Der vorliegende Text fasst das Buch "Einführung in die Soziologie" von Bernhard Schäfers zusammen. Aus dem Inhalt:
Entwicklung der Soziologie
Grundlagen und Formen des sozialen Handelns (Normativität, Soziale Rolle, Abweichendes Verhalten und soziale Kontrolle)
Felder des Sozialen (Familie, Soziale Gruppe, Stadt, Arbeit, Organisation)
Sozialstruktur der Gesellschaft (Recht, Politik, Soziale Ungleichheit)
Soziologische Theorien (Grundlagen, Luhmann, Horkheimer und Adorno, Husserl, Schütz)
Inhaltsverzeichnis
I Entwicklung der Soziologie
1 Gegenstandsbereich und Definition
1.1 Soziologie: Eine empirische Sozialwissenschaft
1.2 Zur Werturteilsfreiheit soziologischer Aussagen
2 Eigenständige Theorien als Basis
2.1 Amerika als Vorreiter
2.2 Die Entwicklung soziologischer Theorien in der Etablierungsphase
3 Institutionalisierung durch Lehrstühle und Forschungseinrichtungen
3.1 Situation bis zum II. WK
3.2 Definitive Entablierung durch eigene Studiengänge
II Grundlagen und Formen des sozialen Handelns
1 "Natur" und Sozialnatur des Menschen
2 Konzeption eines anthropologisch fundierten Handlungsbegriffs
3 Normativität und Sinnbezug des Handelns
4 Wertbezug des sozialen Handelns, Wertwandel
4.1 Werte als ethnische Imperative
4.2 Wertwandel
5 Handlungstypen und Orientierungsalternativen des Handelns
6 Rahmungen des sozialen Handelns
6.1 Raum
6.2 Zeit
6.3 Soziale Beziehung, Figurationen, Brauch und Sitte
7 Soziale Rolle als Elementarkategorie
7.1 Soziale Rolle – eine analytische Kategorie, keine Wesensaussage
7.2 Definition von Rolle, Position und Status
7.3 Rollentheorie, Sozialisation und Identität
7.4 Weitere Differenzierungen zum Rollenbegriff
8 Abweichendes Verhalten und Sanktionen (soziale Kontrolle)
8.1 Die "Normalität" der Abweichung
8.2 Definitionen. Gesellschafltiche Auswirkungen von Abweichungen
8.3 Gewalt als Extremform der Abweichung. Dimensionen des Gewaltbegriffs
8.4 Ursachen und Theorien abweichenden Verhaltens
III Felder des Sozialen
1 Familie und Ehe, Verwandtschaft und Lebensgemeinschaften
1.1 Zum Stellenwert der Familie
1.2 Definitionselemente von Familie, Ehe und Verwandtschaft
1.3 Strukturwandel der Familie. Dominanz der bürgerlichen Kleinfamilie
1.4 Neue Familienformen und Lebensgemeinschaften
1.5 Theoretische Ansätze
2 Soziale Gruppen und Netzwerke
2.1 Zur Anthropologie und Sozialgeschichte der Gruppe. Definition.
2.2 Ursachen und Bedeutung neuer Gruppenformen
2.3 Ergebnisse der Kleingruppenforschung
2.4 Die Gruppe als Vehikel von Selbstbefreiung und Selbsthilfe
2.5 Soziale Netzwerke
3 Siedeln, Wohnen und Nachbarschaft
3.1 Siedlungen und Wohnen als Urformen der Sesshaftigkeit
3.2 Nachbarschaft als Gemeinschaftsform
4 Stadt als Sozialform
4.1 Bedeutung der Städte. Definition
4.2 Etappen der Stadtentwicklung
5 Arbeit, Beruf und Betrieb
5.1 Anthropologische und soziale Dimensionen von Arbeit
5.2 Arbeit und Arbeitsteilung als Basis der neuen Gesellschaft
5.3 Die Verberuflichung der Arbeit. Der Betrieb im Zentrum
6 Institutionen und Organisationen
6.1 Institutionen: Auf-Dauer-Stellen von Grundlagen des Zusammenlebens
6.2 Organisationen
IV Die Sozialstruktur der Gesellschaft
1 Gesellschaft und Sozialstruktur. Analysefelder.
