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Illusionen in der Kunst. Das Medium Film als Illusionsvollendung

Title: Illusionen in der Kunst. Das Medium Film als Illusionsvollendung

Essay , 2014 , 7 Pages

Autor:in: Susanne Pillmann (Author)

Art - Overall Considerations
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Eine Illusion ist – bezogen auf visuelle Inhalte – eine Missdeutung von tatsächlichen Sinneswahrnehmungen. Das Besondere an der Ästhetischen Illusion ist, dass sie stets eine bewusste Selbsttäuschung ist. Bei der ästhetischen Illusionierung glaubt der Betrachter was nicht real ist und weiß, dass dies so ist. Das Dargestellte erlebt er als Wirklichkeit, obwohl er sich der Illusion bewusst ist. Die Illusionierung kann je nach Beschaffenheit erleichtert oder erschwert erfolgen und ist immer auch abhängig vom Betrachter. Individuell und situativ werden Illusionen unterschiedlich stark wahrgenommen.

Menschen lassen sich gerne täuschen, insofern die Illusion – natürlich abhängig vom Betrachter – zahlreiche Bedürfnisse bzw. Vorlieben befriedigen kann. Zum Beispiel:

– Bedürfnis nach Voyeurismus
– Bedürfnis zu Verstehen bzw. nach Bildung
– Bedürfnis nach Eskapismus
– Begeisterung für handwerkliches Können
– Bedürfnis, die Wirklichkeit durch ein Duplikat zu ersetzen – wegen eines Bedürfnisses nach Unterhaltung oder Macht

Excerpt


Inhalt

1. Einführung

1.1 Definition, Wirkung und Funktion einer Illusion

1.2 Das Bedürfnis nach Illusion laut André Bazin

2. Illusionen in ausgewählten künstlerischen Medien

2.1 Illusionen in Malerei und Zeichnung

2.2 Illusionen in der Plastik

2.3 Illusionen in der künstlerischen Fotografie

3 Illusionen im Film

3.1 Die zwei Arten von Illusionen im Film

3.2 Der Film als Illusionsvollendung

3.3 Verwandte Illusionen im Film

3.3.1 Realitätseindruck im Film

3.3.2 Realistischer Kunststil im Film

3.4 Kritik an der Illusion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Illusion als bewusste ästhetische Selbsttäuschung in verschiedenen künstlerischen Medien, mit einem besonderen Fokus auf die Wirkungsweise und Medienspezifik des Films.

  • Definition und psychologische Funktion der ästhetischen Illusion
  • Theoretische Perspektiven von André Bazin zur Illusionsbildung
  • Vergleichende Betrachtung von Malerei, Fotografie und Plastik
  • Die Konstruktion von Wirklichkeitsillusionen durch filmästhetische Mittel
  • Kritische Reflexion über Illusionsfähigkeit und Zuschauerverantwortung

Auszug aus dem Buch

3.1 Die zwei Arten von Illusionen im Film

Beim Film erzeugen viele Einzelbilder hintereinander die Illusion der Bewegung. Heutzutage weisen Kinofilme zahlreiche räumliche und zeitliche Sprüngen auf, wobei beim Publikum durch eigenes Vorwissen und der Erfüllung von dramaturgischen Konventionen eine Illusion von Kontinuität entsteht. Diese dramaturgischen Konventionen umfassen die Einstellungen, das Sounddesign und die Montage. Letztere setzt geschickt die bruchstückhaften Bilder aneinander und eine einheitliche Handlung entsteht. Das Prinzip der unsichtbaren Schnitte beherrscht die Filmsprache des heutigen Kinos und verstärkt den Realitätseindruck. Insbesondere in Blockbusterfilmen soll durch Bild, Ton und Filmschnitt eine möglichst perfekte Illusion der Wirklichkeit erzeugt werden. Es gibt also eine Wirklichkeitsillusion durch filmästhetische Inszenierungsmittel.

