In dieser Arbeit sollen die beiden Balladen „Die Bürgschaft“, geschrieben von Friedrich von Schiller, sowie „Die Goldgräber“ von Emanuel Geibel als Gegenstand des Lyrikunterrichts in der siebten Klasse des Gymnasiums begründet werden. Hierzu werden die Balladen im ersten Teil der Arbeit einer Sachanalyse unterzogen. Dabei soll das Augenmerk zunächst auf die beiden Autoren und deren Wirkungszeit gerichtet werden. Daran anschließend werden die beiden Balladen hinsichtlich ihres Inhalts untersucht, um darauf folgend Form und Inhalt beider Balladen miteinander vergleichen zu können. Als vierter Schritt wird das Motiv der Freundschaft, welches in den Balladen einen besonderen Aspekt darstellt, herausgearbeitet und in Bezug gesetzt. Als Abschluss der Sachanalyse werden anhand der Texte, die wichtigsten Gattungsmerkmale einer Ballade analysiert, wobei in den Fokus rücken soll, wieso es sich bei den ausgewählten Gedichten um Balladen handelt. Daran anschließend folgt im zweiten Teil der Arbeit, in Anlehnung an Wolfgang Klafki, eine methodisch-didiaktische Analyse, welche die Gegenwarts-, Zukunfts- und Exemplarische Bedeutung der Balladen untersucht. Im Anschluss daran, werden Lernziele und methodische Überlegungen vorgestellt, um darzustellen, wie der Inhalt dieser Themeneinheit den Schülern am Besten vermittelt werden kann. Am Ende wird ein Fazit die Arbeit zusammenfassen und bewerten.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Teil A: Sachanalyse
1. Autoren und Entstehungszeitraum
2. Thema und Inhalt der Balladen
3. Formale Analyse und sprachliche Besonderheiten der Balladen
4. Das Motiv der Freundschaft in beiden Balladen
5. Gattungsanalyse
Teil B: Didaktisch-methodische Analyse
6. Bedeutungsbegründung nach Klafki
a) Gegenwartsbedeutung
b) Zukunftsbedeutung
c) Exemplarische Bedeutung
7. Lernziele und methodische Überlegungen
Fazit
Appendix
8. Bibliografie
9. Abkürzungsverzeichnis
10. Die Ballade „Die Bürgschaft“ von Friedrich von Schiller
11. Die Ballade „Die Goldgräber“ von Emanuel Geibel
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Balladen „Die Bürgschaft“ von Friedrich von Schiller und „Die Goldgräber“ von Emanuel Geibel als Gegenstand des Lyrikunterrichts in der siebten Klasse eines Gymnasiums. Das Hauptziel besteht darin, die Eignung beider Werke unter dem thematischen Schwerpunkt „Freundschaft“ didaktisch zu begründen und methodische Vermittlungsansätze aufzuzeigen.
- Analyse und Vergleich der Inhalte sowie der formalen und sprachlichen Merkmale beider Balladen.
- Untersuchung des Motivs der Freundschaft als zentrales Element und Vorbildcharakter bzw. negatives Gegenbeispiel.
- Didaktische Begründung nach Wolfgang Klafki hinsichtlich Gegenwarts-, Zukunfts- und exemplarischer Bedeutung.
- Entwicklung von Lernzielen und methodischen Ansätzen zur Vermittlung literarischer Kompetenzen in der siebten Klasse.
Auszug aus dem Buch
4. Das Motiv der Freundschaft in beiden Balladen
Das Motiv der Freundschaft stellt in beiden Balladen den Kern der Handlung dar, jedoch spielen in den Balladen unterschiedliche Arten von Freundschaft eine Rolle: Die Ballade „Die Bürgschaft“ handelt von einer treuen Freundschaft, welche auf Gegenseitigkeit beruht. Die beiden Freunde vertrauen sich bedingungslos, sodass einer für den anderen sogar dem Tod ins Auge blickt. Damons Freund zögert nicht, sondern umarmt den Freund nur „schweigend“ (Str.5, V.1) und weiß, dass dieser ihn nicht im Stich lassen wird. Diese Freundschaft lässt sich weder durch Naturgewalten in die Knie zwingen, noch durch andere Menschen, welche Damon von einer Rückkehr abbringen wollen. Das erstaunt nicht nur das Volk, sondern auch den Tyrannen. Dieser bemerkt, dass eine solche Freundschaft ein kostbares Gut ist und will selbst Teil dieses Bundes werden. Die Tatsache, dass Damon sein eigenes Leben der Freundschaft unterordnet, verleiht dieser Freundschaft einen Vorbildcharakter.