2 Bevölkerungsstruktur. Migration
2.1 Bevölkerung und Herrschaft. Theorien
2.2 Grundlagen und Kennziffern der Bevölkerungsstruktur
2.3 Annahmen über geringe Geburtenquote
2.4 Veränderungen der Bevölkerungssturktur durch Migration
2.5 Theorien zu Wanderungsvorgängen
3 Recht als Element der Sozialstruktur
3.1 Rechtsstaat und Funktionen des Rechts
3.2 Sozialer Wandel durch Recht
3.3 Ansätze der Rechtssoziologie
3.4 Die verrechtlichte Gesellschaft
4 Politisches System und Staat
4.1 Ausdifferenzierung des politischen Systems
4.2 Parteien
4.3 Formen bürgerschaftlicher Mitwirkung
4.4 Staat in soziologischer Perspektive
5 Soziale Differenzierung/Soziale Ungleichheit
5.1 Vorspiel in der Theorie
5.2 Soziale Differenzierung und soziale Ungleichheit
5.3 Ausprägungen sozialer Ungleichheit in der Geschichte
5.4 Soziale Lagen und Milieus im Individualisierungsprozess
5.5 "Feine Unterschiede" und gesellschaftliche Urteilskraft
V Soziologische Theorien
1 Grundlagen und Differenzierungen: Theorien, Erklärungsansätze und Gesellschaftsbegriffe
2 Verhaltens- und Handlungstheorien
2.1 Theorie des sozialen Handelns nach Talcott Parsons
2.2 Die Austauschtheorie nach George C. Homans
3 Systemtheorie und Struktur-Funktionalismus
3.1 Systemtheoretisches Denken
3.2 Systemtheorie und Strukur-Funktionalismus bei Talcott Parsons
3.3 Die Systemtheorie von Niklas Luhmann
4 Kritische Theorie: Die Soziologie der Frankfurter Schule
4.1 Max Horkheimer und das Frankfurter Insitut für Sozialforschung
4.2 Theodor W. Adorno: Schärfung des soziologischen Profils
5 Phänomenologische Ansätze soziologischer Theoriebildung
5.1 Der Ausgang von Edmund Husserl
5.2 Lebenswelt unt Alltagswissen: Alfred Schütz
5.3 Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit
6 Das interpretative Paradigma
6.1 Symbolischer Interaktionismus
6.2 Ethnomethodologie
7 Gesellschaftsbegriffe
7.1 Ein Überblick
7.2 Postindustrielle Gesellschaft (Daniel Bell)
7.3 Netzwerkgesellschaft (Manuel Castells)
8 Perspektiven für die Soziologie in Theorie und Praxis
8.1 Kritik und Krise – Grundlagen der Aufklärung und der Soziologie
8.2 Krise als Dauerthema in der "Krisengesellschaft"
8.3 Kritik als bleibende Aufgabe. Die "gute Gesellschaft" als Ziel?
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit dient als grundlegende Einführung in die Soziologie, indem sie die Entwicklung soziologischer Theorien sowie die Kernbereiche der Sozialstruktur systematisch aufarbeitet. Ziel ist es, durch die Vermittlung zentraler Begriffe und theoretischer Ansätze ein Verständnis für die komplexen Wechselwirkungen zwischen Individuum, sozialem Handeln und gesellschaftlichen Institutionen zu schaffen.
- Grundlagen und Geschichte der Soziologie als Wissenschaft
- Soziales Handeln, Normen, Werte und soziale Rollen
- Felder des Sozialen: Familie, Gruppe, Wohnen und Stadt
- Strukturen und Institutionen der modernen Gesellschaft
- Theoretische Paradigmen soziologischer Theoriebildung
Auszug aus dem Buch
3.1 Rechtsstaat und Funktionen des Rechts
Begriff "Rechtsstaat" = im Grundgesetz, in der Verfassung aufgestellter Ordnungsrahmen, der auch den Staat bei der Gesetzgebung bindet (Art. 20 GG); begrenzt die Staatszwecke und die Willkür staatl. Handelns.
