Mit meiner Arbeit möchte ich die Austragungsmuster des sozialen Konflikts zwischen „Kapital und Arbeit“, d.h. zwischen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften in Form von Arbeitskampf und betrieblicher Mitbestimmung aus der Sicht der Gewerkschaften näher untersuchen. Da die Tarifautonomie erst ab 1949 gesetzlich festgeschrieben wurde und die Gewerkschaften auch erst ab diesem Zeitraum ihr Interesse der betrieblichen Mitbestimmung zuwandten, werde ich den Untersuchungszeitraum auf die Zeit nach 1949 beschränken. Zuvor werde ich jedoch auf das Selbstverständnis der Gewerkschaften und auf ihre ideologische Sichtweise eingehen. Danach möchte ich das gewerkschaftliche Konflikthandeln am Beispiel der Mitbestimmung und des Arbeitskampfs näher untersuchen. Abschließend, bevor ich zur Zusammenfassung komme, werde ich noch die Gewerkschaften im Kontext Dahrendorfs Theorie des sozialen Konflikts betrachten.
Inhaltsverzeichnis
- I. Einleitung
- II. Das Selbstverständnis deutscher Gewerkschaften
- III. Der Arbeitskampf als Bereich gewerkschaftlichen Konflikthandelns
- IV. Die Mitbestimmung als Bereich gewerkschaftlichen Konflikthandelns
- V. Die Gewerkschaften im Kontext Dahrendorfs Theorie des sozialen Konflikts
- VI. Schluss
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text untersucht das Konflikthandeln deutscher Gewerkschaften nach 1949, indem er den Fokus auf die Bereiche Arbeitskampf und betriebliche Mitbestimmung legt. Dabei werden das Selbstverständnis der Gewerkschaften und ihre ideologische Sichtweise beleuchtet.
- Das Selbstverständnis und die politische Orientierung deutscher Gewerkschaften nach 1949
- Der Arbeitskampf als ein Bereich gewerkschaftlichen Konflikthandelns
- Die Mitbestimmung als ein weiterer Bereich gewerkschaftlichen Konflikthandelns
- Die Einordnung der Gewerkschaften in Dahrendorfs Theorie des sozialen Konflikts
- Die Rolle der Gewerkschaften im Spannungsfeld zwischen Kapital und Arbeit
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung des Konflikts zwischen Unternehmern und Arbeitern. Dabei wird der Begriff des sozialen Konflikts nach Dahrendorf definiert und die Rolle der Gewerkschaften im Rahmen dieses Konflikts erläutert. Im zweiten Kapitel wird das Selbstverständnis der deutschen Gewerkschaften nach 1949 beleuchtet, wobei die enge Beziehung zur Sozialdemokratie und die Abkehr von marxistischem Gedankengut hervorgehoben werden.
Schlüsselwörter
Gewerkschaften, Sozialer Konflikt, Arbeitskampf, Mitbestimmung, Tarifautonomie, Dahrendorfs Theorie des sozialen Konflikts, Kapital und Arbeit, Selbstverständnis, politische Orientierung, BRD.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Schwerpunkt dieser Untersuchung zu Gewerkschaften?
Die Arbeit untersucht die Austragungsmuster des sozialen Konflikts zwischen „Kapital und Arbeit“ in der BRD nach 1949, speziell durch Arbeitskampf und Mitbestimmung.
Warum beginnt der Untersuchungszeitraum erst 1949?
Weil in diesem Jahr die Tarifautonomie gesetzlich festgeschrieben wurde und die Gewerkschaften begannen, ihr Interesse verstärkt der betrieblichen Mitbestimmung zuzuwenden.
Wie hat sich das Selbstverständnis der Gewerkschaften nach dem Krieg gewandelt?
Es gab eine Abkehr von rein marxistischem Gedankengut hin zu einer engen Beziehung zur Sozialdemokratie und einer Anerkennung der parlamentarischen Demokratie.
Welche Rolle spielt Dahrendorfs Theorie des sozialen Konflikts?
Die Arbeit nutzt Dahrendorfs Modell, um das gewerkschaftliche Handeln im Spannungsfeld zwischen Arbeitgeberverbänden und Arbeitnehmerinteressen einzuordnen.
Was wird unter „Tarifautonomie“ verstanden?
Das Recht von Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden, Arbeitsbedingungen und Löhne ohne staatliche Einmischung in Tarifverträgen auszuhandeln.
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- Marco Sonnberger (Author), 2004, Das Konflikthandeln deutscher Gewerkschaften nach 1945, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31137