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Die Darstellung künstlerischer Entwicklung in 'Die Jesuiterkirche in G.' und 'Der Sandmann' von E.T.A. Hoffmann

Titel: Die Darstellung künstlerischer Entwicklung in 'Die Jesuiterkirche in G.' und 'Der Sandmann' von E.T.A. Hoffmann

Seminararbeit , 1998 , 16 Seiten , Note: 2

Autor:in: Johannes Schwamberger (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Eine kurze Analyse der Figuren und der Räume in denWerk von E.T.A. Hoffmann. Auch auf die Entwicklung der Geschichten wird eingegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Der Künstler in der Romantik

3) Hoffmanns Kunstansicht

4) Die Jesuiterkirche in G.

4.1) Die Darstellung Bertholds

4.2) Die Entwicklung Bertholds

4.3) Die Raumdarstellung in der Erzählung

5) Der Sandmann

5.1) Die Darstellung Nathanaels

5.2) Die Entwicklung Nathanaels

5.3) Das Motiv der Augen in der Erzählung

5.4) Das Motiv des Automaten in der Erzählung

6) Schlußbemerkung

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Entwicklung künstlerischer Protagonisten in E.T.A. Hoffmanns Erzählungen „Die Jesuiterkirche in G.“ und „Der Sandmann“. Dabei werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Lebenswegen der Figuren analysiert, um den Konflikt zwischen dem Individuum und der Außenwelt sowie die destruktive Kraft der eigenen Imagination aufzuzeigen.

  • Analyse der Künstlerfiguren Berthold und Nathanael
  • Untersuchung des serapiontischen Prinzips bei Hoffmann
  • Motivstudien zu den Augen und zum Automaten
  • Charakterisierung des Bildungsromans in der Romantik

Auszug aus dem Buch

Die Darstellung Bertholds

Der Erzähler trifft zum ersten Mal auf Berthold, als er von Prof. Aloysius Walter in die Kirche geführt wird. Der Maler wird von ihm als edle Gestalt mit feurigen Augen, aber vom Leben gezeichnet, beschrieben.

„Der Mann mochte kaum über vierzig Jahre alt sein; seine Gestalt, war sie auch durch den unförmigen schmutzigen Maleranzug entstellt, hatte etwas unbeschreiblich Edles, und der tiefe Gram konnte nur das Gesicht entfärben, das Feuer, was in den schwarzen Augen strahlte, aber nicht auslöschen.“

Im ersten Satz, den er in der Erzählung sagt, wird schon sein Schmerz deutlich.

„Viel Plage - krummes verworrenes Zeug – Kein Lineal zu brauchen – Tiere – Affen – Menschengesichter – Menschengesichter – o ich elender Tor!“

Die doppelte Erwähnung der „Menschengesichter“, nimmt in gewisser Weise die Ereignisse, von denen der Erzähler erst später erfahren wird vorweg.

Als der Erzähler seine Hilfe anbietet und in der Nacht mit Berthold malt, wird der Maler als außergewöhnlich flink und fröhlich beschrieben, man erkennt, daß er die Ereignisse der Vergangenheit verdrängt und sich ganz seiner jetzigen Aufgabe widmet. Umso eindringlicher wird dann auch der Stimmungsumschwung deutlich, als der Erzähler fragt, ob den Berthold nie etwas anderes, eine andere Art der Malerei, betrieben habe.

Berthold gerät außer sich und hält einen langen Vortrag darüber, daß es ein Frevel sei, die verschiedenen Kunstrichtungen zu werten. Es sei vermessen, Menschen abbilden zu wollen, obwohl es eigentlich ein Leichtes ist, aber nie gelingen kann.

„Nur das Gemessene ist rein menschlich; was darüber geht, vom Übel“

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Vorstellung der Forschungsabsicht, die künstlerische Entwicklung in den zwei gewählten Erzählungen anhand von Personenbeschreibungen und zentralen Motiven zu untersuchen.

2) Der Künstler in der Romantik: Einordnung der Erzählungen in den Kontext des Bildungsromans und Erläuterung des serapiontischen Prinzips als zentrale künstlerische Problematik.

3) Hoffmanns Kunstansicht: Darstellung der radikalen Ansichten des Autors, bei denen die Vorstellungswelt des Künstlers in einen fatalen Konflikt mit der Realität gerät.

4) Die Jesuiterkirche in G.: Analyse der Figur Berthold, dessen künstlerische Laufbahn durch das serapiontische Prinzip geprägt ist und schließlich tragisch endet.

5) Der Sandmann: Untersuchung der Entwicklung Nathanaels, dessen Isolation und psychische Labilität in einen unaufhaltsamen Abstieg in den Wahnsinn führen.

6) Schlußbemerkung: Fazit, dass beide Künstler durch das Scheitern an der Außenwelt und die Selbstversunkenheit in ihrer Kunst eine ähnliche, tragische Entwicklung durchlaufen.

Schlüsselwörter

E.T.A. Hoffmann, Romantik, Künstler, Bildungsroman, Serapionsprinzip, Wahnsinn, Imagination, Berthold, Nathanael, Augen-Motiv, Automat, Identität, Selbstzweifel, Realität, Kunstansicht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die künstlerische Entwicklung der Protagonisten in E.T.A. Hoffmanns Erzählungen „Die Jesuiterkirche in G.“ und „Der Sandmann“ unter Berücksichtigung ihrer Lebensentwürfe.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen das Künstlerbild in der Romantik, die Spannung zwischen Innenwelt und Gesellschaft sowie die psychologische Entwicklung der Charaktere.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Leben der Protagonisten aufzuzeigen und zu analysieren, wie Hoffmann das Scheitern des Künstlers an der Realität darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die primär auf der Interpretation der Erzähltexte sowie der Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Hoffmanns Kunstansicht sowie detaillierte Motivanalysen, insbesondere zum Augen- und Automaten-Motiv in den jeweiligen Erzählungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind unter anderem Hoffmann, Romantik, Wahnsinn, Imagination, Serapionsprinzip und Künstler-Identität.

Wie beeinflusst das serapiontische Prinzip die Entwicklung der Figuren?

Das Prinzip, das eine Wirklichkeit im Geiste des Künstlers postuliert, führt die Figuren in eine Isolation, da die reale Welt zunehmend als unzureichend oder feindlich wahrgenommen wird.

Welche Rolle spielt die Vision in Nathanaels Entwicklung?

Die Vision ist für Nathanael der Ursprung seines Schaffens aus der Angst heraus, wobei diese Angst vor Coppelius letztlich die zerstörerische Kraft ist, die ihn in den Suizid treibt.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Darstellung künstlerischer Entwicklung in 'Die Jesuiterkirche in G.' und 'Der Sandmann' von E.T.A. Hoffmann
Hochschule
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck
Note
2
Autor
Johannes Schwamberger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1998
Seiten
16
Katalognummer
V31142
ISBN (eBook)
9783638322300
ISBN (Buch)
9783638760935
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Darstellung Entwicklung Jesuiterkirche Sandmann Hoffmann
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Johannes Schwamberger (Autor:in), 1998, Die Darstellung künstlerischer Entwicklung in 'Die Jesuiterkirche in G.' und 'Der Sandmann' von E.T.A. Hoffmann, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31142
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Leseprobe aus  16  Seiten
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