Ziel dieser Arbeit ist es, zu zeigen dass der Begriff „Burnout“ nicht die ganze Tragik des Leidens zum Ausdruck bringt, die Ursachenforschung oft zu kurz greift und dass es für die Psychologische Beratung ein weites Feld der Bewertungsmöglichkeiten gibt, die zur Erkennung, Hilfe und Überwinden des Burnouts beitragen.
Burnout ist in aller Munde. Bücher, Zeitungen, Berichte von Betroffenen geben Auskunft über einen beklagenswerten Zustand. Immer geht es darum, dass die Betroffenen ihren Arbeitsalltag nicht mehr meistern können. Wir nehmen zur Kenntnis das die täglichen Anforderungen zur Qual werden. Was einmal mit Begeisterung und Euphorie begonnen hat endet mit Gleichgültigkeit, Lustlosigkeit bis hin zur totalen
Verzweiflung und Erschöpfung.
Die Phänomene die hier beschrieben werden sind nicht neu. Wir finden sie schon in der Bibel. In dem Roman „Buddenbrock“ dichtet Thomas Mann um 1900 seinen Hauptakteur Senator Thomas Buddenbrock ähnliche Symptome an. Es hat natürlich zu allen Zeiten Menschen gegeben die großem und körperlichem Stress ausgesetzt waren. Aber was wir unter Burnout verstehen wollen hat eine eigene Dynamik und einen individuellen Charakter.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Hauptteil A: Was ist Burnout
1. Klärung eines Begriffs
2. Wen trifft es
3. Ist Burnout eine Krankheit
4. Emotionale und körperliche Belastung
5. Der Leidensverlauf
Hauptteil B: Was führt zu Burnout
1. Auf der Suche nach der Ursache
2. Umwelt
3. Das Drehbuch des Lebens
3.1 Antreiber
4. Ziele und Erwartungen
5. Stress
6. Die Sensibilität
7. Ursachen für Burnout
Hauptteil C: Hilfe und Vorbeugung durch psychologische Beratung
1. Was die psychologische Beratung darf – was nicht
2. Salutogenese
3. Gesundheitsförderung
4. Lebensberatung
4.1 Erlaubnisse
5. Kohärenzsinn
6. Soziale Unterstützungssysteme
7. Das Konzept „L E B E N“
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Burnout-Syndrom, wobei das primäre Ziel darin besteht, aufzuzeigen, dass der Begriff allein der Tragik des Leidens nicht gerecht wird, die gängige Ursachenforschung oft zu kurz greift und für die psychologische Beratung ein weites Feld der Unterstützungsmöglichkeiten existiert, um Betroffene bei der Erkennung und Überwindung zu begleiten.
- Differenzierung des Burnout-Begriffs und dessen Phasenverlauf.
- Analyse der Ursachen durch Umwelteinflüsse und persönliche Lebensskripte.
- Bedeutung von Salutogenese und Gesundheitsförderung.
- Strategien der psychologischen Beratung zur Hilfe und Vorbeugung.
- Einführung des LEBEN-Konzepts als Leitfaden für die Beratungspraxis.
Auszug aus dem Buch
1. Burnout-Syndrom – Klärung eines Begriffs
„Burnout“ engl. „to burn out“ = „ausbrennen“
Wörtlich geht es also um ausbrennen wie es dem verlöschen einer Lampe entspricht, deren Öl verbraucht ist, oder dem Zustand eines ausgebrannten Gebäudes. Unter Motorradfahrern bedeutet Burn-out den Verschleiß eines Reifens, wenn bei festgezogener Bremse soviel Gas gegeben wird, dass das Hinterrad durchdreht und der Pneu sich so stark erhitzt, das es raucht oder sogar Feuer fängt, jedenfalls wird ein Reifen in wenigen Minuten „abgefahren“ ohne das der Fahrer einen Meter Vorwärts kommt.
Genau genommen ist die Definition ungenau, sie trifft nicht den Kern. Bei Burnout handelt es sich keineswegs um ein schnelles „abfahren“. Burnout ist ein langer Leidensweg, der sich langsam, am Anfang unbemerkt, in das Leben eines Menschen einschleicht.
Zusammenfassung der Kapitel
Hauptteil A: Was ist Burnout: Dieser Abschnitt definiert das Burnout-Syndrom, beleuchtet die betroffenen Personengruppen, klärt den medizinischen Status und beschreibt emotionale wie körperliche Symptome sowie den typischen Leidensverlauf.
Hauptteil B: Was führt zu Burnout: Hier werden die Ursachen von Burnout analysiert, wobei sowohl externe Umweltfaktoren, das Konzept der Antreiber („Lebensskripte“) sowie Stress und Sensibilität als begünstigende Faktoren für das Ausbrennen untersucht werden.
Hauptteil C: Hilfe und Vorbeugung durch psychologische Beratung: Dieses Kapitel widmet sich den Interventionsmöglichkeiten, von der Salutogenese über Gesundheitsförderung bis hin zu konkreten Beratungsansätzen und dem LEBEN-Konzept.
Schlüsselwörter
Burnout, Erschöpfungssyndrom, psychologische Beratung, Salutogenese, Lebensskripte, Antreiber, Arbeitswelt, Prävention, Stressbewältigung, Gesundheit, Belastung, Lebensqualität, Leistungsgesellschaft, Coaching, Selbstfürsorge.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt das Burnout-Syndrom unter Berücksichtigung von Ursachen, Symptomen und insbesondere den Möglichkeiten der psychologischen Beratung bei der Vorbeugung und Bewältigung.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Zentrale Felder sind die Begriffsdefinition, die Analyse von Ursachen in Umwelt und persönlicher Sozialisation, das Phasenmodell des Burnouts sowie Beratungsstrategien.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, die Tragik des Burnouts jenseits rein oberflächlicher Definitionen aufzuzeigen und den Mehrwert psychologischer Beratung für Betroffene herauszuarbeiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender psychologischer Forschung, Theorien zur Transaktionsanalyse und Ansätze der Gesundheitswissenschaften.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit den Ursachen von Burnout sowie eine praktische Anleitung für Berater zur Unterstützung der Klienten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Begriffe wie Burnout, Salutogenese, psychologische Beratung, Antreiber und Prävention stehen im Mittelpunkt der inhaltlichen Ausrichtung.
Was genau ist mit dem Konzept „L E B E N“ gemeint?
Es handelt sich um einen von der Autorin entwickelten Gesprächsleitfaden für die Beratungspraxis, der Schritte wie Ursachenlösung, Entspannung, Bestandsaufnahme, Erfolgserlebnisse und Neustart umfasst.
Welche Rolle spielen „Antreiber“ in diesem Kontext?
Antreiber wie „Sei stark“ oder „Sei perfekt“ sind tief sitzende Verhaltensprogramme, die Menschen dazu verleiten, ihre eigenen Grenzen zu überschreiten und so den Nährboden für Burnout schaffen.
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- Heiko Perlick (Author), 2015, Burnout. Wenn Arbeit zur Qual wird. Begriff, Ursachen, Vorbeugung durch psychologische Beratung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311077