Analyse der Trainerleistung bei kraftorientiertem Training und Entwurf einer Kurseinheit zum Thema Wirbelsäulengymnastik

Einsendeaufgabe


Hausarbeit, 2013
20 Seiten

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Besuch und Analyse eines kraftorientierten Kurses im Hinblick auf die Leistung des Trainers
1.1 Phasenverlauf der Kurseinheit
1.2 Beurteilung des Trainerverhaltens im besuchten Kurs
1.2.1 Funktion des Lehrers
1.2.2 Funktion des Dienstleisters
1.2.3 Funktion des Vorbildes
1.2.4 Funktion des Animateurs

2 Planung einer 45-minütigen Kurseinheit zum Thema Wirbelsäulengymnastik
2.1 Rahmenbedingungen
2.2 Zielgruppe
2.3 Allgemeine Ziele der Wirbelsäulengymnastik
2.4 spezielle Ziele der geplanten Kurseinheit
2.5 Materialien
2.6 Geplanter Stundenverlauf
2.7 Abschluss

Abkürzungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

Tabellenverzeichnis

1 Besuch und Analyse eines kraftorientierten Kurses im Hinblick auf die Leistung des Trainers

1.1 Phasenverlauf der Kurseinheit

„Wir Menschen haben ein grundlegendes Bedürfnis nach sozialem Kontakt und verbringen daher einen Großteil unserer Zeit mit anderen Menschen“ (Arndt, 2013, S. 165). Dies ist auch einer der Gründe, weshalb die Zahl von Gruppentrainingsangeboten immer weiter steigt

Reiß und Fikenzer haben bereits einen optimalen 3-Phasenverlauf einer Gruppentrainings-Einheit erstellt, an welchem sich der Ablauf einer Unterrichtseinheit orientieren sollte.

Tab. 1: optimaler Verlauf Phasenverlauf nach eigener Modifikation (vgl. Reiß & Fikenzer, 2013, S.64)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zur Bearbeitung der vorliegenden Einsendeaufgabe wurde ein 60-minütiger Bodypump®-Kurs im eigenen Ausbildungsbetrieb besucht.

Bei Bodypump® handelt es sich um ein vorchoreografiertes Kraftausdauer-Training von Les Mills™ bei welchem gezielt die Muskulatur mit der Langhantel und individuell verstellbaren Gewichten trainiert wird. Die Choreografie wird ein Quartal lang durchgeführt und ist in dieser Zeit bei jeder Kursstunde identisch. Der optimale Phasenverlauf von Reiß und Fikenzer lässt sich auf die Choreografie übertragen. Eventuelle Abweichungen und mögliche Gründe für diese werden nun im Folgenden analysiert und dargestellt.

Tab. 2: Vergleich von optimalem und tatsächlichem Verlauf der Einleitungsphase (eigene Anfertigung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Wie man in der Tabelle erkennen kann, gibt es ein paar Unterschiede zwischen dem optimalen Verlauf und dem tatsächlich Tatsächlichem. Betrachtet man die Begrüßungsphase, stellt man fest dass der Trainer sich nicht mit Namen vorgestellt hat. Grund hierfür war dass keine neuen Teilnehmer anwesend waren und die Trainerin regelmäßig im Studio ist.

Bei der Erwärmung im Kurs, war keine Grenze zwischen allgemeinem und speziellem Training erkennbar. Der knappe Zeitplan der Choreografie könnte ein Grund dafür sein. Das Warm Up wurde direkt mit der Langhantel und leichtem Gewicht begonnen. Die schnelle Gewöhnung an das Equipment und damit auch die begünstigte Erhöhung der Körpertemperatur unterstützen zusätzlich diese Abweichung vom Optimum.

Insgesamt lässt sich auch feststellen, dass die Dauer der Einleitungsphase (ca. 5 Minuten) im tatsächlichen Verlauf deutlich geringer ist als der optimale Phasenverlauf vorgibt (1/5 von 60 Minuten entspräche 12 Minuten Einleitungsphase). Dadurch, dass bei Bodypump® der ganze Körper innerhalb von nur 60 Minuten trainiert werden soll, wird vermutlich das Warm Up etwas verkürzt, um das direkte Training der verschiedenen Muskelgruppen nicht zu vernachlässigen und den Zeitrahmen nicht zu überziehen.

Tab. 3: Vergleich von optimalem und tatsächlichem Verlauf des Hauptteils (eigene Anfertigung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Hat man nun einen Blick auf den Verlauf des Hauptteils, lässt sich erkennen dass die Abweichungen hier im Vergleich zu denen in der Einleitungsphase eher gering sind. Eine herausstechende Differenz ist allerdings, dass die Verwendung der Kleingeräte selbst nicht vom Leistungsstand der Teilnehmer abhängig gemacht wird. Hier kann lediglich mithilfe durch Veränderung des Gewichtes das Training an den persönlichen Leistungsstand angepasst werden. Ein möglicher Grund hierfür könnte sein, dass angenommen wird dass sich die Belastung durch die verwendeten Kleingeräte in Grenzen hält und es für ausreichend erachtet wird, die Intensität mit Regulierung des Gewichtes anzupassen.

