Die wirtschaftliche Entwicklung im Euro-Raum von 1999 bis 2007


Seminararbeit, 2015

25 Seiten, Note: 1,7

Thomas Siebert (Autor)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

1 Einleitung

2 Wirtschaftswachstum im Euro-Raum von 1999 - 2007

3 Der Arbeitsmarkt

4 Theorie der Zahlungsbilanz
4.1 Struktur der Zahlungsbilanz
4.1.1 Leistungsbilanz
4.1.2 Kapitalbilanz
4.1.3 Weitere Teilbilanzen
4.2 Saldenmechanik der Zahlungsbilanz
4.3 Interpretationen von Leistungsbilanzsalden

5 Entwicklung der Leistungsbilanzsalden von 1999 – 2007

6 Ursachen der Leistungsbilanz-/ Kapitalbilanzunterschiede
6.1 Warenverkehr
6.1.1 Lohnstückkosten
6.1.2 Inflation
6.1.3 Goldene Lohnregel
6.2 Kapitalströme
6.2.1 Demographischer Faktor
6.2.2 Investitionen
6.2.3 Konsum

7 Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abb. 1: Standardisierte Arbeitslosenquote

Abb. 2: Entwicklung der Leistungsbilanzsalden

Abb. 3: Aggregierte Handelsbilanzen..

Abb. 4: Veränderung bei den Lohnstückkosten und der Leistungsbilanz, 1999 – 2007.

Abb. 5: Ausrüstungsinvestitionen in % des BIP..

Abb. 6: Öffentliche Nettoersparnis..

Abb. 7: Private Nettoersparnis.

Tab. 1: Jährliche Wachstumsrate (in %) der realen Bruttoinlandsprodukte im Euro-Raum.

1 Einleitung

Im Zuge der Vision eines gemeinsamen Europas wurde am 7. Februar 1992 der Maastricht Vertrag von den Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union unterzeichnet. Dieser Vertrag hatte große Symbolwirkung für das Bündnis der Europäischen Union, denn durch die Anerkennung einer Gemeinschaftswährung verzichten die Staaten auf eine eigene, nationale Währung. Folglich fördert dieser Prozess eine engere politische Zusammenarbeit der Mitgliedsländer und dient somit einer tieferen europäischen Integration. Neben politischen Faktoren spielten auch wirtschaftliche Vorteile einer Währungsunion eine große Rolle. Die Mitgliedsländer erhofften sich eine Erhöhung des Handelsvolumens, dieses sollte durch den Wegfall von Wechselkursschwankungen und deutlich geringeren Transaktionskosten erreicht werden. Nicht nur Unternehmer sollten von der gemeinsamen Währung profitieren, sondern auch die Verbraucher. Durch eine einheitliche Währung werden Aufenthalte in Mitgliedsländern unkomplizierter, zusätzlich stärkt größerer Wettbewerb und eine höhere Preistransparenz den Verbraucher. Eine stabile Währungsunion kann nur bestehen, wenn verschiedene Faktoren, wie beispielsweise die Faktormobilität[1] oder die Gefahr einer Inflation[2], beachtet werden. Um derartige Störungen durch heterogene Volkswirtschaften vorzubeugen wurde eine Mitgliedschaft an Konvergenzkriterien geknüpft. Diese Voraussetzungen sollen langfristig eine Konvergenz der Mitgliedsländer sicherstellen und sehen vor, dass die Inflationsrate nicht höher als 1,5 Prozentpunkte über dem durchschnittlichen Wert der drei preisstabilsten EU-Mitgliedsländer liegt. Weiterhin darf der langfristige Zins nicht höher als 2 Prozentpunkte über dem Durchschnitt der drei stabilsten Länder liegen. Ferner soll die jährliche staatliche Nettoneuverschuldung nicht höher als 3% und die Gesamtverschuldung nicht höher als 60% des Bruttoinlandsprodukts sein. Außerdem darf es seit mindestens zwei Jahren zu keiner Paritätsänderung der eigenen Währung im Europäischen Währungssystem gekommen sein[3].

