Das Corporate Design der Lufthansa. Design damals und heute


Hausarbeit, 2004
16 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Corporate Design?
2.1. Corporate Identity
2.2. Definition des Corporate Designs
2.3. Die Elemente des Corporate Designs

3. Das Corporate Design der Lufthansa
3.1. Analyse des Corporate Designs der Lufthansa
3.2. Der Wandel des Corporate Designs der Lufthansa
3.3. Das internationale Design der Lufthansa

4. Zusammenfassung

5. Anhang

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

"Wer gut aussieht, hat es leichter im Leben. Wir alle beurteilen Menschen zuerst nach ihrem äußeren Eindruck; nach ihrer Erscheinung, ihrem Gesicht, ihrer Kleidung, ihrer Stimme. Meist entscheiden diese Merkmale spontan über Sympathie und Antipathie... Was im zwischenmenschlichen Bereich gilt, gilt auch in der Unternehmenskommunikation. Jedes Unternehmen hat ein Profil, eine Persönlichkeit. Und genau diese Persönlichkeit bestimmt maßgeblich den wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg."[1]

Weltweit werden heutzutage Unternehmen mit neuartigen Problemen konfrontiert, die das Bestehen ihrer Produkte, Investitionsgüter und Dienstleistungen am Markt gefährden. Der Wettbewerb hat sich durch die Internationalisierung, die Unübersicht-lichkeit und Übersättigung des Warenangebotes und ähnliche Preisgestaltungen ver-stärkt. Um sich dennoch zu behaupten, ist es notwendig, sich dieser neuen Situation anzupassen und sich von anderen Konkurrenten abzuheben. Ein positives Image, ein ausdrucksstarker Name, eine individuelle Unternehmensidentität sind erforderlich um die Bekanntheit und Akzeptanz des Unternehmens und seiner Produkte zu steigern um dadurch die wachsenden Erwartungshaltungen und Ansprüche der Kunden und Geschäftspartnern zu befriedigen und die Sympathie bzw. das Vertrauen derer zu gewinnen.

In diesem Zusammenhang spielt vor allem das äußere Erscheinungsbild, das „Corporate Design“, eine große Rolle, dessen wichtigste Aufgabe es ist, dem Unter-nehmen eine unverwechselbare und einzigartige visuelle Gestalt zu verleihen, welche einheitlich in bestimmten Farben, Logos und Schriften ausgelegt ist und allein durch die visuelle Wahrnehmung das Unternehmen erkennbar machen soll.

Im ersten Teil dieser Arbeit soll der Begriff des „Corporate Designs“ definiert und als Bestandteil der „Corporate Identity“ erläutert werden und anschließend im zweiten Teil am Beispiel des Lufthansa- Designs verdeutlicht und veranschaulicht werden.

2. Was ist Corporate Design?

2.1. Corporate Identity

Der Begriff „Corporate Identity“ unterliegt in Bezug auf seine Definition einer Wandlung. Anfangs nur das „WIR- Gefühl“ bzw. Zusammengehörigkeitsgefühl der Mitarbeiter bezeichnend, entwickelte es sich in den 50er Jahren weiter und bezeich-nete nun das Erscheinungsbild eines Unternehmens, d.h. die visuelle Darstellung der erzeugten Produkte. Erst Anfang der 80er Jahre wurde eine komplexere Definition abgeleitet. Aus dem Englischen übersetzt bezeichnet sie die „Unternehmenspersön-lichkeit“ oder „Unternehmensidentität“. Sie wird als ein Instrument verstanden, mit welchem die unternehmerischen Ziele erreicht und zugleich das Selbstbild des Unternehmens, seine Werte und Normen nach außen übertragen werden sollen, um ein positives Vorstellungsbild des Unternehmens zu vermitteln. Ein unverwechsel-bares, positives Image ermöglicht es dem Unternehmen, seinen Bekanntheitsgrad zu erhöhen und sich im Wettbewerb zu behaupten. Es trägt demzufolge entscheidend zur Stabilisierung der Marktposition und zur Unterstützung der Einführung des Produktes oder Services in andere Märkte bei.[2]

Verbraucher wollen Informationen über das Unternehmen, dessen Produkte sie kaufen, und fordern Aufklärung und Selbstdarstellung des Unternehmens. Daraus lässt sich das Konzept der Corporate Identity ableiten, dessen Hauptziel es ist, Konflikte zu vermeiden, die bei der Entwicklung von Zielsetzungen oder Plänen, bei der Meinungsbildung über das UN in der Öffentlichkeit oft zu Bewertungsunsicher-heiten oder Negativhaltungen führen kann. Im Zusammenhang hiermit muss das Informationsdefizit und Imageprobleme bei bestimmten Zielgruppen beseitigt werden, um die Sympathie und das Vertrauen dieser Zielgruppen zu gewinnen.