Zu all den genannten Sinnestäuschungen hinzu kommt die innerfilmische Gestaltung einer Wirklichkeitsillusion. Computeranimierte Simulationen, die im Publikum Illusionen erzeugen, bringen diese zur Vollendung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Dieses Kapitel definiert die ästhetische Illusion als bewusste Selbsttäuschung und beleuchtet die menschlichen Bedürfnisse, die durch solche Illusionen befriedigt werden, unter Bezugnahme auf André Bazin.

2. Illusionen in ausgewählten künstlerischen Medien: Hier wird untersucht, wie verschiedene Kunstformen wie Malerei, Plastik und Fotografie technische Mittel nutzen, um räumliche oder gegenständliche Sinnestäuschungen hervorzurufen.

3 Illusionen im Film: Dieses Kapitel analysiert die spezifischen filmischen Techniken der Illusionserzeugung, die Rolle der Montage für den Realitätseindruck und die Sonderstellung des Films als vermeintlich perfektes Illusionsmedium.

Schlüsselwörter

Ästhetische Illusion, Selbsttäuschung, André Bazin, Filmästhetik, Trompe l'oeil, Realitätseindruck, Montage, Perspektive, künstlerische Medien, Wirklichkeitsillusion, Präsenzgefühl, Kinematografie, Zuschauerverantwortung, Bildbearbeitung, Kunsttheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Wesen der Illusion in der Kunst und analysiert, wie diese als bewusste Selbsttäuschung in verschiedenen Medien, insbesondere im Film, konstruiert und wahrgenommen wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Definition der ästhetischen Illusion, die theoretischen Ansätze von André Bazin sowie der Vergleich filmischer Inszenierungsmittel mit traditionellen Künsten wie der Malerei und Fotografie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Mechanismen aufzuzeigen, durch die Kunstwerke beim Betrachter eine Illusion von Wirklichkeit erzeugen, und die Rolle des Betrachters in diesem ästhetischen Prozess zu reflektieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Auseinandersetzung mit kunstwissenschaftlichen und filmtheoretischen Positionen, ergänzt durch eine eigene kritische Schlussbetrachtung zur Wirkung von Präsenzgefühlen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen der Illusion erläutert, dann deren Anwendung in Malerei, Plastik und Fotografie dargelegt und abschließend die spezifischen illusionären Mittel des Films detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Ästhetische Illusion, Selbsttäuschung, Filmästhetik, Realitätseindruck, Montage, Präsenzgefühl und der theoretische Ansatz von André Bazin.

Wie unterscheidet sich die Film-Illusion von derjenigen der Fotografie?

Während die Fotografie laut Bazin zwar räumlich überzeugt, aber an ihrer Flächenhaftigkeit krankt, vollendet der Film die Illusion durch Bewegung, Montage und die Einbettung des Zuschauers in ein räumlich-zeitliches Kontinuum.

Warum wird die Illusionsfähigkeit des Films kritisiert?

Kritiker fürchten, dass die Illusionsfähigkeit die Realität manipuliert darstellt. Die Autorin hält dem jedoch eine stärkere Eigenverantwortung und Reflexionsleistung des Rezipienten entgegen.

Welche Rolle spielt die Montage für die Film-Illusion?

Die Montage ist entscheidend, um bruchstückhafte Einzelbilder zu einer einheitlichen Handlung zu verbinden; das Prinzip der "unsichtbaren Schnitte" lässt dabei die Illusion von Kontinuität entstehen.

Was versteht man unter dem Realitätseindruck im Film?

Der Realitätseindruck ist die spontane Wirkung eines Films, die beim Zuschauer ein Gefühl der Lebendigkeit und Präsenz erzeugt, oft verstärkt durch realistische Stilelemente oder 3D-Technik.

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Details

Title
Illusionen in der Kunst. Das Medium Film als Illusionsvollendung
Author
Susanne Pillmann (Author)
Publication Year
2014
Pages
7
Catalog Number
V311337
ISBN (eBook)
9783668099982
ISBN (Book)
9783668099999
Language
German
Tags
illusionen kunst medium film illusionsvollendung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Pillmann (Author), 2014, Illusionen in der Kunst. Das Medium Film als Illusionsvollendung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311337
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