Im Gegensatz dazu steht die Freundschaft der drei Goldgräber. In Zeiten des Misserfolges sind die Freunde sich treu und verfolgen über einen langen Zeitraum das gemeinsame Ziel, reich zu werden. Doch in dem Moment als der Traum wahr wird, weicht die Freundschaft dem Egoismus. Anstatt sich gemeinsam über den Fund zu freuen, rücken eigene Interessen in den Vordergrund und die Freunde werden als Bedrohung für den eigenen Anteil an der Beute gesehen.
Zusammenfassend kann man sagen, dass in der Ballade „Die Bürgschaft“ eine idealistische Freundschaft dargestellt wird und die Freundschaft in der Ballade „Die Goldgräber“ eine Scheinfreundschaft zeigt, welche lediglich oberflächlich vorhanden ist. Deshalb kann angemerkt werden, dass beide Balladen exemplarisch für Freundschaften im alltäglichen Leben stehen: Schillers Bürgschaft als ein Ideal und Vorbild einer Freundschaft, sowie Geibels Goldgräber als negatives Gegenbeispiel.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung begründet das Thema der Arbeit, skizziert das Vorgehen bei der Sach- und didaktischen Analyse und stellt das Ziel der unterrichtspraktischen Vermittlung dar.
Teil A: Sachanalyse: Dieser Teil befasst sich mit den Autoren, den Inhalten, der formalen Gestaltung, dem zentralen Motiv der Freundschaft sowie der gattungstheoretischen Einordnung der Balladen.
Teil B: Didaktisch-methodische Analyse: Hier wird die Eignung der Balladen für den Unterricht mittels Klafkis Kriterien begründet und es werden konkrete Lernziele sowie methodische Überlegungen zur Umsetzung erarbeitet.
Fazit: Das Fazit bestätigt die Eignung beider Balladen für den Unterricht zum Thema „Freundschaft“ in der siebten Klasse, da sie schülernah sind und wichtige Kompetenzen fördern.
Appendix: Der Anhang enthält die vollständige Bibliografie, das Abkürzungsverzeichnis sowie die Originaltexte der beiden untersuchten Balladen.
Schlüsselwörter
Ballade, Freundschaft, Friedrich von Schiller, Emanuel Geibel, Die Bürgschaft, Die Goldgräber, Didaktik, Sachanalyse, Lyrikunterricht, Wolfgang Klafki, Egoismus, Treue, Literaturdidaktik, Gymnasium, Kompetenzaufbau.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Hausarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht zwei spezifische Balladen auf ihre Eignung hin, im Deutschunterricht der siebten Klasse das Thema „Freundschaft“ zu behandeln.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der literaturwissenschaftlichen Sachanalyse der beiden Texte sowie der didaktischen Begründung und methodischen Aufbereitung für den Unterricht.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den pädagogischen Mehrwert der Balladen „Die Bürgschaft“ und „Die Goldgräber“ als gegensätzliche Beispiele für Freundschaft aufzuzeigen und Strategien für deren Vermittlung zu entwerfen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Sachanalyse der Texte sowie einer didaktischen Analyse nach dem Modell von Wolfgang Klafki, ergänzt durch Überlegungen zur Umsetzung gemäß dem Bildungsplan.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltliche und formale Analyse der Gedichte, die Untersuchung des Motivs der Freundschaft, die Gattungsbestimmung sowie eine umfassende didaktische Rechtfertigung und Unterrichtsplanung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Balladenanalyse, Freundschaftsmotiv, literarische Bildung, Didaktik der Lyrik und Kompetenzorientierung charakterisieren.
Warum werden ausgerechnet diese beiden Balladen miteinander verglichen?
Sie dienen als idealer Kontrast: Schillers „Die Bürgschaft“ verkörpert ein positives Ideal treuer Freundschaft, während Geibels „Die Goldgräber“ eine negative „Scheinfreundschaft“ zeigt, die am Egoismus scheitert.
Welche Rolle spielt das Modell von Wolfgang Klafki in diesem Kontext?
Das Modell dient dazu, die unterrichtliche Relevanz durch die Prüfung von Gegenwartsbedeutung, Zukunftsbedeutung und exemplarischer Bedeutung für die Schüler objektiv zu begründen.
- Quote paper
- Tina Walz (Author), 2013, Das Motiv der Freundschaft in den Balladen „Die Bürgschaft“ von Friedrich von Schiller und „Die Goldgräber“ von Emanuel Geibel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311166