Obwohl von nahezu allen potenziellen Teilnehmern die Kriterien verfehlt wurden, war die Umsetzung der Währungsunion beschlossene Sache. Zu den elf Gründungsmitgliedern, welche am 01.01.1999 den Euro als gesetzliche Buchwährung eingeführt haben, zählen Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Portugal und Spanien. Zusätzlich kam Griechenland am 01.01.2001 als zwölftes Mitglied hinzu. Unter diesen Staaten galt nun eine einheitliche Währung und damit ein fixer Wechselkurs. Die Länder erlebten in den darauffolgenden Jahren eine differenzierte wirtschaftliche Entwicklung. Während einige Indikatoren für eine Angleichung der heterogenen Volkswirtschaften im Euro-Raum sprechen, deuten andere daraufhin, dass die Diskrepanz zugenommen hat.

Die vorliegende Seminararbeit wird den wirtschaftlichen Verlauf der Eurozone ab dem Jahr der Einführung des Euros (1999) bis kurz vor Ausbruch der Finanzkrise (2007) skizzieren und versuchen zu analysieren. Das Ziel dieser Analyse ist es, Antworten auf die Frage zu finden, ob eine gelungene Konvergenz in dem Zeitraum von 1999 – 2007 in der Eurozone festzustellen ist. Hierzu werden verschiedene wirtschaftliche Faktoren beleuchtet, wie die Entwicklung der jeweiligen Bruttoinlandsprodukte und dem Geschehen auf dem Arbeitsmarkt. Ein großer Teil wird sich auf die außenwirtschaftlichen Wirtschaftsaktivitäten unter den Mitgliedsländern beziehen. In diesem Rahmen wird die erhebliche Auseinanderentwicklung der Leistungs- bzw. Kapitalbilanzsalden untersucht, sowie mögliche Ursachen erforscht.

2 Wirtschaftswachstum im Euro-Raum von 1999 - 2007

Ein wichtiger Indikator ist das Wirtschaftswachstum der Volkswirtschaften, gemessen anhand der Wachstumsrate des realen Bruttoinlandprodukts (BIP)[4]. Wie aus Tabelle 1 ersichtlich wird, lassen sich unterschiedliche Verläufe der Wachstumspfade feststellen. Große Volkswirtschaften wie Deutschland, Frankreich und Italien wiesen niedrige Wachstumsraten zwischen 1999 und 2007 auf. Dem gegenüber standen hohe Wachstumsraten in Irland, Spanien und Griechenland. Diese Disparität reicht von jahresdurchschnittlich etwa 1,4% für Italien und rund 6,2% für Irland im Zeitraum 1999 bis 2006[5]. Irland kommt hierbei ein Sonderstatus zu, da es in den Anfangsjahren der Währungsunion noch von ausländischen Investoren profitierte, welche seit den 90er Jahren massiv in die irische Wirtschaft investierten, und so Wachstumsraten von bis zu 10% erreicht wurden. Allein Firmentöchter ausländischer Konzerne waren für fast 50% der industriellen Beschäftigung, für 82% der Bruttowertschöpfung und für 93% aller Exporte im Jahr 2005 verantwortlich[6]. Nach dem Abflachen dieses Effektes waren aber immer noch Wachstumsraten von bis zu 5% vorhanden, welche deutlich über dem des EU-Schnitts lagen. In Spanien war der Bau- und Dienstleistungssektor hauptverantwortlich für das Wirtschaftswachstum[7]. Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Anteil der Exporte an diesem Wachstum. In Griechenland und Spanien fiel der Anteil mit unter 1,5 Prozentpunkten relativ gering aus[8]. Auch in Italien und Portugal war maßgeblich die Inlandsnachfrage die Triebkraft für das Wirtschaftswachstum. In Deutschland hingegen ist der Großteil des Wachstums dem Exportsektor zu verdanken. So machte dieser Sektor im Jahr 2007 3 Prozentpunkte des gesamten BIP-Wachstums von 3,39% aus[9].

Tab. 1: Jährliche Wachstumsrate (in %) der realen Bruttoinlandsprodukte im Euro-Raum

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung, basierend auf der OECD-Datenbank[10]

