Die Informationen haben in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen, so dass schon von einem Wandel zur „Informations- und Wissensgesellschaft“ gesprochen und die Information als eigener Produktionsfaktor bezeichnet wird. Informationen sind besonders zur Entscheidungsfindung und letztendlich auch zur Gewinnmaximierung notwendig.
Wichtig hierbei ist jedoch vor allem welche Informationen zu welcher Zeit an welchem Ort in welcher Form erscheinen müssen, um das bestmögliche Ergebnis erzielen zu können. Da diese Vorgänge durch die zunehmende Bedeutung immer komplexer werden, erlangte die Automatisierung dieser Prozesse durch die elektronische Datenverarbeitung (EDV) und die Internettechnologie einen immer höheren Stellenwert.
Die Informationswirtschaft befasst sich vereinfacht mit dieser logistischen Planung des Produktionsfaktors Information, so dass ein optimales Ergebnis erreicht werden kann. Diese beinhaltet die Beschaffung, die Verwaltung, die Verteilung und Übermittlung der Informationen.
Inhaltsverzeichnis
1 Informationswirtschaft
1.1 Einführung
1.2 Informations- und Kommunikationskonzept
1.3 Informations- und Kommunikationssysteme
1.4 Informations- und Kommunikationstechnologien
1.5 Chancen und Risiken
2 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Grundlagen der Informationswirtschaft theoretisch zu beleuchten und deren Bedeutung als Produktionsfaktor in modernen Unternehmen darzulegen. Dabei wird untersucht, wie durch systematische Informationsverarbeitung, moderne IT-Infrastrukturen und organisatorische Integration Wettbewerbsvorteile erzielt werden können, während gleichzeitig die damit einhergehenden betriebswirtschaftlichen Risiken kritisch hinterfragt werden.
- Grundlagen der Informationsbeschaffung, -verarbeitung und -bereitstellung
- Strukturierung von Informations- und Kommunikationssystemen (horizontal und vertikal)
- Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien in der Praxis
- Analyse der Chancen durch Automatisierung und Effizienzsteigerung
- Risikobewertung hinsichtlich Abhängigkeit und Informationssicherheit
Auszug aus dem Buch
1.3 Informations- und Kommunikationssysteme
Die Informations- und Kommunikationssysteme setzen das vorher beschriebene Konzept organisatorisch um: Zunächst einmal muss beachtet werden, wie ein Unternehmen gegliedert ist und wie der Informationsaustausch über diese Distanz hinweg, die diese Gliederungen hervorrufen, gewährleistet werden kann.
Diese Gliederungen können vertikal oder auch horizontal beschaffen sein. Die horizontale Gliederung beschreibt eine Einteilung nach Abteilungen, wobei jede Abteilung eine einzelne Standardsoftware für ihren jeweiligen Bereich der Datenverarbeitung verwendet.14
Die vertikale Gliederung strukturiert das Unternehmen in einzelne Hierarchiestufen, die wegen ihrer unterschiedlichen Komplexität der Aufgaben unterschiedliche Arten von Systemen benötigen. Hierbei unterscheidet man zwischen operativen und analytischen Systemen: Ein operatives System wird in der unteren Führungsebene und der Ausführungsebene verwendet, da es Routineaufgabe erleichtert und automatisiert. Unter analytischen Systemen hingegen versteht man Systeme, die Informationen für bevorstehende Entscheidungen liefern und finden daher in der mittleren und oberen Führungsebene ihre Anwendung.15
Um jedoch den nötigen Informationsfluss zwischen den einzelnen Abteilungen und den Hierarchiestufen zu gewährleisten, müssen diese einzelnen Systeme zwingend miteinander verbunden werden. Dieses nennt man horizontale bzw. vertikale Integration. Die horizontale Integration kann zum Beispiel durch sog. Enterprise Resource Planning-Systeme (ERP-Systeme) eingerichtet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Informationswirtschaft: Dieses Kapitel führt in die Bedeutung von Informationen als Produktionsfaktor ein und erläutert die Notwendigkeit ihrer logistischen Planung für die Entscheidungsfindung.
