Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Politik - Region: Südasien

Indonesien im Schlaglicht der Demokratie Betrachtung demokratischer Grundaspekte in Indonesien seit der Unabhängigkeit

Titel: Indonesien im Schlaglicht der Demokratie Betrachtung demokratischer Grundaspekte in Indonesien seit der Unabhängigkeit

Seminararbeit , 2002 , 16 Seiten , Note: 1,3 (sehr gut)

Autor:in: Andreas Scheuerer (Autor:in)

Politik - Region: Südasien
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit dem Sturz des autoritären Regimes General Suhartos im Jahre 1998 ist im Zusammenhang mit Indonesien wieder von einem demokratischen Staat die Rede. Dabei bleibt jedoch oft unberücksichtigt, dass Demokratie in Indonesien mit der frühen liberal-demokratischen Phase Sukarnos kurz nach der Unabhängigkeit eine längere Tradition aufzuweisen hat, als weitläufig angenommen. Inwieweit aber kamen die demokratischen Grundaspekte in Indonesien seit der Unabhängigkeit 1945 bis heute zum Tragen?
Dieser Fragestellung wird in der vorliegenden Arbeit nachgegangen. Dabei wird im empirischen Teil der Arbeit die Entwicklung von Demokratie im unabhängigen Indonesien anhand ausgewählter demokratischer Grundaspekte skizziert. Im Fazit soll der Leser schliesslich einen schlaglichtartigen Überblick darüber erhalten, inwieweit diese Merkmale in der Realität bis heute zum Tragen kamen.
Hierzu ist es allerdings unumgänglich, im theoretischen Teil zunächst den Demokratiebegriff an sich sowie die zentralen demokratischen Grundaspekte, welche im empirischen Teil zur Anwendung kommen sollen, zu diskutieren.
Bei der Erarbeitung des Themas wurde versucht, die Arbeiten verschiedener Wissenschaftler zu berücksichtigen. So stützt sich der theoretische Teil unter anderem auf die Werke von H. Oberreuter, W. Steffani, G. Almond und D. Nohlen.
Insbesondere die Auswahl der grundlegenden Merkmale von Demokratie stellte eine nicht unerhebliche Herausforderung dar. Das dreidimensionale Modell der „Embedded Democracy“ von Croissant/Thiery zur Analyse sogenannter „defekter“ Demokratien schien aufgrund der umfassenden Berücksichtigung institutioneller Grundaspekte und demokratischer Grauzonen zunächst als idealer theoretischer Rahmen . Aufgrund des beschränkten Umfangs für diese Arbeit und aus Gründen der Operationalisierbarkeit wurde aber letztendlich auf eine Minimaldefinition aus Samuel Huntington’s Standardwerk „The third Wave: Democratisation in the late twentieth Century“ zurückgegriffen.
Im empirischen Teil fand eine Auswahl umfassenden Literatur zu Indonesien Verwendung. Hervorzuheben ist hier insbesondere die Beiträge von A. L. Smith zum politischen System, von D.E. Weatherbee zu den Wahlen sowie Andreas Ufens Beitrag zu den aktuellen Ereignissen aus der Zeitschrift Südostasien Aktuell. Bernhard Dahms Beitrag lieferte schließlich wertvolle Informationen zu den kulturellen Hintergründen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Das Thema

II. Vorüberlegungen zur Demokratietheorie

Begriffsdefinition Demokratie

Demokratische Grundaspekte - eine Minimaldefinition

III. Betrachtung der demokratischen Grundaspekte in Indonesien seit der Unabhängigkeit

1. Gewaltenteilung

2. Demokratische Wahlen

a) Wahlen unter der „alten Ordnung“ Sukarnos (1945-1965)

b) Wahlen während des Suharto-Regimes (1965-1998)

c) Wahlen in der Post-Suharto Ära

3. Grundrechte

IV. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Realisierung demokratischer Grundaspekte in Indonesien seit der Unabhängigkeit im Jahr 1945. Dabei wird analysiert, inwieweit Gewaltenteilung, faire Wahlen und die Wahrung von Grundrechten trotz autoritärer Phasen und politischer Machtkonzentrationen in der indonesischen Geschichte umgesetzt wurden.