Eine weitere Differenz lässt sich in der Dauer erkennen. Der tatsächliche Verlauf beläuft sich hierbei auf circa 45 Minuten, was etwa 9 Minuten mehr sind als das Optimum vorgeben würde (3/5 von 60 Minuten entspräche 36 Minuten). Bei dieser Art von kraftorientiertem Gruppentraining, wird der Fokus auf das Training der Muskelgruppen selbst gelegt, aus diesem Grund lässt sich vermuten dass die eingesparte Zeit in der Erwärmung an den Hauptteil angefügt wird. Zusätzlich lässt sich annehmen, dass die Dauer des Hauptteils durch die kurzen Pausen zwischen den Übungen die Gesamtdauer etwas in die Länge zieht.

Dynamische Bewegungen, der erhöhte Kalorienverbrauch sowie die hohe Trainingsintensivität durch die Steigerung des Gewichtes und die Ausübung komplexerer Übungen lassen die Vermutung zu, dass eine Körperformung und Verbesserung der Haltung durch den entstehenden Muskelaufbau gewährleistet wird.

Tab. 4: Vergleich von optimalem und tatsächlichem Verlauf des Schlussteils (eigene Anfertigung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Wie schon auf den ersten Blick erkennbar ist, verfügt der tatsächliche Ablauf der Bodypump-Stunde nicht über kein Cool Down I. Üblicherweise wird ein Cool Down I in ausdauerorientierten Kursen verwendet, da hier in der Regel auf längerem Zeitraum mit hohem Puls gearbeitet wird. Wird dann mit einem Puls von mehr als 120 S/min in die liegende Position gegangen, kann dies zu Herz-Kreislauf-Problemen führen. Bei Bodypump wird, bevor man sich in die liegende Position zum Bauchmuskeltraining begibt, die Schultermuskulatur trainiert wobei das Herz-Kreislaufsystem nicht hochintensiv arbeiten muss. Somit lässt sich der Übergang vom Stand zum Liegen problemlos durchführen. Beim Bauchmuskeltraining im Liegen reguliert sich dann der Puls selbstständig dadurch, dass eher langsame und wenig intensive Bewegungen durchgeführt werden. Dies macht das Cool Down I in dieser Form von Training überflüssig. Abschließend wird der Körper noch durch statisch durchgeführte Übungen gedehnt, wobei die letzte Übung wieder im stehen stattfindet und sich eine Entspannung des Körpers einstellen kann.

Zur Verabschiedung gibt die Trainerin den Teilnehmern ein Feedback indem sie die gute Teilnahme und Mitarbeit lobt und macht zusätzlich auf das gesonderte Programm an den Osterfeiertagen aufmerksam.

1.2 Beurteilung des Trainerverhaltens im besuchten Kurs

Der Gruppentrainer hat einen großen Einfluss auf die Stimmung und die Leistung in der Gruppe. Er muss unbedingt die Rolle des Lehrers, des Dienstleisters, des Vorbildes sowie die des Animateurs erfüllen um den Erfolg des Kurses zu sichern. Nachfolgend wird das Verhalten der Trainerin im getesteten Kurs analysiert und beurteilt.

1.2.1 Funktion des Lehrers

Bevor mit dem Training begonnen wurde, erwähnte die Trainerin den Ablauf der Stunde. Sie erklärte dass mit einer einfachen Ganzkörper-Erwärmung begonnen werde, danach das Ganzkörpertraining folgte. Sie erwähnte auch die Muskelgruppen der Reihe nach dass ein Cool Down mit Dehnübungen das Training beendet.

Zum Beginn jeder Übung gab sie Anweisungen, welches Gewicht nun verwendet werden soll. So erklärte sie zum Beispiel, dass beim Training der Beinmuskulatur etwa das Doppelte an Gewicht verwendet werden solle wie in der Aufwärmphase. Zum besseren Verständnis der Teilnehmer verwendete sie immer das Aufwärmgewicht als Orientierung.

Zusätzlich erklärte und demonstrierte sie zu jedem neuen Übungsbeginn kurz, welche Abläufe und Bewegungen die Teilnehmer zu erwarten haben und worauf diese besonders achten sollen. Soweit es ihr auch möglich war, ging sie während des Trainings durch die Gruppe und korrigierte grobe Fehler der Teilnehmer. Da die Gruppe nur aus zehn Teilnehmern bestand, war dies auch ohne weitere Probleme möglich.

[...]

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Analyse der Trainerleistung bei kraftorientiertem Training und Entwurf einer Kurseinheit zum Thema Wirbelsäulengymnastik
Untertitel
Einsendeaufgabe
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH
Autor
Jahr
2013
Seiten
20
Katalognummer
V311984
ISBN (eBook)
9783668110342
ISBN (Buch)
9783668110359
Dateigröße
733 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Fitnessökonomie, Fitness, Gesundheit, Sport, Gruppen, Gruppentraining, Kurs, Wirbelsäule, Wirbelsäulengymnastik, DHFPG, Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, Gruppentraining 1, Training, Beutreilung, Kursplan, Kursplanung, kraftorientiert, einsendeaufgabe
Arbeit zitieren
Lea Kim Engelmann (Autor), 2013, Analyse der Trainerleistung bei kraftorientiertem Training und Entwurf einer Kurseinheit zum Thema Wirbelsäulengymnastik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311984

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