3 Der Arbeitsmarkt

Die Binnennachfrage hat die Ökonomien durchaus angekurbelt, hierzu lässt sich die standardisierte Arbeitslosenquote[11] als Indikator heranziehen. Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung in Spanien, dort hat sich die Arbeitslosenquote von 13,60% im Jahre 1999 auf 8,23% im Jahre 2007 reduziert. Dieser Rückgang ist vor allem durch den bereits oben erwähnten florierenden Immobilien- und Bausektor zurückzuführen. Aber auch in Griechenland und Italien hat die Einführung des Euros im betrachteten Zeitraum zu einer erheblichen Reduktion dieser Quote geführt (siehe Abbildung 1). In Portugal stieg die standardisierte Arbeitslosenquote um 3,58 Prozentpunkte im Zeitraum 1999 – 2007. Bei den anderen Mitgliedern der Eurozone wie z.B. Österreich, Belgien und den Niederlanden ist die Quote nahezu auf dem gleichen Niveau verblieben, während diese in Finnland und Frankreich jeweils um circa 3,5 Prozentpunkte gesunken ist. In Deutschland lässt sich ein differenzierter Verlauf von 1999 bis 2007 feststellen. Zu Beginn fiel die Quote leicht, woraufhin aber ein erheblicher Anstieg ab 2002 zu verzeichnen war und 2005 den Höchstwert von 11,28% erreichte. In den beiden darauffolgenden Jahren sank diese Quote wieder, sodass sie im Jahr 2007 fast wieder dem Niveau von 1999 entsprach. Diesen Anstieg an Beschäftigung verdankt Deutschland zum Großteil neu geschaffenen Stellen im Exportsektor[12], während die Peripherieländer[13] keine neuen Stellen im Exportbereich schaffen konnten oder sogar eine rückläufige Entwicklung erlebt haben. Durch die Währungsunion wurde vor allem ein stärkerer Handel innerhalb dieses Bündnisses erwartet. Verwunderlich ist deshalb, dass der Exportsektor in den Staaten mit vorteilhaften Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt nicht an diesem Aufschwung partizipieren konnte. Eine Analyse außenwirtschaftlicher Aspekte ist daher eine Notwendigkeit.

Abb. 1: Standardisierte Arbeitslosenquote

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Eigene Darstellung, basierend auf der OECD-Datenbank[14]

4 Theorie der Zahlungsbilanz

Zur Messung der außenwirtschaftlichen Aktivitäten einer Volkswirtschaft bietet es sich an, auf die jeweilige Zahlungsbilanz zu blicken, denn alle ökonomischen Transaktionen innerhalb eines Zeitraums zwischen Inländern und Ausländern werden dort erfasst und in Inlandswährung bewertet[15]. Um die dort erhaltenen Informationen richtig einordnen zu können ist es wichtig, ein Verständnis über den Aufbau, die saldenmechanischen Zusammenhänge und verschiedene Interpretationen zu erlangen.

4.1 Struktur der Zahlungsbilanz

Ähnlich wie in der Betriebswirtschaftslehre folgt die Zahlungsbilanz der doppelten Buchführung, weshalb sie formal immer ausgeglichen sein muss. Die verschiedenen Transaktionen werden in fünf Teilbilanzen erfasst, aus denen sich die Zahlungsbilanz zusammensetzt.

4.1.1 Leistungsbilanz

Die Leistungsbilanz erfasst in der Handelsbilanz den gesamten grenzüberschreitenden Warenverkehr. Werden mehr Waren exportiert als importiert, so ergibt sich eine positive Handelsbilanz. Dieses spricht dafür, dass die Volkswirtschaft mehr Waren produziert, als sie verbraucht und Teile davon exportiert. Darüber hinaus ist eine negative Handelsbilanz denkbar, hierfür übersteigen die Warenimporte deren Exporte. Somit lebt in diesem Fall die Volkswirtschaft „über ihre Verhältnisse“, da weniger Waren hergestellt als benötigt werden. Ebenfalls gibt es den seltenen Fall der ausgeglichenen Handelsbilanz, hier entsprechen die Exporte genau den Importen. Die Dienstleistungsbilanz enthält Dienstleistungseinkäufe von Inländern (Dienstleistungsimporte) und die entsprechenden Käufe von Ausländern bei Inländern (Dienstleistungsexporte)[16]. Eine weitere Teilbilanz erfasst die Erwerbs- und Vermögenseinkommen. An dieser Stelle werden die Einkommen aus unselbstständiger Arbeit sowie Kapitalerträge verbucht, welche von Inländern an Ausländer oder von Ausländern an Inländer gezahlt werden. Zusätzlich existiert die Bilanz der laufenden Übertragungen.