  • Analyse des Demokratieverständnisses und der Minimaldefinition von Demokratie
  • Untersuchung der Machtkonzentration auf die Exekutive und die Bedeutung der Gewaltenteilung
  • Kritische Bewertung der Wahlprozesse in verschiedenen Epochen (Sukarno, Suharto, Post-Suharto)
  • Reflektion über die Rolle von Menschenrechten im kulturraumspezifischen Kontext

Auszug aus dem Buch

Demokratische Wahlen

Im unabhängigen Indonesien gab es bis zum heutigen Tag insgesamt acht Parlamentswahlen. Inwieweit es sich um demokratische Wahlen im Sinne von kompetitiven Wahlen handelte, soll im folgenden geklärt werden. Ausschlagggebend hierbei sind die Kriterien Auswahlmöglichkeit, Wahlfreiheit und die Stellung der Machtfrage.

a) Wahlen unter der „alten Ordnung“ Sukarnos (1945-1965)

Die ersten freien nationalen Wahlen Indonesiens fanden während der Regierungszeit Sukarnos im September 1955 statt. Vorausgegangen war der Wahl der Erlass eines Wahlgesetzes, welches unbeschränktes Wahlrecht für Erwachsene gewährte, sowie die Mandatsvergabe auf der Basis des Verhältniswahlrechts. So waren an die 39 Millionen Indonesier, mehr als 90 Prozent der registrierten Wahlberechtigten, aufgerufen, von 5000 Kandidaten 257 Volksvertreter in geheimer Abstimmung in das Parlament zu wählen. Die Kandidatenliste repräsentierte die vielschichtige politische und multiethnische Vielfalt der jungen Republik.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Das Thema: Einführung in die Forschungsfrage hinsichtlich der demokratischen Tradition in Indonesien und Darstellung der theoretischen und methodischen Grundlage.

II. Vorüberlegungen zur Demokratietheorie: Definition des Demokratiebegriffs sowie Herleitung einer Minimaldefinition basierend auf Gewaltenteilung, freien Wahlen und Grundrechten.

III. Betrachtung der demokratischen Grundaspekte in Indonesien seit der Unabhängigkeit: Empirische Analyse der politischen Strukturen, Wahlverläufe und Menschenrechtssituation unter den verschiedenen Regierungsphasen Sukarnos, Suhartos und der Post-Suharto Ära.

IV. Fazit: Rückblickende Bewertung des Demokratisierungsprozesses und Feststellung der anhaltenden Herausforderungen in den Bereichen Gewaltenteilung, Wahletablierung und Menschenrechte.

Schlüsselwörter

Indonesien, Demokratie, Gewaltenteilung, Wahlen, Grundrechte, Sukarno, Suharto, Post-Suharto, Pancasila, Menschenrechte, Parlament, Exekutive, politische Partizipation, Demokratisierung, Machtkonzentration

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht die demokratische Entwicklung Indonesiens seit der Unabhängigkeit 1945 und hinterfragt die Annahme, dass Demokratie in diesem Land ein rein junges Phänomen sei.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Pfeiler der Analyse sind die Gewaltenteilung, die Durchführung demokratischer Wahlen sowie die Einhaltung und Durchsetzung von individuellen Grundrechten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, den Leser einen Überblick darüber zu geben, inwieweit demokratische Merkmale in der indonesischen Realität seit 1945 tatsächlich zum Tragen gekommen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit Minimaldefinitionen von Demokratie, angewandt auf den historischen und empirischen Kontext Indonesiens.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Gewaltenteilung (Machtkonzentration auf die Exekutive), die acht Parlamentswahlen seit 1955 und die Situation der Menschenrechte unter verschiedenen Regimen detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Demokratisierung, Machtkonzentration, Gewaltenteilung, autoritäres Regime sowie die spezifische indonesische Staatsideologie Pancasila.

Wie unterscheidet sich die Bewertung der Wahlen unter Sukarno und Suharto?

Während die Wahlen von 1955 als kompetitiv und demokratisch bewertet werden, dienten Wahlen während des Suharto-Regimes primär als Pseudo-Legitimation zur Absicherung des autokratischen Machtgefüges.

Welche Rolle spielt die "integralistische Staatsphilosophie" in der Arbeit?

Sie dient als Erklärungsmodell für die Machtkonzentration auf den Präsidenten und das Fehlen von individuellen Abwehrrechten gegenüber dem Staat während der Regierungszeiten von Sukarno und Suharto.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Indonesien im Schlaglicht der Demokratie Betrachtung demokratischer Grundaspekte in Indonesien seit der Unabhängigkeit
Hochschule
Universität Passau  (Lehrstuhl Politikwissenschaft 2)
Veranstaltung
Grundkurs politische Systeme
Note
1,3 (sehr gut)
Autor
Andreas Scheuerer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
16
Katalognummer
V31150
ISBN (eBook)
9783638322362
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Indonesien Schlaglicht Demokratie Betrachtung Grundaspekte Indonesien Unabhängigkeit Grundkurs Systeme
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andreas Scheuerer (Autor:in), 2002, Indonesien im Schlaglicht der Demokratie Betrachtung demokratischer Grundaspekte in Indonesien seit der Unabhängigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31150
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  16  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum