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Im Schwebenzustand zwischen Krieg und Frieden. "Die neuen Kriege" von Herfried Münkler

Eine Analyse

Título: Im Schwebenzustand zwischen Krieg und Frieden. "Die neuen Kriege" von Herfried Münkler

Trabajo Escrito , 2015 , 26 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Lilian Merks (Autor)

Política - Generalidades y teorías de la política internacional
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Herfried Münklers Werk „Die Neuen Kriege“ wurde erstmalig 2002 veröffentlicht und setzt durch seine neuen Auflagen bis heute Maßstäbe in der Forschung bezüglich der Veränderung der Kriege. In seinem Werk erklärt er, inwiefern der klassische Staatenkrieg zu einem Auslaufmodell geworden zu sein scheint und durch die sogenannten „Neuen Kriege“ ersetzt wurde. Sein Weltbild scheint hierbei vom Realismus geprägt zu sein. Er definiert die Neuen Kriege, erläutert die historischen Ereignisse und Zusammenhänge anhand von Beispielen, die zu der heutigen Situation beigetragen haben und erklärt ausführlich die Ökonomie der Gewalt in den „Neuen Kriegen“, den internationalen Terrorismus sowie das Dilemma des Westens zwischen der Entscheidung militärisch zu intervenieren oder nicht.

Seine Herangehensweise ist hierbei eher traditionell historisch als empirisch. Im Folgenden soll auf die Thesen Münklers eingegangen werden und seine aufgelisteten Veränderungsmerkmale erläutert werden, welche laut ihm die „Neuen Kriege“ auszeichnen. Hierbei soll erörtert werden, inwieweit diese Veränderungsmerkmale wirklich neu sind und ob die Definition der „Neuen Kriege“ gerechtfertigt ist. Münkler geht in seinem Werk auf viele kleine Details ein, die sich in den Kriegen seiner Meinung nach verändert haben, die in dieser Arbeit jedoch nicht alle einzeln besprochen werden können.

Übergeordnet sollen als wichtigste Veränderungsmerkmale die Veränderung in der Art der Kriege, der Kriegsführenden, dem Ort der Kriegsaustragung, die Veränderung in der Art der Opfer sowie der Einfluss der Globalisierung erörtert werden. Hierbei sollen zuerst Münklers Thesen bezüglich der Veränderungen aufgestellt werden und anschließend eine eigene Stellung diesbezüglich eingenommen werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Art der Kriege: Zwischenstaatliche vs. Innerstaatliche und Transnationale Kriege

2.1 Münklers These

2.2 Eigene Beurteilung

3. Kriegsführende: Staat vs. Warlords, Terroristen, Söldner und Kindersoldaten

3.1 Münklers These

3.2 Eigene Beurteilung

4. Ort der Austragung: Schlachtfeld vs. Überall

4.1 Münklers These

4.2 Eigene Beurteilung

5. Opfer: Kombattanten vs. Zivilbevölkerung

5.1 Münklers These

5.2 Eigene Beurteilung

6. Einfluss der Globalisierung auf die „Neuen Kriege“

6.1 Münklers These

6.2 Eigene Beurteilung

7. Kriegsdefinition

7.1 Münklers Kriegsdefinition

7.2 Eigene Beurteilung

Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die von Herfried Münkler in seinem Werk „Die Neuen Kriege“ postulierten Thesen zur Veränderung moderner kriegerischer Auseinandersetzungen, um kritisch zu reflektieren, inwieweit diese Merkmale tatsächlich als historisch neu einzustufen sind oder als wiederkehrende Phänomene verstanden werden müssen.

  • Transformation der Kriegstypen von zwischenstaatlichen hin zu innerstaatlichen Konflikten
  • Wandel der Akteurslandschaft (Staat vs. Warlords, Terroristen, Söldner und Kindersoldaten)
  • Dezentralisierung des Kriegsschauplatzes und Erosion des klassischen Schlachtfeldes
  • Verschiebung des Opferverhältnisses zu Lasten der Zivilbevölkerung
  • Die Rolle der Globalisierung und Medialisierung als treibende Faktoren neuer Kriegsökonomien

Auszug aus dem Buch

3.1 Münklers These

Laut Münkler ist asymmetrische Kriegsführung ein weiteres Veränderungsmerkmal der „Neuen Kriege“. Dies liegt an den hohen Kosten eines zwischenstaatlichen Krieges. Seit dem 15., 16. Jahrhundert ist es den Staaten immer mehr gelungen, Krieg teurer werden zu lassen und somit privaten Akteuren die Kriegsführungsfähigkeit zu nehmen. Durch die technologische Entwicklung und weitere ökonomische Faktoren sind die Kriege allerdings heute so teuer geworden, dass sie sich selbst für die größten Staaten nicht mehr lohnen. Doch private Akteure haben es geschafft, Wege zu finden, auf billige Art und Weise Krieg zu führen, zum Beispiel durch Massaker oder Terroranschläge. „Der Staat hat sein Monopol als Kriegsgewalt verloren“ und Warlords, Terroristen und Söldner sind nun die Hauptakteure, laut Münkler. Diese neuen Akteure tarnen sich oft als Freiheitskämpfer, um Legitimation zu gewinnen. Für sie ist Kriegsführung oft eine Art eigene Ökonomie.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in Herfried Münklers Thesen zum Wandel vom klassischen Staatenkrieg hin zu den „Neuen Kriegen“ ein und legt die methodische Vorgehensweise zur kritischen Analyse dar.