Die Corporate Identity wird als eine bewusst geplante Strategie zur Koordinierung von Kommunikation, Verhalten und Erscheinungsbild gesehen:

„Corporate Communication”:

Die Unternehmenskommunikation soll systematisch durch den Einsatz von Kom-munikationsinstrumenten, welche sich an den Interessen, Bedürfnissen und Erwartungen der Zielgruppen orientieren, die Firmenidentität nach außen und innen erkennbar machen. Im Wesentlichen umfasst sie Öffentlichkeitsarbeiten (Pressekon-ferenzen, Kundenzeitungen, Mitarbeiterversammlungen etc.), Werbung (Anzeigen, Werbespots etc.), Verkaufförderungen (Verkaufsdemonstrationen, Preisausschreiben u.ä.) sowie Markt- und Meinungsforschungen (Testkäufe, Interviews, Fragebögen) und Sponsoring.

„Corporate Behavior“:

Das Unternehmensverhalten charakterisiert alle Handlungsweisen der Mitarbeiter untereinander, aber auch gegenüber Kunden oder Partnern. Es zeigt sich auch darin, wie Probleme und Konflikte bewältigt werden und wie viel Offenheit und Vertrauen im Umgang mit der Öffentlichkeit vorherrscht. Sie umfasst insgesamt das Führungs-verhalten, die interne Kommunikation, das soziale Verhalten, aber auch das Umweltverhalten.

„Corporate Design“:

Das Corporate Design schließt alle visuellen Äußerungen eines Unternehmens ein und soll die Unternehmensidentität nach außen transportieren. Es werden neben Logos, Schriften und Farben vor allem bestimmte Gestaltungsgrundsätze definiert.[3] (Vgl. Kapitel 2.2)

2.2. Definition des Corporate Designs

Das Unternehmenserscheinungsbild umfasst die visuelle Kommunikation der Unter-nehmensidentität bzw. der Unternehmensphilosophie, welche das Unternehmen nach innen und außen optisch identifizieren soll. Eine optimale Geschlossenheit bildet es durch einen einheitlichen Ausdruck von Marken- Design, Architektur- Design, Produkt- Design und Graphik- Design. Das heißt, dass unternehmenstypische Formen, Farben, Schriften und Symbole aufeinander abgestimmt sind und nicht nur im Firmenzeichen und bei der Produktgestaltung wieder zu finden sind, sondern auch bei der grafischen Gestaltung der Architektur (Hausschriften und- farben), des Fuhrparks, der Drucksachen, der Anzeigen und sogar der Bekleidung eingesetzt werden.

Durch ein klares, einheitliches und positives Abbild kann ein Unternehmen seine innere Haltung und seine Wertvorstellungen nach außen sichtbar machen und eröffnet sich so eine neue Möglichkeit der Vertrauensgewinnung.

Das „Corporate Design“ soll das Instrument darstellen, welches als ein „stilles Werbemittel“ [4] das Unternehmen in der Öffentlichkeit hervorheben und von anderen Konkurrenten unterscheiden soll. Die Gestaltungselemente können hierbei durch eine kontinuierliche und eine konsequente Anwendung den Bekanntheitsgrad und den Wiedererkennungswert erhöhen und die Wirkkraft der Werbemaßnahmen unterstützen.

Durch eine positive Wirkung auch nach innen dient es der Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen und gibt ihnen ein Zusammengehörigkeits- bzw. „WIR“- Gefühl, so dass eine größere Motivierung und Leistungsbereitschaft erzeugt werden kann.

