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Besserer Unterricht durch Schülerfeedback. Chancen und Vorbehalte im Überblick

Título: Besserer Unterricht durch Schülerfeedback. Chancen und Vorbehalte im Überblick

Trabajo Escrito , 2015 , 13 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: M.Sc. Michael Reinke (Autor)

Pedagogía - El profesor / Pedagogo
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Die Diskussion über Kriterien für guten Unterricht ist seit Jahrzehnten ein scheinbar nicht lösbarer Streitpunkt zwischen verschiedenen Bildungsforschern. Selbst bei grundlegenden Fragestellungen betreffend der Messbarmachung von Unterrichtsqualität konnte bisher kein zufriedenstellender Konsens gefunden werden. Unbestritten ist jedoch, dass „Guter Unterricht“ eine Voraussetzung dafür sein sollte, Schülerleistungen und den Kompetenzerwerb in der Schule zu verbessern.

Dabei ist allerdings zu bedenken, dass das alleinige Optimieren von Lernprozessen und Lehr-Lern-Settings bei gleichzeitigem Nichtbeachten anderer relevanter Faktoren nicht zielführend sein kann. Lernwirksamer Unterricht muss von verschiedenen Perspektiven aus verifiziert werden und wahrnehmbar sein. Sichtweisen von Schülerinnen und Schülern oder auch externen Beobachter werden dabei allzu oft vernachlässigt. Die Differenz zwischen den Wahrnehmungen der verschiedenen Teilnehmer am Unterrichtsgeschehen ist oftmals gravierend (Vgl. DITTON 2007, 9).

Eine Möglichkeit, diese Ungleichheiten abzubauen, besteht darin, die Schüler als „kompetente Beurteiler von Unterricht […] für die Verbesserung von Unterricht mit zu nutzen“ (DITTON & ARNOLD 2004, 168.). Im Hinblick auf die Praxis trifft Evaluation und im speziellen das Schülerfeedback bislang auf wenig Akzeptanz. Im Gegenteil: Vorschläge zur kritischen Eigenreflexion stoßen aus verschiedensten Gründen bei vielen Lehrkräften geradezu auf Ablehnung. Dabei wird allerdings oftmals ausgeblendet, welches Potenzial Schülerfeedback hinsichtlich ihrer eigenen Lehrprofessionalität und Unterrichtsentwicklung haben kann. Es stellt sich demnach die Frage, ob solche Vorbehalte auf Seiten der Lehrkraft letztendlich die Qualitätsverbesserung von Unterricht verhindern.

Die vorliegende Arbeit thematisiert im ersten Kapitel die Abgrenzung des Schülerfeedbacks hinsichtlich der Evaluation, da hier oft Missverständnisse auftreten können, gleichzeitig wird der für das Verständnis dieser Ausarbeitung relevante Feedbackbegriff definiert. Im Fokus steht daraufhin die Diskussion der Bedeutung des Schülerfeedbacks sowohl für die Schulentwicklung als auch für das Lernen der Schülerinnen und Schüler. Bevor die abschließende Synthese mit der Beantwortung der aufgeworfenen These erfolgt, werden Vorbehalte der Lehrkräfte gegenüber Schülerrückmeldungen ausführlich thematisiert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Abgrenzung: Schülerfeedback als besondere Form der Evaluation

3. Schülerfeedback und Schulentwicklung

4. Schülerfeedback als Motor des Lernens?

5. Die Vorbehalte der Lehrkräfte bezüglich Schülerrückmeldungen in der Diskussion

5.1 Feedback als persönliche Bewertung von Lehrkräften

5.2 Biografische Ängste der Lehrkräfte hinsichtlich Leistungsbeurteilung

6. Synthese

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial von Schülerfeedback zur Verbesserung der Unterrichtsqualität und analysiert die Gründe für die verbreitete Zurückhaltung oder Ablehnung seitens der Lehrkräfte gegenüber diesem Instrument.

  • Grundlagen der Evaluation und Abgrenzung zum Feedbackbegriff
  • Bedeutung von Schülerfeedback für die Schulentwicklung
  • Einfluss von Schülerfeedback auf den Lernerfolg und die Unterrichtsqualität
  • Herausforderungen durch Vorbehalte und Ängste der Lehrkräfte
  • Möglichkeiten zur Etablierung einer konstruktiven Feedbackkultur

Auszug aus dem Buch

4. Schülerfeedback als Motor des Lernens?

Im Kontext des professionellen Lehrerhandelns wird nach MERANER (2013/2014, 42 ff.) die Studie von HATTIE (2013) oftmals falsch interpretiert. Denn nicht „auf den Lehrer kommt es an [sondern] das Lehrerhandeln macht den Unterschied“ (MERANER 2013/2014, 42). Häufig wird in dieser Hinsicht von Bildungsbeauftragen auch die vielzitierte Lehrerpersönlichkeit als unveränderliche Eigenschaft der Lehrperson angesehen. Dieses Argument wird immer wieder gerne benutzt, um sich bei Fragen rund um die Lehrerprofessionalisierung aus der Verantwortung ziehen zu können. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Lehrerhandeln ist gerade keine vererbbare Eigenschaft sondern kann erlernt, entwickelt und stetig verbessert werden (Vgl. MERANER 2013/2014, 42).

Die Lehrprofessionalität ist demnach nicht von der Persönlichkeit der Lehrkraft abhängig. Lehrerhandeln kann durch eine Reihe von Maßnahmen kontinuierlich an Verbesserung erfahren, um somit die Schülerleistung und in der Konsequenz die Qualität von Unterricht steigern zu können.

