenden Hochwasserchronik von 1800 bis heute
  • Analyse meteorologischer und anthropogener Ursachen
  • Klassifizierung von Hochwasserereignissen in Intensitätsstufen
  • Vergleich historischer und aktueller Schadensausmaße
  • Interpretation historischer Karten zur Entwicklung der Flussläufe

Auszug aus dem Buch

5.2.1. Das Hochwasser vom 03. Februar 1862

In der Zeit vom 01. - 05. Februar 1862 liefen an mehreren großen Flüssen in Sachsen (Zschopau, Mulde, Elbe) besonders schwere Hochwasser ab.

Entsprechend der Quellen lag im Bereich des Erzgebirges und des Vorlandes in diesem Zeitraum Schnee. Es kam jedoch zu starkem Tauwetter aufgrund steigender Temperaturen, überlagert durch starke Regenfälle. POHL (2004) berichtet in seiner Abhandlung von ununterbrochenem Regenwetter und orkanartigem Wind. Ab dem 6. Februar setzte dann allerdings Schneefall und Frost ein, so dass die Wasserspiegel langsam sanken.

Im v.WB Nr. 6 vom 08.02.1862 wird berichtet, dass die Elbe in Dresden am 03. Februar abends 9 Uhr bereits 9 Ellen und 12 Zoll über Null gestiegen war. Laut Berichten hatte die Elbe bei diesem historischen Ereignis einen Pegel von 8,24 m erreicht (FÜGNER, 2002). Es wird geschrieben, dass das Wasser in Dresden in den Gassen bis auf 2 Ellen (ca. 1,10 m) hoch gestiegen war und 30 Straßen überschwemmt haben soll. Insgesamt waren in Dresden 588 Wohnungen mit 2246 Einwohnern von der Flut betroffen (V.WB Nr. 9 vom 01.03.1862).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des INTERREG IIIA Projektes „DINGHO“ und Formulierung der Problemstellung sowie Zielsetzung zur Hochwasseruntersuchung.

2. Stand der Forschung: Erläuterung theoretischer Hochwassergrundlagen, der Ursachen und Arten sowie des Forschungsstandes der historischen Hochwasserforschung.

3. Einführung in das Untersuchungsgebiet: Geografische, geologische und hydrologische Beschreibung der Flöha- und Zschopau-Einzugsgebiete sowie deren historische Siedlungsgeschichte.

4. Untersuchungsmethoden: Darlegung der Methodik bei der Literaturrecherche, Archivarbeit, Karteninterpretation und der auftretenden Probleme bei der Datenbeschaffung.

5. Ergebnisse: Präsentation der detaillierten Hochwasserchronik sowie Einzeldarstellungen und Schadensanalysen zu verschiedenen Hochwasserereignissen.

6. Diskussion: Bewertung und Einordnung der Ergebnisse zu Hochwasserchronik, Ursachen, herausragenden Ereignissen, Schadensausmaß und anthropogenen Einflüssen.

7. Zusammenfassung: Zusammenfassender Rückblick auf die Analyseergebnisse der letzten 207 Jahre und Fazit zur Hochwasserproblematik im Erzgebirge.

Schlüsselwörter

Hochwasser, Erzgebirge, Flöha, Zschopau, Hochwasserchronik, Schadensausmaß, Hydrologie, Vb-Wetterlage, historisches Hochwasser, Hochwasserschutz, Anthropogene Einflussnahme, Wetterdaten, Archivarbeit, Pegelaufzeichnungen, Sturzfluten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Analyse historischer und aktueller Hochwasserereignisse der Flüsse Flöha und Zschopau im mittleren Erzgebirge von 1800 bis heute.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert auf die Erstellung einer Hochwasserchronik, die meteorologischen Ursachen für Hochwasser, das entstandene Schadensausmaß sowie die anthropogenen Einflüsse auf die Flusslandschaft.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist die Rekonstruktion einer lückenlosen Hochwasserchronik sowie die Darstellung herausragender Ereignisse hinsichtlich ihrer Ursachen, Verläufe und Schäden, um Schlussfolgerungen für den Hochwasserschutz zu ziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine Kombination aus Literaturrecherche, intensiver Archivarbeit, Auswertung historischer Pegeldaten sowie der Analyse topographischer Karten und Waldentwicklungskarten angewandt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erstellung der Chronik, die detaillierte Analyse spezifischer Winter- und Sommerhochwasserereignisse (Ursache, Verlauf, Schäden) sowie die Diskussion der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Hochwasser, Erzgebirge, Flöha, Zschopau, Hochwasserchronik, Schadensausmaß, Hydrologie und anthropogene Einflussnahme.

Warum wurde das Elbe-Hochwasser 2002 als Vergleich herangezogen?

Das Hochwasser von 2002 dient als zentrales Beispiel der jüngsten Geschichte, um katastrophale Ausmaße zu verdeutlichen und einen Vergleich zu historischen Extremereignissen zu ermöglichen.

Wie haben sich anthropogene Maßnahmen auf das Hochwasserrisiko ausgewirkt?

Rodungen, Versiegelungen, Flussbegradigungen und Siedlungstätigkeit in Ufernähe haben das Abflussverhalten nachhaltig verändert und das Schadenspotenzial im Vergleich zu früheren Jahrhunderten deutlich erhöht.

Final del extracto de 141 páginas  - subir

Detalles

Título
Hochwasser im Erzgebirge. Historische und aktuelle Überschwemmungen und ihr Schadensausmaß
Universidad
Free University of Berlin  (Geographisches Institut)
Calificación
2,0
Autor
Juliane Duwe (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
141
No. de catálogo
V311064
ISBN (Ebook)
9783668106314
ISBN (Libro)
9783668106321
Idioma
Alemán
Etiqueta
Geographie Hochwasser Historisch Physische Geographie Diplomarbeit Sachsen Erzgebirge Mittleres Erzgebirge Deutschland Hochwasser 2002 Elbe Olbernhau
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Juliane Duwe (Autor), 2007, Hochwasser im Erzgebirge. Historische und aktuelle Überschwemmungen und ihr Schadensausmaß, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311064
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