Die vorliegende Arbeit fasst das Grundlagen- und Einführungswerk "Das politische System Deutschlands" von Stefan Marschall zusammen.
Aus dem Inhalt:
- repräsentative Demokratie
- Politik in der Mediengesellschaft
- Parteiendemokratie, Parteienkritik und Parteienverdrossenheit
- Organisation und Aufbau des Bundestages, Arbeitsweise des Parlaments
- Kanzlerdemokratie und Ministerialbürokratie
- Rolle des Bundespräsidenten
- Bundesverfassungsgericht als politischer Akteur
- föderale Demokratie, Bundesrat als Ländervertretung, Kommunalpolitik
- Europäisierung und Globalisierung, Demokratiedefizit der EU
Inhaltsverzeichnis
1 Die zweite deutsche Demokratie – Baupläne und Grundbausteine
Rahmenbedingungen der Entstehung der BRD:
2 Die repräsentative Demokratie – zwischen Mitmachen und Zuschauen
Entscheidung für eine "super-repräsentative" Verfassung:
Wahlen und Wähler:
Sonstige Formen politischer Beteiligung:
Politische Kultur in Deutschland: "Pudding" im Wandel:
3 Die Verbändedemokratie – Demokratische Teilhabe und/oder unverhältnismäßiger Einfluss?
Rechtliche Grundlagen für Interessengruppen in der BRD:
Die Vielfalt organisierte Interessen in Deutschland:
Strategien und Adressaten der Interessenvermittlung:
Tarifautonomie und (neo-)korporatistische Strukturen in Deutschland:
Assoziative Demokratie und Zivilgesellschaft:
4 Die Mediendemokratie – Politics go media?
Das bundesdeutsche Mediensystem – rechtliche Grundlagen:
Der bundesdeutsche Medienmarkt – Angebot und Nachfrage:
Politik in der Mediengesellschaft:
5 Die Parteiendemokratie – Von Schildkröten, Kraken oder Dinosauriern
Rechtliche Grundlagen des dt. Parteienstaates:
Parteiensystem im Wandel:
Parteienkritik und Parteienverdrossenheit:
Reform und Zukunf der Parteien:
6 Die parlamentarische Demokratie – Der Bundestag im (nur?) formalen Zentrum
Organisation und Aufbau des Bundestages:
Arbeitsweise des Parlaments:
Funktion und Aufgaben des Bundestages: vier klassische Parlamentsfunktionen
Entparlamentarisierung?
7 Die Kanzlerdemokratie – Regierungschef, Minister und Verwaltung
Die "parlamentarische Regierung":
Kanzler, Minister, Kabinett:
Eine deutsche Kanzleremokratie?
Ministerialbürokratie:
8 Die unpräsidiale Demokratie – der schwache, aber nicht ohnmächtige Bundespräsident
Der Weimarar Reichspräsident als negative Blaupause
Die Wahl des Bundespräsidenten – Verfahren und Ergebnisse
Die Rolle des Bundespräsidenten:
Die Macht des Wortes und der symbolischen Tat:
Do Persons Matter? - Grenzen und Chancen des Amtes:
9 Die gehütete Demokratie – Die politische Macht des Bundesverfassungsgerichts
Das deutsche Gerichtswesen:
Die Wahl der Bundesverfassungsrichter: Verfahren und Ergebnisse:
Organisation und Verfahrensarten:
Das BVerfG als politischer Akteur:
BVerfG als "Ersatzgesetzgeber"?
Der BVerfG und seine Integrationsfunktion:
10 Die föderale Demokratie – Bund, Länder und Kommunen
Der deutsche Bundesstaat – Pfadentwicklung:
Länder als politische Systeme:
Der Bundesrat als "Ländervertretung"?
Der Bundesrat und die Gesetzgegbung des Bundes
Der Bundesrat als parteipolitisches Blockadeinstrument?
Politikverflechtung und Politikverflechtungsfallen
Kommunalpolitik
11 Die entgrenzte Demokratie – Europäisierung und Globalisierung
Europäische Integration als Prozess:
Das politische System der EU:
Europäisierung dt. Politik – Wie verändert sich die dt. Demokratie?
Demokratiedefizit der EU:
Globalisierung und der Wandel der deutschen Demokratie:
"Globalisierung" deutscher Politik – Wie verändert sich die deutsche Demokratie?
12 Die zukunftsfähige Demokratie – Zwischen Reformfähigkeit und Blockadegefahr
Die reformierte Demokratie?
Zukunft:
Deutsche 'Schlechtwetterdemokratie'?
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen umfassenden Überblick über das politische System der Bundesrepublik Deutschland. Ziel ist es, die zentralen Institutionen, Akteure und Prozesse sowie deren Zusammenwirken im Kontext von historischer Pfadabhängigkeit, Europäisierung und Globalisierung zu analysieren und deren Funktionsweise zu erläutern.
- Historische Grundlagen und die Entstehung des Grundgesetzes
- Die verschiedenen Facetten der deutschen Demokratie (repräsentativ, parlamentarisch, föderal)
- Die Rolle der zentralen Verfassungsorgane und politischer Akteure (Verbände, Medien, Parteien)
- Herausforderungen durch Europäisierung und Globalisierung
- Die Reformfähigkeit und Zukunftsfähigkeit des politischen Systems
Auszug aus dem Buch
Die "parlamentarische Regierung":
Verschränkung von "Legislative" und "Exekutive". Die BReg ist mit dem Bundestag eng verzahnt und bleibt es auch im Laufe der Legislaturperiode
Personelle Verflechtungen:
Bundeskanzler von der absoluten Mehrheit der Volksvertreter gewählt. Muss nicht zwangsweise MdB sein, ist es aber in der Regel
Minister -> MdB aus der Mitte des Parlaments, muss aber nicht MdB sein.