4.1.2 Kapitalbilanz

Eine weitere aufschlussreiche Teilbilanz ist die Kapitalbilanz. Diese erfasst die gesamten Kapitalbewegungen der Volkswirtschaft mit dem Ausland. Aus dieser Systematik lässt sich also auf eine Schuldner- bzw. Gläubigerposition schließen. Ein Kapitalexport begründet immer die Zunahme von Forderungen an das Ausland (Abnahme von Verbindlichkeiten gegenüber dem Ausland), ein Kapitalimport dagegen eine Zunahme der Verbindlichkeit gegenüber dem Ausland (Abnahme der Forderungen)[17]. Auch die Kapitalbilanz ist in Direktinvestitionen, Wertpapieranlagen, Finanzderivate und Kreditverkehr untergliedert.

4.1.3 Weitere Teilbilanzen

Weitere Teilbilanzen sind die Bilanz der Vermögensübertragungen, Devisenbilanz sowie der Restposten. Auf eine nähere Erläuterung dieser Bilanzen wird an dieser Stelle verzichtet, da sie für den weiteren Verlauf der Seminararbeit unerheblich sind.

4.2 Saldenmechanik der Zahlungsbilanz

Die Zahlungsbilanz folgt der doppelten Buchführung, somit muss jeder Buchung eine Gegenbuchung gegenüberstehen. Unter Zahlungseingängen werden Warenexporte, Empfang von Übertragungen und Kapitalimporte verstanden. Zahlungsausgänge sind wiederum Warenimporte, geleistete Übertragungen und Kapitalexporte[18]. Da die Zahlungsbilanz formal immer ausgeglichen sein muss, erfolgt für eine Buchung auf der Einnahmeseite eine Gegenbuchung in gleicher Höhe auf der Ausgabeseite, unter Vernachlässigung des statistischen Ausgleichs (Restposten). Die einzelnen Teilbilanzen müssen nicht ausgeglichen sein, daher ist es wichtig sich vor Augen zu führen, dass ein Nettokapitalexport das Gegenstück zu einer positiven Leistungsbilanz ist, et vice versa. Ein Warenexport beispielsweise wirkt sich positiv auf die Leistungsbilanz aus und durch den auf diese Weise entstehenden Kreditfluss erfolgt ein Nettokapitalexport. Daraus folgt, dass ein Leistungsbilanzsaldo die Veränderung der Nettoauslandsposition der jeweiligen Volkswirtschaft widerspiegelt. Aus diesem Grund ist der Leistungsbilanzsaldo ein geeigneter Indikator für die Analyse der außenwirtschaftlichen Aktivitäten der Teilnehmer innerhalb des Euro-Raumes.

4.3 Interpretationen von Leistungsbilanzsalden

Ein positiver Leistungsbilanzsaldo wird in der öffentlichen Meinung häufig als ein wirtschaftspolitisches Ziel definiert[19] und mit einem Anstieg der Wettbewerbsfähigkeit des Inlandes gleichgesetzt. Diese Kausalität muss aber nicht gegeben sein. Ein positiver Leistungsbilanzsaldo kann mit einem Warenexportüberschuss einhergehen, was die Hypothese der gesteigerten Wettbewerbsfähigkeit unterstreicht. Andererseits kann aber auch ein Nettokapitalexport ursächlich für diesen Saldo. Dieser könnte für einen ungeeigneten Unternehmensstandort sprechen, da Anleger möglicherweise im Inland keine ausreichenden Renditemöglichkeiten sehen und deswegen ihr Kapital lieber in einer anderen Volkswirtschaft investieren. Erfolgt dieser Nettokapitalexport in Form von Direktinvestitionen legen Investoren vorzugsweise in ausländische Unternehmen an, womit auf lange Sicht die Arbeitsplätze ins Ausland „exportiert“ werden[20]. In diesem Fall wäre ein positiver Leistungsbilanzsaldo des Inlandes lediglich ein Anhaltspunkt für die korrekte Funktionsweise der Kapitalmärkte, aber nicht ein wirtschaftlicher Vorteil für das Inland[21]. Es muss also geprüft werden, welche Ursachen hinter den Entwicklungen der Leistungsbilanzsalden stecken.