Neben der kontinuierlichen und langfristigen Anwendung muss das Corporate Design jedoch auch anpassungsfähig sein, um auf sich ändernde Marktsituationen und neue Zielgruppen zu reagieren. Bei der Gestaltung des Designs gibt es drei verschiedene Möglichkeiten:

1. „Einfaches“ Redesign:

Das „einfache“ Redesign dient der Überarbeitung bzw. Modernisierung eines bereits vorhandenen Erscheinungsbildes. Nur minimale Veränderungen der Schrift, Hilfsformen und Farben oder Positionierung des Schriftzuges werden durchgeführt und sind für den Betrachter meist nicht auf Anhieb erkennbar. Der ursprüngliche Charakter soll beibehalten werden.

2. „Erweitertes“ Redesign:

Diese Art der Designerstellung bezeichnet den neuen visuellen Auftritt eines bereits existierenden Erscheinungsbildes und zeigt eine deutliche Wandlung durch den Ein-satz neuer Farben, Formate, Schriften, Zeichen etc., welche auch dem Laien bewusst erkennbar gemacht werden soll. Häufig findet es Gebrauch bei einem negativen Image und soll eine Neuentwicklung des Unternehmensauftritts ermöglichen..

3. „Totales“ Corporate Design:

Das „totale Corporate Design“ wird vor allem bei neuen Firmengründungen, aber auch bei Fusionen angewendet. Bei der erstmaligen Gestaltung eines Erscheinungs-bildes steht kein leitendes Modell zur Orientierung zur Verfügung. Das Design stützt sich deshalb auf die SOLL- Identität, d.h. die geplante, erwünschenswerte Identität des Unternehmens und illustriert dessen Ziele und Leistungen.[5]

2.3. Die Elemente des Corporate Designs

Das Corporate Design besteht aus vielen Einzelmaßnahmen und Einzelelementen, wobei die 4 konstanten Gestaltungselemente Logo, Hausschrift, Hausfarbe und Gestaltungsraster als eine Einheit zum Erkennen bzw. Unterscheiden des Unternehmens dienen.

Das Logo:

Das Firmenzeichen, auch Logo genannt, soll über des Unternehmen informieren und durch eine bestimmte Signalwirkung Aufmerksamkeit erregen und den Wiedererkennungseffekt unterstützen. Es kann verschiedenartig aufgebaut sein und ermöglicht Variationen und Ausbaufähigkeit. Bestandteile können sein:

1. eine Bildmarke, bei welcher es sich um ein Symbol handelt, das illustrativ die Unternehmensaktivitäten darstellen und einen starken, verständlichen Bezug zum Unternehmen herstellen soll. Sie kann auftreten in Form eines abstrakten, illustrativen, fotografischen oder malerisch- künstlerischen Zeichens,

2. eine Wortmarke bzw. der Firmenschriftzug, d.h. die grafisch gestaltete Form des Firmennamens,

3. eine kombinierte Marke, d.h. eine Kombination aus Wort- und Bildmarke, wobei hier besonders auf die Anordnung und das Verhältnis von Bild und Schriftzug geachtet werden muss, um ein proportional ideales Verhältnis zu schaffen. Dies ist möglich durch die Berücksichtigung des „unsichtbaren“ Rasters, aus dem sich die Proportionen aus der Höhe und Breite des Zeichens ergeben und ausgehend davon die Länge des Schriftzug bestimmt werden kann.

Die Hausschrift:

Als Hausschrift bezeichnet man die von einem Unternehmen vorwiegend oder ausschließlich eingesetzte Schriftart. Sie sollte klar und leicht lesbar sein und möglichst keinem Trend folgen.

[...]


[1] Stephan Heller aus www.v.hdm-stuttgart.de/projekte/websitepr/cicd.php

[2] Waldemar F. Kiessling: Corporate Identity

[3] Birkigt K.: Corporate Identity

[4] Olaf Leu: Corporate Design. Bestandteil der Unternehmenskommunikation, S. 28

[5] Olaf Leu: Corporate Design. Bestandteil der Unternehmenskommunikation

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Das Corporate Design der Lufthansa. Design damals und heute
Note
2,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
16
Katalognummer
V311264
ISBN (eBook)
9783668125322
ISBN (Buch)
9783668125339
Dateigröße
657 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Corporate Identidy, Fluggesellschaft, Identität, Corporate Communication, Corporate behavior, Marketing, Logo, Globalisierung, Unternehmenskommunikation, Unternehmensleitbild, Organisationskultur, Konzern
Arbeit zitieren
Kathleen Polten (Autor), 2004, Das Corporate Design der Lufthansa. Design damals und heute, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311264

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