Funktionen des Rechts für Individuum und Gesellschaft: Es hat für das Handeln von Personen und Institutionen vorstrukturierende und damit entlastende Funktionen. Die Folgen von Handlungen werden kalkulierbar. Sichert in einer freiheitlich-demokratische Grundordnung die Handlungsspielräume der Individuen, vom Eigentumsrecht bis zur Versammlungsfreiheit. Recht schafft einen Ordnungsrahmen für soziale Konflikte (Tarifrecht zB) und ist zugleich "Instrument" sozialer Kontrolle.
Recht muss tatsächlich gelten, quasi in einer "Rechtsgemeinschaft" akzeptiert sein.
Zusammenfassung der Kapitel
I Entwicklung der Soziologie: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung der Soziologie als empirische Wissenschaft, ihre theoretische Fundierung durch klassische Denker und die Institutionalisierung des Faches an Universitäten.
II Grundlagen und Formen des sozialen Handelns: Hier werden die anthropologischen Voraussetzungen des Handelns, die Bedeutung von Sinn und Werten sowie soziale Strukturen wie Rollen, Zeit und Raum als Basis des Zusammenlebens analysiert.
III Felder des Sozialen: Dieses Kapitel untersucht konkrete soziale Bereiche, darunter Familienformen, soziale Gruppen, Siedlungswesen, städtische Lebensformen sowie die Rolle von Institutionen und Organisationen.
IV Die Sozialstruktur der Gesellschaft: Der Fokus liegt auf der Analyse der Bevölkerungsdynamik, dem Recht als strukturierendes Element, dem politischen System sowie Formen sozialer Ungleichheit und deren historischer Ausprägung.
V Soziologische Theorien: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über zentrale soziologische Paradigmen, von Handlungstheorien über Systemtheorien bis hin zur Kritischen Theorie und phänomenologischen Ansätzen.
Schlüsselwörter
Soziologie, Soziales Handeln, Sozialstruktur, Institutionen, Organisationen, Gesellschaft, Sozialisation, Rollentheorie, Devianz, Systemtheorie, Kritische Theorie, Phänomenologie, Soziale Ungleichheit, Modernisierung, Netzwerkgesellschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine umfassende Einführung in die Soziologie und strukturiert die komplexen Wissensbereiche in Theorie, Sozialstruktur und soziale Handlungsfelder.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten gehören das soziale Handeln, die Entwicklung der Soziologie, Familienstrukturen, städtische Lebensformen sowie die Analyse gesellschaftlicher Ungleichheit und Machtverhältnisse.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist die Vermittlung eines fundierten Verständnisses für die soziologische Denkweise, um soziale Realität aus distanzierter Perspektive zu analysieren und theoretisch einzuordnen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die methodische Systematik der Soziologie, insbesondere die Kombination aus handlungstheoretischen Ansätzen (z.B. Max Weber) und strukturfunktionalen bzw. systemtheoretischen Perspektiven (z.B. Talcott Parsons, Niklas Luhmann).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des sozialen Handelns, soziale Institutionen wie Familie und Recht, die Analyse der Sozialstruktur der Gesellschaft sowie die Darstellung bedeutender theoretischer Schulen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Soziales Handeln, Sozialstruktur, Institution, Gesellschaft, Systemtheorie und Soziale Ungleichheit.
Wie unterscheidet der Autor zwischen Institution und Organisation?
Institutionen sind grundlegende, weniger durchrationalisierte Sinnzusammenhänge (wie Familie), während Organisationen zweckrational gestaltete Kooperationsformen (wie Betriebe) sind.
Welche Bedeutung misst die Soziologie der "guten Gesellschaft" bei?
Obwohl die Soziologie als empirische Disziplin wertfrei sein soll, entwerfen Gesellschaften Leitbilder für ein gutes Leben, die soziologisch als normative Bewertungen analysiert werden können.
- Arbeit zitieren
- Lukas Grangl (Autor:in), 2015, Theorien und Felder des Sozialen. Ein Überblick, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311171