5 Entwicklung der Leistungsbilanzsalden von 1999 – 2007

Zur Feststellung der wirtschaftlichen Entwicklung im Euro-Raum werden die Leistungsbilanzsalden einzelner Mitgliedsländer betrachtet. In Frankreich und Belgien lässt sich kein außergewöhnlicher Verlauf der Salden feststellen, weshalb auf eine nähere Betrachtung verzichtet wird. Obwohl in Luxemburg hohe Zuwächse des Leistungsbilanzsaldos festzustellen waren, wird ebenfalls von einer Analyse abgesehen, aufgrund der geringen Wirtschaftskraft in Relation zur gesamten Eurozone.

In Abbildung 3 ist deutlich zu erkennen, dass einige Länder nennenswerte Leistungsbilanzüberschüsse erwirtschaftet haben, andere wiederum massive Leistungsbilanzdefizite zu verzeichnen hatten. Der größte Anstieg des Leistungsbilanzsaldos (relativ zum BIP) lässt sich in Deutschland feststellen, von anfänglich -1,3% im Jahre 1999 bis hin zu einem positiven Saldo von 7,2% in 2007. Aber auch der Saldo der Niederlande hat sich im betrachteten Zeitraum stark positiv verbessert und ist in der Spitze auf 8,7% angestiegen. Bemerkenswert ist, dass sich vor allem im Norden der Eurozone positive Entwicklungen zeigen, während der Süden große Defizite vorzuweisen hat. Portugals und Griechenlands Defizit hat im Jahre 2006 10% des BIPs betragen, das Defizit in Spanien ist ebenfalls auf 8% des BIPs angestiegen[22]. Nichtsdestotrotz ist die geographische Einteilung der Überschüsse und Defizite in Nord- und Südregionen ungeeignet. Irland hatte beispielsweise in den ersten sechs Jahren der Währungsunion eine nahezu ausgeglichene Leistungsbilanz. Ab dem Jahr 2005 ist ein Leistungsbilanzdefizit entstanden, welches auf bis zu 5,2% des BIPs in 2007 angestiegen ist. Da vor allem Portugal, Italien, Irland, Griechenland und Spanien eine negative wirtschaftliche Entwicklung vollzogen haben, wurde für diese Defizitländer die (abwertende) Abkürzung PIIGS eingeführt[23].

[...]


[1] Vgl. Mundell (1961), S. 663.

[2] Vgl. McKinnon (1963), S. 722.

[3] Vgl. Rübel (2013), S. 377.

[4] Wertschöpfung eines Landes unabhängig von Preisänderungen.

[5] Vgl. Schuppan (2013), S. 61.

[6] Vgl. Fink (2008), S. 4.

[7] Vgl. Jaumotte/Sodsriwiboon (2010), S.6.

[8] Vgl. Ederer (2010), S. 591.

[9] Vgl. ebd., S. 591.

[10] https://data.oecd.org/gdp/real-gdp-forecast.htm, zugegriffen am 04.10.2015.

[11] Nationale Definitionen der Arbeitslosenquote sind nicht einheitlich, zur Vergleichbarkeit wurde von der OECD die standardisierte Arbeitslosenquote geschaffen. Im Folgenden als „Arbeitslosenquote“ bezeichnet.

[12] Vgl. Joebkes et al. (2009), S. 11ff.

[13] Wirtschaftlich schwächere Staaten am Rande der Eurozone

[14] https://data.oecd.org/unemp/harmonised-unemployment-rate-hur.htm, zugegriffen am 04.10.2015.

[15] Vgl. Rübel (2013), S. 7.

[16] Vgl. Rübel (2013), S. 8.

[17] Vgl. ebd. S. 10.

[18] Vgl. ebd., S. 12ff.

[19] Vgl. ohne Verfasser, Frankfurter Allgemeine Zeitung (2005), S. 11.

[20] Vgl. Rübel (2013), S. 14.

[21] Vgl. Priewe (2011), S. 30ff.

[22] Vgl. Ahearne et al. (2007), S.43.

[23] Vgl. Deiss (2008), S. 21ff.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Die wirtschaftliche Entwicklung im Euro-Raum von 1999 bis 2007
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Department für Volkswirtschaftslehre)
Note
1,7
Autor
Jahr
2015
Seiten
25
Katalognummer
V311240
ISBN (eBook)
9783668098893
ISBN (Buch)
9783668098909
Dateigröße
551 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
entwicklung, euro-raum
Arbeit zitieren
Thomas Siebert (Autor), 2015, Die wirtschaftliche Entwicklung im Euro-Raum von 1999 bis 2007, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311240

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