=> "Kompatibilität" in der parlamentarischen Demokratie von Mandat und Ministerialposten
Zusammenfassung der Kapitel
1 Die zweite deutsche Demokratie – Baupläne und Grundbausteine: Dieses Kapitel erläutert die historische Pfadabhängigkeit und die Entstehung der Bundesrepublik unter Berücksichtigung der Erfahrungen aus der Weimarer Republik.
2 Die repräsentative Demokratie – zwischen Mitmachen und Zuschauen: Es wird die Entscheidung für eine stark repräsentative Verfassung sowie die Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung und das Wahlsystem beleuchtet.
3 Die Verbändedemokratie – Demokratische Teilhabe und/oder unverhältnismäßiger Einfluss?: Das Kapitel analysiert die Rolle von Interessengruppen, Lobbyismus und die korporatistischen Strukturen in der deutschen Politik.
4 Die Mediendemokratie – Politics go media?: Hier wird der Einfluss von Medien auf die Politik, die mediale Struktur und die These einer möglichen "Mediokratie" diskutiert.
5 Die Parteiendemokratie – Von Schildkröten, Kraken oder Dinosauriern: Es geht um die rechtliche Stellung, Aufgaben und den Wandel von Parteien sowie deren Rolle bei der politischen Willensbildung.
6 Die parlamentarische Demokratie – Der Bundestag im (nur?) formalen Zentrum: Dieses Kapitel behandelt die Organisation, Arbeitsweise und Funktionen des Bundestages sowie das Verhältnis von Regierung und Parlament.
7 Die Kanzlerdemokratie – Regierungschef, Minister und Verwaltung: Im Fokus stehen das parlamentarische Regierungssystem, die Machtbefugnisse des Bundeskanzlers und die Rolle der Ministerialbürokratie.
8 Die unpräsidiale Demokratie – der schwache, aber nicht ohnmächtige Bundespräsident: Analyse der Rolle des Bundespräsidenten, seiner Wahl und seiner begrenzten, aber dennoch bedeutsamen "Reservemacht".
9 Die gehütete Demokratie – Die politische Macht des Bundesverfassungsgerichts: Erläuterung der Funktion, Wahl und des Einflusses des Bundesverfassungsgerichts auf den politischen Prozess.
10 Die föderale Demokratie – Bund, Länder und Kommunen: Dieses Kapitel widmet sich der vertikalen Gewaltenteilung, dem Bundesrat, dem Finanzausgleich und der Politikverflechtung.
11 Die entgrenzte Demokratie – Europäisierung und Globalisierung: Untersuchung des Wandels des politischen Systems durch europäische Integration und globale Abhängigkeiten.
12 Die zukunftsfähige Demokratie – Zwischen Reformfähigkeit und Blockadegefahr: Abschließende Betrachtung der Reformbedarfe, der Veto-Spieler-Problematik und der generellen Zukunftsfähigkeit der Demokratie in Deutschland.
Schlüsselwörter
Grundgesetz, Bundesrepublik Deutschland, Parlamentarismus, Föderalismus, Parteien, Bundesverfassungsgericht, Europäisierung, Globalisierung, Politikverflechtung, Kanzlerdemokratie, Interessengruppen, Mediengesellschaft, Wahlrecht, Rechtsstaat, Sozialstaat
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Zusammenfassung grundsätzlich?
Das Dokument bietet eine strukturierte Übersicht über das politische System der Bundesrepublik Deutschland basierend auf dem Standardwerk von Stefan Marschall.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Themen sind unter anderem die Verfassungsordnung, die Rolle von Parteien, Verbänden und Medien, das parlamentarische System, die föderale Struktur sowie die Einflüsse von Europa und der Globalisierung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Funktionsweise der politischen Institutionen in Deutschland, deren historische Entwicklung und deren Zusammenspiel im Alltag verständlich darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt politikwissenschaftliche Theorien und Konzepte (wie z.B. Pfadabhängigkeit, Politikverflechtung oder Veto-Spieler-Ansatz), um das deutsche Regierungssystem zu analysieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Kapitel, die alle zentralen Staatsorgane (Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung, Bundespräsident, BVerfG) sowie politische Akteure und systemische Herausforderungen detailliert analysieren.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Föderalismus, parlamentarische Demokratie, Kanzlerdemokratie, Parteienstaat und Politikverflechtung.
Warum wird der Bundesrat oft als "Blockadeinstrument" kritisiert?
Die Kritik besagt, dass der Bundesrat bei gegensätzlichen Mehrheitsverhältnissen zwischen Bund und Ländern zunehmend parteipolitisch instrumentalisiert wird, um Vorhaben der Bundesregierung zu verhindern.
Inwiefern beeinflusst die Europäisierung das deutsche System?
Die Europäisierung führt zu einem Kompetenzverlust der nationalen Parlamente und Regierungen, da viele Entscheidungen auf die EU-Ebene verlagert werden, was wiederum neue Anforderungen an die demokratische Legitimation stellt.
- Citation du texte
- Lukas Grangl (Auteur), 2014, "Das politische System Deutschlands" von Stefan Marschall. Eine Zusammenfassung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311124