2. Art der Kriege: Zwischenstaatliche vs. Innerstaatliche und Transnationale Kriege: Das Kapitel analysiert Münklers These, dass innerstaatliche Konflikte die zwischenstaatlichen Kriege verdrängt haben, und stellt diese einem langfristigen historischen Vergleich gegenüber.

3. Kriegsführende: Staat vs. Warlords, Terroristen, Söldner und Kindersoldaten: Der Fokus liegt auf der Privatisierung der Gewalt und der Entstehung asymmetrischer Konfliktformen durch neue Akteure sowie der Rekrutierung von Kindersoldaten.

4. Ort der Austragung: Schlachtfeld vs. Überall: Es wird erörtert, wie sich der Krieg von klar definierten Frontlinien zu einem globalen, örtlich ungebundenen Geschehen entwickelt hat.

5. Opfer: Kombattanten vs. Zivilbevölkerung: Das Kapitel thematisiert die drastische Verschiebung der Opferzahlen hin zur Zivilbevölkerung und die Instrumentalisierung von Vergewaltigung sowie Terror als Kriegsmittel.

6. Einfluss der Globalisierung auf die „Neuen Kriege“: Hier wird der Einfluss technischer Fortschritte, internationaler Hilfsorganisationen und globaler Medien auf die Finanzierung und Dauer moderner Konflikte untersucht.

7. Kriegsdefinition: Diese Sektion setzt sich mit der Schwierigkeit auseinander, moderne bewaffnete Konflikte angesichts fließender Grenzen zwischen Krieg und Frieden präzise zu definieren.

Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass viele Merkmale der „Neuen Kriege“ zwar Münklers Beobachtungen bestätigen, jedoch historisch betrachtet oft wiederkehrende Phänomene sind, wodurch der Begriff der „Neuen Kriege“ kritisch hinterfragt wird.

Schlüsselwörter

Neue Kriege, Herfried Münkler, Asymmetrische Kriegsführung, Staatszerfall, Warlords, Kindersoldaten, Globalisierung, Kriegsökonomie, Zivilbevölkerung, Terrorismus, Internationale Intervention, Konfliktforschung, Privatisierung von Gewalt, Ethnische Säuberung, Transnationale Konflikte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kritisch Herfried Münklers theoretisches Konzept der „Neuen Kriege“ und prüft dessen Gültigkeit anhand einer Analyse verschiedener Merkmale der modernen Kriegsführung im Vergleich zu historischen Konflikten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind die Veränderung der Akteure (Warlords/Terroristen), die Verlagerung der Austragungsorte, der Anstieg ziviler Opfer, die Rolle der Globalisierung und die Problematik einer zeitgemäßen Kriegsdefinition.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die von Münkler aufgestellten Thesen zu den Merkmalen „Neuer Kriege“ zu erläutern und durch einen eigenen historischen Abgleich zu bewerten, ob diese Phänomene tatsächlich als neu zu bezeichnen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse und den Vergleich historischer Fallbeispiele sowie aktueller statistischer Daten und Abbildungen, um die Thesen Münklers zu reflektieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert strukturiert fünf wesentliche Veränderungsmerkmale: die Art der Kriege, die Akteure, den Austragungsort, die Opfersituation sowie den Einfluss der Globalisierung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind „Neue Kriege“, „Asymmetrische Kriegsführung“, „Kriegsökonomie“, „Privatisierung von Gewalt“ und „Staatlichkeit“.

Inwiefern beeinflusst die Globalisierung laut der Arbeit das Kriegsgeschehen?

Die Globalisierung ermöglicht durch internationale Verflechtungen und Hilfsorganisationen Ressourcenflüsse, die ungewollt zur Verlängerung von Kriegen beitragen, während Medien und Technik als neue Kriegsinstrumente dienen.

Wie bewertet die Autorin die Rolle von Kindersoldaten in modernen Konflikten?

Die Autorin betrachtet den Einsatz von Kindersoldaten als zentrales, aber historisch nicht einmaliges Phänomen, das heute durch strukturelle Arbeitslosigkeit und soziale Schwäche begünstigt wird.

Welche Kritik übt die Arbeit an Münklers Definition des Krieges?

Die Autorin kritisiert, dass Münkler eine allgemein gültige, präzise Definition des modernen Kriegsbegriffs schuldig bleibt und stattdessen primär beschreibende Merkmale liefert, die teils widersprüchlich zu anderen wissenschaftlichen Definitionen stehen.

Final del extracto de 26 páginas  - subir

Detalles

Título
Im Schwebenzustand zwischen Krieg und Frieden. "Die neuen Kriege" von Herfried Münkler
Subtítulo
Eine Analyse
Universidad
Andrássy Gyula Deutschsprachige Universität Budapest
Curso
Internationale Beziehungen
Calificación
1,3
Autor
Lilian Merks (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
26
No. de catálogo
V311497
ISBN (Ebook)
9783668101760
ISBN (Libro)
9783668101777
Idioma
Alemán
Etiqueta
Krieg münkler neue Kriege politik
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lilian Merks (Autor), 2015, Im Schwebenzustand zwischen Krieg und Frieden. "Die neuen Kriege" von Herfried Münkler, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311497
Leer eBook
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Extracto de  26  Páginas
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