Nach HATTIE (2013) gibt es mehrere zentrale Einflussgrößen auf den Wissenserwerb von Schülerinnen und Schülern. Von 138 untersuchten Faktoren die auf den Lernerfolg wirken ist Schülerfeedback unter den Top 10 auszumachen (Vgl. GRANZER 2013, 21). Dabei gibt es aber auch beträchtliche Unterschiede im Hinblick auf die Effektstärken. Diese Erkenntnis lässt die Vermutung zu, dass manche Formen von Feedback weniger effektiv sind als andere. So ist zu beachten, dass Rückmeldungen dann besonders wirksam sind, „wenn sie der Lehrperson von den Lernenden gegeben werden“ (HATTIE 2013, 206). Wichtig ist demnach zuerst dass die Lehrkraft selbst aktiv wird und Interesse am Feedbackprozess entwickelt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeit der Definition von Unterrichtsqualität und stellt die Hypothese auf, dass Vorbehalte von Lehrkräften gegenüber Schülerfeedback eine effektive Qualitätsverbesserung hemmen können.

2. Abgrenzung: Schülerfeedback als besondere Form der Evaluation: Dieses Kapitel klärt den Begriff des Schülerfeedbacks und grenzt ihn von einer bloßen, oft missverstandenen Lehrerbewertung ab, um ein konstruktives Verständnis von Feedback als methodengeleitetes Gespräch zu etablieren.

3. Schülerfeedback und Schulentwicklung: Der Autor untersucht, wie Schülerfeedback als Werkzeug zur Schulentwicklung dienen kann, weist jedoch auf die Diskrepanz zwischen theoretischem Interesse und mangelnder praktischer Umsetzung im Schulalltag hin.

4. Schülerfeedback als Motor des Lernens?: Hier wird die hohe Wirksamkeit von Feedback auf den Lernerfolg wissenschaftlich begründet und betont, dass Lehrprofessionalität durch aktives Lehrerhandeln und kritischen Dialog kontinuierlich steigerbar ist.

5. Die Vorbehalte der Lehrkräfte bezüglich Schülerrückmeldungen in der Diskussion: Das Kapitel analysiert die zwei zentralen Hemmfaktoren für die Feedbackkultur: die Angst vor persönlicher Bewertung und biografisch bedingte Ängste im Zusammenhang mit Leistungsbeurteilungen.

6. Synthese: Die Synthese fasst zusammen, dass ein Umdenken erforderlich ist, um Vorbehalte abzubauen und durch eine offene Feedbackkultur die Unterrichtsqualität sowie die Lehrerprofessionalität nachhaltig zu steigern.

Schlüsselwörter

Schülerfeedback, Unterrichtsqualität, Lehrerprofessionalität, Schulentwicklung, Evaluation, Selbstreflexion, Feedbackkultur, Lehrerhandeln, Lernprozesse, Schülerrückmeldungen, Bildungsforschung, Pädagogische Kommunikation, Leistungsbeurteilung, Lehrerpersönlichkeit, Feedbackmethoden.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle von Schülerfeedback als Instrument zur Verbesserung der Unterrichtsqualität und analysiert kritisch, warum Lehrkräfte diesem Instrument oft mit Vorbehalten begegnen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Definition von Feedback, der Beitrag von Schülerrückmeldungen zur Schulentwicklung, die Wirksamkeit auf den Lernerfolg sowie die psychologischen Hemmschwellen bei Lehrkräften.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, inwieweit die Vorbehalte und Ängste von Lehrkräften gegenüber Schülerfeedback tatsächlich eine systematische Verbesserung der Unterrichtsqualität behindern.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit aktueller Bildungsforschung und fachwissenschaftlicher Literatur, um Potenziale und Hindernisse von Feedback in pädagogischen Settings zu diskutieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Begriffsabgrenzungen vorgenommen, der Nutzen von Feedback für die Schulentwicklung und den individuellen Lernerfolg beleuchtet sowie die Ursachen für die Skepsis der Lehrerschaft analysiert.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Schülerfeedback, Unterrichtsqualität, Lehrerprofessionalität, Evaluation, Schulentwicklung und konstruktiver Dialog.

Wie unterscheidet der Autor Schülerfeedback von einer einfachen Lehrerbewertung?

Der Autor definiert Schülerfeedback nicht als stupide Bewertung, sondern als methodengeleiteten, gemeinschaftlichen Austausch zwischen Lehrenden und Lernenden über Unterrichtsprozesse.

Warum spielt die Biografie der Lehrkräfte eine Rolle für das Feedback?

Viele Lehrkräfte haben während ihrer eigenen Schulzeit negative Erfahrungen mit Leistungsbeurteilungen gemacht, die zu Ängsten führen können, welche sie heute auf das Feedback durch eigene Schüler übertragen.

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Detalles

Título
Besserer Unterricht durch Schülerfeedback. Chancen und Vorbehalte im Überblick
Universidad
University of Bamberg
Calificación
1,3
Autor
M.Sc. Michael Reinke (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
13
No. de catálogo
V311983
ISBN (Ebook)
9783668108127
ISBN (Libro)
9783668108134
Idioma
Alemán
Etiqueta
besserer unterricht schülerfeedback chancen vorbehalte überblick
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
M.Sc. Michael Reinke (Autor), 2015, Besserer Unterricht durch Schülerfeedback. Chancen und Vorbehalte im Überblick, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311983
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