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Das Phänomen des informierten Patienten. Welche Konsequenzen ergeben sich für die Beziehung von Arzt und Patient?

Titel: Das Phänomen des informierten Patienten. Welche Konsequenzen ergeben sich für die Beziehung von Arzt und Patient?

Studienarbeit , 2013 , 18 Seiten , Note: 1,6

Autor:in: Bachelor of Science Max Ande (Autor:in)

Gesundheit - Public Health
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Betrachtet man heutzutage das Verhältnis zwischen Arzt und Patient, so kommt man schnell mit dem Begriff des informierten Patienten in Kontakt. Wie lässt sich dieser Begriff einordnen? Eine korrekte Charakterisierung des Verhältnisses zwischen Arzt und Patient ist seit jeher schwierig. In der gegenwärtigen Zeit, die durch einen umsatzstarken Absatzmarkt des Gesundheitswesens bestimmt wird, rückt die Frage nach einer möglichst perfekten Arzt-Patienten-Beziehung mehr denn je in den Fokus der Betrachtung, da eben diese Beziehung, die einem stetigen Wandel unterliegt, das zentrale Handlungsfeld des Gesundheitssystem repräsentiert.

Als Idealfall dieser Beziehung kann die erstmals durch Parsons beschriebene Rollenerwartung an die beide Gruppen angesehen werden. Im Falle dieser Rollenerwartung wird dem Arzt das Wissen eines Experten zugesprochen, wohingegen der Patient die Rolle eines Laien einnimmt. Nun stellt sich jedoch die Frage, ob eben dieses Konstrukt im Zuge der globalen Fülle an Informationen sowie der Medienkommunikation noch als aktuell anzusehen ist.

Im weiteren Verlauf dieser Studienarbeit wird nun analysiert, welche Rolle der informierte Patient im gegenwärtigen System einnimmt und welche Konsequenzen dieser Rollenwandel für die gegenwärtige Arzt-Patienten-Beziehung mit sich bringt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Klassische Rollenerwartungen an die Arzt-Patienten-Beziehung

2.1. Gesellschaftliche Rollenerwartung an den Arzt

2.2. Gesellschaftliche Rollenerwartung an den Patienten

3. Faktoren die Einfluss auf die Arzt-Patienten-Beziehung nehmen

3.1. Die asymmetrische Beziehung

3.2. Information und Kommunikation

4. Die gegenwärtige Situation und die künftige Entwicklung des Phänomens

4.1. Annäherung an eine symmetrische Beziehung

4.2. Informationsannäherung beider Parteien

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Studienarbeit untersucht, wie der zunehmend informierte Patient das traditionell asymmetrische Machtgefüge in der Arzt-Patienten-Beziehung beeinflusst und welche Konsequenzen sich daraus für die zukünftige Kommunikation sowie Kooperation im Gesundheitssystem ergeben.

  • Analyse der klassischen Rollenerwartungen nach Parsons
  • Untersuchung der Machtfaktoren in der Arzt-Patienten-Beziehung
  • Bewertung des Einflusses von Medienkommunikation und Internet
  • Erörterung der Entwicklung hin zu einer symmetrischen Beziehung
  • Diskussion des Shared-Decision-Making-Ansatzes

Auszug aus dem Buch

3.1. Die asymmetrische Beziehung

Die ungleiche Verteilung bei der Arzt-Patienten-Beziehung nimmt besonders auf drei miteinander in Verbindung stehende Begriffe Bezug. Die Expertenmacht, die Definitionsmacht, sowie die Steuerungsmacht. Jene Begriffe sorgen für die Rollenzweisung des Stärkeren zugunsten des Arztes.

Bei der Expertenmacht, kommt die fachliche Kompetenz eines Arztes gegenüber dem Patienten zutragen, da dieser durch sein langjähriges Studium über ein dem Patienten überlegenes Wissen verfügt. Wie eingangs erwähnt, wird dem Patienten die Rolle eines Laien zugewiesen. Dadurch, dass ein Arzt die weiterführenden Behandlungsschritte diktiert und im Zuge dessen auch die Informationsweitergabe in seinen Zuständigkeitsbereich fällt, bildet sich ein gewisser Abstand auf der Beziehungsebene zwischen Arzt und Patient.

Die Definitionsmacht lässt sich durch das Ausüben ärztlicher Tätigkeiten beschreiben. Der Arzt weist der Krankheit eine Definition zu und stellt somit die Existenz eines bestimmten Krankheitsbildes fest. Des Weiteren wird ihm durch die Definitionsmacht das Recht der Behandlungsdurchführung sowie das Recht zur Krankschreibung zuteil.