1.1 Einführung: Hier wird der Wandel zur Informationsgesellschaft beschrieben und die Bedeutung der Automatisierung durch EDV und Internettechnologien hervorgehoben.
1.2 Informations- und Kommunikationskonzept: Dieser Abschnitt erläutert den Prozess der Informationsverarbeitung, unterteilt in Beschaffung, Verarbeitung und Ausgabe sowie die damit verbundenen Transformationsschritte.
1.3 Informations- und Kommunikationssysteme: Das Kapitel behandelt die organisatorische Umsetzung des Konzepts durch horizontale und vertikale Integration sowie den Einsatz von ERP-Systemen und Data-Warehouses.
1.4 Informations- und Kommunikationstechnologien: Hier werden die technischen Komponenten, bestehend aus Hardware, Software und Netzwerken, als Infrastruktur des Informationsaustausches definiert.
1.5 Chancen und Risiken: Dieses Kapitel analysiert die Vorteile der Effizienzsteigerung durch Automatisierung im Vergleich zu den Risiken wie hohen Kosten, Wirtschaftsspionage und technischer Abhängigkeit.
2 Fazit: Die abschließenden Überlegungen fassen zusammen, dass ein computergestützter Informationsaustausch zwar Wettbewerbsvorteile bietet, aber eine sorgfältige Wahl der Informationen sowie Sicherheitsvorkehrungen unabdingbar sind.
Schlüsselwörter
Informationswirtschaft, Informationsgesellschaft, Produktionsfaktor Information, EDV, Informationsverarbeitung, ERP-Systeme, Data-Warehouse, OLAP, Informationstechnologie, Hardware, Software, Netzwerke, Just-in-time-Produktion, Wirtschaftlichkeit, Datensicherheit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Informationswirtschaft und der Rolle von Informationen als zentraler Produktionsfaktor in Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Informations- und Kommunikationskonzept, der Gestaltung von Informationssystemen, dem Einsatz der notwendigen IT-Infrastruktur sowie der Abwägung von Chancen und Risiken.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, das Zusammenspiel von technischer Umsetzung und organisatorischer Einbindung der Informationstechnik zu verdeutlichen und deren Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Betrachtung und einer Literaturanalyse zur betriebswirtschaftlichen Fundierung der Informationswirtschaft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden das Konzept der Informationsverarbeitung, die Gliederung von Informationssystemen, technologische Grundlagen sowie die ökonomischen Vor- und Nachteile der Digitalisierung diskutiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind unter anderem Informationswirtschaft, Produktionsfaktor Information, Informationssysteme, ERP-Systeme, Data-Warehouse, IT-Infrastruktur und Wirtschaftlichkeit.
Wie unterscheiden sich operative und analytische Systeme laut der Arbeit?
Operative Systeme dienen der Automatisierung von Routineaufgaben auf der Ausführungsebene, während analytische Systeme Informationen für strategische Entscheidungen im mittleren und oberen Management liefern.
Welche Rolle spielt die Integration von Systemen?
Die Integration, unterteilt in horizontale und vertikale Dimensionen, ist zwingend notwendig, um den Informationsfluss über verschiedene Abteilungen und Hierarchiestufen hinweg sicherzustellen.
Was sind die Hauptrisiken des Einsatzes von EDV laut der Untersuchung?
Neben hohen Anschaffungs-, Wartungs- und Schulungskosten nennt die Arbeit das Risiko der Wirtschaftsspionage sowie die kritische Abhängigkeit von der Technik bei Systemausfällen.
- Citation du texte
- Bachelor of Arts (B.A.) Sten Hoffmann (Auteur), 2014, Grundlagen der Informationswirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311188