Die vorliegende Untersuchung thematisiert die Struktur der Schreibwerkstatt. Das Hauptaugenmerk der Untersuchung richtet sich auf eine ausführliche Betrachtung zu den unterschiedlichen methodisch-didaktischen Bausteinen der Schreibwerkstatt. Methodisch ist die vorliegende Arbeit zur Ermittlung der Schreibwerkstatt eher theoretisch angesiedelt. Die Arbeit soll ferner einen Einblick in diese Einrichtung ermöglichen.
Inhaltsverzeichnis
1. Zum Begriff Schreibwerkstatt
2. Struktur und Arbeitsphasen der Schreibwerkstatt
2.1 Schreibidee und Schreibziel
2.2 Schreibplanung
2.3 Textproduktion
2.4 Überarbeitung
2.5 Präsentation und Veröffentlichung
3. Themenfindung
4. Diskussion
5. Formulierung
6. Überarbeiten
7. Vorlesen
8. Feedback
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die methodisch-didaktische Struktur der Schreibwerkstatt, um einen theoretischen Einblick in deren Funktionsweise und die damit verbundenen Arbeitsphasen zu ermöglichen.
- Theoretische Grundlagen und Begriffsbestimmung der Schreibwerkstatt
- Analyse der verschiedenen Phasen des Schreibprozesses (Schreibidee bis Veröffentlichung)
- Methodische Ansätze zur Überarbeitung von Texten
- Strategien für Feedback und Beurteilung in der Schreibwerkstatt
Auszug aus dem Buch
Überarbeitung
Im Hinblick auf die Phase der Überarbeitung im Schreibprozess wurden Forschungen durchgeführt, um diesen Aspekt zu beleuchten. Nachfolgend wird auf die Ergebnisse dieser Untersuchungen näher eingegangen. In diesem Sinne hat SOMMERS (1980, 380) darauf aufmerksam gemacht, dass die Überarbeitung des vorhandenen Textes kontinuierlich im Verlauf des Schreibprozesses erfolgte, d.h. sie ist nicht von den anderen Phasen Planen und Formulieren abgetrennt. An diesen Ausführungen wird bemängelt, dass es daraus nicht hervorgeht, wie sich die Revisionen nach ihrer Auffassung konkret vollziehen, geschweige denn, in welchem Wechselverhältnis zu den weiteren Phasen des Schreibprozesses stehen. Im Weiteren hat BARLETT (1982, 346) die Phase der Revision des Textes als Retranskription bezeichnet. Sie beruht auf dem Vergleichen von Elementen des Textes, wie Wörter, Sätze und Absätze.
Dabei wird zwischen drei Aktivitäten für das Revidieren von Texten differenziert. Erstens die Entdeckungsprozesse, die sich darauf abzielen, die Dissonanzen deutlich zu machen und zwar zwischen den deutlichen Merkmalen des Textes und den mentalen Repräsentationen des Schreibers, wobei er anhand seiner vorhandenen Erkenntnissen den Text neu darzustellen versucht. Zweitens erfolgen die Identifikationsprozesse. Hier werden die bereits herausgefundenen Dissonanzen konkretisiert und identifiziert. Nachfolgend kommen die Verbesserungsverfahren. Hier werden die Dissonanzen, die bereits identifiziert worden sind, korrigiert.
Zusammenfassung der Kapitel
Zum Begriff Schreibwerkstatt: Einführung in das Konzept der Schreibwerkstatt und Definition anhand internationaler Ansätze, um die Förderung der Schreibfähigkeit aufzuzeigen.
Struktur und Arbeitsphasen der Schreibwerkstatt: Detaillierte Darstellung der Arbeitsschritte vom Entwurf bis zur Veröffentlichung unter Einbeziehung verschiedener wissenschaftlicher Modelle.
Themenfindung: Erläuterung der initialen Phase, in der Lehrende und Lernende geeignete Themen und Schreibaufgaben für den Einstieg festlegen.
Diskussion: Beschreibung der Phase des Ideenaustauschs, in der die Lernenden kurz über ihre Schreibvorhaben reflektieren.
Formulierung: Fokus auf die Erstellung einer ersten Textfassung, bei der der kreative Prozess vor der grammatikalischen Korrektheit steht.
Überarbeiten: Analyse der komplexen Korrektur- und Revisionsphasen, inklusive verschiedener Strategien zur inhaltlichen und sprachlichen Textoptimierung.
Vorlesen: Beschreibung der Phase des gemeinsamen Vortrags der erarbeiteten Texte zur Förderung der Präsentationskompetenz.
Feedback: Darstellung der Bedeutung von Rückmeldungen durch Lehrende und Mitschüler zur Steigerung der Schreibmotivation.
Schlüsselwörter
Schreibwerkstatt, Schreibprozess, Schreibdidaktik, Überarbeitung, Revision, Textproduktion, Schreibanlässe, Feedback, Beurteilung, kreatives Schreiben, Lernendenorientierung, Sprachförderung, Schreibstrategien, Anthologie, Schreibzentrum.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Struktur und den didaktischen Bausteinen der Schreibwerkstatt als Einrichtung zur Förderung der Schreibkompetenz.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen den Schreibprozess, verschiedene Phasen der Textproduktion, Strategien zur Textüberarbeitung und Methoden der konstruktiven Rückmeldung.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, einen Einblick in die methodische Funktionsweise der Schreibwerkstatt zu geben und die einzelnen Arbeitsschritte theoretisch zu fundieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit ist methodisch eher theoretisch angesiedelt und stützt sich auf eine Analyse einschlägiger Literatur und fachdidaktischer Modelle.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die einzelnen Phasen wie Themenfindung, Formulierung, Überarbeitung, Vorlesen und Feedback detailliert anhand verschiedener Expertenmodelle erörtert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Schreibwerkstatt, Schreibprozess, Revision, Überarbeitung und Schreibdidaktik.
Was unterscheidet eine fördernde von einer prüfenden Beurteilung?
Die fördernde Beurteilung begleitet den gesamten Schreibprozess und dient der Motivation, während die prüfende Beurteilung am Ende in Form einer Benotung steht.
Welche spezifischen Methoden zur Überarbeitung werden genannt?
Es werden Ansätze wie die „Zettellawine“ oder die Einteilung in „Spezialisten“-Gruppen beschrieben, um Texte gezielt hinsichtlich Inhalt, Grammatik und Struktur zu verbessern.
- Arbeit zitieren
- Mag. Mohamed Chaabani (Autor:in), 2015, Struktur und Arbeitsphasen der Schreibwerkstatt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311284