Die Steuerungsmacht versetzt den Arzt im Verbund mit den zwei anderen Mächten in eine autoritäre Lage, in der es ihm möglich ist, den Ablauf eines Behandlungsprozesses vorzugeben. Er kann somit die Interaktion mit seinem Patienten nach Belieben steuern.

Durch die Zuschreibung dieser drei Begriffe zur Rolle des Arztes wird eben diesem eine Führende Stellung zuteil, die als Resultat zu einer asymmetrischen Beziehung zwischen den beiden Parteien führt. Dem Patienten stehen lediglich die Möglichkeiten der Kooperation oder Verweigerung zur Verfügung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zur Thematik des informierten Patienten und Fragestellung nach der Aktualität des klassischen Rollenmodells.

2. Klassische Rollenerwartungen an die Arzt-Patienten-Beziehung: Erläuterung der theoretischen Grundlagen nach Parsons bezüglich der gesellschaftlichen Rollenbilder von Arzt und Patient.

3. Faktoren die Einfluss auf die Arzt-Patienten-Beziehung nehmen: Analyse der bestehenden Machtstrukturen und der Kommunikationsbedingungen zwischen den Akteuren.

4. Die gegenwärtige Situation und die künftige Entwicklung des Phänomens: Untersuchung der Trends zur Symmetrie und die Bedeutung von Shared-Decision-Making sowie digitaler Informationsbeschaffung.

5. Fazit: Zusammenfassende Einschätzung, dass trotz veränderter Bedingungen das Machtgefüge zwar flexibler wird, eine vollkommene Symmetrie jedoch aufgrund gesellschaftlicher Strukturen unwahrscheinlich bleibt.

Schlüsselwörter

Arzt-Patienten-Beziehung, informierter Patient, Compliance, Nicht-Compliance, asymmetrische Beziehung, Expertenmacht, Shared-Decision-Making, Gesundheitswesen, Kommunikation, Rollenerwartung, Patientenrolle, ärztliche Kompetenz, Internet, Informationsdefizit, Vertrauensbasis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Verhältnis zwischen Arzt und Patient im Wandel der Zeit, insbesondere unter dem Einfluss des "informierten Patienten".

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen klassische Rollenmodelle (nach Parsons), Machtstrukturen im Gesundheitswesen, Kommunikationsprozesse und der Einfluss digitaler Informationen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, wie sich der Rollenwandel des Patienten auf die Arzt-Patienten-Beziehung auswirkt und ob sich das traditionelle Gefälle zwischen Experte und Laie nivelliert.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit soziologischen Konzepten und medizinpsychologischen Modellen der Arzt-Patienten-Beziehung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse klassischer Rollenerwartungen, die Untersuchung von Machtfaktoren (Experten-, Definitions- und Steuerungsmacht) sowie die Diskussion aktueller Entwicklungen wie Shared-Decision-Making.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind Arzt-Patienten-Beziehung, Compliance, Asymmetrie, Patientenautonomie und Informationsgesellschaft.

Was versteht die Arbeit unter einer asymmetrischen Beziehung?

Die Autorin/der Autor beschreibt eine Beziehung, in der der Arzt durch Experten-, Definitions- und Steuerungsmacht eine autoritäre Führungsposition gegenüber dem Patienten einnimmt.

Welche Rolle spielt das Internet bei der Informationsannäherung?

Das Internet dient als Quelle, die es Patienten ermöglicht, sich frühzeitig über Krankheiten zu informieren, was die Kommunikation mit dem Arzt verändern kann, aber auch zu neuen Herausforderungen führt.

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Details

Titel
Das Phänomen des informierten Patienten. Welche Konsequenzen ergeben sich für die Beziehung von Arzt und Patient?
Hochschule
Hochschule für Gesundheit und Sport, Ismaning
Note
1,6
Autor
Bachelor of Science Max Ande (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
18
Katalognummer
V311295
ISBN (eBook)
9783668100602
ISBN (Buch)
9783668100619
Sprache
Deutsch
Schlagworte
informierter patient informierter Patient compliance arzt Beziehung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Science Max Ande (Autor:in), 2013, Das Phänomen des informierten Patienten. Welche Konsequenzen ergeben sich für die Beziehung von Arzt und Patient?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311295
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Leseprobe aus  18  Seiten
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